Seestadt (66.587 Einwohner, 103 m NN) ist die Hauptstadt des Seelandes und liegt zwischen Großem und Kleinem Teich am Teichfluss; über die A4 sowie die B36 und B53 ist sie an das Umland angebunden. Verwaltung und Alltag konzentrieren sich in der Mitte rund um Rathaus, Parlament und den Universitätscampus, während der Hafen zugleich Industriezone, Fischmarkt und Kulturadresse ist. Im Norden entstanden Werkstätten und ein jüngeres Gewerbegebiet („Nordpark“) mit Medien- und Softwarefirmen; im Osten liegen Botanischer Garten, Naturtheater und Gemeinschaftsgärten, am Strand ziehen Promenade, Villen und Badeanstalt den Verkehr zu Fuß und per Rad an. Die Region war im 8./9. Jahrhundert vor allem von Seen, Mooren und Wald geprägt; archäologische Funde am heutigen Marktplatz deuten auf einen frühen Anlegeplatz und Handel hin. Nach Plünderung und Aufgabe Kohlas (891/914) schrumpften die Siedlungen, bis Seestadt nach der Niederlage der Bergwikinger 1432 als neue Provinzhauptstadt aufgebaut wurde; Kirche St. Vinzenz (1489) und Rathaus (1507) markieren diese Phase. 1648 folgte ein Stadtbrand und die Legende einer versenkten Glocke. Seit der Bahnankunft 1839 prägten Hafen- und Maschinenbau (Schröder & Sohn, heute Schröder Marine Systems) sowie Fischverarbeitung die Wirtschaft; die Universität (gegründet 1963, ca. 12.000 Studierende) setzt Schwerpunkte in maritimer Ökonomie und Teich- und Seenforschung. Kulturell bestimmen das Große Seestädter Theater (1874), „Teichklänge“ im Juni, das Seeländische Teichfest im August und der Wintermarkt am Vinzenzplatz mit Teichstollen und „Seeländer Glühfisch“ den Kalender.

Expresszüge aller zwei Stunden: Zentrobahn 0:29 – 22:29 nach Bierona; 1:24 – 23:24 nach KohlaZentralmassivbahn 7:25 und 15:25 nach Bosheim; Seelandbahn 6:45, 10:45, 14:45, 18:45 nach Western
Eilzüge Zentrobahn 7:32, 10:35, 13:32, 19:32 nach Bierona; 8:37, 11:42, 14:37, 17:37, 20:37 nach KohlaSeeLB86 8:45, 12:45, 16:45, 20:45 nach Western
RegionalbahnenZentrobahn stündlich 7:34 – 19:34 nach Bierona, 20:34 nach Ruppin, 21:34 nach Arnsheim; 7:25, 8:15, 9:22, stündlich 10:15 – 20:15 nach Kohla, 21:15 nach Teichfurt; ZMB22 stündlich 6:37 – 21:37 nach WeishausSeeLB86 6:00 – 21:00 nach WesternSeeLB87 stündlich 6:20 – 21:20 nach GrenzburgSeeLB88 stündlich 6:40 – 20:40 nach Teichstedt, 21:40 nach UnterstrandBZF108 stündlich 6:04 – 21:04 nach Kleebaum

In Frunse (19,1km) läuft vieles über kurze Wege und klare Orte. Wer oben am Platz „Am Rücken“ aus dem Bus steigt, hat Dorfladen, Anschlagkasten und den Weg zur Kirche fast vor sich. St. Verena steht in der Kirchgasse, aus Feldstein gebaut; innen sind die Sparren sichtbar, und manche Balken tragen alte Markierungen der Zimmerleute. Ein paar Straßen weiter beginnt die Werkstraße, an der das Möbelhandwerk den Ort bekannt macht: Im „Frunser Möbelwerk Reimann“ wird zugeschnitten, gepresst und lackiert, bevor Küchenblöcke und Schrankwände in den Kreis ausgeliefert werden. Der Tagesablauf ist daran gut ablesbar – morgens Transporter, mittags ruhiger, nachmittags Kunden mit Maßskizzen. Für Kultur hat Frunse die „Rückenbühne“ (Am Rücken 7) im ehemaligen Spritzenhaus; dort werden Stücke über Dorfleben, Möbelbau und Handel geprobt. Danach geht es häufig in den „Rückenkrug“ (Hangstraße 11), wo man am Tresen Neuigkeiten austauscht und Fahrten nach Teichdorf oder Richtung Neuhaus verabredet.

In Althaus (29,7km) Althaus sind Wege kurz und folgen dem Altbach. Die Stadt zieht sich am Fluss entlang; man passiert auf wenigen hundert Metern Bäcker, Eisenwarenladen, Werkstatt und eine Bushaltestelle, an der Leute mit Helmen und Werkzeugkisten stehen. Am Rathausplatz 1 ist der Treffpunkt: Marktstände, kleine Erledigungen, kurze Gespräche, bevor jeder wieder ins Tal oder hinauf in die Forstreviere fährt. Am Rand der Bebauung beginnt der Triftweg, und dort steht die Holzverwertung mit ihren gestapelten Bohlenreihen und dem gleichmäßigen Staplerverkehr. Wer Geschichte sucht, geht ans Wehr: Im Triftarchiv werden alte Trifttechnik, Rechen und Wehranlagen über Modelle und Karten greifbar. Die Stadtkirche St. Odilia sitzt nahe am Zentrum, ihr Turm breit und schwer; nach dem Gottesdienst bleiben Gruppen kurz auf dem Platz. Abends füllen sich Gasthof Altbach und das Arbeiterhotel „Sägeplatz“: Gulasch, Eintopf, Bier – und die Frage, ob es morgen über die B51 nach Dermbach geht oder runter Richtung Teichdorf zum Materialholen.

Eilzüge der Zentralmassivbahn 7:13, 11:13, 15:13, 19:13 nach Nudeltopf, 7:36, 11:36, 15:36 nach Bosheim, 19:36 nach Polausi; Regionalbahnen: ZMB18A stündlich 6:39-20:39 nach Nudeltopf, 21:39 nach Münchhausen, 6:11-19:11 nach Blue River, 20:11 nach Novatal, 21:11 nach Kornutal; ZMB20 aller zwei Stunden 6:52-20:52 nach Kohla

(21A) Nudeltopf 106,4

Fahrplan

Expresszüge

Die Zentralmassivbahn bietet viermal täglich einen Expresszug von Seestadt nach Nudeltopf an.

Seestadt Hbf07:3011:3015:3019:30
Nudeltopf Hbf08:2012:2016:2020:20
Nudeltopf Hbf07:0111:0115:0119:01
Seestadt Hbf07:5111:5115:5119:51

Regionalbahnen

Seestadt Hbf06:3707:3708:3709:3710:3711:3712:3713:3714:3715:3716:3717:3718:3719:3720:3721:37
Frunse 06:5407:5408:5409:5410:5411:5412:5413:5414:5415:5416:5417:5418:5419:5420:5421:54
Althaus (Seeland)07:0508:0509:0510:0511:0512:0513:0514:0515:0516:0517:0518:0519:0520:0521:0522:05

Althaus (Seeland)06:4507:4508:4509:4510:4511:4512:4513:4514:4515:4516:4517:4518:4519:4520:4521:45
Frunse 06:5607:5608:5609:5610:5611:5612:5613:5614:5615:5616:5617:5618:5619:5620:5621:56
Seestadt Hbf07:1308:1309:1310:1311:1312:1313:1314:1315:1316:1317:1318:1319:1320:1321:1322:13