Reise in ein weitgehend unbekanntes Land. Fiktiv? Ja!

Landauri ist eine Inselwelt von etwa 650 km Breite und 450 km Höhe mit einer ringförmigen Hauptlandmasse um das Mare Internum. Wälder, Gebirge, Wüsten, Ebenen und Flüsse prägen die Vielfalt – darauf haben sich 37 Länder und der Hauptdistrikt Storcha entwickelt. Die Geschichte Landauris war geprägt von alten Herrschaften, Wikingerkriegen, der Storcha-Monarchie und Bürgerkriegen, die 1927 endeten. Daraus entstand eine bewusst dezentrale Gesellschaft: Gemeinden entscheiden selbst, Landkreise koordinieren, Länder geben kulturelle Rahmen vor, Storcha ist historisches Gedächtnis, nicht Regierungssitz. Drei Prinzipien tragen Landauri: Dezentralisation, No-Private-Property (Besitz nur bei aktiver Nutzung) und Gewaltlosigkeit. Wirtschaft basiert auf Handwerk, Genossenschaften und kleinen Betrieben, Geld dient dem Austausch, eine Grundsicherung ermöglicht Tätigkeiten nach Interesse. Waffen sind tabu, es gibt kein Militär, kein Gewaltmonopol. Konflikte werden durch Gespräche, Vermittlung oder sportlich gelöst – oder ausgehalten. Landauri ist nicht perfekt, aber aus Fehlern wird gelernt, und man genießt das Leben so gut es geht.


  • Salzquell (Kreis Boxbucht – Kohlonia)

    Salzquell (Kreis Boxbucht – Kohlonia)

    Salzquell liegt am Ausgang des Kohlgebirges, wo der salzhaltige Salzfluss in die Hama mündet. Das helle Dorf mit 98 Einwohnern lebt seit Generationen vom kleinen Salzbergwerk. Dort brechen die Bergleute das Mineral von Hand und bringen es in hölzernen Karren ans Tageslicht. Das Salz wird vor allem zum Einlegen der Gurken des Nordkohlianischen Gurkenlandes verwendet. Am Barbara-Platz stehen die Bergmannskapelle und das Wirtshaus „Zum Salzkristall“ mit seinem leicht salzigen Bier. Ungewöhnliche Akzente setzen das Institut für Biochemie und Molekularbiologie, Tonmeisterin Ava Sullivan und Tänzerin Charlotte Davis, die Arbeitsklänge und Bewegungen aus der Grube bis heute künstlerisch in gemeinsamen Aufführungen verarbeiten.

  • Oldfurt (Gemeinde Hamamünde – Kreis Boxbucht – Kohlonia)

    Oldfurt (Gemeinde Hamamünde – Kreis Boxbucht – Kohlonia)

    Oldfurt liegt mit zwölf Einwohnern im abgelegenen Hamatal zwischen Hamamünde und Salzquell. Mittelpunkt des Weilers ist die Wegkneipe „Zur alten Furt“, in der Henning Martens Reisende mit Kartoffelsuppe, Forelle und Geschichten vom alten Handelsweg versorgt. Neben der Brücke erinnert eine flache Furt an frühere Fuhrwerke. Im benachbarten Schuppen präsentiert Oskar Wierzbicki seine große Modelleisenbahnanlage, die Kohlonia im Maßstab 1:87 mit Dörfern, Bahnlinien, Kanälen und Gebirgen zeigt. Die Geologin Zofia Zielińska untersucht am Fluss Gesteine und Ablagerungen. Oldfurt besitzt weder Laden noch Bahnhof, bietet aber Wasser, Landschaft, Technik und persönliche Begegnungen auf engstem Raum.

  • Hamamünde (Kreis Boxbucht – Kohlonia)

    Hamamünde (Kreis Boxbucht – Kohlonia)

    Hamamünde liegt an der Mündung der Hama ins Nordmeer und ist mit 135 Einwohnern ein Fischerdorf durch und durch. Rund ein Dutzend hölzerne Kutter fängt vor allem Dorsch und Hering. Zwei kleine Betriebe räuchern, salzen und konservieren den Fang. FutureFibre Textilien stellt wetterfeste Kleidung für die raue Küste her und erprobt sie gemeinsam mit den Fischern. Der Mathematiker Julien Moreau untersucht Wasserstände, Strömungen und Wetterdaten. Mittelpunkt des Dorflebens ist das Wirtshaus „Zum Dorsch“, wo Köchin Marie Laurent fangfrische Gerichte serviert. Bahn und Küstenstraße verbinden Hamamünde mit Boxbucht, Nordwestkap und den umliegenden Küstendörfern.