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Der Landkreis Altenow liegt im Süden des Seelandes, zwischen der offenen Ebene im Westen und dem dichten Seelandwald im Osten. Seine natürliche Grenze bildet der Grenzbach, der sich in breiten Mäandern durch die Niederung zieht und schließlich in den Grenzsee mündet. Die Kreisfläche erstreckt sich auf etwa 52 Kilometer von West nach Ost und rund 16 Kilometer von Nord nach Süd. Die südliche Grenze folgt über weite Strecken dem Verlauf des Grenzbachs und der Nordküste des Grenzsees. Der Boden ist fruchtbar und sandig-lehmig, stellenweise von alten Flussarmen durchzogen. Alte Eschen und Weiden säumen die Landstraßen, die den Landkreis in einem lockeren Raster durchziehen. Überall im Kreisgebiet finden sich Spuren alter Handelswege, die schon in frühmittelalterlicher Zeit von den Küsten des Grenzsees zu den Märkten im Norden führten.
Kreisstadt Altenow

Die Kreisstadt Altenow liegt in der flachen Ebene auf 119 Metern Höhe, vier Kilometer nördlich des Grenzbachs. Sie ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landkreises und zählt 9.875 Einwohner. Der alte Ortskern um den Marktplatz ist von Backstein- und Putzbauten aus dem 18. und 19. Jahrhundert geprägt. Auf dem Markt selbst steht das Rathaus mit seiner schlichten Fassade aus graublauen Seelandziegeln, erbaut 1826 nach einem Brand, der den Vorgängerbau zerstörte. Gleich nebenan steht die St.-Nordian-Kirche, ein einschiffiger Saalbau mit wuchtigem Westturm und einem vergoldeten Wetterhahn in Form eines stilisierten Bootes – eine Erinnerung an die alte Seelandflotte der Wikinger, die im Frühmittelalter bis hierher vordrang. Die Kirche ist berühmt für ihre geschnitzte Kanzel, die der Tischler Arvo Mentz 1691 aus dem Holz einer alten Eiche fertigte, die damals auf dem Marktplatz stand. Die Stadt ist entlang des Altenower Rings und der Uferstraße gewachsen. Der Ring umschließt den alten Stadtkern, während an der Uferstraße alte Speicherhäuser aus rotem Backstein stehen, die einst Korn und Flachs lagerten.

Heute beherbergen sie Werkstätten, kleine Ateliers und die „Seelandische Möbelmanufaktur Altenow“, die auf handgefertigte Möbel aus Eiche und Esche spezialisiert ist. Das Unternehmen wurde 1937 von den Brüdern Larenz und Eiko Rüter gegründet, die ihre Werkstatt zunächst in einer Scheune am Stadtrand betrieben. Ihr Enkel, Tilman Rüter, leitet heute den Betrieb mit 24 Angestellten. In der Tischlerei werden traditionelle Rahmentüren, Esstische und Schränke gefertigt, viele davon nach alten Mustern aus den Gutshäusern des Seelandes.

Im Osten der Stadt, nahe dem Bahnhof, steht die „Papierfabrik Grenzbach“, gegründet 1909 von der Seeländischen Industriegesellschaft. Die Fabrik verarbeitete anfangs Hadern, später Holzstoff aus dem Seelandwald. Heute produziert sie Spezialpapiere für technische Zwecke und wird von der Familie Drews geführt. Der Geruch von Zellstoff liegt oft über der südlichen Stadt, besonders wenn der Wind aus Südwest weht. Neben der Fabrik entstand 1988 das kleine Wohnviertel Papierteich, wo viele Arbeiterfamilien leben.

