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Der Landkreis Drosen liegt im Südosten von Zentravia östlich von Zentro in der Zento-Ebene und setzt sich nach Osten auf den Drosener Rücken fort, einen lang gestreckten Landrücken, der vom Zentralmassiv her abfällt und im Süden im Bierland bis an das Mare Internum weiterläuft. Blumenland berührt den Kreis im Osten, im Süden wird die Grenze zum Bierland auf der Straße oft nur an den Wechseln der Wegemarkierungen sichtbar; im Westen liegt Zentro und der Landkreis Südeck. Der Kreis ist verkehrlich stark an die Ost-West-Achse gebunden: Die A1 quert den Raum mit Abfahrten bei Schlumpfhausen, Caaschwitz, Pölau und Drosen/Hartmannsfeld; aus Richtung Zentro kommen A5 und A17 heran, und die B6 bildet die gerade, viel genutzte Verbindung von Zentro über Mehlis und Wielitz nach Drosen und weiter nach Osten. Wer die Landschaft lesen will, merkt schnell, wie sich die Ebene mit ihren geraden Entwässerungsgräben und Schlägen der Rückenlandschaft mit Kuppenäckern, Waldinseln und schmalen Bachtälern unterscheiden.

Die Kreisstadt Drosen (12.589 Einwohner, 307 m NN) liegt im Südosten des Landkreises im Dreiländereck zu Bierland und Blumenland und zeigt seinen Grenzcharakter im Alltag: Aushänge, Abholzeiten und Lieferlisten prägen Markt und Nebenstraßen. Im alten Zollhof aus Backstein (mit Waaghaus und Stempelstube) arbeitet heute das Kreisarchiv; dort werden Amtsakten, Grenzkarten und in Zentro gedruckte Bahnpläne genutzt, wenn es um Wege, Rechte und Zuständigkeiten geht. Am Kirchplatz steht die Stadtkirche St. Lucian mit schwerem Turm; samstags probt der Chor Skriptorien-Stücke, einmal jährlich zieht das Chorfest Ensembles aus dem Kreis an. Hinter der Kirche beginnt die Gasse Am Rücken mit Druck- und Buchbindewerkstätten: Aus Vorlagen aus Wielitz entstehen Etiketten, Weinlisten und Vereinshefte. Abends füllt sich der Markt, weil Drosen Treffpunkt für Grenzgeschäfte ist; „Kanzlei & Kessel“ serviert Rückenwein und Käse aus dem Kreis, der „Bahnhofsbogen“ richtet sich nach Anschlusszeiten. Neben dem Hbf bindet der Paulstedter Bahnhof die Rückenlinie an. Südöstlich schließt der Krisdorfer Wald an, nördlich wird Serpentinstein gewonnen.
Auf dem Drosener Rücken liegen die Orte dichter an den Höhenstraßen und an den Bahnstationen als an großen Plätzen; viele Wege folgen Kuppen, damit die Winterarbeit mit Räumfahrzeugen planbar bleibt.
Gasston (7.523 Einwohner, 351 m NN) sitzt im Nordosten an der B55 und an der Z-8, knapp unterhalb des Zaubernebelhains. Wer am Bahnhof aussteigt, steht an der Bahnhofstraße zwischen Güterschuppen und Buswendeschleife; von dort geht es über die Hainstraße zum Hainrand, wo ein kleiner Aussichtssteg aus Holz über den Waldboden geführt ist, damit die Besucher den Unterwuchs nicht zertreten. Der Zaubernebelhain wird nicht als „Park“ verwaltet, sondern als Nutzwald mit Besuchsregeln: Morgens sieht man Förstertrupps Markierungen prüfen, nachmittags kommen Schulklassen aus Zentro über die Z-9 aus Teistig. Im Ortskern liegt die Kirche St. Corvinius (Kirchweg 1), deren Glocke nach einem alten Brauch nur einmal täglich zur selben Minute läutet – eine Erinnerung daran, dass auf dem Rücken früher Zeitabsprachen wichtiger waren als repräsentative Stundenpläne. Gasston ist außerdem ein Versorgungsort für den Nordostrand: Eine Werkstattzeile an der B55 repariert landwirtschaftliche Pumpen und Wintergeräte, und im Gasthaus „Zur Nebelmarke“ (B55, Hausnummer 44) werden abends Degustationsmenüs angeboten, die mit Wildkräutern aus dem Hain arbeiten, allerdings ohne Sammeln im Schutzbereich zu erlauben.
