Landauri ist eine Inselwelt, die sich rund 650 km von Ost nach West und rund 450 km von Nord nach Süd ausdehnt. Eine Haupt-Landmasse kringelt sich um ein inneres Meer – das Mare Internum. Weitere Inseln – sowohl in diesem Binnenmeer als auch außerhalb – kommen hinzu. Es gibt Gebirge, Wüsten, Wälder und fruchtbare Ebenen. Es gibt Flüsse und Seen, die durch Kanäle miteinander verbunden sind. Es gibt Städte und Dörfer und einzelne weit abgelegene Siedlungen.
Politisch ist Landauri in 37 Länder gegliedert. Dazu gibt es den Zentraldistrikt rund um die frühere Königsstadt Storcha, in dem die wenigen noch verbleibenden Zentralinstitutionen angesiedelt sind.
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Stock und Schaf
Stock und Schaf ist eine volkstümliche Kesselspeise aus gewässertem Stockfisch, Lammfleisch, Lamminnereien und Gerstengraupen. Das Gericht stammt aus dem Landkreis Westmünde in Kohlonia, einer rauen Küstenregion, in der Fischer und Hirten ihre Vorräte vereinten. Lamm und Wacholder werden zunächst zu einer kräftigen Brühe gekocht, anschließend kommen Graupen, Wurzelgemüse und der zerpflückte Stockfisch hinzu. Die Innereien werden angebraten und zuletzt eingerührt, bevor ein Schuss Wacholderschnaps das Aroma abrundet. Das Ergebnis ist ein herzhafter Eintopf zwischen Suppe und Brei, der traditionell mit Brot und einem Glas Wacholderschnaps serviert wird.
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Noskau (Kreis Kohlaschleuße – Kohlonia)
Noskau, ein Straßendorf mit 169 Einwohnern an der B302, liegt am Zusammenfluss von Fel-Gurkenkanal I und Gurkenkanal. Eine einfache Schleuse reguliert das Wasser, das das Gartenland von der trockenen Kohlsteppe trennt. Die St.-Ursula-Kirche von 1834 steht direkt am Kanal, ihr Friedhof reicht ans Ufer. Eine Textilmanufaktur webt Leinen aus lokalem Flachs, eine ehemalige Wassermühle mahlt heute elektrisch Getreide. Der Bahnhofskiosk serviert Schmorgurke mit oder ohne Bauchspeck. Noskau ist still, freundlich und perfekt für Reisende, die Abgeschiedenheit schätzen.
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Remberg (Kreis Kohlaschleuße – Kohlonia)
Remberg ist ein winziges Fischerdorf an der Küste Kohlonias, das sich mit 79 Einwohnern und sieben Metern Höhe an eine schmale Bucht schmiegt. Geschützt von Molen aus dem Jahr 1877, prägen der Geruch von Teer und Tang sowie die hölzernen Kutter den Alltag. Über dem Hafen thront die schlichte St.-Olafs-Kapelle von 1756, und im Hintergrund ragt das schroffe Kohlgebirge auf. Der Ort lebt von Fischerei, einer Bootswerft und einer ruhigen Beständigkeit, die Besucher abseits der Hauptroute suchen. Ein Haltepunkt der Linie 12 und die Pension „Zur Molensicht“ ermöglichen eine entschleunigte Einkehr in eine Welt, in der das Meer den Takt…
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Sosufer (Kreis Kohlaschleuße – Kohlonia)
Sosufer, ein Küstendorf mit 197 Einwohnern im Landkreis Kohlaschleuße, liegt südlich des Kohlgebirges an der Sturmsee. Der Name rührt von den unterspülten Uferbänken her, die bei Niedrigwasser fossile Muschelbänke freigeben. Ein Heimatmuseum in der alten Dorfschule zeigt diese Funde sowie Werkzeuge der Küstenfischerei. Das Dorf lebt vom Tourismus, bietet Pensionen und den Gasthof „Seeblick“. Die Kohlbahn-Linie 12 verbindet Sosufer stündlich mit Kohla und Westmünde. Auf den Steilhängen weiden Schafe und Bergziegen, während der Wanderweg ins Kohlgebirge führt. Der Ort besticht durch seine karge Küstenlandschaft und geologische Besonderheiten.
