Archäologische Fundstätte
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Wüstung Nardorf
Nardorf, eine mittelalterliche Wüstung östlich von Arnsheim im Seelandwald, wurde im 14. Jahrhundert von Holzfällern gegründet und nach einem Pestausbruch verlassen. Von den Gebäuden blieben nur Grundmauern und der „Totenbrunnen“, dessen kaltes Wasser bis heute Geschichten und Aberglauben nährt. Der Ort gilt als still und unheimlich zugleich, von Nebel und Legenden umgeben. Archäologische Funde bestätigen…
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Thingplatz von Zajin
Der Thingplatz von Zajin, eine leicht erhöhte Wiese mit einem Kranz aus zwölf Findlingen und einer alten Linde, war über Jahrhunderte Versammlungs- und Gerichtsplatz des südlichen Seelandes. Hier regelten die Dörfer Zajin, Ulmdorf, Schittingen und Papierstedt ihre Wasser- und Flurstreitigkeiten. Heute dient der Platz kulturellen Zwecken: Beim jährlichen Thingfest entzündet Rosengarten eine Fackel vom Kamm…
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Kamm von Ragelblitz
Der Kamm von Ragelblitz ist eine halbmondförmige Wallanlage über dem Tal des Ragelblitzbaches im Seelandwald. Archäologische Funde belegen, dass hier im 9. Jahrhundert eine Wikingerwarte stand, von der Feuerzeichen zum Teichufer gegeben wurden. Heute führt ein Pfad über den Grat mit einer alten Eichenholztafel, die an die Geschichte erinnert. Von oben reicht der Blick bis…
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Das Teichkastell von Unterstrand
Das Teichkastell von Unterstrand liegt am Schanzgraben und gilt als ältester Wehrbau des Seelandes. Errichtet im 9. Jahrhundert als hölzerne Wachstation, schützte es die Teichufer während der Wikingerzüge. Archäologische Funde wie Pfeilspitzen, Keramik und verkohlte Pfähle belegen seine Zerstörung um 900. Wiederentdeckt 1924, wurde es seit den 1960er Jahren freigelegt und durch eine Glasschiene gesichert.…
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Dreischwerterstein und Thingwiese in Tsitsa
Die Thingwiese am Rand von Tsitsa ist ein grasiger Hügel mit dem Dreischwerterstein, einem Granitfindling mit drei eingekerbten Klingen. Der Überlieferung nach tagten hier im 10. Jahrhundert die Siedler, um Streitigkeiten zu schlichten und Recht zu sprechen. Archäologische Funde wie Schlacken und Bootsnieten belegen frühe Handwerkeransiedlungen. Heute ist die Wiese sowohl Erinnerungsort als auch lebendiger…
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Kesselgrab von Langhaus
Das Kesselgrab von Langhaus liegt am Rand des Odwalds, etwa fünf Kilometer nordwestlich des Dorfes. In dem bronzezeitlichen Grabhügel wurde 1892 ein massiv gegossener Sudkessel entdeckt – verziert mit Tiergriffen und Rillenmustern, vermutlich kultischen Ursprungs. Heute ist der Kessel im Heimatmuseum Ruppin ausgestellt; der originale Fundort ist über einen Waldpfad erreichbar und mit einer Holzplattform…
