Die Röxer Eisenbahn ist das Herzstück des Dorfes Röxe und ein echtes Paradies für Eisenbahnliebhaber. Was 1922 als ehrgeiziges Projekt begann, die Linie 108 von Seestadt nach Kornuschleuße zu verlängern, endete 1924 abrupt mit der Geldknappheit. Doch die 9,5 Kilometer Gleise, die bis nach Röxe verlegt wurden, sollten nicht umsonst gewesen sein. Jahrelang nutzte das örtliche Traktorenwerk die Strecke, um schwere Materialien und Bauteile anzuliefern – das leise Rumpeln der Güterzüge war so vertraut wie das Glockenläuten der Kirche. Als das Werk 1982 schloss, schien auch das Ende der Schienen besiegelt. Aber die Röxer ließen ihre Eisenbahn nicht sterben. Drei Jahre später, 1985, gründete sich der „Röxer Eisenbahn e.V.“, ein engagierter Verein von Ehrenamtlichen, der die Strecke wiederbelebte. Zunächst fuhren nur gelegentlich Personenzüge, doch seit 2004 pendelt ein mit einer historischen Dampflok bespannter Zug im Zwei-Stunden-Takt zwischen Röxe und Kleebaum.

Eine Anekdote, die sich die Vereinsmitglieder gerne erzählen, handelt von einem kalten Wintertag, als die Dampflok aufgrund vereister Schienen nicht mehr weiterkam. Kurzerhand packten Fahrgäste und Eisenbahner gemeinsam mit Schaufeln an und befreiten die Gleise vom Eis – seitdem gilt die „Röxer Schneeschipp-Connection“ als inoffizielles Ehrenmitglied des Vereins.

Heute ist die Museumsbahn eine der Hauptattraktionen Zentravias. Die historischen Waggons aus den 1920er Jahren versetzen Fahrgäste zurück in eine Zeit, als Reisen noch gemächlich war. Das Bahnbetriebswerk in Röxe kann besichtigt werden und zeigt eine beeindruckende Sammlung von Dampf-, Diesel- und Elektrolokomotiven. Das Ausflugsrestaurant „Lokschuppen“ serviert in einer ehemaligen Lokhalle das berühmte Schienenschnitzel, und wer die Nacht im historischen Schlafwagen verbringen möchte, findet in der Jugendherberge des Vereins eine einzigartige Übernachtungsmöglichkeit. Die Röxer Eisenbahn ist nicht nur ein Verkehrsmittel, sondern ein lebendiges Stück lebendiger Geschichte, das die Region auf besondere Weise verbindet und ihre Besucher in den Bann zieht.

Kleebaum ist ein lebendiges Dorf am Fluss Zento mit rund 1.500 Einwohnern. Als Bahnknotenpunkt der Linien 108, 109 und der Röxer Eisenbahn verbindet es ländliche Ruhe mit guter Erreichbarkeit. Die Kirche St. Laurentius, deren Turm weit ins Zentotal ragt, bildet das geistige und geografische Zentrum. Südlich davon liegt der Kleine Zentowald, eine Auenlandschaft mit Kanälen und Stegen für Vogelbeobachtung. Wirtschaftlich ist Kleebaum geprägt von Handwerk und Präzision: Eine Molkerei, mehrere Betriebe und eine Werkstatt für medizinische Feinmechanik sorgen für lokale Arbeitsplätze. Das Restaurant „Zum Kleeblatt“ ist bekannt für seine regionale Küche und gemütliche Atmosphäre. Gäste finden Übernachtungsmöglichkeiten in Pensionen und auf Höfen. Das Dorfleben zeigt sich beim Laurentiusfest, auf dem Wochenmarkt oder beim Kartenspiel im Gasthaus. Die Röxer Eisenbahn bringt nostalgischen Charme, wenn die Dampflok durch die Landschaft fährt. Kleebaum ist ein Ort, der Geschichte, Natur und Gemeinschaft vereint – ideal für alle, die das Authentische suchen.

BZF Bierona-Zentravia-Ferrovia Linie 108 stündlich 5:52-20:52 nach Seestadt, der heutigen Hauptstadt des Seelandes; Linie 109 stündlich 6:46-20:46 über Kornumünde nach Zentro, 21:46 nach Kornumünde, 6:29-21:29 nach Ferkelau

Restaurant Lokschuppen
Restaurant Lokschuppen

Das Dorf Röxe (11km) Röxe auf dem Westhang vom Kornutal ist mit 4.781 Einwohnern ein Paradies für Eisenbahnromantiker. Die „Röxer Eisenbahn“ fährt täglich mit einer Dampflok und historischen Wagen aus den 1920er Jahren im Zwei-Stunden-Takt nach Kleebaum. Das Bahnbetriebswerk lädt zur Besichtigung einer einzigartigen Sammlung von Dampf-, Diesel- und Elektrolokomotiven ein. In der ehemaligen Lokhalle des Ausflugsrestaurants „Lokschuppen“ wird das berühmte „Schienenschnitzel“ serviert. Als Übernachtungsmöglichkeit bietet der Verein einen original Schlafwagen an, der als Jugendherberge dient. Die moderne Dorfkirche aus den 1950er Jahren besticht durch ihren freistehenden Glockenturm aus Beton. Außerhalb des Ortes wird in einem kleinen Bergwerk Kupfererz abgebaut, das zu Schmuck und Dekorationsgegenständen verarbeitet wird. Das 1982 geschlossene Traktorenwerk verfällt seitdem und dient Fotografen als beliebter „Lost Place“. Röxe ist über die Z-4 gut angebunden; Feldwege führen nach Somm und ins Kornutal.

Fahrplan

Kleebaum 08:20alle 120 Min.18:20
Röxe 08:3418:34
Röxe 08:50alle 120 Min.18:50
Kleebaum 09:0419:04