Reise in ein weitgehend unbekanntes Land. Fiktiv? Ja!


  • Maria-Magdalena-Kirche (Zajin)

    Maria-Magdalena-Kirche (Zajin)

    Die Maria-Magdalena-Kirche in Zajin, 1568 erbaut, steht am Ufer des Zajinbachs und prägt das geistliche Leben des Ortes. Ihr Innenraum zeigt Deckenmalereien mit Netzen und Fischen, Erinnerungen an die Fischerzünfte, deren nummerierte Sitzbänke bis heute erhalten sind. Unter der Empore hängen Tafeln mit den Namen verunglückter Fischer. Die Kirche ist Teil der regionalen „Teichkonzerte“, bei denen Musik durch offene Türen über das Wasser klingt. Mit ihren handwerklichen Details, dem Flusstaufstein und der Verbindung von Arbeit und Glauben verkörpert Maria Magdalena das seeländische Zusammenspiel von Wasser, Menschen und Zeit.


  • Zajin (Kreis Unterstrand – Seeland)

    Zajin (Kreis Unterstrand – Seeland)

    Zajin (Pop. 3.578) liegt im Tal des Zajinbachs im Südwesten Seelands. Der Ort spannt sich zwischen zwei Brücken und vereint Handwerk, Landwirtschaft und Tradition. Mittelpunkt ist der Markt mit der Maria-Magdalena-Kirche, deren Deckenmalerei Fischerarbeit darstellt. Hier finden die „Teichkonzerte“ statt, die Zajin mit Unterstrand und Rosengarten verbinden. Die Felder werden vom Agrarverbund Seeland-Ebene Unterstrand eG bewirtschaftet, Flachs geht an das Leinenwerk Faultierwald. Am Thingplatz erinnern Findlinge an alte Gerichtsstätten. Zajin verbindet Geschichte, Wasser und Arbeit – ein lebendiges Dorf zwischen Bach, Markt und Musik.


  • Papierstedt (Kreis Unterstrand – Seeland)

    Papierstedt (Kreis Unterstrand – Seeland)

    Papierstedt (Pop. 2.579) liegt am Seitenkanal zwischen Zajinbach und Kleinem Teich und entwickelte sich aus vier Mühlen zum Textil- und Industriestandort. Das Werk „Vier Mühlen – Tuch & Strick“ produziert Walkwaren und Seemannstextilien, während Wolle aus Schittingen verarbeitet wird. Ein Schmied aus Papierstedt fertigte 1748 das hölzerne Uhrwerk der Kirche St. Gertrud in Unterstrand, das bis 1960 lief. Bahnlinien, Werkstätten und der Seitenkanal prägen das Ortsbild. Papierstedt verbindet Wasser, Handwerk und industrielle Geschichte und bleibt ein Ort, in dem Tradition und Arbeit untrennbar miteinander verflochten sind.


  • Ulmdorf (Kreis Unterstrand – Seeland)

    Ulmdorf (Kreis Unterstrand – Seeland)

    Ulmdorf (Pop. 236) liegt in der westlichen Seeland-Ebene an der alten Heerstraße. Das Dorf ist bekannt für Torfabbau, Flachsanbau und sein nussiges Flachsbier. In der Werkstatt am Ulmweg 7 brennt Töpfer Jannik Raufeisen seine Krüge im holzgefeuerten Ofen. Viele Bewohner arbeiten im Leinenwerk „Faultierwald Faden & Band“, das Flachs aus Ulmdorf verarbeitet. Der Torf der umliegenden Moore wird noch heute in Unterstrands Kirche St. Gertrud am Teich verheizt. Ulmdorf verbindet Erde, Handwerk und Geschichte – ein stiller Ort, in dem Arbeit, Geruch und Gemeinschaft die Landschaft formen.


