Die Insel Insula liegt im westlichen Teil des Mare Internum, etwa 40 Kilometer westlich der Zentralinsel, auf der sich das heutige Storha befindet. Mit einer Ausdehnung von rund 50 Kilometern von Nord nach Süd und 60 Kilometern von West nach Ost ist sie eine der größeren Inseln der Landauri-Region. Ihr Zentrum beherrscht der 1.101 Meter hohe Insulaberg, ein bewaldeter Vulkankegel, dessen Hänge von dichten Wäldern und klaren Bächen durchzogen sind.

Geschichte der Insel Insula

In der Zeit der sechs alten Herrschaften (722–850) war Insula noch unbewohnt. Zwar gibt es Hinweise auf gelegentliche Anlandungen von Fischern aus Ackero und Butha, doch dauerhafte Siedlungen entstanden nicht. Die strategisch günstige Lage – fernab der Wikingerüberfälle, aber nahe genug an den Handelsrouten – machte die Insel erst nach dem Zusammenbruch der alten Reiche interessant.

Besiedlung in der Umbruchphase (850–978) Die Jahre nach 850 waren eine Zeit des Chaos. Wikinger plünderten die Küsten, Pest und Hunger trieben die Menschen aus ihren Heimatstädten. Viele flohen in abgelegene Regionen, darunter auch nach Insula. Die ersten Siedler kamen vermutlich aus den Trümmern Ackeros und Buthas. Sie errichteten kleine Fischerdörfer an den geschützten Buchten der Südküste, allen voran die spätere Stegstedter Bucht, wo die natürlichen Hafenverhältnisse am besten waren. Um das Jahr 890 gründete eine Gruppe Mönche aus dem ehemaligen Dekanat Zentravia im dichten Wald am Fuße des Insulaberges das Kloster Sancta Catherina. Die Mönche brachten wertvolle Handschriften aus den zerstörten Bibliotheken ihrer Heimat mit und machten das Kloster schnell zu einem Leuchtturm des Wissens in einer dunklen Zeit. Der berühmteste seiner frühen Insassen war Ambrosius von Insula (ca. 920–998), ein Mönch und Chronist, dessen Aufzeichnungen über die Wikingerkriege und die Wanderungsbewegungen der Bevölkerung zu den wichtigsten Quellen für diese Epoche wurden.

Unter storhischem Einfluss: Mit der Gründung des Königreichs Storha auf der Zentralinsel im Jahr 978 geriet Insula allmählich in dessen Einflussbereich. Zunächst blieb die Insel formell unabhängig, doch die storhischen Könige erkannten früh ihren strategischen Wert: Insula bot einen idealen Stützpunkt für die Sicherung der westlichen Seewege und den Handel mit den Gebieten jenseits des Mare Internum. Königin Anwelia I. (1054–1074) schloss einen ersten Freundschaftsvertrag mit den Ältesten der Insel, der den storhischen Kaufleuten Handelsprivilegien einräumte. Das Kloster Sancta Catherina profitierte ebenfalls von der Verbindung – es erhielt Landschenkungen und wurde zu einem wichtigen geistlichen Zentrum im Westen des Königreiches. Dennoch gab es Widerstand gegen die wachsende storhische Vorherrschaft. Um 1100 versuchte ein lokaler Häuptling namens Radulf Stegsted, die Insel für unabhängig zu erklären, scheiterte jedoch am Eingreifen storhischer Truppen. König Zinzad (1104–1160), der das Königreich Storha zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte führte, sah in Insula eine Schlüsselposition für seine Expansionspläne. Nach einer kurzen militärischen Aktion im Jahr 1158 wurde die Insel endgültig als Provinz in das Königreich Storha eingegliedert. Zinzad ernannte einen königlichen Statthalter, der seinen Sitz zunächst in einem befestigten Lager an der Stegstedter Bucht nahm.

