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Kapelle St. Schanklin in Wippenow
Die Kapelle St. Schanklin in Wippenow ist ein winziger Fachwerkbau aus dem 17. Jahrhundert und einstige Pilgerstation auf dem alten Bierpfad nach Bierona. Gewidmet dem legendären heiligen Schanklin, Schutzpatron der Lastenträger, dient sie heute als Ort stiller Andacht. Innen finden zwölf Personen Platz; geschnitzte Details, ein Bleiglasfenster und das Fresko eines fasstragenden Heiligen schaffen eine schlichte, eindrucksvolle Atmosphäre. Zu besonderen Anlässen wie dem Schanklinsfest wird sie geöffnet. Die Kapelle verkörpert die enge Verbindung zwischen Glauben, Weg und Braukultur – leise, tief verwurzelt und fern des touristischen Trubels.
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Wippenow (Landkreis Ruppin – Bierland)
Wippenow, ein Dorf mit 147 Einwohnern im Westen des Landkreises Ruppin, liegt nahe der Grenze zu Buthanien und beeindruckt mit einem historischen Mühlenensemble, dessen Windrad einst drei Brauer versorgte. Heute wird hier in Handarbeit das starke und seltene „Wippenower Fassflimmer“ gebraut. Die Kapelle St. Schanklin, eine winzige Pilgerkirche mit Glockenstuhl, erzählt von alten Wegen und Braucheiligen. Wippenow ist Teil des Bierwegs West, bei dem Wanderer eine Humpenkarte abstempeln lassen können. Trotz seiner Abgeschiedenheit ist Wippenow ein lebendiger Ort handwerklicher Biertradition, wo Wind, Malz und Gemeinschaft die Zeit bestimmen – in Stille, Krügen und Erinnerung.
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Oberodewitz (Landkreis Ruppin – Bierland)
Oberodewitz, ein traditionsreiches Straßendorf im Landkreis Ruppin mit 548 Einwohnern, liegt eingebettet zwischen Resten des Odwalds und den Feldern der Zentoebene. Einst wichtiger Karrenumschlagplatz, lebt die Geschichte heute weiter im „Alten Karrenhof“ mit Gasthaus und Biergarten, wo das „Karrenmärzen“ ausgeschenkt wird. Als Station auf dem „Bierweg West“ bietet das Dorf Stempel für Wanderer mit Humpenkarte. Sehenswürdigkeiten wie die Kirche St. Branda, die alte Schmiede und regionale Spezialitäten wie die „Tranklatschen“ prägen das Ortsbild. Veranstaltungen wie der „Karrenabend“ und ein lebendiger Dorfverein machen Oberodewitz zu einem Ort gelebter Brau- und Alltagskultur.
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Theater „Sud & Spiel“ (Ruppin)
Das Theater „Sud & Spiel“ in Ruppin verbindet Bühne und Braukultur in einzigartiger Weise. Untergebracht in einer ehemaligen Brauerei zeigt das Haus Stücke mit starkem regionalem Bezug, darunter das Frühjahrsstück Die Braumeisterin von Ruppin über eine heimlich brauende Frau im Dreißigjährigen Krieg. Das Ensemble mischt Profis und Einheimische, die Aufführungen sind lebendig, geschichtsbewusst und oft begleitet von eigens gebrauten Bieren. Mit etwa 120 Plätzen, Werkstattatelier und einer kleinen Hausbrauerei ist das Theater ein kreatives Zentrum des Landkreises – ein Ort, an dem Bier, Geschichte und Schauspiel zu einem Ganzen verschmelzen.
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Schifferhöhle bei Ruppin
Die Schifferhöhle westlich von Ruppin am Ufer des Alten Zento ist ein sagenumwobener Rückzugsort aus dem 18. Jahrhundert. Der Brauschiffer Jorlin Grauwasser soll hier nach der Kaperung eines Bierkahns Zuflucht gesucht haben. Die Höhle mit eingekerbtem Humpen, altem Ankerhaken und vermodertem Fass gilt als stilles Denkmal lokaler Flusstradition. Einmal jährlich treffen sich dort alte Schifferfamilien zur Sommersonnenwende zu einem stillen Umtrunk – ohne Ankündigung, ohne Rede. Die Schifferhöhle ist ein geheimnisvoller Ort, verwurzelt im lokalen Brauchtum, der Vergangenheit und der engen Verbindung zwischen Fluss, Bier und Widerstand.