Zu Gasston gehört Essteehaus (24 Einwohner, 321 m NN), ein Weiler an der Z-8, der im Grunde aus zwei Hofreihen, einem Bahnhaltepunkt und einem niedrigen Gebäude mit Teeküche besteht. Das „Haus“ ist kein Café im städtischen Sinn, sondern eine bewirtschaftete Stube mit Ausschankzeiten, die sich nach den Wandergruppen richtet; die Betreiberfamilie führt daneben einen Trockenraum, in dem Kräuter vom Rücken und Apfelringe aus Wildeck gelagert werden. Wer hier sitzt, bekommt oft ungefragt eine Karte der Forstwege auf den Tisch gelegt, weil der Zaubernebelhain in Nebellagen die Orientierung verändert und die Rückwege besser vorab geplant werden. Hinter dem Haltepunkt beginnt ein kurzer Lehrpfad mit Holztafeln, auf denen die Bahnlinie 112 als „Rückenlinie“ erklärt wird: Drosen, Fuka, Meyen und Gasston sind auf den Tafeln weniger als Ziele beschrieben, sondern als Arbeitsorte, zwischen denen täglich Personal pendelt.
Seifartsdorf (1.742 Einwohner, 354 m NN) liegt an der B55 und an der Z-14, dort, wo der Rückenwald in die große Waldfläche des Wolkenflüsterwalds übergeht. Der Ort hat einen langen Straßenzug mit dem Dorfanger an der Angerstraße; dort steht ein flacher Backsteinbau, der als Dorfgemeinschaftshaus, Feuerwehrdepot und Proberaum dient. Die Kirche St. Aurelian (Kirchsteig 2) ist innen schlicht, aber bekannt für ihre Wochenzettel, die wie Amtsdruck aussehen – ein stiller Einfluss aus Zentro, weil viele Seifartsdorfer in der Verwaltung oder bei Bahn und Straßenmeisterei arbeiten. Der Wolkenflüsterwald ist hier nicht nur Ausflugsziel: Am Forsthof (Waldkante 7) werden Brennholzlose ausgegeben, und im Herbst laufen Sammelaktionen für Pilzkontrolle und Wildzählung. Wer abends essen will, landet häufig im „Rückenstuben-Hof“ (B55, Nr. 19), wo ein kleines Menü mit Schaf, Bohnen und Most angeboten wird; der Most kommt aus Pölau, das Schaf von den offenen Hängen bei Hartmannsfeld.
Meyen (782 Einwohner, 368 m NN) liegt etwas höher als die Nachbarorte und wirkt dadurch wie ein Scharnier zwischen Wald und Acker. Die Z-13 kreuzt hier die Z-14, und an dieser Kreuzung sitzt ein kleiner Marktstandplatz mit überdachter Waage, die an Markttagen noch genutzt wird, wenn Winzer und Obstbauern ihre Kisten nicht nach Drosen fahren wollen. Am Bahnhof der Linie 112 steigt viel Personal um: morgens Bahnleute, mittags Forstfahrzeuge, abends Schülergruppen. Zwischen Rathausstube (Hauptstraße 6) und Kirche St. Melethia (Kirchplatz 1) liegen zwei lange Höfe, in denen Fasslager und Kelterraum zu sehen sind; Meyen liefert einen hellen Rückenwein, der oft in Drosen in Restaurants glasweise ausgeschenkt wird. Auf einem kurzen Rundweg am Ortsrand stehen drei alte Grenzsteine, die im Unterricht genutzt werden, weil Meyen Grenzgeschichte anschaulich macht, ohne selbst Grenzstadt zu sein.