Die Hafenstadt Insula und die Zeit des vereinigten Königreichs: Unter storhischer Verwaltung erlebte die Insel einen wirtschaftlichen Aufschwung. Bereits 1162 begann der Ausbau der Siedlung an der Stegstedter Bucht zur planmäßigen Hafenstadt, die schlicht „Insula“ – die Stadt der Insel – genannt wurde. Die Stadt wuchs rasch: Handwerker, Händler und Seeleute ließen sich nieder, eine Stadtmauer entstand, und der Marktplatz wurde zum pulsierenden Zentrum. Das Kloster Sancta Catherina blieb kulturelles Herz der Insel, doch die politische Macht verlagerte sich nun an die Küste. Als 1452 das Königreich Storha und das Despotat Storcha durch Erbschaft zum vereinigten Königreich Storcha zusammenwuchsen, blieb Insula eine von nunmehr 37 Provinzen. Die Stadt Insula wurde Sitz eines Provinzgouverneurs. Besonders unter König Laurentius (1756–1801) profitierte die Insel von Infrastrukturmaßnahmen: Der Hafen wurde ausgebaut, eine regelmäßige Schiffsverbindung zur Zentralinsel eingerichtet, und die ersten befestigten Straßen durchzogen das Inselinnere.

Die Industrialisierung des 19. Jahrhunderts erreichte Insula vergleichsweise spät, aber dann umso nachhaltiger. Unter König Adelbert I. (1801–1825) wurde die Insel als Umschlagplatz für Rohstoffe aus den westlichen Gebieten interessant. Der eigentliche Meilenstein war jedoch der Bau der Nord-Südbahn „Insula-Express“ im Jahr 1872. Diese Eisenbahnlinie verband Butha über die Insel Gabelow und über zwei Brücken mit Insula und führte von dort weiter quer über die Insel und über weitere Brücken nach Süden zur Insel Ren. Der Bahnbau brachte Arbeiter, Ingenieure und Unternehmer auf die Insel. Die Stadt Insula wuchs über ihre mittelalterlichen Grenzen hinaus, und an der Bahnstation entstanden neue Wohnviertel und Fabriken.

Unabhängigkeit seit 1927: Die politischen Umwälzungen auf dem Festland – der Bürgerkrieg (1876–1891), die Schwächung der Zentralregierung und schließlich der Sieg des Föderalismus unter Miguel Hernandez – ließen auch Insula nicht unberührt. Während der gesamten Zeit der Republik Landauri (1854–1927) war die Insel eine von vielen Provinzen, doch die Unzufriedenheit mit der Regierung in Storcha wuchs. Viele Insulaner empfanden die Steuerlast als zu hoch und die Bevormundung durch die Zentralregierung als ungerecht. Als Präsidentin Lucia Martelli 1927 nach dem faktischen Zerfall der Republik zurücktrat und die 38 Provinzen ihre Unabhängigkeit erklärten, zögerte Insula nicht. Noch im selben Jahr konstituierte sich die Insel als eigenständiges Land mit eigener Verfassung. Die Hauptstadt blieb die Hafenstadt Insula, während das Kloster Sancta Catherina als nationale Kulturerbestätte anerkannt wurde. Seit 1927 ist Insula ein souveräner Staat. Die Insel pflegt enge Handelsbeziehungen mit ihren Nachbarn, insbesondere mit Storcha und Butha, und hat sich zu einem beliebten Reiseziel entwickelt – Besucher locken der Insulaberg mit seinen Wanderwegen, das gut erhaltene Kloster und die reizvolle Altstadt der Hafenstadt. Die Bahnlinie von 1872 wird noch heute betrieben, wenn auch modernisiert, und verbindet die Insel mit dem Festland. Insula ist ein Beispiel dafür, wie aus einer Siedlung von Flüchtlingen in einer dunklen Zeit ein blühendes und selbstbewusstes Land werden konnte.

Hauptstadt Insula

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