Reise in ein weitgehend unbekanntes Land. Fiktiv? Ja!

Landauri ist eine Inselwelt, die sich rund 650 km von Ost nach West und rund 450 km von Nord nach Süd ausdehnt. Eine Haupt-Landmasse kringelt sich um ein inneres Meer – das Mare Internum. Weitere Inseln – sowohl in diesem Binnenmeer als auch außerhalb – kommen hinzu. Es gibt Gebirge, Wüsten, Wälder und fruchtbare Ebenen. Es gibt Flüsse und Seen, die durch Kanäle miteinander verbunden sind. Es gibt Städte und Dörfer und einzelne weit abgelegene Siedlungen.

Politisch ist Landauri in 37 Länder gegliedert. Dazu gibt es den Zentraldistrikt rund um die frühere Königsstadt Storcha, in dem die wenigen noch verbleibenden Zentralinstitutionen angesiedelt sind.

  • Fuka (Kreis Drosen – Zentravia)

    Fuka (Kreis Drosen – Zentravia)

    Fuka liegt 287 m hoch am Südrand des Wolkenflüsterwaldes, durchzogen vom Whisperwind Creek. Rund 2 500 Einwohner verteilen sich auf Hanghöfe, ein jüngeres Siedlungsband und die großzügige Fukaer Halle, die Wochenmarkt, Möbelmesse und Dorfkino beherbergt. In der Kirche St. Lucius Minor finden bis zu 800 Besucher Platz; an Festtagen nutzt der Chor die hervorragende Akustik. Größter Arbeitgeber ist die Tischlerei „Hölzerne Höhepunkte“: 50 Mitarbeitende fertigen Möbel aus lokalem Lärchenholz, das Förster markieren und Seilkletterer schonend bergen. Wellnessgäste zieht das Erholungsheim samt Traumfänger-Hotel an; Forschende arbeiten versteckt im Zentrum für Stammzellforschung im Wald, verbunden mit der Zentro-Universität.

  • Pölau (Kreis Drosen – Zentravia)

    Pölau (Kreis Drosen – Zentravia)

    Pölau liegt auf 305 m auf dem Drosener Rücken, direkt unterhalb der A 1 und nur wenige Schritte vom Wolkenflüsterwald entfernt. Das Dorf lebt vom hellen Rückenwein aus steilen Rebzeilen, von Apfelgärten für Most und Brand und von einer Lehrwerkstatt, in der Fässer für Gasthäuser im ganzen Kreis entstehen. Am Platz vor St. Gregorius steht ein Brunnen, dessen Kerben als Regenchronik dienen; Besucher lassen sich von älteren Winzern die Trockenjahre zeigen. Im Restaurant „Tisch am Kamm“ kommen Lamm aus Hartmannsfeld, Gemüse aus Fulda und Rückenwein aus Meyen auf den Tisch. Zur Stadt Zentro gelangt man in 25 Minuten über die…

  • Caaschwitz (Kreis Drosen – Zentravia)

    Caaschwitz (Kreis Drosen – Zentravia)

    Caaschwitz liegt am Übergang vom Drosener Rücken in die Zento-Ebene und vereint Obsthänge, Weidefelder und Hightech-Fertigung. Im alten Kern steht die Backsteinkirche St. Stephani-Am-Hang, deren Glocke den Tagesrhythmus bestimmt. Die Gaststätte „Lebenslust“ kocht mittags für Schule und MotionMach-Belegschaft, abends wird sie zum Stammtisch. MotionMach produziert in einer modernisierten Halle maßgeschneiderte Metallteile aus dem 3D-Drucker; Softwareentwickler Stefan Hofer arbeitet meist daheim, pendelt aber mittwochs ins Büro nach Zentro. Obstbau, Milchwirtschaft und ein Wochenmarkt am Dorfanger sichern das Bodenständige, während ein offener Co-Working-Pavillon mit Solarstrom und WLAN zeigt, wie das 578-Einwohner-Dorf digitale Arbeit integriert.


  • Ein Tag im Leben von Lina Vogel

    Ein Tag im Leben von Lina Vogel

    Am 7. Februar 2026 blickt Lina Vogel am späten Abend auf einen dichten, erfüllten Tag zurück. Die Predigt für den kommenden Sonntag in Bergelf ist abgeschlossen; der Text aus Hesekiel begleitet sie durch Denken und Tun. In der Küche des Hotel Küstenperle verbindet sich Theologie mit Alltag: Ein Eintopf für die Familie, ein langsam köchelnder Gulasch für den Sonntag und süße Blätterteig-„Schriftrollen“ werden zu stillen Auslegungen des Predigttextes. Zwischen Hotelbetrieb, Meerblick und familiären Momenten reift die Einsicht: Mut bedeutet nicht Ruhe, sondern Standhalten mit klopfendem Herzen – im Vertrauen darauf, dass Gott mitgeht, auch durch den gewöhnlichen Alltag.

