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Der Landkreis Ferkelau liegt im nordwestlichen Teil Zentravias, eingebettet in die Täler des oberen Zento und seiner Nebenflüsse. Das Gebiet umfasst rund 30 mal 40 Kilometer und wird im Norden vom Kamm des Zentralmassivs begrenzt, der zugleich die Grenze zum Nudelland bildet. Im Westen schließt sich das Seeland an, dessen Wälder und Granitkuppen nahtlos in die zentravischen Höhen übergehen. Die Landschaft ist geprägt von tief eingeschnittenen Flusstälern, langgezogenen Bergkämmen und verstreuten Siedlungen, die sich entlang alter Handelswege und neuer Verkehrsachsen entwickelt haben. Die Autobahn A4 überquert den Ferkelpass und verbindet den Kreis mit dem Tremoland, während die B36, B51 und B62 die Orte im Talraum miteinander verknüpfen. Die Zentralmassivbahn und die Linie 109 binden Ferkelau an Zentro und die übrigen Regionen Landauris an. Wanderwege, darunter der Höhenweg vom Queckberg zum Fieberberg, erschließen die Bergwelt und machen den Landkreis zu einem beliebten Ziel für Naturreisende.
Die Kreisstadt Ferkelau liegt auf 298 Metern Höhe am Punkt, an dem der Zento schiffbar wird. Der Ort entstand an einer alten Furt, die bereits in der frühen Landauri-Zeit als Übergang zwischen den Bergtälern und den südlichen Ebenen diente. Heute zeigt sich Ferkelau als lebendiges Zentrum mit einer Mischung aus traditioneller Holzarchitektur und modernen Verwaltungsbauten. Die Altstadt gruppiert sich um den Marktplatz, auf dem das alte Rathaus mit seinem Uhrturm steht, ein Bau aus dem 17. Jahrhundert, der nach einem Brand im Jahr 1894 originalgetreu wiederhergestellt wurde. Die Zento-Uferpromenade ist ein beliebter Treffpunkt, besonders im Frühling, wenn der Fluss mit Schmelzwasser aus dem Zentralmassiv anschwillt und die kleinen Barkenhafenanlagen belebt sind. Die Kirche St. Lantor, benannt nach einem frühen Missionar der Inselwelt Landauri, beherbergt eine Sammlung regionaler Holzschnitzkunst. Das Kulturhaus „Zentrohalle“ zeigt wechselnde Ausstellungen zur Geschichte Zentravias und dient als Bühne für das jährliche Musikfestival „Klang des Massivs“, bei dem lokale Instrumentenbauer ihre Arbeiten präsentieren. Die Stadt verfügt über mehrere Hotels, darunter das traditionsreiche „Hotel Zentoquell“, ein Sanatorium am südlichen Stadtrand, eine kleine Wellnessanlage mit Blick auf den Fluss sowie Restaurants, die regionale Küche pflegen. Besonders bekannt ist das Gourmetlokal „Der Ferkelpass“, das Gerichte aus Gebirgskräutern und Flussfisch serviert. Die Wirtschaft der Stadt wird von einer Möbelmanufaktur, einer kleinen Brauerei und mehreren Dienstleistern geprägt, die eng mit dem Tourismus verbunden sind.
Das Dorf Ferkeltal liegt oberhalb der Kreisstadt im engen Tal des Zento, direkt unterhalb der Autobahntrasse, die sich zum Ferkelpass hinaufwindet. Der Ort besteht aus wenigen Häusern, einer alten Mühle und der kleinen Kapelle St. Runa, die im 15. Jahrhundert als Rastpunkt für Bergreisende entstand. Heute ist Ferkeltal ein Ausgangspunkt für Wanderungen entlang der alten Zentotalstraße. Ein kleiner Gasthof, der „Passblick“, bietet einfache Zimmer und eine regionale Küche. Die Nähe zur Autobahn brachte früher Lärm, doch seit dem Bau der Lärmschutzgalerien ist der Ort wieder ruhig. Ein Holzverarbeitungsbetrieb stellt Schindeln für Berghütten her, und ein lokaler Imker verkauft Honig aus Bergblüten. Touristen schätzen die Lage, weil man von hier aus schnell die Höhenzüge erreicht.
