Sehenswürdigkeiten, Museen, Denkmäler
-

Wüstung Nardorf
Nardorf, eine mittelalterliche Wüstung östlich von Arnsheim im Seelandwald, wurde im 14. Jahrhundert von Holzfällern gegründet und nach einem Pestausbruch verlassen. Von den Gebäuden blieben nur Grundmauern und der „Totenbrunnen“, dessen kaltes Wasser bis heute Geschichten und Aberglauben nährt. Der Ort gilt als still und unheimlich zugleich, von Nebel und Legenden umgeben. Archäologische Funde bestätigen…
-

Steinmark (bei Berenburg)
Die Steinmark liegt 3,5 km östlich von Berenburg am Nordufer des Grenzsees. In die Felsen sind Runen eingeritzt, vermutlich aus der Wikingerzeit. Der Ort gilt als einer der ältesten Kultplätze des Seelandes. Einmal im Jahr, im Juli, findet dort das Runenfest statt, bei dem Kinder die Zeichen aus Ton nachbilden und am Seeufer auslegen. Die…
-

Schleuse XII (Berenburg)
Die Schleuse XII bei Berenburg wurde 1846 erbaut und bildet den südlichen Abschluss des Flutkanals, wo dieser in den Grenzsee mündet. Das Bauwerk aus Granit und Seelandziegeln diente einst dem Holztransport und regelt bis heute den Wasserstand. Neben der Schleuse steht das alte Wärterhaus der Familie Krahl, deren Nachkommen den Betrieb bis heute betreuen. Die…
-

Aussichtsturm „Nordlicht“ bei Altenow
Der Aussichtsturm „Nordlicht“ steht am südlichen Stadtrand von Altenow und bietet auf 27 Metern Höhe einen weiten Blick über Felder, Wald und Grenzsee. 1923 als meteorologischer Messturm erbaut, wurde er später vom Verschönerungsverein restauriert und 1983 wiedereröffnet. Der Name erinnert an ein ungewöhnliches Himmelsleuchten, das man einst für ein Nordlicht hielt. Heute ist der Turm…
-

Thingplatz von Zajin
Der Thingplatz von Zajin, eine leicht erhöhte Wiese mit einem Kranz aus zwölf Findlingen und einer alten Linde, war über Jahrhunderte Versammlungs- und Gerichtsplatz des südlichen Seelandes. Hier regelten die Dörfer Zajin, Ulmdorf, Schittingen und Papierstedt ihre Wasser- und Flurstreitigkeiten. Heute dient der Platz kulturellen Zwecken: Beim jährlichen Thingfest entzündet Rosengarten eine Fackel vom Kamm…
-

Kamm von Ragelblitz
Der Kamm von Ragelblitz ist eine halbmondförmige Wallanlage über dem Tal des Ragelblitzbaches im Seelandwald. Archäologische Funde belegen, dass hier im 9. Jahrhundert eine Wikingerwarte stand, von der Feuerzeichen zum Teichufer gegeben wurden. Heute führt ein Pfad über den Grat mit einer alten Eichenholztafel, die an die Geschichte erinnert. Von oben reicht der Blick bis…
-

Der Schittinger Auenpfad
Der Schittinger Auenpfad ist ein 4,2 Kilometer langer Rundweg durch den feuchten Auenwald am Zajinbach. Bretterstege, Brücken und Beobachtungsstände führen durch eine Landschaft aus Erlen, Wasser und Weiden. Der Pfad entstand 1989 aus alten Wartungswegen der Auenwolle Schittingen eG und zeigt die Verbindung von Natur und Arbeit: Wiesen, Schafe, Wolle und Wasser bilden einen geschlossenen…
-

Schleuse IV in Unterstrand
Die Schleuse IV in Unterstrand liegt westlich der Altstadt am Übergang vom Kleinen Teich in den Entwässerungskanal, der durch die Felder Richtung Zajinbach führt. Von der Promenade aus ist sie nur durch einen schmalen Weg erreichbar, der zwischen den alten Bootsschuppen hindurchführt. Dort, wo das Wasser unter den hohen Weiden vorbeiströmt, erhebt sich das Schleusenhaus…
-

Das Teichkastell von Unterstrand
Das Teichkastell von Unterstrand liegt am Schanzgraben und gilt als ältester Wehrbau des Seelandes. Errichtet im 9. Jahrhundert als hölzerne Wachstation, schützte es die Teichufer während der Wikingerzüge. Archäologische Funde wie Pfeilspitzen, Keramik und verkohlte Pfähle belegen seine Zerstörung um 900. Wiederentdeckt 1924, wurde es seit den 1960er Jahren freigelegt und durch eine Glasschiene gesichert.…
-

Dreischwerterstein und Thingwiese in Tsitsa
Die Thingwiese am Rand von Tsitsa ist ein grasiger Hügel mit dem Dreischwerterstein, einem Granitfindling mit drei eingekerbten Klingen. Der Überlieferung nach tagten hier im 10. Jahrhundert die Siedler, um Streitigkeiten zu schlichten und Recht zu sprechen. Archäologische Funde wie Schlacken und Bootsnieten belegen frühe Handwerkeransiedlungen. Heute ist die Wiese sowohl Erinnerungsort als auch lebendiger…
-

Museum für Grenzland und Sturmsee (Langsalza)
Das Museum für Grenzland und Sturmsee in Langsalza ist im ehemaligen Salzspeicher untergebracht und widmet sich der Geschichte des Seelandes. Gezeigt werden die Teichkriege des 17. Jahrhunderts mit Reliefkarten, die Wikingerzeit mit dem Runenstein von Kjølevann und die Eisenbahnchronik der Northern-Desert-Railway. Besucher können eine Handhebeldraisine ausprobieren oder Salztransporte nachvollziehen. Wechselausstellungen beleuchten Alltagskultur, etwa die Flusswäsche…
-

Zentrobrücke von 1437
Die Zentrobrücke von 1437 war einst die älteste Brücke über den Zento und Teil einer wichtigen Handelsroute zwischen Zentravia und Bierona. Sie bestand aus drei Bögen mit hölzernem Mittelteil und verband jahrhundertelang die Handelswege der Region. 1563 zerstörte ein Hochwasser das Bauwerk; ein Wiederaufbau erfolgte nie. Heute sind Ruinenreste nahe Zentodorf sichtbar, ergänzt durch einen…
