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Der Landkreis Südeck liegt im Süden und Südwesten Zentravias in der breiten Zento-Ebene. Im Westen liegt das Land Buthanien, im Nordwesten der Grenzsee und das Seeland, im Süden liegt das Bierland. Viele Bewohner fahren morgens nach Zentro, erledigen dort Amtsgänge und Großeinkäufe, und halten im Kreis die alltäglichen Netze aus Nachbarschaft, Vereinen, Werkstätten und kleinen Handelsrouten am Laufen; im Wochenrhythmus sieht man die Wagen der Markthändler zwischen Südeck, Abflußstedt und Zentro pendeln, begleitet von Bauhof-Lastern, Maschinenring-Transportern und den Lieferfahrten zu Lagerhallen an den Ausfallstraßen.


Südeck, die Kreisstadt (2.558 Einwohner, 65 m NN), liegt im Südwesten am Dreiländereck zu Buthanien und Bierland. Die Stadt wirkt weniger wie ein Ausflugsziel, mehr wie ein Ort, an dem Zuständigkeiten und Materialflüsse zusammenlaufen. Im Zentrum ordnen Landratsamt, Kreisarchiv und das Waaghaus am Marktplatz den Tagesrhythmus: morgens Schalterbetrieb, mittags Aktenwagen und Kartons, nachmittags Händler, die vor der Weiterfahrt Prüfungen erledigen. Die Stadtkirche ist Orientierungspunkt und Gedächtnis der Ebene; an den Wänden hängen Hochwasserstände und Reparaturdaten, die hier als praktische Information gelesen werden. Hinter der Kirche liegt die umgebaute Kreisscheune mit Werkzeugen der Entwässerung, Karten der Gräben und Kursbetrieb der Volkshochschule. Am Rand sitzen Bauhof, Maschinenring und Ersatzteilladen: Pumpen, Mulcher, Dichtungen, Keilriemen – Dinge, die in der Saison nicht fehlen dürfen. Bahnhof, Postagentur, Gasthof und Imbiss runden eine Stadt ab, die über Funktion statt Kulisse erzählt.


Im Südsaum des Kreises folgt die Besiedlung dem Zento-Fluss, der südlich von Zentro in breiten Schleifen durch die Ebene zieht; die Straßenführung ist hier von der B62 und den Dammwegen entlang der Auen bestimmt, dazu kommen Feldwege zu Pumpwerken und Grabenwehren.

Fährstedt (784 Einwohner, 38 m NN) liegt direkt am Ufer, mit einem Fähranleger, der heute nur noch für Arbeitsfahrten und den Sommerausflug der Schulklassen genutzt wird; die alte Fährstube ist als Gasthaus „Zum Zentohemd“ (Uferweg 6) wieder in Betrieb, geführt von Anke Drost, die mittags Eintopf und abends Fisch aus dem Fluss serviert, wenn die Fänge es zulassen. Mittelpunkt ist die Dorfkirche St. Aurelian (Kirchsteig 1), ein schlichter Saalbau, dessen Turmuhr wegen der Feuchte regelmäßig nachgestellt werden muss; der Küster führt im Vorraum ein Heft, in dem Hochwasserlinien und Reparaturtage eingetragen sind. Westlich des Dorfes beginnt der Lange Han, ein langgezogenes Waldstück, in dessen Randzone die Forststelle „Han-Revier“ (Hanweg 3) sitzt; dort werden Brennholzlose vergeben und im Frühjahr die Grabenränder gemulcht. Am Ortsausgang Richtung Ruppin im Bierland steht die Feinmechanik „Müller & Söhne“ (B62, Abzweig Werftweg), die Pumpenwellen und Dichtflansche für die Wasserwirtschaft fertigt; die Werkhalle wirkt klein, aber die Lieferlisten gehen bis Zentro in die Werkhöfe am Wasser. In der Aue unterhalb der Brücke gibt es einen niedrigen Beobachtungsstand, an dem Angler und Wasserbauer ihre Pausen teilen, meist mit Thermoskanne und einem Blick auf den Pegelstock.


Westlich und südwestlich, entlang der B42 und der Autobahnzubringer zur A1, liegen die Dörfer, die besonders stark vom Pendeln und von schnellen Lieferketten leben.