Eine weitere Besonderheit Altenows ist die Fahrradfabrik „Nordrad“, gegründet 1954 von Helmrich Barten. Sie produziert robuste Tourenräder mit Stahlrahmen, die in ganz Seeland verbreitet sind. In den 1970er-Jahren waren Altenower Räder ein Exportschlager nach Buthanien; heute sind sie ein nostalgisches Qualitätsprodukt. Die Montagehalle liegt an der Straße Am Gleis, wo auch ein kleines Werksmuseum untergebracht ist, das die Geschichte des Fahrrads im Seeland erzählt.
Die Altstadt hat sich in den letzten Jahrzehnten kaum verändert. Auf der Nordseite des Marktes befindet sich das Café „Ruthenhof“, betrieben von Gesine Mahler, die dort Torten nach Rezepten ihrer Großmutter anbietet. Im Sommer werden die Stühle bis auf den Platz hinausgestellt, und am Abend spielt häufig der Musikverein Altenow, dessen Probenraum im alten Spritzenhaus liegt. Der Verein wurde 1871 gegründet, und noch immer spielt man Stücke, die der erste Dirigent, Otto Lehn, damals aus alten Volksmelodien arrangierte. Altenow besitzt mit dem „Museum am Grenzbach“ eine kleine, aber bemerkenswerte Sammlung zur Regionalgeschichte. Das Gebäude liegt in der früheren Zollstation an der Straße nach Wansa zur nicht mehr vorhandenen Brücke über den Grenzbach. Dort werden Funde aus der Wikingerzeit gezeigt – unter anderem ein bronzener Schiffsnagel, der angeblich aus einem Boot stammt, das im 10. Jahrhundert hier strandete.
Seeland-Ebene

Westlich der Stadt liegt das Dorf Melos mit 987 Einwohnern, bekannt für seine „Holzwerkstatt Melos“, die Türen, Fenster und Fachwerkprofile fertigt. Die Werkstatt wird von der Familie Sorgel geführt, deren Urgroßvater einst als Wagenbauer begann. Das Dorf ist länglich gebaut, mit zwei parallelen Straßen, die sich am zentralen Platz kreuzen. Dort steht die St.-Marien-Kirche, ein kleiner Backsteinbau mit einem hölzernen Glockenturm, der 1824 errichtet wurde. In der Kirche findet jedes Jahr am Pfingstsonntag das „Holzfest“ statt, bei dem die Dorfhandwerker ihre Arbeiten zeigen und Kinder kleine Boote aus Restholz basteln dürfen, die anschließend im Dorfteich schwimmen.

Nördlich von Melos liegt Altro mit 758 Einwohnern, ein typisches Straßendorf, das vor allem von Landwirtschaft und Viehzucht lebt. Die Felder reichen bis an den Schittinger Auenwald. Im Dorf gibt es den Hof „Sperlmann & Sohn“, der alte Getreidesorten anbaut und in einer kleinen Mühle verarbeitet. Der Hof ist bekannt für sein „Altro-Mehl“, das in den Bäckereien von Altenow verwendet wird. Altro besitzt außerdem die Kapelle St. Timo, die auf den Fundamenten eines alten heidnischen Kultplatzes errichtet wurde. Man erzählt, dass die Wikinger, die im 9. Jahrhundert den Grenzbach auf ihren Booten befuhren, hier – abseits des Flusses – eine Opferstätte hatten. Bei Renovierungsarbeiten 1976 fand man im Boden Reste eines hölzernen Tieropferaltars, der heute im Museum am Grenzbach ausgestellt ist.

Berno, mit 347 Einwohnern das kleinste der Dörfer in der Ebene, liegt nördlich von Altenow. Es ist von Obstwiesen umgeben, die im Frühjahr blühen. In Berno steht die kleine Kirche St. Lucian, bekannt für ihre schiefe Turmspitze, die nach einem Sturm im Jahr 1849 schräg blieb. Das Dorf lebt vom Obstanbau und von der „Seelandischen Fruchtdarre Berno“, einer Genossenschaft, die Apfelchips und getrocknete Pflaumen produziert.
Seelandwald
Der Osten des Landkreises wird vom Seelandwald eingenommen, ein gewaltiges Waldgebiet mit Kiefern, Buchen und Erlen. Zwischen dem Großen Teich im Norden und dem Grenzsee im Süden zieht sich der Flutkanal, 19 Kilometer lang, schnurgerade durch den Forst.

