Sehen, lesen, hören
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Noch ein Tag im Leben von Arvid Nokes
Arvid Nokes kehrt am 22. Februar 2026 von einer intensiven GKR-Rüstzeit in Abflußstedt zurück. Der Freitagabend begann mit einer turbulenten Runde Cards Against Humanity, die die Gruppe mit Humor und einigen durchaus grenzwertigen Karten schnell zusammenschweißte. Am Samstag folgten Bibelarbeit zu „Ihr seid das Salz der Erde“, persönliche Reflexionen über Stärken und Rollen in der Gemeinde sowie eine ausführliche Zeitplanung aller anstehenden Projekte von Solardach bis Gemeindesauna. Dazu gab es üppige Mahlzeiten und abendliche Spiele. Nun sitzt Arvid wieder zu Hause in Neimlis, hört den Regen und gönnt sich einen wohlverdienten, faulen Sonntagnachmittag.
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Ein Tag im Leben von Arvid Nokes
Am 20. Februar 2026 verbringt Arvid Nokes einen ruhigen Wintertag in Neimlis. In seiner Werkstatt am Hotel „Grenzseehaus“ inspiziert und ölt er einen Außenborder – mehr steht in der kalten Jahreszeit nicht an, denn der Grenzsee liegt noch unter Eis. Am Nachmittag bricht er mit dem Gemeindekirchenrat der Dorfkirche St. Corvinius zur Rüstzeit nach Abflußstedt auf. Dort soll über Bauvorhaben, Ziele der Gemeinde und persönliche Zurüstung gesprochen werden. Arvid freut sich auf die Bibelarbeit der Pfarrerin, gutes Essen im Hotel „Zum Abfluss“, gemeinsames Singen und Spiele – und auf die stillen Gedanken, die solche Tage mit sich bringen.
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Ein Tag im Leben von Lina Vogel
Am 7. Februar 2026 blickt Lina Vogel am späten Abend auf einen dichten, erfüllten Tag zurück. Die Predigt für den kommenden Sonntag in Bergelf ist abgeschlossen; der Text aus Hesekiel begleitet sie durch Denken und Tun. In der Küche des Hotel Küstenperle verbindet sich Theologie mit Alltag: Ein Eintopf für die Familie, ein langsam köchelnder Gulasch für den Sonntag und süße Blätterteig-„Schriftrollen“ werden zu stillen Auslegungen des Predigttextes. Zwischen Hotelbetrieb, Meerblick und familiären Momenten reift die Einsicht: Mut bedeutet nicht Ruhe, sondern Standhalten mit klopfendem Herzen – im Vertrauen darauf, dass Gott mitgeht, auch durch den gewöhnlichen Alltag.
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Ein Tag im Leben von Ingrid Kristiansen
Morgengrauen auf 1 285 Metern: Hüttenwirtin Ingrid Kristiansen öffnet die Scheffelbergbaude, prüft Solarpaneele, entzündet das Kaminfeuer. Bald kommen erste Gäste mit der Arisko-Seilbahn oder vom Butha-Höhenweg herauf. Sie stempelt Wanderpässe, stellt heißen Kaffee bereit und reicht frisch gebackenes Sauerteigbrot. Zur Mittagszeit serviert sie Wildragout, erklärt die Aussicht aufs Tal Alaska und notiert vegetarische Wünsche. Danach inspiziert sie das Regenwassersystem, aktualisiert Vorratslisten und plant die nächste Frischlieferung. Sie dekoriert anschließend den Gastraum mit Bergblumen und zündet Laternen für Stimmung. Vor Sonnenuntergang führt sie einen Panoramaspaziergang, am Abend liest sie Sagen am knisternden Ofen. Schließlich schreibt sie Notizen und genießt wohlverdiente Ruhe.