Flemmingen (871 Einwohner, 299 m NN) liegt an der B55 und an der Z-15-Nahverbindung in Richtung Wildeck, und der Ort ist für seine Handwerksreihe entlang der Werkstraße bekannt. Dort sitzen Sattler, Metallbauer und eine kleine Kistenmacherei, die Transportkisten für Druckereien und Glaswerkstätten im Umland fertigt; im Alltag merkt man, dass Flemmingen eher produziert als ausstellt. Die Dorfkirche St. Vitalius (Kirchweg 3) hat ein niedriges Seitenschiff, das als Vereinsraum dient; hier treffen sich Imker, Wegewarte und der Chor, der bei Kreisfesten in Drosen auftritt. Viele Besucher kommen wegen der „Rückenstiege“, einer alten Treppenanlage aus Sandstein, die früher als Abkürzung zu den Weideflächen diente und heute als markierter Pfad zur Waldkante ausgeschildert ist. Am Freitagabend läuft in der Schankstube „B55-Ecke“ (B55, Nr. 77) eine feste Runde, in der die Fahrpläne, Erntehelfer und Grenzlieferungen besprochen werden.
Pölau (980 Einwohner, 305 m NN) liegt an der A1-Abfahrt und an der Z-16, und der Ort nutzt diese Lage ohne ein eigenes Gewerbegebiet ausufern zu lassen: Die Betriebe sitzen kompakt an der Ausfahrtstraße und am alten Ortsring. Bekannt ist Pölau für Most, Apfelbrand und einen kleinen Rebschnittbetrieb, der im Frühjahr ganze Trupps über den Rücken koordiniert. Am Platz vor der Kirche St. Gregorius (Kirchplatz 4) steht ein niedriger Brunnen mit Messkerben, die als inoffizielles Regenarchiv gelten; ältere Bewohner zeigen Besuchern gern, wie man daran die Trockenjahre erkennt. In einer ehemaligen Remise (Ringstraße 9) sitzt eine Lehrwerkstatt für Fassbau, die auch Drosener Restaurants beliefert. Wer essen geht, findet im „Tisch am Kamm“ (Ausfahrtstraße 2) ein Küchenkonzept, das mit festen Produkten aus dem Kreis arbeitet: Rückenwein aus Meyen, Lamm aus Hartmannsfeld, Gemüse aus der Ebene bei Fulda.
Hartmannsfeld (1.874 Einwohner, 301 m NN) liegt nahe der A1-Ausfahrt Drosen/Hartmannsfeld und an der Z-16 in Richtung Reichenau. Der Ort hat breite Weideflächen am Rand des Wolkenflüsterwalds; deshalb sieht man hier häufiger Schaf- und Rindertransporte als in den Ackerorten der Ebene. Das alte Schäferhaus an der Weidenstraße 5 wird als kleines Museum genutzt: Werkzeuge, Markenbücher, Karten der Triften. Die Kirche St. Severus (Kirchhügel 1) steht etwas abseits auf einem Geländerücken; von dort geht ein markierter Pfad zu einem alten Steinbruchanschnitt, an dem Schulklassen die Gesteinsschichten des Rückens erklärt bekommen. Hartmannsfeld ist außerdem Logistikpunkt: Eine Straßenmeisterei an der A1-Zufahrt hält Wintertechnik vor, und ein Reifen- und Achsservice arbeitet rund um die Erntezeit im Schichtbetrieb, weil die schweren Anhänger vom Rücken die Strecke stark beanspruchen.
Fuka (2.487 Einwohner, 287 m NN) liegt zwischen Pölau und Drosen an der Z-16 und an der Bahnlinie 112; der Ort ist größer, weil hier mehrere Talwege zusammentreffen. Im Zentrum liegt die Fukaer Halle (Hallenweg 8), ein Mehrzweckbau, der für Märkte, Gerätetausch und Winterproben genutzt wird; wer im Januar kommt, erlebt oft, wie Bläsergruppen im Mantel proben, weil die Halle nicht komplett beheizt wird. Die Kirche St. Lucius Minor (Kirchstraße 2) besitzt einen Satz alter Holztafeln mit Wegmarken, die in der Region als Referenz für Flurbezeichnungen dienen. Wirtschaftlich ist Fuka eine Mischung aus Acker, Weide und Dienstleistung: Es gibt eine kleine Landmaschinenvermietung, eine Schreinerei für Stallausbau und einen Betrieb, der Etikettenrollen für Winzer und Mostereien konfektioniert – die Maschinen dafür stammen aus Zentro, das Know-how ebenso. Für Gäste ist der Spazierweg entlang des Murmur-Zulaufs ausgeschildert, wobei die Tafeln erklären, wie Wasser vom Rücken in Richtung Fulda abläuft.