In der Mitte dieses Gebietes liegt das Dorf Arnsheim mit 1.452 Einwohnern. Es ist das größte Dorf des Waldes und Sitz der Forstverwaltung. Der Ort liegt an einer kleinen Schleuse, die den Wasserstand des Flutkanals reguliert. Hier befindet sich auch das historische „Haus der Schleusenmeister“, ein Fachwerkbau aus dem Jahr 1783, heute ein Gasthaus mit dem Namen „Zum Kanalblick“. Arnsheim hat eine eigene Kirche, St. Hildegrad, die 1891 aus grauem Granit errichtet wurde. Sie gilt als eine der drei markanten Kirchen des Landkreises und ist wegen ihres ungewöhnlichen Glockenspiels bekannt, das aus alten Schiffsglocken besteht.

Südlich von Arnsheim am Flutkanal, der hier an der Küste des Grenzsees beginnt, liegt das kleine Berenburg, 712 Einwohner. Die Häuser stehen dicht am Hang, viele mit Blick auf das Wasser. Berenburg war früher ein Umschlagplatz für Holz, das über den Flutkanal herantransportiert wurde. Heute ist es ein stiller Ort mit einem kleinen Hafen und der Gaststätte „Zum Grenzblick“, wo Fischer und Wanderer einkehren.

Westlich des Flutkanals liegen Waw und Doulos. Waw ist ein kleines Dorf mit 297 Einwohnern, das vor allem vom Holz lebt. Es gibt hier die „Wawner Holzwerke“, einen Betrieb, der Baumstämme aus dem Seelandwald zu Balken und Brettern verarbeitet. Der Betrieb wurde 1922 von der Familie Brunn gegründet und ist bis heute der wichtigste Arbeitgeber im Westwald. Ein paar Hundert Meter südlich liegt der Weiler Wawna mit nur 24 Bewohnern – früher ein Lagerplatz der Holzfäller, heute ein ruhiges Wohngebiet.

Doulos, mit 536 Einwohnern, besitzt eine kleine Papiermühle am Doulosbach, die schon 1764 gegründet wurde. Die Mühle wurde mehrfach umgebaut und liefert heute Zellstoff für die Altenower Papierfabrik. Im Zentrum des Dorfes steht ein altes Schulhaus, in dem eine kleine Sammlung zur Forstgeschichte gezeigt wird.

Östlich des Flutkanals liegen Teeheim, Tewitz und Prießen.
Teeheim, ein Dorf mit 325 Einwohnern, liegt auf 199 Metern Höhe in einer Lichtung des Seelandwaldes, vollständig von hohen Kiefern umgeben. Der Ort ist für seine Imkerei bekannt; viele Familien halten seit Generationen Bienen, und der „Seeland-Honig“, der in Altenow verkauft wird, stammt zu einem großen Teil aus Teeheim. Mittelpunkt des Dorfes ist das ehemalige Forsthaus, heute Café mit kleiner Pension, in dem Wanderer, Radfahrer und Dorfbewohner zusammenkommen. Nebenan liegt der Dorfladen, der zweimal wöchentlich von einem Händler aus Tewitz beliefert wird und aus dessen Hinterzimmer die Honigkisten der Imker abgeholt werden. Teeheim besitzt keine eigene Kirche; der Kirchgang nach Arnsheim oder Tewitz gehört für viele zum festen Wochenrhythmus. Viele Kinder besuchen die Schule in Tewitz und starten morgens vom Busstopp am Café, wenn der Wald noch feucht vom Tau ist.

Tewitz, ein Dorf mit 687 Einwohnern im Osten des Seelandwaldes, liegt auf 201 Metern Höhe an einer schmalen Straße, die sich am alten Burgwall „Högelstein“ entlangzieht. Der moosüberwachsene Wall stammt vermutlich aus der Zeit der Waldwikinger und zählt zu den drei historischen Orten des Landkreises; er prägt das Dorfbild ebenso wie die schlichten Backstein- und Fachwerkhäuser am Hang. Im Zentrum liegen Kirche, Schule und Dorfladen, die den Alltag bündeln. Die Schule wird auch von Kindern aus Teeheim besucht, die morgens mit dem Bus durch den Wald nach Tewitz fahren. Der Dorfladen versorgt nicht nur das Dorf, sondern beliefert zweimal wöchentlich den Laden in Teeheim, aus dessen Hinterzimmer die Honigkisten der Imker abgeholt werden – eine praktische Verbindung zwischen beiden Orten. Der Bahnhof an der Zentrobahn stellt stündliche Verbindungen nach Bierona, Kohla und Südteich her.