  • Leinenwerk „Faultierwald Faden & Band“

    Leinenwerk „Faultierwald Faden & Band“

    Das Leinenwerk „Faultierwald Faden & Band“, 1903 gegründet, ist das Herz des gleichnamigen Dorfs im Kreis Unterstrand. Es verarbeitet Flachs aus der Seeland-Ebene zu Garn, Schmalgewebe und dichter Leinwand, die in Landwirtschaft und Bootsbau Verwendung findet. Auf dem Gelände eines alten Ziegelbrennplatzes errichtet, lieferte der dortige Lehm einst die Ziegel für die Kirche St. Gertrud in Unterstrand. Mit seinen alten Webstühlen, Betriebswohnungen und Werksverkäufen ist das Werk ein Symbol für die Verbindung von Handwerk, Geschichte und Gemeinschaft. Bis heute prägt sein gleichmäßiger Rhythmus das Leben in Faultierwald.


  • Faultierwald (Kreis Unterstrand – Seeland)

    Faultierwald (Kreis Unterstrand – Seeland)

    Faultierwald (Pop. 782) liegt in der Seeland-Ebene westlich von Unterstrand. Das lange Straßendorf wird vom Leinenwerk „Faultierwald Faden & Band“ geprägt, wo Flachs aus der Region zu Garn und dichtem Gewebe verarbeitet wird. Das Werk entstand 1903 auf dem Gelände eines alten Ziegelbrennplatzes – jener, der 1524 die Ziegel für die Kirche St. Gertrud in Unterstrand lieferte. Entlang der Landstraßen SEE16 und SEE7 reihen sich Höfe, Werkstätten und Betriebswohnungen mit Anlehndächern, unter denen im Sommer Flachsbündel trocknen. Faultierwald verbindet Landwirtschaft, Textilhandwerk und Geschichte auf engem Raum – ein arbeitendes Dorf mit ruhigem Rhythmus und starker Identität.


  • Achthaus (Kreis Unterstrand – Seeland)

    Achthaus (Kreis Unterstrand – Seeland)

    Achthaus, ein Dorf mit 328 Einwohnern, liegt westlich des Kleinen Teichs im Tal der Weidenitz. Es besteht aus acht alten Vierseitenhöfen, die den Namen des Ortes begründeten. Mittelpunkt ist der Dorfanger mit dem handbetriebenen Tiefbrunnen. Auf dem Hof Alvermann wird Käse aus Schaf-Kuh-Mischmilch hergestellt, auf dem Hof Schulten kann man Flachsverarbeitung besichtigen. Das Dorf gehört zur Agrarverbund Seeland-Ebene eG. Eintrag im Schleusenbuch von 1854 erinnert an zwei Achthäuser Jungen, die an der Schleuse IV gerettet wurden. Heute ist Achthaus ein stiller, landwirtschaftlich geprägter Ort, reich an Tradition, Gemeinschaft und Handwerk.


  • Gasthaus „Zum Schanzpfahl“ in Unterstrand

    Gasthaus „Zum Schanzpfahl“ in Unterstrand

    Das Gasthaus „Zum Schanzpfahl“ liegt am Rand des alten Grabens von Unterstrand, dort, wo der Schanzgraben in den Entwässerungskanal übergeht. Es ist eines jener Häuser, die von außen unscheinbar wirken, aber im Inneren eine eigene, geschichtete Welt tragen. Der zweigeschossige Bau mit seinem Ziegeldach steht leicht zurückgesetzt an der Schleusenstraße 3, gegenüber dem kleinen Weg, der zur Schleuse IV führt. Ein niedriger Bretterzaun umgibt den Hof, hinter dem sich ein kleiner Garten mit Kräutern, Dill, Meerrettich und Rübenbeeten ausbreitet. Das Schild über der Tür zeigt einen stilisierten Holzpfahl, halb im Wasser steckend – eine Anspielung auf die Schanzpfähle, mit denen…


