Landauri ist eine weitläufige Inselwelt von rund 650 Kilometern Breite und 450 Kilometern Höhe, deren Hauptlandmasse sich ringförmig um das Mare Internum legt. Wälder, Gebirge, Wüsten, fruchtbare Ebenen und ein Netz aus Flüssen und Kanälen prägen die Landschaft. In dieser Vielfalt haben sich 37 Länder und der Hauptdistrikt Storcha entwickelt – ein Mosaik aus Kulturen, Traditionen und politischen Formen, das sich über Jahrhunderte geformt hat.
Die Geschichte Landauris ist von großen Umbrüchen geprägt: den alten Herrschaften, den Wikingerkriegen, der Storcha-Storha-Monarchie und schließlich den Bürgerkriegen, die 1927 endeten. Aus diesen Erfahrungen entstand eine Gesellschaft, die sich bewusst gegen zentrale Machtstrukturen entschieden hat. Heute bildet die Dezentralisation das Fundament des politischen Lebens. Gemeinden – ob Dörfer, Städte oder Hauptstädte – treffen ihre Entscheidungen selbst. Landkreise koordinieren überregionale Aufgaben, die Länder dienen als kulturelle Rahmengeber, und Storcha ist das historische Gedächtnis der Inselwelt, nicht ihr Regierungssitz.
Landauri beruht auf drei Grundprinzipien: Dezentralisation, No-Private-Property und Gewaltlosigkeit. Besitz ist stets an Nutzung gebunden – Häuser und Betriebe gehören nur denjenigen, die sie aktiv nutzen, nicht ihren Erben. So wird verhindert, dass sich Macht in wenigen Händen sammelt. Ergänzt wird dieses Modell durch eine kleinteilige, lokal verankerte Wirtschaft aus Handwerk, Genossenschaften und kleinen Betrieben. Geld dient dem Austausch, nicht der Spekulation, und eine verlässliche Grundsicherung ermöglicht es allen, Tätigkeiten nach Interesse auszuüben. Ebenso zentral ist die Gewaltlosigkeit: Waffen sind tabu, seit die traumatischen Ereignisse von 1926 zur endgültigen Abschaffung der Rüstungsindustrie führten. Heute gibt es kein Militär, keine Waffenproduktion und auch kein staatliches Gewaltmonopol. Konflikte werden durch Gespräche, Vermittlung oder – wenn beide Seiten zustimmen – sportlich gelöst. Oder sie bleiben bestehen und müssen ausgehalten werden.
Landauri ist trotz Allem keine perfekte Gesellschaft. Aber man hat aus Fehlern der Vergangenheit gelernt und ist willens, auch aus Fehlern der Gegenwart zu lernen. Man ist auf dem Weg und macht das Beste daraus. Und man genießt das Leben soweit es geht.
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Johann Winkler (*1988), Tätowierer
Johann Winkler, Tätowierer aus Meisa, verwandelt die Geschichten des Sturmlandes in kunstvolle Hautbilder. In seinem Studio Tinte & Tradition verbindet er traditionelle Motive des Sturmgebirges mit modernen grafischen Elementen. Seine Arbeit ist geprägt von seiner Herkunft aus Belborn, den Legenden des Åskog-Waldes und der handwerklichen Präzision, die er von seinem Großvater lernte. Johann gilt als Chronist der Region: Menschen aus dem ganzen Sturmland kommen zu ihm, um ein Stück Identität zu tragen. Meisa, seine Wahlheimat, inspiriert ihn täglich und wird zum Mittelpunkt seiner künstlerischen Erzählungen.
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Strand (Gemeinde Medra – Kreis Aglitz – Insula)
„Strand“, sechs Kilometer östlich von Medra, ist eine winzige Siedlung mit elf Einwohnern und einem Dutzend Fischerhütten direkt am Mare Internum. Der feinsandige Strand ist von Kiefern des Nördlichen Küstenwalds gesäumt. Der Bedarfshalt der Vierstrandbahn macht den Ort erreichbar. Der „Strand-Imbiss zur Boje“ versorgt Gäste mit geräuchertem Fisch. Drei Hütten werden als einfache Gästezimmer vermietet. Hinter dem Küstenwald erhebt sich das Insulagebirge mit Weiden und Obstwiesen. Im Sommer wird der Strand zum beliebten Ausflugsziel für Ruhesuchende und Familien aus der Region.