Prießen liegt direkt am Ufer, 529 Einwohner leben hier zwischen Wald und Wasser. Das Dorf zieht sich längs der Uferzone, mit einem kleinen Hafen und mehreren Stegen, von denen Fischer und Ausflügler starten. Über den Dächern steht die 1878 errichtete St.-Frideborg-Kirche im neugotischen Stil, deren Turm mit kupfernem Dach als markanter Orientierungspunkt auf dem See dient. Entlang des Uferwegs finden sich Bootsschuppen, eine kleine Werft sowie ein Gasthof und einige Pensionen. Der Dorfladen an der Straße zur Kirche übernimmt Versorgung und Postagentur. Prießen ist über die SeeLB90 stündlich mit Kleinros und Zentro verbunden; der Bahnhof liegt leicht erhöht über dem Ort. Straßenseitig besteht Anschluss über die B6 nach Berenburg und Saarow sowie über die SEE25 nach Tewitz. Einige Kinder fahren täglich mit dem Bus zur Schule nach Tewitz, während Berufspendler den Zug nutzen.

Im Wald östlich von Arnsheim liegt die alte Wüstung Nardorf, der zweite historische Ort des Landkreises. Das Dorf wurde im 14. Jahrhundert von Holzfällern und Köhlern gegründet, aber nach einem Pestausbruch um 1354 aufgegeben. Von den einstigen Gebäuden sind nur Grundmauern und der „Totenbrunnen“ erhalten – eine steingefasste Quelle, deren Wasser bis heute klar und kalt bleibt. Der Ort ist von Geschichten und Aberglauben umwoben: Man erzählt, dass man bei Nebel Stimmen aus dem Brunnen hören könne, und viele meiden ihn bei Vollmond. Archäologische Untersuchungen in den 1970er-Jahren bestätigten die kurze Siedlungszeit; Funde wie Keramikreste und ein Messergriff aus Hirschhorn befinden sich im Museum am Grenzbach in Altenow. Heute führt ein schmaler Pfad durch den Wald zu dieser stillen, abgeschiedenen Lichtung. Lehrer aus Arnsheim bringen manchmal ihre Schüler hierher, um von der Pestzeit zu erzählen.

Der dritte historische Ort ist die „Steinmark“, rund 3,5 Kilometer östlich von Berenburg am Nordufer des Grenzsees gelegen, eine markante Felsformation von etwa zweihundert Metern Länge, deren glatte Oberflächen von alten Runen und Zeichen durchzogen sind. Man vermutet, dass sie aus der Wikingerzeit stammen und einst als Kult- oder Grenzmarkierungen dienten. Die Felsen ragen direkt aus dem Wasser, umgeben von Wald und Moos, und wirken bei Sonnenuntergang, wenn sie rötlich schimmern, fast lebendig. Der Ort ist nur zu Fuß erreichbar, über einen schmalen Pfad, der sich durch den Seelandwald windet. Einmal im Jahr, im Juli, findet hier das Runenfest statt, bei dem Kinder aus den umliegenden Dörfern Tonplatten mit den Runenzeichen formen und sie am Ufer niederlegen – eine Tradition, die an die frühesten Erzählungen des Seelandes erinnert.

Die Schleuse XII bei Berenburg markiert den südlichsten Punkt des Flutkanals, dort, wo das Wasser in den Grenzsee übergeht. Errichtet im Jahr 1846 aus Granit und Seelandziegeln, gehört sie zu den eindrucksvollsten technischen Bauwerken des Landkreises Altenow. Ursprünglich diente sie dem Transport von Holz, das über den Kanal aus dem Seelandwald bis zum See befördert wurde. Die schweren Eichenholztore, die massiven Mauern und die eiserne Mechanik zeugen noch heute von dieser Zeit. Das Schleusenwärterhaus neben der Anlage wurde 1889 gebaut und ist seit Generationen im Besitz der Familie Krahl, die bis heute den Betrieb betreut. Die Schleuse ist ein beliebtes Ausflugsziel – Wanderer und Radfahrer folgen dem alten Treidelweg von Berenburg hierher, um das Wasserrauschen und die Stille des Ortes zu erleben. Bei Sonnenuntergang liegt die Schleuse in goldenem Licht, das sich auf den Granitmauern spiegelt.