  • Fulda (Kreis Drosen – Zentravia)

    Fulda (Kreis Drosen – Zentravia)

    Fulda zählt 128 Einwohner und liegt in einer feuchten Mulde der Zento-Ebene, wo der gleichnamige Bach Wiesen und Forellenteiche speist. Mittelpunkt ist die schlichte Ziegelkapelle St. Lucius am Graben; ihr Weihwasserstab dient zugleich als Pegelmesser. Gleich nebenan betreibt Alja Petschner das Café Zauberblick, das nur am Wochenende oder auf Voranmeldung Brot-und-Kuchen-Teller mit Blick aufs Wasser serviert. Am Dorfrand erhebt sich das Institut für Klima- und Atmosphärenforschung, eine ruhesuchende Außenstelle der Lucidianischen Universität Zentro mit Messmast und Bodenfeuchtesensoren. Milchviehhöfe, mobile Dienste und ein Bachuferfest vervollständigen das leise, aber verlässliche Dorfleben.

  • Ein Tag im Leben von Ingrid Kristiansen

    Ein Tag im Leben von Ingrid Kristiansen

    Morgengrauen auf 1 285 Metern: Hüttenwirtin Ingrid Kristiansen öffnet die Scheffelbergbaude, prüft Solarpaneele, entzündet das Kaminfeuer. Bald kommen erste Gäste mit der Arisko-Seilbahn oder vom Butha-Höhenweg herauf. Sie stempelt Wanderpässe, stellt heißen Kaffee bereit und reicht frisch gebackenes Sauerteigbrot. Zur Mittagszeit serviert sie Wildragout, erklärt die Aussicht aufs Tal Alaska und notiert vegetarische Wünsche. Danach inspiziert sie das Regenwassersystem, aktualisiert Vorratslisten und plant die nächste Frischlieferung. Sie dekoriert anschließend den Gastraum mit Bergblumen und zündet Laternen für Stimmung. Vor Sonnenuntergang führt sie einen Panorama­spaziergang, am Abend liest sie Sagen am knisternden Ofen. Schließlich schreibt sie Notizen und genießt wohlverdiente Ruhe.

  • Ein Tag im Leben von Adele Schmidt

    Ein Tag im Leben von Adele Schmidt

    Adele Schmidt beginnt ihren Tag bei Morgengrauen im windgepeitschten Garten von Deichstedt, wo sie taubedeckte Kräuter für Tee sammelt. Danach spaziert sie zum Hafen, plaudert mit Fischern und sichert sich Fischreste für ihren Kompost. Mittags hilft sie im Leuchtturm, historische Sturmwarnhörner auszubauen und lernt Neues von Künstlerin Helga. Nach einer ruhigen Suppe-Pause studiert sie Wetterkarten, bevor sie abends als Türsteherin des Clubs „Zum Stürmischen Seemann“ Dienst antritt. Dort hält sie die Reihe in Schach, gibt Touristen Tipps und schließt erst tief in der Nacht ab, ehe sie heimkehrt, Blumen gießt und erschöpft einschläft. Bereit für einen neuen, stürmischen Morgen wieder.

  • Fichtchen (Kreis Drosen – Zentravia)

    Fichtchen (Kreis Drosen – Zentravia)

    Fichtchen ist ein 359-Seelen-Milchdorf am Fischbach. Feuchte Auen nähren Kühe, Sammeltransporter steuern früh die Kühlstation Nr. 14 an, während Höfe Rahm zu Käse veredeln und ihn nach Mehlis liefern. Im Dorfkrug „Rotes Kalb“ braut Wirt Hanno Wellbrock ein nussiges rotes Ale; Hopfen bezieht er aus Klodorf. Die niedrige Kirche St. Melethia zeigt Rangtafeln für Siegerkühe, der Forellenteich lockt Wanderer. Bachufer-, Milchsuppen- und Abfischfeste, Feuerwehrhaus mit Stammtisch sowie Gästezimmer auf Bauernhöfen halten Gemeinschaft und Besucher zusammen.