Landauri ist eine Inselwelt, die sich rund 650 km von Ost nach West und rund 450 km von Nord nach Süd ausdehnt. Eine Haupt-Landmasse kringelt sich um ein inneres Meer – das Mare Internum. Weitere Inseln – sowohl in diesem Binnenmeer als auch außerhalb – kommen hinzu. Es gibt Gebirge, Wüsten, Wälder und fruchtbare Ebenen. Es gibt Flüsse und Seen, die durch Kanäle miteinander verbunden sind. Es gibt Städte und Dörfer und einzelne weit abgelegene Siedlungen.
Politisch ist Landauri in 37 Länder gegliedert. Dazu gibt es den Zentraldistrikt rund um die frühere Königsstadt Storcha, in dem die wenigen noch verbleibenden Zentralinstitutionen angesiedelt sind.
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Kleinstrand (Kreis Goldküste – Kohlonia)
Kleinstrand, mit 254 Einwohnern die zweitgrößte Siedlung des Landkreises Goldküste, liegt an der Sturmseeküste Kohlonias. Der Name rührt vom hier nur 600 Meter schmalen Küstenwaldstreifen. Der Naturhafen, seit 1784 von zwei Granitmolen geschützt, ist Zentrum der örtlichen Fischerei; sieben Kutter fangen Dorsch und Flunder. Das Wrack des 1871 gestrandeten Schoners „Albatros“ ragt als Mahnmal aus dem Wasser. Besucher finden im „Gasthaus zur Meermöwe“ Unterkunft und am Hafen in „Smuttje’s Ecke“ frische Fischsemmeln. Eine Kapelle, der Dorfladen sowie die stündliche Anbindung an die Kohlbahn-Linie 12 runden das Leben in dem windumtosten Ort ab.
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Silberstrand (Kreis Goldküste – Kohlonia)
Silberstrand ist ein Fischerdorf mit 121 Einwohnern an der Goldküste Kohlonias, nur drei Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Der Ort lebt von der Miesmuschelzucht: Vier Familien ernten jährlich etwa 15 Tonnen Muscheln aus den felsigen Prielen der Sturmsee. Eine kleine Konservenfabrik von 1936 verarbeitet die Ernte zu Spezialitäten und legt auch Sturmseehering in Dosen mit handgemalten Etiketten ein. Am südlichen Ortsrand lockt eine grobsandige Badebucht mit klarem, selten über 16 Grad warmem Wasser. Die Kohlbahn-Linie 12 verbindet den Ort mit Kohla und Westmünde, während die K303 eine Straßenanbindung ins Hinterland bietet.
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Nova (Hauptstadt des Blumenlandes)
Nova, Hauptstadt des Blumenlandes mit 82.826 Einwohnern, liegt an der Mündung des Novaflusses in das Mare Internum. 755 von Königin Florentia I. als Florentum gegründet, wurde die Stadt um 850 von Wikingern zerstört und im 11. Jahrhundert als Stadtstaat Nova wiedererrichtet. Der Bau der Stammbahn 1832 machte sie zum industriellen Knotenpunkt. Heute gliedert sich Nova in fünf Stadtteile: das historische Nova Mitte, das vornehme Nova-Bucht mit dem antiken Florica, das akademische Nova West, das maritime Nova Hafen und das moderne Nova Nord. Die Stadt vereint botanisches Erbe, bewegte Geschichte und lebendige Urbanität.
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Dorfkneipe „Zum Klippenläufer“ in Winoma
Die Dorfkneipe „Zum Klippenläufer“ in Winoma, Windstraße 17, wird seit 2004 von Magnus und Freya Jonsson betrieben. Der Gasthof besteht seit 1783 und wurde nach einem Brand 1823 neu errichtet. Freya kocht Kabeljau-Eintopf, Muschelpfanne und saisonale Suppen aus örtlichem Fang. Magnus zapft Bier der Brauerei Lundgren aus Antlas. Bürgermeisterin Arnesen hält hier ihre Sprechstunden ab, die Pastorin kommt sonntags nach dem Gottesdienst, Fischer und Bauarbeiter von der Festung Ekkarsklippe nehmen hier ihre Mahlzeiten ein. Die Kneipe ist täglich von 11 Uhr bis Mitternacht geöffnet, sonntags ab 12 Uhr.