Der Aussichtsturm „Nordlicht“ am südlichen Stadtrand von Altenow erhebt sich 27 Meter über die flache Ebene des Seelandes und bietet einen umfassenden Blick über Felder, Wälder und den fernen Grenzsee. Er wurde 1923 von der Meteorologischen Gesellschaft Seeland als Beobachtungsturm für Wind- und Wetterdaten errichtet und diente bis in die 1950er-Jahre wissenschaftlichen Zwecken. Das genietete Eisenfachwerk stammt aus der Werkstatt Hollenstein & Sohn in Papierstedt. Der Name „Nordlicht“ geht auf ein Himmelsleuchten im Jahr 1921 zurück, das man irrtümlich für ein Polarlicht hielt. Nachdem der Turm lange verfiel, wurde er 1979 vom Altenower Verschönerungsverein übernommen und restauriert. Seit seiner Wiedereröffnung 1983 ist er ein beliebtes Ziel für Spaziergänger und Radfahrer. Von seiner Plattform reicht der Blick bei klarer Sicht bis zu den Dörfern Melos, Berno und Berenburg. Am Fuß des Turmes laden Bänke und eine kleine Wiese zum Verweilen ein. Im Sommer finden dort Musikabende statt – einfache, stille Feste, die den Geist des Seelandes einfangen: Ruhe, Weite und Beständigkeit.
So wirkt der Landkreis Altenow wie eine Miniatur des ganzen Seelandes: offene Felder im Westen, Wälder und Wasser im Osten, Spuren alter Siedlungen, lebendige Dörfer und eine Stadt, die Arbeit, Geschichte und Gemeinschaft verbindet. Wer den Landkreis durchquert, erkennt an jedem Ort, dass hier das Land seit Jahrhunderten vom gleichen Rhythmus geprägt ist – vom Wasser, vom Holz und von der Geduld seiner Menschen.
Städte und Gemeinden
- Kreisstadt Altenow (Seeland)
- Altro
- Arnsheim
- Berenburg
- Berno
- Doulos
- Melos (Seeland)
- Prießen
- Teeheim
- Tewitz
- Waw
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Altenow (Kreisstadt – Seeland)

Altenow, Kreisstadt des Landkreises Altenow im Süden des Seelandes, liegt in 119 m Höhe an der SeeLB-Bahn und zählt 9.875 Einwohner. Die Stadt vereint Handwerk, Geschichte und Gemeinschaft: Rathaus und St.-Nordian-Kirche prägen den Marktplatz, während Betriebe wie die Möbelmanufaktur Rüter, die Papierfabrik Grenzbach und die Fahrradfabrik Nordrad das wirtschaftliche Rückgrat bilden. Das Café Ruthenhof, der Musikverein Altenow und das Museum am Grenzbach prägen das… Weiter …
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Altro (Kreis Altenow – Seeland)

Altro, ein Straßendorf mit 758 Einwohnern im Landkreis Altenow, liegt auf 217 Metern Höhe nördlich von Melos in der Seelandebene. Es lebt von Landwirtschaft und Viehzucht, bekannt durch den Hof „Sperlmann & Sohn“, der alte Getreidesorten anbaut und das begehrte „Altro-Mehl“ herstellt. Mittelpunkt des Dorfes ist die Kapelle St. Timo, die auf den Fundamenten eines heidnischen Kultplatzes errichtet wurde. Kinder besuchen die Schule in… Weiter …
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Arnsheim (Kreis Altenow – Seeland)

Arnsheim, das größte Dorf des Seelandwaldes mit 1.452 Einwohnern, liegt an der Schleuse des Flutkanals, wo dieser in den Großen Teich mündet. Der Ort ist Sitz der Forstverwaltung und bekannt für das historische „Haus der Schleusenmeister“ (Gasthaus „Zum Kanalblick“) und die Kirche St. Hildegrad mit ihrem Glockenspiel aus Schiffsglocken. Von hier führt eine Bahnlinie nach Berenburg entlang des alten Treidelpfads. Die Schule besuchen auch… Weiter …
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Aussichtsturm „Nordlicht“ bei Altenow