  • Schleuse IV in Unterstrand

    Schleuse IV in Unterstrand

    Die Schleuse IV in Unterstrand liegt westlich der Altstadt am Übergang vom Kleinen Teich in den Entwässerungskanal, der durch die Felder Richtung Zajinbach führt. Von der Promenade aus ist sie nur durch einen schmalen Weg erreichbar, der zwischen den alten Bootsschuppen hindurchführt. Dort, wo das Wasser unter den hohen Weiden vorbeiströmt, erhebt sich das Schleusenhaus aus gelbem Ziegel, ein zweigeschossiger Bau mit flachem Dach und gußeisernen Fenstergittern. Die Anlage wurde 1846 im Rahmen der großen Teichregulierung errichtet, als das Seeland begann, seine Wasserwirtschaft technisch neu zu ordnen. Bis dahin wurde der Wasserstand des Kleinen Teichs nur über primitive Wehre und…


  • St. Gertrud am Teich (Unterstrand)

    St. Gertrud am Teich (Unterstrand)

    St. Gertrud am Teich, erbaut 1524, ist die älteste Kirche Unterstrands und Mittelpunkt des geistlichen Lebens. Der schlichte Ziegelbau mit niedrigem Westturm und einer Glocke aus Schweinetopflegierung birgt das hölzerne Votivschiff der Fischerzunft von 1780. Im hellen Saal erinnern geschnitzte Bänke, Altar und Kanzel an die handwerkliche Tradition der Stadt. Der Pfarrgarten reicht bis zum Schanzgraben und ist Ort des jährlichen Erntedankrituals: Brotlaibe auf einem grauen Wolltuch aus seeländischer Schafwolle werden an Bedürftige verteilt. Musik, Feste und alte Bräuche verbinden St. Gertrud bis heute eng mit Wasser, Arbeit und Gemeinschaft.


  • Das Teichkastell von Unterstrand

    Das Teichkastell von Unterstrand

    Das Teichkastell von Unterstrand liegt am Schanzgraben und gilt als ältester Wehrbau des Seelandes. Errichtet im 9. Jahrhundert als hölzerne Wachstation, schützte es die Teichufer während der Wikingerzüge. Archäologische Funde wie Pfeilspitzen, Keramik und verkohlte Pfähle belegen seine Zerstörung um 900. Wiederentdeckt 1924, wurde es seit den 1960er Jahren freigelegt und durch eine Glasschiene gesichert. Heute zeigt eine Rekonstruktion die Anlage mit Signalfeuer und Wehrsteg. Das Teichkastell ist Denkmal, Lernort und Symbol der seeländischen Geschichte – still, aber eindrucksvoll mit dem Wasser und der Landschaft verwoben.


  • Unterstrand (Kreisstadt – Seeland)

    Unterstrand (Kreisstadt – Seeland)

    Unterstrand, Kreisstadt im Seeland mit 5.478 Einwohnern, liegt am Südufer des Kleinen Teichs. Die Stadt vereint Marktleben, Fischerei, Handwerk und Geschichte. Wahrzeichen sind Rathaus, Promenade, Fischmarkthalle, Pumpenhaus und St.-Gertrud-Kirche mit ihrem Votivschiff. Historische Orte wie das Teichkastell und die Schleuse IV zeugen von früher Teichverteidigung und Technik. Werkstätten für Bootsleisten, Reusenbau und Käseproduktion prägen den Alltag. Feste, Musikschule und Museum erhalten das kulturelle Leben. Unterstrand ist keine Schaukulisse, sondern ein funktionierendes Gemeinwesen, in dem Wasser, Arbeit und Erinnerung das Leben bestimmen.


