Reise in ein weitgehend unbekanntes Land. Fiktiv? Ja!

Landauri ist eine Inselwelt von etwa 650 km Breite und 450 km Höhe mit einer ringförmigen Hauptlandmasse um das Mare Internum. Wälder, Gebirge, Wüsten, Ebenen und Flüsse prägen die Vielfalt – darauf haben sich 37 Länder und der Hauptdistrikt Storcha entwickelt. Die Geschichte Landauris war geprägt von alten Herrschaften, Wikingerkriegen, der Storcha-Monarchie und Bürgerkriegen, die 1927 endeten. Daraus entstand eine bewusst dezentrale Gesellschaft: Gemeinden entscheiden selbst, Landkreise koordinieren, Länder geben kulturelle Rahmen vor, Storcha ist historisches Gedächtnis, nicht Regierungssitz. Drei Prinzipien tragen Landauri: Dezentralisation, No-Private-Property (Besitz nur bei aktiver Nutzung) und Gewaltlosigkeit. Wirtschaft basiert auf Handwerk, Genossenschaften und kleinen Betrieben, Geld dient dem Austausch, eine Grundsicherung ermöglicht Tätigkeiten nach Interesse. Waffen sind tabu, es gibt kein Militär, kein Gewaltmonopol. Konflikte werden durch Gespräche, Vermittlung oder sportlich gelöst – oder ausgehalten. Landauri ist nicht perfekt, aber aus Fehlern wird gelernt, und man genießt das Leben so gut es geht.


  • Hamatal (Kreis Boxbucht – Kohlonia)

    Hamatal (Kreis Boxbucht – Kohlonia)

    Hamatal liegt tief im Kohlgebirge im Tal der Hama und zählt nur 72 Einwohner. Die Holzwirtschaft und die Jagd prägen den Alltag des abgelegenen Dorfes, das über die K202 mit Hamamühle und Nordufer verbunden ist. Die Häuser aus mächtigen Baumstämmen und die Eustachiuskirche mit ihrem Kruzifix aus dem 14. Jahrhundert prägen das Ortsbild. Gesellschaftlicher Mittelpunkt ist das Wirtshaus „Zum Hirsch“ mit seinem dunklen Honigmet. Der Dorfladen von Jun Chen versorgt die Bewohner, während Historiker Piotr Wiśniewski die Geschichte der Region erforscht.

  • Hamamühle (Gemeinde Hamatal – Kreis Boxbucht – Kohlonia)

    Hamamühle (Gemeinde Hamatal – Kreis Boxbucht – Kohlonia)

    Hamamühle ist ein abgelegener Flecken im kohlonischen Hamatal. Nur 18 Menschen leben hier auf 632 Metern Höhe. Mittelpunkt ist eine funktionsfähige Wassermühle aus dem 18. Jahrhundert, deren mächtiges Eichenrad sowohl Mahlsteine als auch eine Gattersäge antreibt. Die Familie Hagedorn hält das technische Denkmal täglich in Betrieb und verarbeitet Getreide sowie Holz aus der Umgebung. Neurologe Jonas Becker untersucht am Mühlgraben die Wirkung gleichmäßiger Geräusche auf Konzentration und Entspannung. In der Wohnstube „Zur Mühle“ erhalten Durchreisende geräucherten Fisch, kräftiges Brot und Gerstensuppe. Hamamühle bietet keine touristische Infrastruktur, dafür ursprüngliches Handwerk, persönliche Begegnungen und stille Wege entlang der Hama.

  • Salzquell (Kreis Boxbucht – Kohlonia)

    Salzquell (Kreis Boxbucht – Kohlonia)

    Salzquell liegt am Ausgang des Kohlgebirges, wo der salzhaltige Salzfluss in die Hama mündet. Das helle Dorf mit 98 Einwohnern lebt seit Generationen vom kleinen Salzbergwerk. Dort brechen die Bergleute das Mineral von Hand und bringen es in hölzernen Karren ans Tageslicht. Das Salz wird vor allem zum Einlegen der Gurken des Nordkohlianischen Gurkenlandes verwendet. Am Barbara-Platz stehen die Bergmannskapelle und das Wirtshaus „Zum Salzkristall“ mit seinem leicht salzigen Bier. Ungewöhnliche Akzente setzen das Institut für Biochemie und Molekularbiologie, Tonmeisterin Ava Sullivan und Tänzerin Charlotte Davis, die Arbeitsklänge und Bewegungen aus der Grube bis heute künstlerisch in gemeinsamen Aufführungen verarbeiten.