
Der Landkreis Kornumünde im Westen Zentravias umfasst eine rund 30 mal 28 Kilometer große Landschaft im Tal des Flusses Zento und auf dem westlich anschließenden Höhenzug, dem Zento-Rücken. Die Region liegt nördlich der Hauptstadt Zentro und bildet einen Übergangsraum zwischen der weiten Zento-Ebene im Süden und den bewaldeten Hügeln des Rückens im Westen. Der Zento fließt von Norden nach Süden durch den Kreis und prägt mit seinen Auen, Nebenarmen und Kanälen das Landschaftsbild. Mehrere kleine Zuflüsse, darunter der Kornu, münden hier in den Hauptfluss. Verkehrlich ist der Kreis gut angebunden: Die Autobahn A5 erreicht das Gebiet bei Spatzendorf, während die Bundesstraßen B53 und B62 sowie mehrere Landesstraßen die Orte miteinander verbinden. Auch die Eisenbahn spielt eine wichtige Rolle. Die Linien 108 und 109 der BZF Bierona Zentravia Ferrovia verlaufen durch das Zentotal, während die Kornutalbahn und die traditionsreiche Röxer Eisenbahn regionale Verbindungen sichern. Landwirtschaft, Obstbau und kleinere Handwerksbetriebe prägen große Teile der Wirtschaft, während die Auenlandschaften des Zento zu den bedeutenden Naturräumen im Westen Zentravias zählen.
Die Kreisstadt Kornumünde liegt im Süden des Landkreises auf beiden Seiten der Mündung des Kornu in den Zento. Rund 18.700 Einwohner leben hier auf etwa 97 Metern Höhe in einer Stadt, die historisch von Flusshandel und Verkehrswegen geprägt wurde. Bereits im frühen Mittelalter entstand an der Furt über den Zento ein Handelsplatz, der Händler aus der Inselwelt Landauri und aus dem benachbarten Seeland anzog. Heute bildet der alte Markt rund um die Kornu-Brücke den historischen Kern der Stadt. Hier steht die St.-Nikolaus-Kirche mit ihrem gedrungenen Turm aus dem 14. Jahrhundert, deren Glocken einst als Signal für die Flussschifffahrt dienten. Entlang der Uferpromenade haben sich kleine Werften und Bootshäuser erhalten, während im ehemaligen Kornspeicher das Kulturzentrum Kornspeicher mit Theaterbühne, Stadtarchiv und dem Museum zur Geschichte des Kornu-Handels eingerichtet wurde. Der Bahnhof Kornumünde ist ein Knotenpunkt der Linien 108, 109 und der Kornutalbahn; täglich pendeln viele Bewohner nach Zentro. In den Gewerbegebieten südlich der Stadt haben sich Feinmechanik-Werkstätten, eine kleine Maschinenbaufirma sowie ein Medienbeobachtungs-Dienstleister angesiedelt, der Pressespiegel für regionale Behörden erstellt. Bekannt ist Kornumünde außerdem für seine Gastronomie. Restaurants wie „Zum Alten Fährhaus“ am Zento oder das Fischlokal „Kornuquelle“ servieren Gerichte mit Flussfisch und Obst aus den umliegenden Plantagen. Der wöchentliche Markt auf dem Kornuplatz gilt als Treffpunkt der Region.
Östlich der Stadt, ebenfalls am Kornu gelegen, befindet sich das Dorf Kornu. Der Ort entstand ursprünglich als Fischer- und Mühlenstandort oberhalb der Flussmündung. Noch heute erinnert die restaurierte Kornu-Mühle aus dem 17. Jahrhundert an diese Zeit. Kornu besitzt eine kleine romanische Dorfkirche mit Fresken aus der frühen Zeit Zentravias. Landwirtschaftliche Betriebe und Obstgärten entlang des Flusses prägen das Ortsbild, und ein kleiner Betrieb für Präzisionsinstrumente beliefert Labore in Zentro. Am Flussufer befindet sich eine beliebte Badestelle, die im Sommer Besucher aus Kornumünde anzieht. Das Gasthaus „Zur Kornubrücke“ gilt als Adresse für regionale Küche.
Folgt man dem Zento nach Norden, erreicht man Zentofeld auf der Westseite des Flusses. Das Dorf liegt am Rand der Zento-Auen und war früher Umschlagplatz für Holz aus den nördlichen Wäldern. Die kleine St.-Georgs-Kirche mit ihrem Fachwerkturm stammt aus dem 16. Jahrhundert. In der Nähe liegt ein alter Treidelpfad, der heute als Wanderweg entlang der Flussarme genutzt wird. Landwirtschaft und Viehweiden bestimmen den Ort, doch einige Höfe betreiben inzwischen Direktvermarktung und kleine Obstpressen. Am Ortsrand betreibt ein Medienbeobachtungs-Dienstleister einen regionalen Monitoring-Standort, der Rundfunksignale aus dem Zentotal auswertet. Ein Dorfgasthof am Flussufer ist für Gerichte aus Ziegenkäse und Flusskrebsen bekannt.
Weiter nördlich auf der gegenüberliegenden Ostseite liegt Kleebaum, ein lebendiger Ort mit rund 1.500 Einwohnern und Bahnknotenpunkt der Linien 108, 109 und der Röxer Eisenbahn. Der Name geht auf eine historische Fährstelle zurück, an der Händler aus dem Seeland ihre Waren umluden. Mittelpunkt des Ortes ist die Kirche St. Laurentius, deren Turm als Landmarke im Zentotal dient. Südlich davon beginnt der Kleine Zentowald, eine von Kanälen durchzogene Auenlandschaft mit Beobachtungsstegen für Wasservögel. In Kleebaum gibt es mehrere Handwerksbetriebe, eine kleine Molkerei und eine Werkstatt für Feinmechanik, die Teile für medizinische Geräte herstellt. Besucher schätzen das Restaurant „Zum Kleeblatt“, das Produkte aus den umliegenden Höfen verarbeitet.