  • Kreis Unterstrand (Seeland)

    Kreis Unterstrand (Seeland)

    Der Landkreis Unterstrand im Seeland liegt südwestlich von Seestadt zwischen Kleinem Teich, Zajinbach und dem Seelandwald. Zentrum ist Unterstrand (5.478) mit Markt, Promenade, Fischmarkthalle, Pumpenhaus, Museum und St.-Gertrud-Kirche. Dörfer: Achthaus mit Hofkäse, Faultierwald mit Leinenwerk, Ulmdorf mit Töpferei, Papierstedt mit „Vier Mühlen – Tuch & Strick“, Zajin mit Maria-Magdalena-Kirche, Schittingen mit Auenwolle, Rosengarten mit Rosenkranzkirche, Südteich mit Werften und Kapelle St. Bereniké, Ragelblitz als Warteort. Sehenswürdigkeiten: Kamm von Ragelblitz, Thingplatz Zajin, Teichkastell; Auenpfad, Schleuse IV, Bereniké-Spur. Wirtschaft: Agrarverbund, Räucherei, Auenwolle, Faden & Band. Küche: Schanzpfahl, Bogenstube, Kapellenklause.


  • Hartmanns-Bräu (Erosfähre)

    Hartmanns-Bräu (Erosfähre)

    Hartmanns-Bräu, die Dorfkneipe am Ufer des Erosflusses in Erosfähre, ist mehr als nur ein Gasthaus – sie ist das Herzstück des kleinen Ortes. Das Gebäude steht direkt an der alten Fährstelle, wo früher die Boote der Familie Hartmann anlegten. Heute erinnert die gemauerte Anlegestelle noch an jene Zeit, in der die Hartmanns Reisende und Waren über den Fluss setzten. Das Haus selbst, ein langgestreckter, zweigeschossiger Bau aus hellen Flusssteinen mit dunklen Holzbalken, wurde um 1920 erweitert und seither mehrfach umgebaut. Im Inneren führt eine niedrige Tür in die Gaststube, deren Wände mit Fotografien der alten Fähre, vergilbten Fahrkarten und handschriftlichen…


  • Kleinros (Kreis Nassfeld – Seeland)

    Kleinros (Kreis Nassfeld – Seeland)

    Kleinros (6.578 Einwohner, 287 m NN) liegt auf dem Skarebog oberhalb des Grenzbachtals und ist die zweitgrößte Stadt des Kreises Nassfeld. Sie entstand aus einem Straßenmarkt mit Obergeschossläden und ist heute Handels- und Bildungszentrum mit Grund-, Berufs- und Gymnasialschule. Wahrzeichen ist die Kirche „Zu den Drei Quellen“, deren Wasseradern unter dem Altar entspringen. Marktgasse und täglicher Handel prägen das Leben, ergänzt durch Handwerk, Schmieden und Gasthäuser. Bahn- und Straßenverbindungen führen in alle Richtungen. Das jährliche Quellenfest feiert die Bedeutung des Wassers und symbolisiert Erneuerung und Gemeinschaft.


  • Winos (Kreis Nassfeld – Seeland)

    Winos (Kreis Nassfeld – Seeland)

    Winos ist ein Dorf mit 258 Einwohnern auf 348 Metern Höhe auf dem Skarebog zwischen Vintau und der buthanischen Grenzstadt Grenzburg. Am Rand des Ortes zieht sich der „Alte Kamm“, ein grasiger Wallgraben aus dem 9. Jahrhundert, als hier die Grenze zwischen Seeland und Buthanien verlief. Heute dient er als Weidefläche und Lehrpfad. Winos lebt von Viehhaltung, Obstbau und einer Werkstatt für Holzspielzeug. Es gibt keinen eigenen Sakralbau, aber einen Andachtsplatz mit Kreuz und jährlicher Lichterprozession. Gasthof „Zum Alten Kamm“ und das Kammfest prägen das Dorfleben. Winos verbindet Geschichte, Handwerk und friedliche Nachbarschaft.