Caaschwitz (578 Einwohner, 265 m NN) liegt an der A1-Abfahrt und an der Z-16; der Ort wirkt wie ein technischer Knotenpunkt, obwohl er klein ist. An der Ausfahrtstraße stehen eine Waage, eine Getreideannahme und eine Werkstatt für Pumpen und Beregnung, weil die Rückenfelder in trockenen Sommern anders bewirtschaftet werden müssen als die Ebeneschläge. Im alten Ortskern an der Kapellenstraße steht eine kleine Kapelle, die als Andachtsraum und als Treffpunkt für die Feldhüter dient; an ihrer Außenwand hängt eine Tafel mit den „Rückenregeln“, die festlegt, welche Wege bei Nässe gesperrt werden. Für Besucher interessant ist der kurze Rundgang zum Bachübergang, wo alte Holzbohlen im Boden zeigen, wie die Furt früher gesichert wurde. Wer von hier nach Westen fährt, merkt den Landschaftswechsel fast sofort: die Kuppen werden flacher, die Wege gerader, die Gräben häufiger.

Arson (1.478 Einwohner, 281 m NN) liegt im Tal der Fulda auf dem Drosener Rücken und beginnt dort, wo Drosedorf endet. Das Dorf zieht sich über rund fünf Kilometer entlang der Dorfstraße, während Bahnlinie und B6 oberhalb des Tals verlaufen und nur am Bahnhof direkten Kontakt zum Ort haben. Wie der Nachbarort ist Arson vom Wein- und Obstbau geprägt; an den Hängen stehen Reben und Obstbäume, viele Höfe besitzen eigene Kelterräume. Im Herbst öffnen mehrere Straußwirtschaften und werden zu Treffpunkten für Bewohner und Gäste. Ein besonderer Ort ist der Rathauswinkel an der B6 mit seinem schwarzen Aushangkasten, der als zentrales Informationsmedium dient. Die Kirche St. Melethia-Nord ist innen für ihre alten Schreibpulte bekannt, die an frühere Grenz- und Wegerechtsverhandlungen erinnern. Spaziergänge führen zur Chausseesteinreihe Richtung Drosedorf oder in den südlich gelegenen Thalwald.

Drosedorf (571 Einwohner, 297 m NN) liegt im Fulda-Tal wenige Kilometer westlich der Kreisstadt und erstreckt sich als langgezogenes Waldhufendorf über rund acht Kilometer. Die Dorfstraße folgt dem Bachlauf, während die B6 schnurgerade oberhalb am Hang verläuft. Prägend sind die kleinen Wein- und Obstgärten am Südhang, die von vielen Familien bewirtschaftet werden. Die Winzer haben sich zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen, deren Weine weit über den Landkreis hinaus bekannt sind. Mittelpunkt des täglichen Betriebs ist der funktionale Dorfplatz, auf dem morgens Apfelkisten gestapelt und mittags von Lieferwagen aus Drosen abgeholt werden. Die Kirche St. Aurelian-Süd bewahrt im Seitenraum das Rebbuch des Ortes, ein nüchternes, aber wichtiges Dokument der lokalen Weinkultur. Im Herbst beleben Straußwirtschaften das Dorf, und an der alten Grenzbank sitzen nach der Lese Helfer und vergleichen Mostgrade.
In der Zento-Ebene wirkt der Kreis wie ein Arbeitsraum der Hauptstadtregion: Felder, Gräben, Lagerhöfe, dazu Waldstücke als klare Inseln.