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Heimatmuseum Ruppin
Das Heimatmuseum Ruppin befindet sich in einem ehemaligen Kornhaus nahe dem südlichen Stadttor und widmet sich der regionalen Alltags- und Braugeschichte. Besonders im Fokus steht der bronzezeitliche Sudkessel von Langhaus, der in einer multimedialen Installation mit Videoprojektion und Repliken präsentiert wird. Die Ausstellung spannt den Bogen von prähistorischen Brauritualen bis zur Brauordnung von 1531. Besucher erleben eine eindrückliche Sammlung aus Werkzeugen, Gefäßen, Handschriften und Fundstücken rund ums Bier. Mit interaktiven Elementen, Leselounge und Archivalien wird das Museum zu einem dichten, erfahrbaren Ort des kulturellen Gedächtnisses des Bierlands.
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Brauerei Ruppiner Flut
Die Brauerei „Ruppiner Flut“ wurde 1832 in einem ehemaligen Kornspeicher am Nordrand von Ruppin gegründet. Sie braut ein bernsteinfarbenes Lagerbier mit ausgewogener Hopfennote und leichter Süße. Der Brauprozess erfolgt traditionell, das Wasser stammt aus einem hauseigenen Tiefbrunnen. Die unfiltrierte „Flut“ wird nur lokal vertrieben – in Fässern oder Bügelflaschen. Die Brauerei ist bekannt für ihr Fasswurf-Ritual im Zento und ihren historischen Ausschank im alten Verladekran. Besucher erleben hier eine Verbindung aus Handwerk, Regionalität und Geschichte, die bis ins 19. Jahrhundert reicht und bis heute das Brauwesen der Stadt prägt.
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Museum der Zento-Schiffer (Ruppin)
Das Museum der Zento-Schiffer in Ruppin zeigt eindrucksvoll die Verbindung von Flusshandel, Braukunst und Bootsbau. Im Zentrum steht ein originalgetreuer Nachbau des Lastkahns „Anje & Krumm“, auf dem Besucher die enge Kajüte, ein Mini-Bierlager und alte Flusskarten erkunden können. Weitere Ausstellungen widmen sich der Treidelschifffahrt, Flussschiffertraditionen und der Herstellung von Flussbier. Interaktive Stationen, historische Exponate und Sonderveranstaltungen machen das Museum zu einem lebendigen Ort des Erinnerns. Die Museumsschänke „Zum Querhafen“ rundet den Besuch kulinarisch ab und knüpft direkt an die Geschichten und Gerüche des Zento an.
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Basilika St. Pientrion in Ruppin
Die Basilika St. Pientrion in Ruppin ist ein bedeutendes Bauwerk des Bierlands mit wechselvoller Geschichte. Ihre asymmetrischen Türme – einer gotisch, einer barock – zeugen vom Streit zweier Steinmetzbruderschaften. Im Inneren beeindrucken bemalte Deckenbalken mit Szenen aus dem Leben des bierheiligen Pientrion, geschnitzte Hopfenaltäre und das „Gildengestühl“ der Braumeister. Krypta, Sudbogen und Ausstellungen verbinden Liturgie mit Brautradition. Die Kirche ist Schauplatz religiöser Feiern wie dem „Biersegen“ und fungiert zugleich als kulturelles Zentrum. Besucher erleben hier eine einzigartige Verbindung von Glaube, Brauhandwerk und lebendiger lokaler Identität.