Zell (387 Einwohner, 99 m NN) ist klein, aber verkehrsnah: Neben dem Ortsschild steht eine Reihe von Hallen, die zur „Zeller Umladung“ gehören (Gewerbering 1–9), wo Baustoffe, Palettenware und landwirtschaftliche Ersatzteile für die Tageszustellung in Richtung Zentro sortiert werden. Die Dorfkirche St. Kolman (Lindenstraße 2) dient unter der Woche häufig als Probenraum für den Posaunenchor, weil die Feuerwehrhalle an der B42 meist belegt ist; im Kirchhof liegt ein schlichtes Kriegerdenkmal, an dem am Volkstrauertag auch Vertreter aus Südeck erscheinen.

Seena (1.068 Einwohner, 58 m NN) wirkt wie ein Knoten zwischen Autobahnabfahrt und Landesstraße Z-3: Am Kreisverkehr steht der „Seenaer Hofladen Fröbel“ (Z-3, Nr. 17) mit Milchtankstelle und einem Regal für Schrauben, Riemen und Handschuhe – ein Angebot, das sich aus der Kundschaft der umliegenden Werkstätten ergeben hat. Dazu kommt die „Seenaer Mühle am Täkefoss“ (Mühlenweg 5), die Futtermehle herstellt und auf Bestellung Säcke nach Zentro liefert; der Bachlauf ist klein, aber die Mühlenräder werden als Anschauungsobjekt für Schulklassen instand gehalten.

Kontros (987 Einwohner, 51 m NN) liegt in der Zento-Ebene an der B61, neun Kilometer östlich der Kreisstadt. Am Kirchplatz steht St. Lucius mit niedriger Vorhalle und Büchertauschregal; daneben nutzt die Gemeinde ein flaches Haus für Chorproben, Treffen und praktische Jugendabende. Pfarrer Jorren Bauske hält kurze Gottesdienste, danach werden Anliegen vor dem Portal geklärt. Im alten Erbgericht am Handamm 1 führt Ina Hegler das Kontroser Kartenstübchen: Gastraum mit wenigen Tischen, Radkarten, Ersatzschläuche, Flickzeug und Kettenöl; wer Probleme am Rad hat, bekommt Material und einen Hinweis zur Werkstraße. Dort betreibt Mehmet Sarli „Riemen & Zinken“ (Werkstraße 6) mit Reparaturen an Fahrrädern, Mähwerken und Hofgerät, oft zur Abholung am selben Tag. Mittwochs vormittags ist Markttag am Platz nahe der Z-3: Käse, Gemüse, Werkzeug. Ein Dorfladen mit Paketregal und ein Geldautomat decken Grundbedarf, zwei Höfe bieten Gästezimmer und frühes Frühstück.


Der Nordwesten des Landkreises wird vom Grenzsee geprägt, und hier verschiebt sich der Alltag vom reinen Durchgang hin zu Uferbetrieb, Kuraufenthalten und einem Handel, der sich am Wasser orientiert.

Abflußstedt (4.325 Einwohner, 98 m NN) liegt am Abfluss des Grenzsees, dort, wo der Grenzfluss den See verlässt und Richtung Zentro zieht; die Stadt hat eine klare Uferkante mit Kaimauer und Slipstelle, an der sowohl Fischerboote als auch Arbeitskähne der Wasserbauer liegen. Am „Abflussplatz“ steht die Stadtkirche St. Reginaldus (Kirchring 7), deren Turm als Sichtmarke für die Einfahrt dient; im Nebenbau betreibt der Verein „Grenzsee-Archiv“ eine kleine Ausstellung über Pegel, Eiswinter und die Geschichte der Schleusenkammern. Direkt an der B6 liegt die Firma „Abflußstedt Gerätebau“ (B6, Lagerhof 3), ein Betrieb für landwirtschaftliche Hydraulik, der Dichtungen und Zylinder instand setzt und morgens oft Warteschlangen von Traktoren vor der Halle hat. Für Besucher wichtig ist der Strandbetrieb „Kaimatte“ am Westufer: ein abgeteilter Badebereich mit Umkleiden, Rettungsschuppen und einem Kiosk, der in der Saison von der Familie Sornitz geführt wird; daneben liegt das Hotel „Zum Abfluss“ (Uferstraße 18) mit einfachen Zimmern für Angler, Monteure und Radfahrer.

