
Zwischen Arnsheim und Berenburg pendelt stündlich ein Schienenbus auf den Gleisen der ehemaligen Treidelbahn entlang des Flutkanals.
Arnsheim, das größte Dorf des Seelandwaldes mit 1.452 Einwohnern, liegt auf 101 Metern Höhe dort, wo der Flutkanal in den Großen Teich mündet. Der Ort ist Sitz der Forstverwaltung des Kreises Altenow und Zentrum der Waldwirtschaft. Herzstück ist die Schleuse, die den Wasserstand reguliert, und das historische „Haus der Schleusenmeister“ von 1783, heute das Gasthaus „Zum Kanalblick“. Die Kirche St. Hildegrad, 1891 aus grauem Granit erbaut, besitzt ein einzigartiges Glockenspiel aus alten Schiffsglocken. Von ihr aus führt die Trasse der ehemaligen Treidelbahn, auf der heute ein Schienenbus stündlich nach Berenburg fährt. Die Schule von Arnsheim besuchen auch Kinder aus Waw, und hier entstand in den 1950er-Jahren die Tradition des Runenfestes, das heute an der Steinmark gefeiert wird. Östlich liegt die Wüstung Nardorf mit dem sagenumwobenen „Totenbrunnen“. Arnsheim ist geprägt von Wasser, Wald und Handwerk – ein stiller, funktionaler Ort, in dem Geschichte, Arbeit und Natur eine Einheit bilden, deren Klang das leise Rauschen des Kanals und das ferne Läuten der Glocken sind.
Zentrobahn Eilzüge 7:53, 10:56. 13:53, 16:53 und 19:53 nach Bierona. 8:16, 11:31, 14:16. 17:16; 20:16 nach Kohla. Regionalbahnen stündlich 6:59 – 19:59 nach Bierona, 20:59 nach Ruppin, 7:50 – 19:50 nach Kohla, 20:50 nach Teichfurt, 21:50 nach Südteich
Berenburg (10,2km), ein Dorf mit 712 Einwohnern im Landkreis Altenow, liegt auf 98 Metern Höhe im südlichen Seelandwald, an der Stelle, wo der Flutkanal in den Grenzsee mündet. Der Ort entstand im 19. Jahrhundert als Umschlagplatz für Holz, das über den Kanal herantransportiert wurde, und behielt trotz seines Wandels die enge Verbindung zu Wasser und Wald. Heute ist Berenburg ein stilles Dorf mit einem kleinen Hafen, der Gaststätte „Zum Grenzblick“ und der historischen Schleuse XII, die den Pegelunterschied zwischen Kanal und See ausgleicht. Entlang des alten Treidelpfades fährt stündlich ein Schienenbus nach Arnsheim – eine lebendige Erinnerung an die frühere Holzbahn. Am Hafen befindet sich eine kleine Galerie mit Holzfiguren des Bildhauers Lennert Grau aus Waw, der hier regelmäßig ausstellt. Die Häuser ziehen sich terrassenförmig den Hang hinauf, viele mit Blick auf den Grenzsee, dessen Wasser das Leben des Ortes bestimmt. Berenburg ist ein Ort der Ruhe und des Gleichgewichts, geprägt von Handwerk, Geschichte und dem beständigen Rhythmus von Wasser und Arbeit.
SeeLB90 stündlich 6:36 – 21:36 nach Kleinros, 6:07 – 21:07 nach Zentro

