Landauri ist eine Inselwelt, die sich rund 650 km von Ost nach West und rund 450 km von Nord nach Süd ausdehnt. Eine Haupt-Landmasse kringelt sich um ein inneres Meer – das Mare Internum. Weitere Inseln – sowohl in diesem Binnenmeer als auch außerhalb – kommen hinzu. Es gibt Gebirge, Wüsten, Wälder und fruchtbare Ebenen. Es gibt Flüsse und Seen, die durch Kanäle miteinander verbunden sind. Es gibt Städte und Dörfer und einzelne weit abgelegene Siedlungen.
Politisch ist Landauri in 37 Länder gegliedert. Dazu gibt es den Zentraldistrikt rund um die frühere Königsstadt Storcha, in dem die wenigen noch verbleibenden Zentralinstitutionen angesiedelt sind.
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Ein Tag im Leben von Lina Vogel
Am 7. Februar 2026 blickt Lina Vogel am späten Abend auf einen dichten, erfüllten Tag zurück. Die Predigt für den kommenden Sonntag in Bergelf ist abgeschlossen; der Text aus Hesekiel begleitet sie durch Denken und Tun. In der Küche des Hotel Küstenperle verbindet sich Theologie mit Alltag: Ein Eintopf für die Familie, ein langsam köchelnder Gulasch für den Sonntag und süße Blätterteig-„Schriftrollen“ werden zu stillen Auslegungen des Predigttextes. Zwischen Hotelbetrieb, Meerblick und familiären Momenten reift die Einsicht: Mut bedeutet nicht Ruhe, sondern Standhalten mit klopfendem Herzen – im Vertrauen darauf, dass Gott mitgeht, auch durch den gewöhnlichen Alltag.
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Fulda (Kreis Drosen – Zentravia)
Fulda zählt 128 Einwohner und liegt in einer feuchten Mulde der Zento-Ebene, wo der gleichnamige Bach Wiesen und Forellenteiche speist. Mittelpunkt ist die schlichte Ziegelkapelle St. Lucius am Graben; ihr Weihwasserstab dient zugleich als Pegelmesser. Gleich nebenan betreibt Alja Petschner das Café Zauberblick, das nur am Wochenende oder auf Voranmeldung Brot-und-Kuchen-Teller mit Blick aufs Wasser serviert. Am Dorfrand erhebt sich das Institut für Klima- und Atmosphärenforschung, eine ruhesuchende Außenstelle der Lucidianischen Universität Zentro mit Messmast und Bodenfeuchtesensoren. Milchviehhöfe, mobile Dienste und ein Bachuferfest vervollständigen das leise, aber verlässliche Dorfleben.
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Ein Tag im Leben von Ingrid Kristiansen
Morgengrauen auf 1 285 Metern: Hüttenwirtin Ingrid Kristiansen öffnet die Scheffelbergbaude, prüft Solarpaneele, entzündet das Kaminfeuer. Bald kommen erste Gäste mit der Arisko-Seilbahn oder vom Butha-Höhenweg herauf. Sie stempelt Wanderpässe, stellt heißen Kaffee bereit und reicht frisch gebackenes Sauerteigbrot. Zur Mittagszeit serviert sie Wildragout, erklärt die Aussicht aufs Tal Alaska und notiert vegetarische Wünsche. Danach inspiziert sie das Regenwassersystem, aktualisiert Vorratslisten und plant die nächste Frischlieferung. Sie dekoriert anschließend den Gastraum mit Bergblumen und zündet Laternen für Stimmung. Vor Sonnenuntergang führt sie einen Panoramaspaziergang, am Abend liest sie Sagen am knisternden Ofen. Schließlich schreibt sie Notizen und genießt wohlverdiente Ruhe.