Weiter nördlich folgt Keinas, ebenfalls auf der Ostseite des Zento. Das Dorf liegt leicht erhöht über dem Fluss und wird von der alten Steinkirche St. Marien überragt. Östlich davon erhebt sich der Whisperbree Grove, ein schmaler Waldzug, der als Ausläufer der Wälder des Zentralmassivs gilt. Wanderwege führen von hier hinab zu den Auen des Großen Zentowaldes auf der Westseite des Flusses. Keinas besitzt eine kleine Holzverarbeitung und mehrere Schafweiden, deren Produkte in einer Dorfkäserei verarbeitet werden. In einem ehemaligen Bahnwärterhaus arbeitet ein Medienbeobachtungs-Dienstleister, der Radiosendungen aus dem Grenzgebiet zum Seeland analysiert. Das Gasthaus „Whisperbree Stube“ ist bekannt für Wildgerichte aus den umliegenden Wäldern.
Westlich des Zentotals steigt das Gelände zum Zento-Rücken an. Am südlichen Rand dieser Höhen liegt Funka, ein Dorf mit rund 125 Einwohnern. Es entstand entlang der alten Landesstraße Z-5 und lebt von Viehzucht und Getreideanbau. Ein kleiner Dorfplatz mit Kapelle aus dem 18. Jahrhundert bildet den Mittelpunkt. Wanderwege führen von hier in den Gnistreskog, ein markantes Waldstück mit alten Buchen. Ein Familienbetrieb betreibt dort eine kleine Räucherei für Wildschinken, die in regionalen Restaurants verkauft werden.
Nördlich davon liegt Spatzendorf, das verkehrlich durch die Autobahnanschlussstelle der A5 geprägt ist. Trotz der Nähe zur Fernstraße blieb der Ort klein. Die Dorfkirche St. Petrus aus Bruchstein steht auf einer Anhöhe über dem Tal. In Spatzendorf befindet sich ein kleiner Rastplatz für Reisende sowie ein Betrieb, der Präzisionsbauteile für landwirtschaftliche Maschinen herstellt. Ein Ausflugslokal am Waldrand serviert einfache Küche und zieht Wanderer aus Zentro an.
Miten im Gnistreskog liegt Amselfeld, das höchstgelegene Dorf im Süden des Rückens. Mit nur wenigen Dutzend Einwohnern wirkt der Ort abgelegen. Historisch gehörte er zu einer Grenzstation zwischen den alten Territorien im Westen Zentravias. Die kleine Holzkirche St. Amsel ist ein seltenes Beispiel für ländliche Sakralarchitektur. In den umliegenden Wiesen betreiben mehrere Höfe Weidewirtschaft. Ein Aussichtspunkt oberhalb des Dorfes bietet einen Blick über das gesamte Zentotal bis nach Kornumünde.
Weiter nördlich auf dem Rücken liegen Vogelhain und Flugdorf. Vogelhain entstand um einen alten Gutshof, der heute eine landwirtschaftliche Kooperative beherbergt. Die Kirche St. Michael mit ihrem schlanken Turm stammt aus dem 15. Jahrhundert. In der Umgebung werden Äpfel und Beeren angebaut; eine kleine Mosterei verarbeitet die Ernte. Wanderer besuchen häufig den Aussichtspunkt „Zentoblick“, von dem aus das Flusstal überblickt werden kann. Ein Gasthaus am Dorfplatz serviert Gerichte aus regionalem Obst und Geflügel.
Flugdorf liegt etwas tiefer am Übergang vom Rücken zum Zentotal. Die Landesstraße Z-4 führt hier Richtung Röxe und verbindet den Ort mit dem Seeland. Historisch war Flugdorf ein Rastplatz für Händler, die über den Rücken zogen. Heute erinnert das Heimatmuseum im ehemaligen Zollhaus an diese Zeit. Die Kirche St. Martin steht am alten Marktplatz, daneben befindet sich ein kleiner Kulturverein mit Konzertscheune. Landwirtschaftliche Betriebe, ein Sägewerk und ein Anbieter für Medienbeobachtung digitaler Nachrichtenströme bilden die wirtschaftliche Grundlage. Ein bekanntes Restaurant am Ortsrand bietet saisonale Küche mit Produkten aus den Wäldern und Feldern des Zento-Rückens.
Städte und Gemeinden
- Kreisstadt Kornumünde
- Amselfeld
- Flugdorf
- Funka
- Keinas
- Kleebaum
- Kornu
- Spatzendorf
- Vogelhain
- Zentofeld
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Kreis Kornumünde (Zentravia)

Der Landkreis Kornumünde im Westen Zentravias liegt im Tal des Flusses Zento und auf dem Zento-Rücken nördlich der Hauptstadt Zentro. Zentrum der Region ist die Kreisstadt Kornumünde an der Mündung des Kornu in den Zento. Das Zentotal wird von Auenlandschaften, kleinen Dörfern und Flussauen geprägt, darunter Zentofeld, Kleebaum und Keinas mit den Naturräumen des Kleinen und Großen Zentowaldes. Auf dem höher gelegenen Zento-Rücken liegen… Weiter …