Zentobrücke (549 Einwohner, 71 m NN) liegt direkt am Fluss Zento und an der Z-8 sowie an der Z-62-Anbindung nach Kornumünde. Die Brücke ist nicht nur Übergang, sondern Arbeitsplatz: Am Brückenkopf steht ein kleiner Bauhof (Uferstraße 10), der Pegelmarken prüft, Holz aus dem Uferstreifen zieht und nach Hochwasser Treibgut sammelt. Im Ort gibt es eine niedrige Kirche St. Anselm (Kirchsteig 1), deren Turmuhr wegen Feuchte öfter nachgestellt wird; im Aushangkasten stehen die Termine der Wasserwehr und der Angelvereine. Ein Spazierweg führt am Ufer entlang zu einer Stelle, an der alte Steinplatten im Wasser liegen – Reste eines früheren Anlegerkopfes, den man heute als „Alten Tritt“ kennt. Für Reisende ist Zentobrücke außerdem ein guter Einstieg in den Kreis, weil hier Bahnanschlüsse Richtung Zentro genannt werden und die Z-8 geradeaus nach Wildeck und weiter nach Gasston führt.
Huhndorf (364 Einwohner, 87 m NN) liegt östlich von Zentobrücke an der Z-8 und wirkt wie ein Ort, der sich um Höfe gruppiert, nicht um einen Platz. Eine Besonderheit ist die alte Eierwaage am Hofweg 2, die früher der Sammelpunkt für Geflügel und Eier war und heute als Treffpunkt für den Wochenverkauf dient. Die Kapelle St. Lucius-Feld (Kapellenpfad 1) ist klein und wird oft für kurze Andachten genutzt, wenn auf den Feldern etwas schiefgeht – Frost, Trockenheit, Krankheitswellen. Wer durch Huhndorf fährt, sieht an mehreren Höfen kleine Obstgärten; Apfel, Birne und Quitte sind hier verbreitet, weil die Böden nicht so trocken ausfallen wie auf dem Rücken. Am Ortsrand steht ein niedriger Geräteschuppen, der als gemeinschaftliches Werkzeuglager geführt wird; dort hängen Planen, Pumpen, Ersatzteile, und die Schlüsselverwaltung ist eine eigene Dorfaufgabe.
Wildeck (982 Einwohner, 221 m NN) liegt weiter östlich und deutlich höher als die übrigen Ebenedörfer; der Ort sitzt an der Z-8 und wird oft als „Schwelle“ zum Rücken beschrieben, weil die Felder hier bereits schmaler werden. Im Zentrum steht die Kirche St. Corvinius-Aue (Kirchstraße 4) mit einem kleinen Friedhof, auf dem mehrere Grabsteine die Berufe der Verstorbenen tragen – Feldmesser, Wasserbauer, Setzer. Wildeck hat eine kleine Mosterei am Mühlenweg 6, die vor allem Obst aus Huhndorf und den eigenen Gärten verarbeitet; im Herbst riecht man die Pressarbeit an der Straße. Für Besucher ist der kurze Abstecher zur „Kante“ lohnend, einem Feldwegstück, von dem aus man bei klarer Sicht Richtung Drosener Rücken schaut und gleichzeitig die geraden Gräben der Ebene unter sich sieht. Wildeck ist außerdem ein sinnvoller Stopp auf der Z-11, weil von hier aus die Verbindung nach Süden über Casekirchen und Ausschnittsdorf funktioniert.
Schlumpfhausen (321 Einwohner, 102 m NN) liegt nahe der A1-Abfahrt und an der Z-14, und der Ort ist erstaunlich wichtig für Papier und Druck. In einer niedrigen Halle an der Bahnhofstraße 5 sitzt eine kleine Etiketten- und Formularfertigung, die vor allem für landwirtschaftliche Betriebe im Kreis arbeitet: Lieferscheine, Stallbücher, Kistenetiketten, Mostmarken. Dass so etwas hier sitzt, hängt mit der Nähe zu Zentro zusammen, wo Druck und Verwaltung seit dem Dekanat eine praktische Tradition sind. Schlumpfhausen hat außerdem einen kleinen Bahnhofshalt, der als Park-and-Ride genutzt wird, wenn in Zentro Termine anstehen und man die A5-Staus umgehen will. Die Dorfkirche St. Aurelian-Nord (Kirchsteig 3) führt im Nebenraum eine winzige Sammlung alter Druckplatten, die man bei Dorfführungen zeigt. Wer Natur sucht, geht von Schlumpfhausen aus in Richtung Dreamwood, der östlich der Hauptstadt in der Ebene liegt; der Zugang ist über Feldwege ausgeschildert, und an den Rändern stehen oft Rehe in den Gräben.