  • Die Schattenfrau

    Die Schattenfrau

    Es begann in einer jener Nächte, in denen der Wind an den Fenstern zerrte und der Mond wie ein trüber Spiegel am Himmel hing. Ich wusste schon länger, dass sie da war. Überall, wo ich ging, legte sie sich an meine Seite: ein Schatten, den niemand außer mir sehen konnte. Für die anderen war es bloß ein dunkler Fleck, eine Regung des Lichts – für mich aber hatte der Schatten eine Gestalt. Wenn ich innehielt, um genauer hinzusehen, löste sich das Dunkel auf wie Rauch, und darunter erschien sie: eine Frau, schöner als Worte es tragen konnten. Ihr Haar fiel…


  • Hirsedorf (Kreis Nassfeld – Seeland)

    Hirsedorf (Kreis Nassfeld – Seeland)

    Hirsedorf ist ein Dorf mit 158 Einwohnern im Skarefoss-Tal des Sturmgebirges auf 403 Metern Höhe. Es ist bekannt für die Klangwerkstatt Skarefoss (Mühlsteig 4), wo Lia und Tomo Berens Skare-Fiedeln bauen – Streichinstrumente aus Lärche, Esche und Birnbaum. Freitags gibt es Führungen mit Klangprobe. Daneben prägen zwei Käsereien das Dorf, die Hartkäse und Milbenkäse herstellen. Am Dorfrand liegt die Bachkapelle, von der ein Pfad zu den alten Triftkerben im Fels führt. Gasthaus „Zur Fiedelklause“ und das jährliche Fiedelfest machen Hirsedorf zu einem kulturellen Zentrum im Tal, wo Handwerk, Musik und Tradition eng verbunden sind.


  • Schauburg (Kreis Nassfeld – Seeland)

    Schauburg (Kreis Nassfeld – Seeland)

    Schauburg ist ein Dorf im Skarefosstal des Sturmgebirges mit 128 Einwohnern auf 604 Metern Höhe. Wahrzeichen ist die Burgruine Schauburg, deren Zwinger und Zisterne bis heute sichtbar sind. Das Dorf liegt eng an der Talstraße, geprägt von Schieferhäusern und dem rauschenden Skarefoss, der tief in die Felsen schneidet. Wanderer besuchen den Kanzelpfad, der vom Gasthof „Zur Letzten Kehre“ zur Aussichtskante führt. Schieferwerkstatt, Holzschnitzerei und Ziegenhaltung bestimmen das Wirtschaften. Höhepunkt ist das Burgfest im Sommer, wenn Dorfbewohner mit Fackeln zur Ruine ziehen. Schauburg verbindet Natur, Geschichte und lebendige Tradition inmitten des Gebirges.


  • Die Königin aus Eis und Haut

    Die Königin aus Eis und Haut

    Es war einmal ein Königreich, das seit Menschengedenken vom Winter beherrscht wurde. Die Flüsse waren zu Kristall erstarrt, die Bäume trugen funkelnde Kleider aus Eis, und die Menschen erzählten sich im Flüsterton von der Königin, die das alles zu verantworten hatte. Man nannte sie die Königin aus Eis und Haut. Ihr Schloss stand am Rande eines Sees, so glatt wie ein Spiegel, so tief, dass niemand je seinen Grund gesehen hatte. Türme aus gefrorenem Glas ragten in den Himmel, und in ihrem Innern herrschte eine Stille, die zugleich bedrohlich und verführerisch war. Kein Feuer durfte dort brennen, kein Herz durfte…


  • Die Dornenbraut

    Die Dornenbraut

    Es war einmal ein Wald, der kein Ende kannte. Die Menschen aus den umliegenden Dörfern wagten sich nicht hinein, denn man sagte, er verschlinge jene, die nach Lust, Macht oder Vergessen dürsteten. Dort, wo der Nebel nie wich und die Bäume sich ineinander verschränkten wie die Glieder eines endlosen Leibes, stand ein Schloss, das nur in Nächten ohne Mond erschien. Seine Türme ragten wie gebrochene Speere in den Himmel, und die Mauern waren von Rosenranken überzogen, die blutrote Blüten trugen, auch mitten im Winter. Die Alten nannten es das Schloss der Dornenbraut. Niemand wusste, wer sie war, doch die Legende…