Die Queck-Research-Area liegt nordwestlich von Ferkelau in einem abgeschiedenen Tal, das vom Östlichen und Westlichen Queckbach durchzogen wird. Das Areal ist seit 1952 Sperrgebiet und wird von einem Zaun umgeben, der nur an einem bewachten Tor durchbrochen wird. Offiziell wird hier an geologischen und meteorologischen Phänomenen des Zentralmassivs geforscht, doch in Ferkelau kursieren seit Jahrzehnten Gerüchte über Experimente, die mit der ungewöhnlichen Magnetfeldstruktur der Region zusammenhängen. Historische Gebäude gibt es kaum, doch die alte Queckmühle, die heute als Verwaltungsgebäude dient, stammt aus dem 18. Jahrhundert. Die Anlage verfügt über eine eigene Bahnverbindung, die Queck Research Railway, die Material und Personal transportiert. Für Besucher ist das Gebiet nicht zugänglich, doch ein Aussichtspunkt an der Zentotalstraße erlaubt einen Blick auf die Täler, in denen die Forschungsstationen liegen.
Holzmühle am Queckberg ist ein winziger Weiler im Tal des nördlichen Queckbaches. Die ursprüngliche Straße, die einst zum Queckberg führte, verläuft heute durch das Sperrgebiet, weshalb der Ort nur über die 1969 gebaute Umgehungsstraße erreichbar ist. Die alte Holzmühle, die dem Ort seinen Namen gab, arbeitet noch immer und produziert Bretter aus Bergfichte. Ein kleines Museum im ehemaligen Wohnhaus des Müllers zeigt Werkzeuge und Dokumente zur Holzindustrie des Zentralmassivs. Die Kapelle „Maria im Fichtenhain“ ist ein beliebter Ort für stille Einkehr. Wanderer nutzen Holzmühle als Zwischenstation auf dem Weg zum Queckberg, und ein kleiner Ausschank bietet einfache Speisen aus regionalen Zutaten.
Der Queckberg selbst liegt auf 1347 Metern Höhe am Dreiländereck zwischen Zentravia, Seeland und dem Nudelland. Auf der zentravischen Seite befindet sich eine Wetterstation, die seit den 1920er Jahren Daten für die Zentralmassivforschung liefert. Die fünf Menschen, die hier leben und arbeiten, betreiben zudem eine kleine Herberge, die besonders von Fernwanderern geschätzt wird. Die alte Grenzsteinhütte aus dem 18. Jahrhundert gilt als historischer Ort, an dem einst Händler aus allen drei Ländern Rast machten. Die kleine Bergkirche St. Aurelia ist schlicht, aber bekannt für ihre Glasfenster, die Szenen aus der Geschichte Landauris zeigen. Der Queckberg ist Ausgangspunkt für den Höhenweg zum Fieberberg, und im Sommer findet hier das „Berglicht-Fest“ statt, bei dem Laternen entlang des Kamms entzündet werden.
Das Dorf Patz erstreckt sich über sieben Kilometer entlang des Nachtwindflusses. Der Ort ist bekannt für seine langgezogene Struktur und die vielen kleinen Brücken, die die Häuser auf beiden Seiten des Baches verbinden. Die Kirche St. Nivora steht auf einer Anhöhe und bietet einen Blick über das gesamte Tal. Ein historischer Ort ist die alte Nachtwindmühle, die heute ein Café beherbergt. Patz besitzt eine kleine Käserei, die Bergkäse aus Ziegenmilch herstellt, sowie eine Werkstatt für Musikinstrumente, die sich auf Flöten aus Bergahorn spezialisiert hat. Touristen schätzen die ruhigen Wanderwege entlang des Flusses und ein kleines Wellnesshaus, das Bäder mit Kräuteressenzen anbietet.