Casekirchen (478 Einwohner, 135 m NN) liegt an der Z-14 und am Übergang zum Feldbachsystem des Murmur River. Der Ortskern ist klein, aber sauber gegliedert: Kirchplatz, Schulhof, Feuerwehrhaus; dazwischen stehen Höfe, die zunehmend auf Gemüse und Saatgut setzen, weil die Bewässerung über Gräben gut steuerbar ist. Die Kirche St. Severus-Feld (Kirchplatz 1) hat einen alten Taufstein, in dessen Rand Kerben als Maß für Getreidespenden dienten – ein Hinweis darauf, dass Casekirchen lange als Abgabepunkt für kirchliche Vorräte funktionierte. Für Ausflüge ist der Weg zu den Zauberbirken interessant: Zwischen Casekirchen und Ausschnittsdorf liegt am Lauf des Murmur River ein Waldstück, in dem die Birken als Wegmarken gelten, weil ihre hellen Stämme selbst in Dunstlagen sichtbar bleiben. In der Dorfschänke an der Z-14 wird häufig ein „Feldmenü“ gekocht, das nach Erntelagen wechselt; Gäste bekommen dabei eher Routenhinweise als Weinempfehlungen.
Ausschnittsdorf (982 Einwohner, 178 m NN) liegt an der Z-11 und unweit der A1-Trasse; der Ort ist bekannt für Medienbeobachtung als Dienstleistung, eine ungewöhnliche Spezialisierung für ein Dorf. Das hängt mit der Nähe zu Zentro zusammen, wo Druck, Amtsblatt und Protokollwesen zum Alltag gehören: In Ausschnittsdorf sitzt ein Dienstleister in der Gewerbestraße 4, der Pressespiegel und Rundfunkmitschnitte für Verwaltungen, Verbände und größere Betriebe in Zentravia erstellt. Morgens laufen dort Scanner, Schneidetische und Archivserver, während draußen Traktoren vorbeirollen; die Mitarbeiter sprechen von „Schnittfenstern“ und „Auswertelisten“, als wäre es Feldarbeit. Im Ort selbst steht die Kirche St. Gregorius-Bach (Kirchweg 2), und am Murmur-Ufer gibt es eine kleine Lesehütte, die von der Dorfjugend betreut wird: Dort liegen gedruckte Wochenübersichten aus, oft mit Randnotizen der Nutzer. Wer die Zauberbirken besuchen will, startet am besten am Uferparkplatz (Uferstraße 11), weil die Wege in den Birkenbestand schmal sind und landwirtschaftliche Zufahrten nicht blockiert werden sollen.
Mehlis (472 Einwohner, 91 m NN) liegt an der B6 nahe der A5-Abfahrt und wirkt wie ein Pendlerort mit eigener Werkstattkultur. Viele Häuser haben hintere Schuppen, in denen Metall- und Holzarbeiten laufen; gefragt sind Reparaturen für Zäune, Tore und Anhänger, weil die Durchgangsstraßen viel Verschleiß bringen. Die Kirche St. Lucius-Aue (Kirchplatz 2) ist kleiner als die in den Rückenorten, dafür ist der Gemeinderaum häufig besetzt: Sprechstunden, Fahrgemeinschaften, Sammelbestellungen. Mehlis ist ein sinnvoller Ausgangspunkt für Wege in den Dreamwood, der östlich von Zentro in der Ebene liegt; ein markierter Feldweg beginnt an der Südstraße und führt an Gräben entlang bis zum Waldrand. Wer essen will, findet am Rand der B6 eine einfache Küche, die sich an Handwerker und Durchreisende richtet; die Tagesgerichte orientieren sich eher an Schichtzeiten als an Wochenenden.