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Ein Tag im Leben von Adele Schmidt
Adele Schmidt beginnt ihren Tag bei Morgengrauen im windgepeitschten Garten von Deichstedt, wo sie taubedeckte Kräuter für Tee sammelt. Danach spaziert sie zum Hafen, plaudert mit Fischern und sichert sich Fischreste für ihren Kompost. Mittags hilft sie im Leuchtturm, historische Sturmwarnhörner auszubauen und lernt Neues von Künstlerin Helga. Nach einer ruhigen Suppe-Pause studiert sie Wetterkarten, bevor sie abends als Türsteherin des Clubs „Zum Stürmischen Seemann“ Dienst antritt. Dort hält sie die Reihe in Schach, gibt Touristen Tipps und schließt erst tief in der Nacht ab, ehe sie heimkehrt, Blumen gießt und erschöpft einschläft. Bereit für einen neuen, stürmischen Morgen wieder.
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Fichtchen (Kreis Drosen – Zentravia)
Fichtchen ist ein 359-Seelen-Milchdorf am Fischbach. Feuchte Auen nähren Kühe, Sammeltransporter steuern früh die Kühlstation Nr. 14 an, während Höfe Rahm zu Käse veredeln und ihn nach Mehlis liefern. Im Dorfkrug „Rotes Kalb“ braut Wirt Hanno Wellbrock ein nussiges rotes Ale; Hopfen bezieht er aus Klodorf. Die niedrige Kirche St. Melethia zeigt Rangtafeln für Siegerkühe, der Forellenteich lockt Wanderer. Bachufer-, Milchsuppen- und Abfischfeste, Feuerwehrhaus mit Stammtisch sowie Gästezimmer auf Bauernhöfen halten Gemeinschaft und Besucher zusammen.
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Mehlis (Kreis Drosen – Zentravia)
Mehlis liegt acht Kilometer südöstlich von Zentro an B6 und A5-Abfahrt. Hinterhofschuppen surren von Metall- und Holzarbeiten, zwei kleine Betriebe beliefern Höfe im Landkreis. Mittelpunkt ist die kompakte Backsteinkirche St. Lucius; ihr Gemeinderaum dient Chor, Bauausschuss und Filmabenden. Ein Dorfladen, ein Paket-Co-Working-Hub und die mobile Metzgerei sichern die Versorgung. Wanderer starten am Wegweiser Südstraße durch Grabenlandschaft in den Dreamwood; Bänke am Waldrand laden zur Rast. Die Gaststätte „Zur Kreuzfuge“ bietet Gerstensuppe, Schweinehals, Forelle und Fass-Cidre. Feuerwehrübungen, Werkstattlärm, Pilzmarkt und Fahrradanhänger-Tüftler prägen den ruhigen, arbeitsamen Alltag.
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Wielitz (Kreis Drosen – Zentravia)
Wielitz (921 Einwohner, 99 m) liegt südöstlich von Zentro an B6 und A5 und dient als logistischer Mittelpunkt für Betriebe des Landkreises Drosen. Im Ort sitzen ein großes Ersatzteillager, ein Reifenservice für landwirtschaftliche Fahrzeuge und ein Buchhaltungsverbund, der Höfe und Mostereien betreut. Im Ortskern stehen die Kirche St. Aurelian-Brücke und der Gasthof, in dem Maschinenringe tagen. Eine Besonderheit ist der „Satzraum“, in dem Druckvorlagen für Vereinshefte und Etiketten entstehen, bevor sie in Schlumpfhausen oder Drosen gedruckt werden. Feldwege verbinden den Ort mit dem Dreamwood und dem Tal der Fulda.
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Clausdorf (Kreis Drosen – Zentravia)
Clausdorf (427 Einwohner, 125 m) liegt in der offenen Zento-Ebene südöstlich von Zentro an der B6. Landwirtschaft prägt den Ort: große Ackerflächen, wenige Höfe, klare Abläufe. Auffällig ist eine ehemalige Tankstelle aus den 1930er Jahren, die heute als Lager für Straßenschilder und Markierungsfarbe dient. Mittelpunkt des Dorfes ist der Kirchplatz mit der Kirche St. Severus, daneben liegen Schule und Bahnhof. Ein Hofladen verkauft Eier, Mehl und Cidre, eine Werkstatt repariert alles vom Fahrrad bis zum Moped. Die Bockwurstbude am Bahnhof öffnet nach Zugankünften und in der Mittagspause der Schule.