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Ruppin (Kreisstadt – Bierland)
Ruppin ist die Kreisstadt im nördlichen Bierland, direkt am Fluss Zento gelegen. Die Stadt vereint Braukultur, Geschichte und lebendige Gemeinschaft. Die Basilika St. Pientrion, das Museum der Zento-Schiffer und drei aktive Brauereien prägen das Stadtbild. Ruppin ist Verwaltungszentrum, Veranstaltungsort zahlreicher Bierfeste und kulturelles Zentrum mit Theater, Museum und Akademie. Mit Wochenmarkt, historischen Gassen, Sudtechnischer Berufsschule und sozialem Leben rund um Biergesellschaften lebt Ruppin eine enge Verbindung zu Fluss und Fass. Besucher finden hier Gasthäuser, Veranstaltungen und handwerklich geprägte Angebote, eingebettet in eine Stadtstruktur, die sich aus Traditionen und Braugeist heraus immer wieder neu formt.
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Landkreis Ruppin (Bierland)
Der Landkreis Ruppin im Bierland liegt nördlich von Bierona und wird vom schiffbaren Fluss Zento durchzogen. Er umfasst die Stadt Ruppin, das größere Zentodorf und mehrere Dörfer mit eigenständiger Brautradition. Westlich des Flusses liegen unter anderem Langhaus und Wasdow, östlich Klodorf mit Hopfenanbau und Greno. Historische Orte wie die Zentrobrücke und das Kesselgrab, markante Kirchenbauten und vier traditionsreiche Brauereien prägen die Region. Sehenswürdigkeiten wie der Bierwanderweg und das Schifffahrtsmuseum ergänzen das Bild eines landwirtschaftlich geprägten, gut vernetzten Landkreises mit lebendiger Alltagskultur und enger Verbindung zwischen Fluss, Feld und Fass.
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Brauerei Bruderbräu in Stadtnähe
Die Brauerei Bruderbräu ist das Zentrum des kleinen Dorfs Stadtnähe und befindet sich in einer ehemaligen Schmiede. Die Brüder Jost, Renke und Ludo Anders brauen hier ausschließlich im Winter ihr charakteristisches Bier „Frosthumpen“, ein kräftig trübes, unfiltriertes, bernsteinfarbenes Gebräu. Der Brauprozess erfolgt in offenen Bottichen, wo einst das Schmiedefeuer brannte. Im angeschlossenen Imbiss wird der „Frosthumpen“ mit traditionellen Speisen wie Linsenkuchen, Mettenden und eingelegten Rüben serviert. Historische Fotos aus den ersten Jahren der Brauerei hängen im Gastraum – sie zeigen die Brüder in Gummischürzen bei der Arbeit. Im Winter schützt eine Plane die Gäste im Innenhof.
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Bovist-Fest von Stadtnähe
Das Bovist-Fest von Stadtnähe gehört zu jenen Ereignissen im Landkreis Mähnendorf, die mit keinem festen Termin im Kalender stehen, aber umso stärker im kollektiven Gedächtnis verankert sind. Nur alle acht bis zwölf Jahre, meist nach einem feuchtwarmen Sommer, wenn tagelanger Regen auf die humusreichen Wiesen rund um das Dorf gefallen ist, beginnt das Warten. Und dann, manchmal über Nacht, geschieht es: Überall auf den Wiesen schieben sich helle, runde Körper aus dem Gras, glatt und prall wie weiß gewordene Fußbälle. Die Riesenboviste sind da.
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Stadtnähe (Landkreis Mähnendorf – Bierland)
Stadtnähe, ein kleines Dorf westlich von Bierona mit nur 127 Einwohnern, besteht im Wesentlichen aus einem Vierseithof, einer Winterbrauerei namens Bruderbräu und einer Bushaltestelle. Bekannt ist es für seinen Hopfenanbau und das kräftige Winterbier „Frosthumpen“. Ein besonderes Ereignis ist das unregelmäßig stattfindende Bovist-Fest, bei dem riesige Pilze verarbeitet und gefeiert werden. Die Brauerei ist eng mit der Dorfgemeinschaft verbunden und Austragungsort für Feste und Vorträge, wie etwa zum alten Saatgut. Stadtnähe ist ein ruhiger, ländlicher Ort mit festen Traditionen und einem unverwechselbaren Charakter.
