Landauri ist eine Inselwelt, die sich rund 650 km von Ost nach West und rund 450 km von Nord nach Süd ausdehnt. Eine Haupt-Landmasse kringelt sich um ein inneres Meer – das Mare Internum. Weitere Inseln – sowohl in diesem Binnenmeer als auch außerhalb – kommen hinzu. Es gibt Gebirge, Wüsten, Wälder und fruchtbare Ebenen. Es gibt Flüsse und Seen, die durch Kanäle miteinander verbunden sind. Es gibt Städte und Dörfer und einzelne weit abgelegene Siedlungen.
Politisch ist Landauri in 37 Länder gegliedert. Dazu gibt es den Zentraldistrikt rund um die frühere Königsstadt Storcha, in dem die wenigen noch verbleibenden Zentralinstitutionen angesiedelt sind.
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Linie 14 (Kohlbahn) von Kohla nach Kolaquell
Die Kohlbahn Linie 14 verbindet Kohla mit Kolaquell und zählt zu den schönsten Nebenbahnstrecken der Region. Auf 68,3 Kilometern führt die Fahrt von der Hauptstadt durch das Kohlatal über Kohla Ufer, Kohlfähre und Kohlaschleuße ins Kohlgebirge. Der nostalgische Triebwagen passiert die stillgelegte Zeche Zusma I und das Bergdorf Zusma, wo das Gasthaus „Zum Steiger“ zur Einkehr lädt. Endstation ist Kolaquell auf 601 Metern. Dort erwarten Reisende eine Barockkirche von 1682, ein Schaubergwerk mit restaurierten Tagesanlagen, Pilzspezialitäten in der Bahnhofsgaststätte und das Hotel „Zur Quelle“ für einen erholsamen Aufenthalt.
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Kolaquell (Kreis Kohlaschleuße – Kohlonia)
Kolaquell ist mit 81 Einwohnern auf 601 Metern der höchstgelegene Ort des Landkreises Kohlaschleuße in Kohlonia. Das Dorf liegt am oberen Ende des Tals, wo die Kohla entspringt – das fehlende „h“ im Ortsnamen geht auf die alte mundartliche Form „Kola“ zurück. Die 1975 stillgelegte Grube ist heute als technisches Denkmal mit Führungen befahrbar. Eine Bergkapelle öffnet abends zur Andacht. Oberhalb erstreckt sich der Gemeindewald mit einer kleinen Forstgenossenschaft. Die Bahnhofsgaststätte ist für Pilzgerichte bekannt, das Hotel „Zur Quelle“ bietet Übernachtungen, und eine Drechslerei fertigt Gebrauchsgegenstände aus heimischem Ahornholz.
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Zusma (Kreis Kohlaschleuße – Kohlonia)
Zusma, ein 106-Seelen-Dorf im kohlonischen Kohlgebirge, lebt von der Kohle. Auf 374 Metern Höhe schmiegt es sich an bewaldete Hänge, überragt vom Schornstein der Brikettfabrik von 1958. Täglich fahren in der nahen Grube Zusma I zwei Schichten ein – die letzte aktive Zeche des Landkreises neben Kohlaschleuße. Im Wirtshaus „Zum Steiger“ treffen sich Kumpel bei Kohlsuppe und Bier, während Schuster Fritz Hallermeyer das Schuhwerk der Umgebung repariert. Die Ursula-Kapelle von 1892 läutet sonntags zur Messe. Sieben Kilometer entfernt rostet das stillgelegte Zechengelände Zusma II vor sich hin – ein Mahnmal der Bergbaugeschichte.