Der Aussichtsturm „Nordlicht“ steht am südlichen Stadtrand von Altenow und bietet auf 27 Metern Höhe einen weiten Blick über Felder, Wald und Grenzsee. 1923 als meteorologischer Messturm erbaut, wurde er später vom Verschönerungsverein restauriert und 1983 wiedereröffnet. Der Name erinnert an ein ungewöhnliches Himmelsleuchten, das man einst für ein Nordlicht hielt. Heute ist der Turm ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer. Von seiner… Weiter …
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Berenburg (Kreis Altenow – Seeland)

Berenburg, ein Dorf mit 712 Einwohnern im Süden des Landkreises Altenow, liegt dort, wo der Flutkanal in den Grenzsee mündet. Einst Umschlagplatz für Holz aus dem Seelandwald, ist es heute ein stiller Ort am Wasser mit Hafen, Schleuse XII und der Gaststätte „Zum Grenzblick“. Entlang der alten Treidelbahn pendelt ein Schienenbus nach Arnsheim. Die Werke des Bildhauers Lennert Grau aus Waw sind im Hafenlager… Weiter …
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Berno (Kreis Altenow – Seeland)

Berno, das kleinste Dorf der Seelandebene mit 347 Einwohnern, liegt nördlich von Altenow auf 119 Metern Höhe. Umgeben von Obstwiesen, ist es bekannt für die „Seeländische Fruchtdarre Berno“, eine Genossenschaft, die Apfelchips und Trockenfrüchte produziert. Mittelpunkt des Ortes ist die kleine Kirche St. Lucian mit ihrer schiefen Turmspitze, die seit dem Sturm von 1849 das Dorfbild prägt. Berno lebt vom Obstanbau und pflegt alte… Weiter …
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Doulos (Kreis Altenow – Seeland)

Doulos, ein Dorf mit 536 Einwohnern, liegt am Rand des Seelandwaldes, wo der Doulosbach in den Grenzsee mündet. Die 1764 gegründete Papiermühle ist das Herz des Ortes und liefert bis heute Zellstoff für die Altenower Papierfabrik. Das alte Schulhaus zeigt eine Sammlung zur Forstgeschichte und erinnert an die Schmalspurbahn, die in den 1950er-Jahren Holz aus Waw nach Doulos brachte. Das Gutshaus besitzt eine Tür… Weiter …
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Kreis Altenow (Seeland)

Der Landkreis Altenow im Süden des Seelandes umfasst Felder, Wälder und den Grenzsee. Zentrum ist die Stadt Altenow mit ihrer St.-Nordian-Kirche, der Papierfabrik Grenzbach, der Möbelmanufaktur Rüter und der Fahrradfabrik Nordrad. Dörfer wie Melos, Altro und Berno prägen die Ebene mit Handwerk, Obstbau und Traditionen. Im Osten liegt der Seelandwald mit Arnsheim, Berenburg und den Dörfern am Flutkanal. Historische Orte wie die Wüstung Nardorf,… Weiter …
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Melos (Kreis Altenow – Seeland)

Melos, ein Dorf von 987 Einwohnern im Landkreis Altenow, liegt vier Kilometer nördlich des Grenzbaches auf 232 Metern Höhe in der Seelandebene. Es ist bekannt für seine traditionsreiche Holzwerkstatt Sorgel, die Türen, Fenster und Fachwerkprofile fertigt. Zentrum des Dorfes ist der Platz mit der St.-Marien-Kirche von 1824, Schauplatz des jährlichen Pfingst-Holzfestes. Dorfleben, Handwerk und Gemeinschaft prägen den Alltag. Die Bahnlinie SeeLB90 verbindet Melos mit… Weiter …
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Prießen (Landkreis Altenow – Seeland)

Prießen, ein Dorf mit 529 Einwohnern, liegt auf 98 Metern Höhe zwischen Seelandwald und Grenzsee. Der kleine Hafen mit Stegen dient Fischern und Ausflüglern, darüber wacht der Turm der neugotischen St.-Frideborg-Kirche mit kupfernem Dach als Orientierungspunkt auf dem See. Die SeeLB90 verbindet Prießen stündlich mit Kleinros und Zentro; manche Kinder fahren mit dem Bus zur Schule nach Tewitz. Am Uferweg liegen Bootswerkstatt, Dorfladen und… Weiter …
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Schleuse XII (Berenburg)