  • Haugwitz (Gemeinde Monos – Kreis Nassfeld – Seeland)

    Haugwitz (Gemeinde Monos – Kreis Nassfeld – Seeland)

    Haugwitz ist ein Weiler mit 38 Einwohnern am Rand des Haugwaldes, Teil der Gemeinde Monos. Er liegt auf 203 Metern Höhe im Tal des Zajinbaches und besitzt einen Bahnanschluss an die Seelandbahn, die Grenzburg in Buthanien mit Seestadt verbindet. Der Ort besteht aus wenigen Gehöften, einer kleinen Kapelle und einer alten Sägemühle, die als technisches Denkmal gilt. Das Leben dreht sich um Forstwirtschaft, Viehhaltung und den Holzumschlagplatz am Gleis. Höhepunkt des Jahres ist das Haugwaldfest, bei dem der Wald gefeiert und der Bach mit Rindenbooten belebt wird. Haugwitz ist ein kleiner, aber geschichtsträchtiger Waldweiler.


  • Monos (Kreis Nassfeld – Seeland)

    Monos (Kreis Nassfeld – Seeland)

    Monos ist ein Dorf mit 785 Einwohnern auf dem Skarebog, gelegen an der B35 zwischen Polis und Kleinros. Es ist geprägt von Verkehr, Handwerk und Gemeinschaft. Wahrzeichen ist der Aussichtsturm „Kahler Rücken“, eine genietete Stahlkonstruktion mit Blick bis ins Grenzbachtal. Im Ort bestimmen Gasthöfe wie „Zum Rückenblick“, Werkstätten und der Wochenmarkt das Leben. Die Kirche St. Otmar mit ihrem schlichten Turm ist geistiges Zentrum. Kleine Läden, eine Schreinerei und eine Schafskäserei ergänzen die Struktur. Monos verbindet die Rolle als Rastort mit lebendigen Traditionen, wie den Festen rund um den Aussichtsturm, und bietet weite Blicke und dörfisches Leben zugleich.


  • Lena Wagner (*1992), Kantorin

    Lena Wagner (*1992), Kantorin

    Lena Wagner (*1992) ist Organistin, Kantorin und Gemeindepädagogin in Pluto (Landkreis Winklo). Aufgewachsen in Teichstedt, studierte sie Kirchenmusik und Pädagogik in Butha. Seit 2016 prägt sie das musikalische Leben an der Kirche St. Pancratius. Sie leitet Chor, Kindergruppen und verbindet Musik mit gelebtem Glauben. Ihr Orgelspiel gilt als Herzstück der Gottesdienste, ihre Zusammenarbeit mit Pfarrerin Anina Zurmühle als beispielhaft. In ihrer Freizeit widmet sie sich Natur, Garten und Lektüre. Für viele in Pluto verkörpert Lena Wagner eine verlässliche, warmherzige Stimme des Glaubens und der Gemeinschaft.


  • Johannes Kandler auf Reisen

    Johannes Kandler auf Reisen

    Johannes Kandler, 48, Schreiner und Lehrer aus Vintau, reist ab dem 22. September für neun Tage allein nach Sonnenblick am Mare Internum. Sein Plan: lange Strandwanderungen, konzentriertes Lesen von fünf angefangenen Büchern und die Vorbereitung eines Bibelkreises zu 2. Samuel 2–6 mit Hilfe eines theologischen Kommentars. Abends will er DVDs und eine Serie nachholen, die er seit Jahren aufgeschoben hat. Seine Reise führt per Bahn über Grenzburg, Zentro und Bierona, von wo aus eine Fähre ihn ins Küstendorf bringt. Johannes sucht nicht Abenteuer, sondern Ruhe, Konzentration und eine neue Ordnung seiner Gedanken.