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Ein Tag im Leben von Adele Schmidt
Adele Schmidt beginnt ihren Tag bei Morgengrauen im windgepeitschten Garten von Deichstedt, wo sie taubedeckte Kräuter für Tee sammelt. Danach spaziert sie zum Hafen, plaudert mit Fischern und sichert sich Fischreste für ihren Kompost. Mittags hilft sie im Leuchtturm, historische Sturmwarnhörner auszubauen und lernt Neues von Künstlerin Helga. Nach einer ruhigen Suppe-Pause studiert sie Wetterkarten, bevor sie abends als Türsteherin des Clubs „Zum Stürmischen Seemann“ Dienst antritt. Dort hält sie die Reihe in Schach, gibt Touristen Tipps und schließt erst tief in der Nacht ab, ehe sie heimkehrt, Blumen gießt und erschöpft einschläft. Bereit für einen neuen, stürmischen Morgen wieder.
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Ein Tag im Leben von Lina Vogel
Lina Vogel hat am 24. Januar 2026 frei, bleibt aber viel in ihrer eigenen Küche. Früh streitet sie mit ihrer 22-jährigen Tochter Svea („Sves“) über Geld; der Ärger bleibt hängen. Ihr Mann Markus ist nicht da, er fährt Ski bei seinen Eltern in Teman. Um runterzukommen, geht Lina zum Hafen und kauft im kleinen Supermarkt Wurstenden, Letscho und Gewürzgurken. Zu Hause findet sie gekochte Nudeln und macht mittags für Svea und Sohn Jonne Gorgonzolasoße. Nach dem Mittagsschlaf kocht sie Soljanka. Abends arbeitet sie an einer Auslegung zu Ezechiel 2,1–3,3 für eine Predigt.
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Ein Tag im Leben von Marko Seidel
Mittwoch, 14. Januar 2026 – Lachwitz 15:33 Uhr. Ich bin heute ungewöhnlich früh aus der Firma rausgekommen – 15:20, und es fühlte sich fast an, als hätte ich irgendwo einen Termin vergessen. In Wahrheit war es schlicht ein seltener Tag, an dem die Dinge einmal rund liefen: keine ungeplanten Rückfragen aus der Fertigung, kein „Kannst […]
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Noch ein Tag im Leben von Olaf Reinhardt
Olaf Reinhardt, 11. Januar 2026 (Ihlefeld) Wenn man es nüchtern betrachtet: Wir leben noch. Das ist nach diesem Wochenende schon eine erwähnenswerte Zwischenbilanz. Jules Ikea-Schrank, der gestern noch als Einzelteile-Lawine das Wohnzimmer besetzt hatte, steht tatsächlich. Mehr noch: Er steht jetzt als mein neuer Wäscheschrank im Schlafzimmer. Ich habe ihn gestern Abend noch eingeräumt, geschniegelt […]
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Ein Tag im Leben von Olaf Reinhardt
Olaf Reinhardt, 10. Januar 2026 (Ihlefeld) Eigentlich könnte der Winter eine Wohltat sein. Draußen liegt die Butha-Ebene still, die Felder sind blass und hart, als hätten sie den Atem angehalten. Im Weinberg passiert gerade nichts, was nicht bis nächste Woche warten könnte. Selbst die Obstbäume stehen da wie alte, geduldige Männer und sagen: „Nur keine […]
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Ein Tag im Leben des Johann Becker
Johann Becker, Freitag, 9. Januar 2026 – Benheim Heute war so ein Tag, an dem ich schon am Morgen gemerkt habe: Das Eisen wird heiß, aber nicht nur im Ofen. In der Schmiede in der Quellgasse lief erst alles wie immer. Feuer an, das vertraute Atmen des Ofens, der Amboss als Mittelpunkt, Werkzeug an der […]
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Ein Tag im Leben von Edeltrude Berger
Edeltrude räumt am Sonntagmorgen die gute Stube um: Tisch in die Mitte, passende Stühle, Kommode zurück an die Tür. Pfarrer Gaston Morel und Organistin Klara Åkerman sind zum Mittagessen eingeladen. Palak Paneer steht schon fertig im Topf, nur Reis fehlt noch. Danach wollen die drei mit der Linie 93 nach Rehstadt fahren, die Stadtkirche St. Bartholomäus besichtigen und um 15 Uhr das Orgelkonzert hören. Am Abend geht es mit dem Zug zurück nach Ackdorf; bei Edeltrude zu Hause endet der Tag mit Tee, Rommé und Punkteschreiben.