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Strandstedt (Kreis Kohlaschleuße – Kohlonia)
Strandstedt, ein kohloniaischer Küstenort mit 1.825 Einwohnern, liegt malerisch an der Mündung des Rauschenbachs in die Sturmsee. Einst bedeutender Kohlehafen, prägen heute historische Backstein-Speicher, die St.-Nikolaus-Kirche von 1704 und ein modernes Zentrum für Ozeanografie das Stadtbild. Besucher schätzen das kuriose Bergwerks-Sanatorium, den lebendigen „Sternenstaub“-Club und den Sandstrand für Strandsegler. Die innovative OceanWave Power GmbH erforscht hier Wellenkraft. Umgeben von den sanften Eichenhainen des Kohlgebirges und gut per Kohlbahn erreichbar, verbindet Strandstedt maritime Betriebsamkeit, wissenschaftliche Neugier und eine faszinierende Bergbaugeschichte zu einer ganz eigenen, rauen Anziehungskraft.
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Argeno (Kreis Kohlaschleuße – Kohlonia)
Argeno, ein Dorf mit 112 Einwohnern am Südrand des Kohlgebirges, lebt zwischen Vergangenheit und Reserve. Die 1987 stillgelegte Zeche wird als nationale Kohlereserve konserviert – ein Pförtner führt Besucher durch die versiegelten Anlagen, in denen die Stille greifbar scheint. Im Ort arbeiten eine historische Schmiede und eine Glaserwerkstatt für Touristen. Die Kneipe »Zur letzten Schicht« gegenüber dem Bahnhof ist sozialer Mittelpunkt. Gäste finden hier kein Spektakel, sondern eine dörfliche Gemeinschaft, die sich zwischen Weiden und Industrieruinen behauptet – und den Schlaf einer Zeche, die jederzeit wieder erwachen könnte.
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Linie 14 (Kohlbahn) von Kohla nach Kolaquell
Die Kohlbahn Linie 14 verbindet Kohla mit Kolaquell und zählt zu den schönsten Nebenbahnstrecken der Region. Auf 68,3 Kilometern führt die Fahrt von der Hauptstadt durch das Kohlatal über Kohla Ufer, Kohlfähre und Kohlaschleuße ins Kohlgebirge. Der nostalgische Triebwagen passiert die stillgelegte Zeche Zusma I und das Bergdorf Zusma, wo das Gasthaus „Zum Steiger“ zur Einkehr lädt. Endstation ist Kolaquell auf 601 Metern. Dort erwarten Reisende eine Barockkirche von 1682, ein Schaubergwerk mit restaurierten Tagesanlagen, Pilzspezialitäten in der Bahnhofsgaststätte und das Hotel „Zur Quelle“ für einen erholsamen Aufenthalt.
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Kolaquell (Kreis Kohlaschleuße – Kohlonia)
Kolaquell ist mit 81 Einwohnern auf 601 Metern der höchstgelegene Ort des Landkreises Kohlaschleuße in Kohlonia. Das Dorf liegt am oberen Ende des Tals, wo die Kohla entspringt – das fehlende „h“ im Ortsnamen geht auf die alte mundartliche Form „Kola“ zurück. Die 1975 stillgelegte Grube ist heute als technisches Denkmal mit Führungen befahrbar. Eine Bergkapelle öffnet abends zur Andacht. Oberhalb erstreckt sich der Gemeindewald mit einer kleinen Forstgenossenschaft. Die Bahnhofsgaststätte ist für Pilzgerichte bekannt, das Hotel „Zur Quelle“ bietet Übernachtungen, und eine Drechslerei fertigt Gebrauchsgegenstände aus heimischem Ahornholz.

