Dr. Beatrice Gallo

Dr. Beatrice Gallo (*1983), Informatikerin

Dr. Beatrice Gallo (geboren 1983 in Agron, Kreis Teichstedt, Buthanien) ist Informatikerin, Unternehmerin und Mitgründerin der Virtual Design Studios KG in Grenzburg. Sie zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der technologischen Moderne Buthaniens und hat mit ihrer Arbeit die Grenzen zwischen Technik, Kunst und Bildung auf neue Weise geöffnet.

Sie wuchs als ältestes von drei Kindern in einer Familie auf, die technische Neugier mit pädagogischer Sensibilität verband. Ihr Vater, Lorenzo Gallo, war Ingenieur bei der damaligen Maschinenfabrik Grenzmetall AG, ihre Mutter Marina Gallo (geb. Kersmann) unterrichtete Mathematik und Physik an der Mittelschule Agron. Beatrice besuchte das Gymnasium in Grenzburg, wo sie durch den Informatiklehrer Ralf Schötz erstmals mit Programmierung in Berührung kam. Während andere Schüler mit Computerspielen experimentierten, begann sie, einfache Lernsimulationen zu entwickeln – eine Mischung aus technischem Spieltrieb und didaktischer Neugier, die ihr späteres Wirken vorwegnahm.

Nach dem Abitur zog sie nach Western, um an der Technischen Universität von Western (TUW) Informatik zu studieren. Sie spezialisierte sich früh auf visuelle Simulationen und Mensch-Maschine-Interaktion. Ihre Kommilitonen erinnerten sich später daran, dass sie in Gruppenarbeiten stets diejenige war, die Ordnung in kreative Ideen brachte – analytisch, aber mit Sinn für Gestaltung. Ihre Promotion über „immersive Lernräume als didaktische Schnittstellen“ wurde 2009 mit Auszeichnung abgeschlossen.

Gemeinsam mit ihrem Kommilitonen und späteren Geschäftspartner Prof. Dr. Ethan Wang gründete sie 2010 die Virtual Design Studios KG in Grenzburg. Das Unternehmen hatte zunächst ein kleines Büro über einer ehemaligen Weberei im Osten der Stadt. In einem Interview erinnerte sie sich einmal: „Wir hatten drei Rechner, eine Kaffeemaschine und den Traum, Realität neu zu denken.“ Von diesen Anfängen aus entwickelte sich die Firma zu einem führenden Anbieter von Virtual-Reality-Lösungen. Unter Gallos Leitung entstanden Projekte, die den Bildungssektor, die Medizin und die Industrie verbanden. Besonders bekannt wurde das VR-Trainingssystem für Chirurg*innen, das gemeinsam mit dem Grenzburg Krankenhaus entwickelt wurde und heute international genutzt wird.

Dr. Gallo gilt als strukturierte Denkerin mit einer großen Sensibilität für Ästhetik. Ihr Büro in der Technologieallee 12 ist schlicht gestaltet: eine große Holztafel mit Skizzen, ein 3D-Modell eines Gebirgsreliefs des Sturmgebirges und ein stets gepflegtes Bonsai-Bäumchen auf dem Fensterbrett. Kolleginnen und Kollegen beschreiben sie als ruhig, aber bestimmt, mit einem trockenen Humor, der in Meetings plötzlich aufblitzt.

Abseits der Arbeit lebt sie mit ihrer Partnerin Mira Kalt, einer Architektin, in einem umgebauten Ziegelhaus am westlichen Stadtrand von Grenzburg, nahe des Grenzbaches. Dort hat sie sich ein kleines Atelier eingerichtet, in dem sie an interaktiven Kunstinstallationen arbeitet – meist mit Licht, Klang und Projektionen. Nach eigenen Worten ist das ihr Ausgleich zur strukturierten Logik der Softwareentwicklung.

In ihrer Freizeit zieht es sie regelmäßig ins Sturmgebirge, wo sie wandert, fotografiert und, wie sie sagt, „die Stille neu programmiert“. Freunde berichten, dass sie beim Wandern selten über Arbeit spricht, sondern über Musik – sie spielt seit Jahren Cello und tritt gelegentlich bei Kammerkonzerten in der Stadtkirche St. Martinus auf.

Ihr gesellschaftliches Engagement ist eng mit Grenzburg verbunden. Sie organisiert Workshops für Schülerinnen, fördert lokale Start-ups durch Mentoring und unterstützt das jährliche Technologie-Festival der Stadt. Seit 2021 arbeitet sie zudem mit dem Grenzburg Museum für Regionalgeschichte zusammen, wo sie an der virtuellen Rekonstruktion der Tommburg aus dem 13. Jahrhundert beteiligt war.

Beatrice Gallo wird oft als „ruhige Architektin des Digitalen“ bezeichnet – eine, die nicht laut auftritt, sondern präzise handelt. Ihre Vision von Technologie ist zutiefst menschlich: „Virtuelle Räume“, sagte sie einmal in einem Vortrag, „sind keine Fluchtorte. Sie sind Spiegel dessen, was wir lernen, fühlen und verändern wollen.“

Heute gilt sie in Grenzburg nicht nur als Wegbereiterin der modernen VR-Forschung, sondern auch als eine kulturelle Gestalt, die das Denken einer ganzen Generation von jungen Entwicklerinnen geprägt hat – eine, die Technik als Ausdruck von Verantwortung versteht, nicht von Macht.