Lauscha liegt südlich von Ferkelau am schiffbaren Abschnitt des Zento. Der Ort entstand an der Mündung des Horchbachs und entwickelte sich früh zu einem Umschlagplatz für Holz und Stein aus dem Zentralmassiv. Die Kirche St. Venera besitzt einen markanten Turm mit einem kupfernen Dach, das im Sonnenlicht grün schimmert. Das Heimatmuseum zeigt Funde aus der frühen Besiedlung Zentravias und Modelle alter Flussschiffe. Lauscha verfügt über mehrere Gasthöfe, darunter das „Zentohaus“, das für seine Fischgerichte bekannt ist. Ein Bootsverleih bietet Fahrten flussaufwärts an, und am Ufer befindet sich ein kleiner Park mit einer Freilichtbühne, auf der im Sommer Theaterstücke aus der Geschichte Landauris aufgeführt werden.
Horchau liegt elf Kilometer westlich von Lauscha im Wald des Zentralmassivs. Der Ort entstand an der Stelle, an der der Bach Zunig in den Horchbach mündet. Die alte Holzbrücke über den Horchbach ist ein beliebtes Fotomotiv. Die Kirche St. Raban ist für ihre Orgel bekannt, die von einem lokalen Instrumentenbauer gefertigt wurde. Horchau besitzt eine traditionsreiche Schreinerei, die Möbel aus Bergfichte herstellt, sowie eine kleine Brauerei, die das „Horchauer Waldbier“ produziert. Die B36 führt durch den Ort und bringt Wanderer und Radfahrer in die umliegenden Wälder. Ein Sanatorium am Ortsrand nutzt die reine Bergluft für Atemtherapien.
Zunig ist mit über 3000 Einwohnern das größte Dorf des Landkreises und liegt im Tal des gleichnamigen Baches. Der Ort ist ein Verkehrsknotenpunkt, da hier die Z-1, die B51 und die Autobahnabfahrt zusammenlaufen. Die Kirche St. Hilmar besitzt einen romanischen Turm und Fresken aus dem 13. Jahrhundert. Das Zuniger Kulturzentrum bietet Konzerte, Lesungen und Ausstellungen. Ein großer Möbelbetrieb fertigt Massivholzmöbel, die in ganz Zentravia verkauft werden. Zunig verfügt über mehrere Hotels, Bars und ein beliebtes Gourmetrestaurant namens „Zum Zunigquell“, das regionale Spezialitäten modern interpretiert. Der Ort ist Ausgangspunkt für Touren ins Zentralmassiv und profitiert stark vom Durchgangsverkehr.
Petra liegt östlich von Ferkelau am Rand des Zentralmassivs. Der Ort ist von dichten Wäldern umgeben und besitzt eine lange Tradition im Musikinstrumentenbau. Die Werkstatt „Petra Klangholz“ stellt Streichinstrumente her, die in der gesamten Inselwelt Landauri geschätzt werden. Die Kirche St. Liora steht auf einem Felsvorsprung und bietet einen Blick über das Tal. Ein historischer Ort ist die alte Poststation an der B51, die heute ein kleines Museum beherbergt. Petra verfügt über ein Wellnesshotel, das Bäder mit Harzessenzen anbietet, sowie über mehrere Wanderwege, die tief in die Wälder führen. Ein Restaurant namens „Der Waldtisch“ serviert Gerichte aus Pilzen, Wild und Kräutern.
Städte und Gemeinden
- Kreisstadt Ferkelau
- Ferkeltal
- Holzmühle (am Queckberg)
- Patz
- Queckberg
- Queck-Research-Area
- Lauscha (Zentravia)
- Horchau
- Petra (Zentravia)
- Zunig
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Kreis Ferkelau (Zentravia)

Der Landkreis Ferkelau liegt im nordwestlichen Zentralmassiv Zentravias und umfasst Täler, Bergkämme und kleine Dörfer entlang des Zento. Zentrum ist die Kreisstadt Ferkelau mit historischem Markt, Uferpromenade und kulturellen Einrichtungen. Die umliegenden Orte – Ferkeltal, Patz, Lauscha, Horchau, Zunig, Petra sowie die abgelegenen Queck-Regionen – verbinden alte Handwerksbetriebe, Kirchen, Museen und Naturtourismus. Wanderwege, Bergstationen, Wellnesshäuser und regionale Gastronomie prägen den Charakter des Kreises. Historische… Weiter …