Wielitz (921 Einwohner, 99 m NN) liegt an der B6, an der A5-Abfahrt und nahe der A17-Anbindung; dadurch ist der Ort ein Übergabepunkt zwischen Kreis und Hauptstadtregion. In Wielitz sitzen mehrere Dienstleister, die für den gesamten Landkreis arbeiten: ein Ersatzteillager, ein Reifenservice für landwirtschaftliche Fahrzeuge und ein kleiner Buchhaltungsverbund, der sich auf Höfe und Mostereien spezialisiert hat. Im Ortskern steht die Kirche St. Aurelian-Brücke (Kirchweg 1), und gegenüber liegt ein Gasthof, in dem häufig Besprechungen von Maschinenringen stattfinden. Eine Besonderheit ist der kleine „Satzraum“ in einem ehemaligen Ladenlokal an der Hauptstraße: Dort werden Druckvorlagen für Vereinshefte, Speisekarten und Etiketten vorbereitet, bevor sie in Schlumpfhausen oder Drosen auf Maschinen laufen. Wielitz ist außerdem der Ort, an dem man in wenigen Minuten von der Ebene in Richtung Rücken abbiegt – entweder über die Z-16 Richtung Pölau und Fuka oder über die Z-15 Richtung Süden.
Fichtchen (359 Einwohner, 88 m NN) liegt an der B61 und an der Z-17-Anbindung, und der Ort ist stärker von Milch- und Weidewirtschaft geprägt als seine Größe vermuten lässt. Mehrere Höfe halten Milchkühe, weil die Grabenwiesen im Sommer länger Wasser tragen; deshalb gibt es eine kleine Kühlstation an der Dorfstraße 14, an der morgens Sammeltransporter stehen. Die Kirche St. Melethia-Wiese (Kirchgasse 1) hat einen niedrigen Turm; der eigentliche Treffpunkt ist aber der Vorplatz, weil dort die Aushänge für Lieferketten und Schlachttermine hängen. Für Reisende ist Fichtchen interessant, wenn man sehen will, wie die Ebene arbeitet: gerade Wege, kurze Abläufe, feste Uhrzeiten. Im Dorfkrug werden einfache Speisen serviert, oft mit Käse und Milchprodukten aus den Höfen; wer nach Zentro muss, nutzt die Nähe zur A5-Zufahrt über Mehlis.

Clausdorf (427 Einwohner, 125 m NN) liegt flach und offen in der Zento-Ebene südöstlich von Zentro und wird von Feldern und Verkehrswegen eingerahmt. Die B6 verläuft am Ortsrand, Bahnlinie und Autobahnanschluss machen das Dorf gut erreichbar, ohne es unruhig wirken zu lassen. Wirtschaftlich ist Clausdorf vom Ackerbau geprägt; Getreidefelder bestimmen das Umfeld. Ergänzt wird der Alltag durch einen kleinen Hofladen an der B6, der Eier, Mehl und Cidre verkauft, sowie eine Werkstatt, in der Fahrräder, Autos und Mopeds repariert werden. Ein markanter Ort ist die ehemalige Tankstelle aus den 1930er Jahren, heute Lager für Straßenschilder und Markierungsfarbe. Im Zentrum steht die Kirche St. Severus mit aktiver Gemeinde. Schule und Bahnhof liegen nah beieinander und strukturieren den Tagesrhythmus. Besonders bekannt ist die Bockwurstbude am Bahnhof, die sich nach Zugankünften und Pausenzeiten richtet und als sozialer Treffpunkt dient.
Fulda (128 Einwohner, 97 m NN) liegt an der A17-Abfahrt und an der Z-15; der Ort ist klein, aber wegen des Wassersystems bekannt. Hier nimmt die Fulda den Murmur-Zulauf auf, bevor sie weiter Richtung Zento läuft; deshalb stehen am Rand mehrere kleine Pumpwerke, die als technische Denkmäler gelten, weil sie die Entwässerung der Felder über Jahrzehnte gesichert haben. Die Kapelle St. Lucius-Graben (Kapellenweg 1) ist schlicht und wird selten touristisch besucht, aber im Ort wichtig, weil die Kapellenfeste als Arbeitspausen im Jahreskalender dienen. Für Reisende ist Fulda ein guter kurzer Halt: Man kann am Grabenweg entlanggehen, die Pumpwerke ansehen und versteht danach, warum die Zento-Ebene so gerade wirkt. In der Nähe der Abfahrt gibt es eine Raststube, die tagsüber vor allem Fahrer bedient; die Speisekarte hängt neben dem Aushang mit Wetter- und Pegelmeldungen.