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Medra (Kreis Aglitz – Insula)
Medra, ein Fischerdorf an Insulas Nordküste mit 303 Einwohnern, ist bekannt für seine Räucherei, in der Makrele und Klippenfisch über Buchenholz kalt geräuchert werden. Südlich des Ortes liegen Weinberge mit dem saisonalen „Weingarten am Nordhang“. Die Dorfkirche lädt freitags zu Strandfeiern mit Brot, Fisch und Wein ein. Sehenswert sind das Restaurant Mare di Sera, der Bahnhof mit Modelleisenbahnanlage und das überraschende Institut für Künstliche Intelligenz. Handwerk und Fischerei prägen den Ort, dessen stündliche Bahnverbindung ihn mit Aglitz und der Hauptstadt verbindet.
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Apos (Kreis Aglitz – Insula)
Apos ist ein kleines Küstendorf im Norden Insulas mit 187 Einwohnern. Berühmt ist der Ort für seine Treibholzverarbeitung – in mehreren Werkstätten entstehen Lampen, Schmuck und Spielzeug aus angeschwemmtem Holz. Die Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert beeindruckt mit einem Dachstuhl aus einem einzigen 20 Meter langen Eichenstamm. Der feinsandige Strand lädt zum Baden und Sammeln ein. Zu den Orten des Dorflebens zählen das Café Glanzstück, das Sternenregen Hotel, die Arztpraxis von Dr. Clara Vinter und die Bootswerkstatt Holzsegel. Die Vierstrandbahn verbindet Apos stündlich mit Aglitz und der Hauptstadt Insula.
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Helios (Kreis Aglitz – Insula)
Helios ist ein 217-Seelen-Dorf am Nordhang des Insulagebirges und Zentrum des Obstanbaus. Die „Helioser Mostkelterei“ produziert den süßen Apfelwein „Sonnentropfen“. Gärtnerin Chloé Martin pflegt die „Bunte Blätter Gärtnerei“, während Kirche St. Laurentius und die Kneipe „Alte Mostpresse“ das Dorfleben prägen. Bauingenieur Lukas Reinhardt renoviert die Bewässerungskanäle. Das Dorf ist über B37 und I-7 gut erreichbar und bietet Ruhe, Obstgärten und Gastfreundschaft.
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Felsenfeld (Kreis Aglitz – Insula)
Felsenfeld liegt am Nordhang des Insulagebirges und lebt von seinen Dinkel‑ und Buchweizenfeldern, die seit Generationen die Landschaft prägen. Mittelpunkt des Dorfes ist der lebhafte Handwerkermarkt, flankiert von der Dorfkirche St. Marena und der historischen Felsenfelder Mühle, die zugleich Restaurant und Wahrzeichen ist. Die Kneipe „Zur Hanglaterne“ und das Reisebüro „Insula Wege“ prägen das soziale Leben, ebenso wie die Psychologin Léa Fontaine, die im oberen Dorf praktiziert. Dorfladen, Bäckerei, Schule und das Gästehaus Bergfrieden vervollständigen das Bild eines kleinen, lebendigen Ortes, der eng mit seiner Umgebung verwoben ist.
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Sternstrand (Kreis Aglitz – Insula)
Sternstrand liegt an der Nordküste Insulas, wo weißer Sand und leuchtender Sanddorn das Bild prägen. Das Dorf mit 128 Einwohnern lebt im Rhythmus des Meeres: Morgens ziehen Fischer ihre Boote an Land, tagsüber füllt sich der Strand mit Spaziergängern, abends erklingen in der Strandhalle Tanzmelodien. Zwischen Dünen und Wäldern gedeihen Sanddornbüsche, deren Früchte die Genossenschaft „Sanddorn-Studio“ zu Marmelade und Likör verarbeitet. Die kleine Kirche, das Institut für Ökologie und Evolutionsbiologie und der Skatepark verleihen dem Ort Charakter. Sternstrand ist ein stilles, sonnendurchflutetes Dorf, das seine Gäste mit Wärme empfängt.
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Sonnenblick (Kreis Aglitz – Insula)
Sonnenblick liegt auf dem Nordhang des Insulagebirges, nur wenige Kilometer vom Mare Internum entfernt. Das kleine Dorf mit rund hundert Einwohnern lebt von Kräutern und Schafen: In der Sonnenblicker Destillerie entstehen aromatische Öle und Essige, während die Käserei Sternenkäse den berühmten Bergkäse herstellt. Landwirt Sefu Kamau bewirtschaftet alte Terrassenfelder, Architektin Friederike Sommer restauriert historische Höfe, und im Gasthaus Zum Hohen Kräuterkamm genießen Gäste regionale Spezialitäten. Die Kapelle Stella Aurora überragt das Dorf – ein stiller Ort, an dem sich Geschichte, Handwerk und Natur harmonisch verbinden.