Die Schleuse XII bei Berenburg wurde 1846 erbaut und bildet den südlichen Abschluss des Flutkanals, wo dieser in den Grenzsee mündet. Das Bauwerk aus Granit und Seelandziegeln diente einst dem Holztransport und regelt bis heute den Wasserstand. Neben der Schleuse steht das alte Wärterhaus der Familie Krahl, deren Nachkommen den Betrieb bis heute betreuen. Die Anlage ist frei zugänglich und gilt als technisches Denkmal… Weiter …
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Steinmark (bei Berenburg)

Die Steinmark liegt 3,5 km östlich von Berenburg am Nordufer des Grenzsees. In die Felsen sind Runen eingeritzt, vermutlich aus der Wikingerzeit. Der Ort gilt als einer der ältesten Kultplätze des Seelandes. Einmal im Jahr, im Juli, findet dort das Runenfest statt, bei dem Kinder die Zeichen aus Ton nachbilden und am Seeufer auslegen. Die Felsformation ist nur zu Fuß erreichbar und bekannt für… Weiter …
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Teeheim (Kreis Altenow – Seeland)

Teeheim, ein Dorf im Seelandwald mit 325 Einwohnern, liegt auf 199 Metern Höhe in einer ruhigen Lichtung, umgeben von hohen Kiefern. Der Ort ist für seine Imkerei bekannt; der „Seeland-Honig“ wird in Altenow verkauft und stammt größtenteils aus Teeheimer Betrieben. Mittelpunkt ist das ehemalige Forsthaus, heute ein Café mit Pension. Das Dorf besitzt einen Dorfladen, mehrere kleine Werkstätten und lebt im Rhythmus des Waldes.… Weiter …
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Tewitz (Kreis Altenow – Seeland)

Tewitz, ein Dorf mit 687 Einwohnern im Osten des Seelandwaldes, liegt auf 201 Metern Höhe entlang einer schmalen Straße, die dem alten Burgwall „Högelstein“ folgt. Der moosbewachsene Wall stammt vermutlich aus der Zeit der Waldwikinger und zählt zu den drei historischen Orten des Landkreises. Im Dorfkern stehen Kirche, Schule und Dorfladen; die Schule besuchen auch Kinder aus Teeheim, dessen Dorfladen von einem Händler aus… Weiter …
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Waw (Kreis Altenow – Seeland)

Waw, ein Dorf mit 297 Einwohnern im Seelandwald, liegt im Tal des Zajinbaches auf 117 Metern Höhe. Es lebt vom Holz: Die 1922 gegründeten „Wawner Holzwerke“ verarbeiten Stämme aus dem Wald zu Brettern und Balken und sind der größte Arbeitgeber der Region. Das Dorf entstand aus der Arbeit im Wald und bewahrte seinen handwerklichen Charakter. 1,5 km nordwestlich liegt der Weiler Wawna mit 24… Weiter …
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Wawna (Gemeinde Waw – Kreis Altenow – Seeland)

Wawna, ein Weiler mit 24 Einwohnern, liegt 1,5 Kilometer nordwestlich von Waw im Zajinbachtal. Einst Lagerplatz der Holzfäller, diente der Bach dem Holztransport aus dem Seelandwald. Heute ist Wawna ein ruhiges Wohngebiet aus acht Häusern, umgeben von dichtem Wald und durchzogen vom Klang des Wassers. Die Bewohner leben einfach, teils im Holzhandwerk, teils in Waw. Strom kam erst 1958, der Weg ist schmal und… Weiter …
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Wüstung Nardorf

Nardorf, eine mittelalterliche Wüstung östlich von Arnsheim im Seelandwald, wurde im 14. Jahrhundert von Holzfällern gegründet und nach einem Pestausbruch verlassen. Von den Gebäuden blieben nur Grundmauern und der „Totenbrunnen“, dessen kaltes Wasser bis heute Geschichten und Aberglauben nährt. Der Ort gilt als still und unheimlich zugleich, von Nebel und Legenden umgeben. Archäologische Funde bestätigen die kurze Siedlungszeit. Nardorf ist heute Ziel für Wanderer… Weiter …