In Summe lebt der Landkreis Drosen von seiner doppelten Logik: Ebene als Versorgung und Arbeit für die Hauptstadtregion, Rücken als eigener Arbeits- und Wegeraum, der durch Waldstücke wie den Wolkenflüsterwald, durch Orte wie Gasston und durch die Grenzlage der Kreisstadt geprägt wird. Die Bahnlinie 112 bindet den Rücken nach Süden an Kreuzberg im Bierland und nach Norden an die größeren Knoten an, während über Zentro die überregionalen Linien Richtung Novafurt und Ferkelau erreichbar sind.
Städte
- Drosen
- Gasston
- Essteehaus
Gemeinden
- Arson
- Ausschnittsdorf
- Caaschwitz
- Casekirchen
- Clausdorf (Zentravia)
- Drosedorf
- Fichtchen
- Flemmingen (Zentravia)
- Fuka
- Fulda
- Hartmannsfeld
- Huhndorf
- Mehlis
- Meyen (Zentravia)
- Pölau
- Schlumpfhausen
- Seifartsdorf
- Wielitz (Zentravia)
- Wildeck
- Zentobrücke
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Arson (Kreis Drosen – Zentravia)

Arson (1.478 Einwohner, 281 m) liegt auf dem Drosener Rücken im Tal der Fulda und schließt westlich direkt an Drosedorf an. Das Dorf zieht sich über etwa fünf Kilometer entlang der Dorfstraße im Tal, während Bahnlinie und B6 oberhalb verlaufen. Arson ist ein Winzerdorf mit Wein- und Obsthängen, Straußwirtschaften im Herbst und vielen Höfen mit eigenen Keltern. Ein wichtiger Orientierungspunkt ist der Bahnhof an… Weiter …
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Clausdorf (Kreis Drosen – Zentravia)

Clausdorf (427 Einwohner, 125 m) liegt in der offenen Zento-Ebene südöstlich von Zentro an der B6. Landwirtschaft prägt den Ort: große Ackerflächen, wenige Höfe, klare Abläufe. Auffällig ist eine ehemalige Tankstelle aus den 1930er Jahren, die heute als Lager für Straßenschilder und Markierungsfarbe dient. Mittelpunkt des Dorfes ist der Kirchplatz mit der Kirche St. Severus, daneben liegen Schule und Bahnhof. Ein Hofladen verkauft Eier,… Weiter …
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Drosedorf (Kreis Drosen – Zentravia)

Drosedorf (571 Einwohner, 297 m) liegt wenige Kilometer vor der Kreisstadt im Tal der Fulda und zieht sich als acht Kilometer langes Waldhufendorf entlang der Dorfstraße. Nördlich verläuft die B6 auf dem Hang, während im Tal Wein- und Obstgärten den Südhang prägen. Mittelpunkt des Alltags ist der Dorfplatz als Umschlagpunkt für Apfelkisten; morgens wird verladen, mittags abgeholt, abends ist es ruhig. Die Winzer sind… Weiter …
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Drosen (Kreisstadt – Zentravia)

Drosen (12.589 Ew., 307 m) ist die Kreisstadt im Dreiländereck zu Bierland und Blumenland. Der Zollhof mit Waaghaus und Stempelstube dient heute als Kreisarchiv mit Grenzkarten und alten Bahnplänen aus Zentro. Am Kirchplatz steht St. Lucian, wo der Chor samstags Stücke aus zentravischen Skriptorien probt; beim jährlichen Chorfest kommen Chöre aus dem Kreis. In der Gasse Am Rücken arbeiten Druck- und Buchbindewerkstätten, die Vorlagen… Weiter …
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Kreis Drosen (Zentravia)

Der Landkreis Drosen im Südosten Zentravias verbindet zwei Landschaftsräume: die Zento-Ebene im Westen mit Gräben, Feldern und Pendlerorten nahe Zentro und den Drosener Rücken im Osten mit Kuppenäckern, Waldinseln und Grenzverkehr Richtung Bierland und Blumenland. Kreisstadt Drosen liegt im Dreiländereck und bündelt Verwaltung, Handwerk und Gastronomie rund um Marktstraße, Zollhof und Stadtkirche. Auf dem Rücken prägen Gasston unterhalb des Zaubernebelhains, die Dörfer entlang B55/B6… Weiter …