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Goldstrand (Kreisstadt des Landkreises Goldküste – Kohlonia)
Goldstrand, mit 725 Einwohnern die größte Siedlung und Kreisstadt des Landkreises Goldküste in Kohlonia, liegt nur zwei Meter über der Sturmsee. Der Ort gruppiert sich um einen rechteckigen Marktplatz mit dem Kreishaus von 1744 und der St.-Eobans-Kirche von 1683. Eine Fachwerkschule, das Amtsgericht und die Muschelgasse prägen das Ortsbild. Am Hafen liegen Fischerkutter, die Räucherei Bartels und die Fischauktionshalle. Der Haltepunkt der Kohlbahn verbindet den Ort achtmal täglich mit Kohla und Westmünde. Windschutz, Kiefernwälder und der goldglitzernde Strand bestimmen die Landschaft dieser beschaulichen Küstengemeinde.
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Kanamer Kisten (Gemüsehandler)
Kanamer Kisten in der Grabenstraße 12 ist ein Gemüsegroßhandel im Dorf Kaname, geführt von Ramin, Kaja und Lene Harto. Der Name stammt von den Holzkisten, die Ramin nach der Übernahme 1998 mit einem Brandeisen kennzeichnete. Der Betrieb beliefert Wochenmärkte in der Region, darunter Dermbach, Haseneck und Toruma. Eine bekannte Anekdote erzählt von einer Schlittenlieferung über den zugefrorenen Kanal im Winter 2006. Heute koordiniert Kaja die Bestelllisten, Lene fährt den Lieferwagen, und zwei Aushilfen unterstützen auf dem Hof. Der Laden ist Produktionsstätte und Logistikzentrum zugleich, kein Verkaufsraum.
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Kreis Teichfurt (Kohlonia)
Der Landkreis Teichfurt, Kohlonias südlichster Kreis, umschließt die Hauptstadt Kohla mit einer landwirtschaftlich intensiv genutzten, leicht hügeligen Ebene von rund 600 km². Die 2.799 Einwohner verteilen sich auf die Kreisstadt Teichfurt mit Brauerei und barocker Kirche, Altbrück mit romanischer Wehrkirche und Käserei, das Fischerstädtchen Kohlamünde mit Hafen und Leuchtturm, das Köhlerdorf Nordorf im Küstenwald, das Reisdorf Radebeul, Bunsa mit Hochwald, Burgruine und Holländerwindmühle sowie das Schlachterdorf Welso. Drei Waldstücke – Trollskog, Küstenwald und Hochwald – sowie der Teichfluss mit seinen Zubringern prägen das Gesicht dieses stillen, agrarischen Gürtels.
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Nordorf (Kreis Teichfurt – Kohlonia)
Nordorf, ein Weiler mit 86 Einwohnern im Küstenwald Kohlonias, ist ein aus der Zeit gefallenes Köhlerdorf. Die Familie Knoop stellt hier seit 1746 Holzkohle in traditionellen Erdmeilern her und betreibt ein Forsthaus mit kleiner Ausstellung. Eine winzige Steinkirche am Strand, ein 5.000 Jahre altes Hünengrab und der 7,2 Kilometer lange Köhlerpfad sind die stillen Sehenswürdigkeiten. Ein ehrenamtlicher Rettungsturm überwacht im Sommer den steinigen Strand. Die Nächte prägt absolute Dunkelheit, nur durchbrochen vom Strahl des gegenüberliegenden Leuchtturms. Nordorf ist ein Rückzugsort für Menschen, die Ruhe, Natur und das Elementare suchen.