Neimlis (999 Einwohner, 98 m NN) liegt westlich von Abflußstedt am Südufer des Grenzsees und lebt sichtbar vom Wochenendverkehr: Am Seeweg 4 steht das Hotel „Grenzseehaus“, das Bootsliegeplätze mitvermietet und im Hinterhof eine kleine Werkstatt für Außenborder unterhält; am Strandabschnitt „Neimliser Wiese“ betreibt der Sportverein eine Sliprampe und verleiht Ruderboote nach Stundenliste, die im Schaukasten am Feuerwehrhaus ausgehängt ist. In der Dorfkirche St. Corvinius (Dorfplatz 1) hängen Votivtafeln von Geretteten nach Starkwindlagen, und im Sommer wird der Kirchenraum für Lesungen genutzt, organisiert vom Kulturkreis Abflußstedt.

Saarow (578 Einwohner, 98 m NN) liegt am nordöstlichen Ufer und wirkt ruhiger, weil der Ort stärker auf Kuren und längere Aufenthalte setzt: Das „Sanatorium Grenzseehöhe“ (Uferhang 9) nimmt Erholungsgäste auf, mit Anwendungen, die sich an Klima, Wasser und Bewegung orientieren; im Erdgeschoss gibt es einen Lesesaal, in dem Tageszeitungen aus Zentro ausliegen, weil viele Gäste ihren Amts- oder Unialltag nicht völlig abreißen lassen. Die kleine Seepromenade endet am Bootshaus „Saarower Ruderhalle“, wo morgens Reha-Gruppen mit Physiotherapeuten trainieren. Wer die Grenzsee-Orte besucht, merkt schnell, dass Tourismus hier in Arbeitsabläufen steckt: Strandreinigung vor sieben, Brötchenlieferung aus Abflußstedt, Reparaturen an Stegen und ständig der Blick auf Wetter, Wind und Pegel.


Am Grenzfluss, der von Abflußstedt nach Südosten in Richtung Hauptstadt zieht, liegt Grenzbachbrücke (781 Einwohner, 74 m NN). Der Ort sitzt an einer markanten Querung, an der die B6 und die Z-5 den Fluss schneiden; die Brücke selbst ist nicht nur Bauwerk, sondern Treffpunkt: Unter dem Nordwiderlager steht eine überdachte Bank, die der Angelverein als Schwarzes Brett nutzt, während die Speditionen ihre Fahrpläne an der Tankstelle gegenüber aktualisieren. Die Kirche St. Lucidian (Brückenstraße 11) ist klein, aber im Turm hängt eine Glocke, deren Läuten früher bei Eisgang als Warnsignal diente; heute wird sie bei Übungen der Wasserwacht noch gelegentlich eingesetzt. Am Ostrand des Dorfes liegt „Grenzbach Lager & Kühl“ (Industriestraße 2), ein Komplex aus Hallen, in dem Frischware aus dem Seeland zwischengelagert wird, bevor sie nach Zentro geht; daneben sitzt die Feinmechanik „Ruhmke Präzision“ (Werkhof 5), die Messuhren und Schablonen für Metallbetriebe in Kontro und Südeck fertigt. Viele Reisende sehen Grenzbachbrücke nur durch die Autoscheibe, aber wer abends bleibt, landet oft in der Gaststube „Brückenwirt“ (Z-5, Hausnummer 1), wo Pendler, Fahrer und Handwerker den Tag in Routen und Baustellenabschnitten nacherzählen.


Ganz im Norden ragt der Zento-Rücken in die Ebene hinein.

Vierstern (587 Einwohner, 250 m NN) und Fünfstern (842 Einwohner, 250 m NN) liegen höher als die übrigen Orte des Kreises und sind dadurch Wetter- und Aussichtspunkte, ohne dass sie sich als Bergorte verstehen. Vierstern liegt nahe der A5-Abfahrt und ist für viele der erste Halt nach der Autobahn: Am „Sternplatz“ kreuzen Z-1 und Z-8, daneben stehen ein kleiner Marktbrunnen, das Rathaus und die Kirche St. Ansgar (Sternplatz 2), deren Turm als Landmarke für die Ebene dient. An der Ausfahrt Richtung Zentro sitzt der Betrieb „Vierstern Schalungsbau“ (A5-Zubringer 6), der Gerüste und Schalungen in den Kreis liefert; im Hof stapeln sich standardisierte Teile, die morgens früh nach Zentro gehen und abends zurückkommen.