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Halvard Einarsson (*1963), Holzbearbeitungskünstler
Halvard Einarsson, geboren 1963 in Tiefental, erlernte das Schreinerhandwerk von seinem Vater und dem Holzschnitzer Oskar Nyström. Nach einer Küferlehre in Darso übernahm er 1991 die Familienwerkstatt und fertigt seither Möbel, Räuchertonnen und Holzschilder. Er pflegt eine enge Freundschaft zum Gelehrten Sverre Bjørnson im Kloster Hjalmvik. Seine täglichen Rituale umfassen morgendliches Schwimmen im Viddelva, abendliches Yoga auf einer Granitplatte und das Angeln auf Bachforellen. Im Winter isst er am liebsten Kabeljau-Eintopf, im Sommer kühlen Räucherfisch mit Roggenbrot. Seit 2022 arbeitet er an der Rekonstruktion der geschnitzten Kirchentür des Klosters Hjalmvik.
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Kohlaschleuße (Kreisstadt – Kohlonia)
Kohlaschleuße ist eine Kleinstadt mit 3.457 Einwohnern an der Mündung der Fel in die Kohla. Einst eine florierende Bergbaustadt mit über 20.000 Bewohnern, prägen heute Leerstand und Verfall ganze Viertel. Im Zentrum um den Marktplatz gruppieren sich die St.-Barbara-Kirche von 1718, die Kreisverwaltung und das Gasthaus „Zur Kohlenglocke“. Die aktive Grube Kohlaschleuße und die museale Kohlebahn bieten Einblicke in die Bergbaugeschichte. Der 1875 fertiggestellte Kohlwüsten-Randkanal markiert die Grenze zur Steppe. Lost-Places-Fotografen schätzen die morbide Atmosphäre der verlassenen Industriearbeiterhäuser.
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Gasthaus „Zum Rückenblick“ in Worda
Das Gasthaus „Zum Rückenblick“ in Worda ist ein traditionsreicher Familienbetrieb, dessen Geschichte bis 1834 zurückreicht. In vierter Generation führen Silas und Leena Prochnow das Haus mit handgefertigten Möbeln, regionaler Küche und dem charakteristischen Drosenbier. Die Atmosphäre ist warm und gemeinschaftlich: Pfarrerin, Chor und Laienspielgruppe gehören ebenso zum Alltag wie die Esel im Hof, die Kinder füttern. Das Gasthaus verbindet Handwerk, Heimat und Geselligkeit zu einem lebendigen Mittelpunkt des Dorfes, an dem Geschichte und Gegenwart in jedem Detail spürbar bleiben.
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Landkreis Kohlatal (Kohlonia)
Der dünn besiedelte Landkreis Kohlatal im Norden Kohlonias umfasst das langgestreckte Tal der Kohla zwischen der Hauptstadt Kohla und der alten Bergbaustadt Kohlaschleuße. Landschaftlich prägen trockene Hügel im Westen und die weite Kohla-Steppe im Osten das Gebiet, das nach Norden in die lebensfeindliche Kohlwüste übergeht. Verkehrsadern wie die B301 und die Kohlatalbahn verbinden die Orte. Zentrum ist die Kreisstadt Nordort mit Verwaltung, Schule und historischen Gebäuden. Weitere prägende Orte sind Kohlfähre, Viellam, Südort, Herbstplatz und Winterburg. Naturgebiete wie der Trollskog und technische Bauwerke wie der Kohlwüsten-Randkanal ergänzen das Bild eines rauen, geschichtsträchtigen Kreises.
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Winterburg (Kreis Kohlatal – Kohlonia)
Winterburg ist ein kleines Haufendorf mit 125 Einwohnern in der kohlonischen Steppe, entstanden mit dem Bau der Northern Desert Railway. Der Name stammt von der nahen Burgruine, einem kuriosen Wohnturm von 1688, der nur im Winter zur Jagd auf Steppenhühner bewohnt war. Die schlichte St.-Hedwigs-Kapelle erbauten Eisenbahnarbeiter aus Nudelland, während die Schäferei Kolbenheyer seit 1887 hochwertige Merinowolle produziert. Ein historischer Kilometerstein an der Grenze zur Kohlwüste mahnt: „Bis hierher und nicht weiter – wer weitergeht, trägt sein Wasser selbst.“ Winterburg bietet Stille, Weite und einen unvergleichlichen Sternenhimmel.