Fünfstern liegt ein Stück weiter westlich an der Z-5 und Z-8; die Hauptstraße ist eine Reihe aus Wohnhäusern, Handwerksbetrieben und dem Kulturhaus „Fünfer Saal“ (Hauptstraße 14), in dem regelmäßig Filmabende, Reparaturcafés und die Versammlungen der Feldgenossenschaften stattfinden. Die Kirche St. Severinus (Kirchstieg 3) besitzt einen Dachreiter und eine Innenausstattung, die von Tischlern aus dem Seeland geliefert wurde; im Vorraum hängt eine Karte mit den Windrichtungen über dem Grenzsee, weil viele Bewohner dort Verwandtschaft oder Arbeit haben.

Orte & Gemeinden

Städte

Dörfer

  • Fährstedt (Zentravia)
  • Fünfstern (Zentravia)
  • Grenzbachbrücke
  • Kontros
  • Neimlis
  • Saarow
  • Seena
  • Vierstern
  • Zell
  • Kontros (Kreis Südeck – Zentravia)

    Kontros (Kreis Südeck – Zentravia)

    Kontros (987 Einwohner, 51 m NN) liegt in der Zento-Ebene an der B61. Zentrum ist der Kirchplatz mit St. Lucius und dem Gemeindehaus; in der Vorhalle steht ein Büchertauschregal, Gottesdienste und Gruppen richten sich nach Pendelzeiten. Im alten Erbgericht betreibt Ina Hegler das Kontroser Kartenstübchen mit warmem Essen, Radkarten und Ersatzteilen. In der Werkstraße repariert Mehmet Sarli bei „Riemen & Zinken“ Fahrräder und Hofgeräte.… Weiter …

  • Kreis Südeck (Zentravia)

    Kreis Südeck (Zentravia)

    Der Landkreis Südeck liegt im Süden/Südwesten Zentravias in der Zento-Ebene, zwischen Buthanien, Bierland und dem Grenzsee. Die Nähe zu Zentro prägt den Alltag: viele pendeln, Amtswege und Großeinkäufe laufen über die Hauptstadt, während im Kreis Handwerk, Vereine und Nachbarschaft tragen. Verkehrsachsen wie A1/A5 sowie B6, B42, B61 und B62 machen den Kreis zum Durchgangs- und Liefergebiet mit Bauhöfen, Lagerhöfen, Maschinenring und Reparaturbetrieben. Am Grenzsee… Weiter …

  • Stadtkirche St. Severus (Südeck)

    Stadtkirche St. Severus (Südeck)

    Die Stadtkirche St. Severus am Kirchplatz 3 ist ein Backsteinbau, der im Alltag Südecks ständig mitläuft: als Orientierungspunkt zwischen Marktplatz, Pfarrhaus und Verwaltungswegen. Der Turmhelm sitzt auf einem gedrungenen Westbau, das Portal ist vom täglichen Gebrauch glatt geworden. Innen ist der Raum klar, mit hohen Fenstern, dunklen Bänken und einem schlichten Chor; das Geläut strukturiert Sonntage, Feste und Trauerfeiern. Die Gemeinde arbeitet verlässlich mit… Weiter …

  • Südeck (Kreisstadt – Zentravia)

    Südeck (Kreisstadt – Zentravia)

    Südeck ist eine kleine Kreisstadt am südwestlichen Rand der Zento-Ebene, geprägt von Grenznähe, Pendelwegen und praktischer Infrastruktur. Der Ort funktioniert über Wege und Abläufe: Landratsamt, Kreisarchiv und Waaghaus strukturieren den Alltag zwischen Akten, Markt und Lieferfahrten Richtung Hauptstadt. Die Stadtkirche St. Severus, die umgebaute Kreisscheune mit Entwässerungsgerät und VHS-Kursen sowie Bauhof, Maschinenring und Ersatzteilladen zeigen, worauf Südeck ausgelegt ist: verwalten, lagern, reparieren, schnell reagieren.… Weiter …