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Stadtbad (Landkreis Mähnendorf – Bierland)
Stadtbad ist kein lauter Ort, kein überlaufener Urlaubsort. Es ist ein kleiner, an den Rändern fast unsichtbar bleibender Fleck zwischen Dünen, Wellen und Wald. Wer hierherkommt, findet keine Sensationen, sondern beständiges Nebeneinander von Einheimischen, Badegästen, Tagesausflüglern und Ruhesuchenden. Die Kombination aus Süßwassergrube und Salzwasserstrand, aus FKK-Kultur, Kurbetrieb und Nachtschattenleben, macht Stadtbad zu einem bemerkenswert vielschichtigen Ort am Rand des Mare Internum.
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Gelling-Brauerei in Möhra
Die Gelling-Brauerei in Möhra ist das Zentrum des örtlichen Brauwesens und prägt das „Brauerdorf“ seit vier Generationen. Bekannt ist vor allem das Exportbier „Dunkler Halm“, das in ganz Landauri verkauft wird. Neben der Produktion betreibt die Familie Gelling eine Gastwirtschaft mit Verkostungen und serviert dort ihr beliebtes Hopfenbrot aus Treber. Eine enge Partnerschaft besteht mit der Gymnasialbrauerei Mähnendorf, die jährlich frische Hefe aus Möhra erhält. Praktikant:innen aus dem Gymnasium helfen im Betrieb. Das jährliche Gelling-Fest vereint Bier, Musik und Handwerk – die Brauerei ist ein lebendiger Ort für Gemeinschaft, Qualität und regional verwurzelte Braukunst.
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Möhra (Landkreis Mähnendorf – Bierland)
Möhra, das „Brauerdorf“ des Landkreises Mähnendorf, liegt zwischen Mähnendorf und Bierona inmitten von Feldern. Die Gelling-Brauerei ist die größte im Kreis, daneben existieren drei kleinere Familienbrauereien. Neben Braukunst bietet Möhra ein Möhrenmuseum, ein Landkino im ehemaligen Stall, eine alte Kirche mit Altarbild von Ulrich mit Ähre und Krug sowie die Gaststätte „Zur Treberpfanne“. Eine enge Kooperation mit der Gymnasialbrauerei Mähnendorf sichert Wissenstransfer. Die dörfliche Identität lebt in kleinen Details: Hopfenbrot, historische Fotos vom Schulhaus und Möhrenlieder machen den Ort unverwechselbar. Im Hain oder im Biergarten findet man Ruhe und Gemeinschaft.
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Brauerei Talstein (Pechtal)
Die Brauerei Talstein in Pechtal produziert ein rauchiges Roggenbier, das in Tonflaschen mit Wachssiegel abgefüllt wird. Gerd und Hanne Talstein gründeten die kleine Brauerei 1989 in einer ehemaligen Scheune. Das Bier wird traditionell mit Holzfeuer und einem Traktorantrieb gebraut. Führungen, Verkostungen und regionale Partnerschaften – etwa mit dem Gymnasium Mähnendorf – machen Talstein zu einem kulturellen Zentrum. Auch bei Festen wie dem Sommermalzfest spielt das Bier eine zentrale Rolle. Die Brauerei ist tief im Dorfleben verankert und gilt als Vorbild für handwerkliche Braukultur im Landkreis Mähnendorf.
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Ruine Elstrang bei Pechtal
Die Ruine Elstrang liegt auf einem isolierten Hügel zwischen Pechtal und Tolken und besteht aus einem quadratischen Bergfried mit erhaltenem Zwinger. Sie gilt als historischer Ort, an dem während der Gerstenkriege ein Bischof von Bierona gefangen gehalten worden sein soll. Im unteren Turmgeschoss befinden sich geheimnisvolle Ritzzeichnungen, darunter Hopfensymbole. Die Ruine wird vom Heimatverein gepflegt und ist ein Ziel für Wanderer, Schulklassen und Brauereitradition. Der sogenannte Bischofsstein gilt als glücksbringend für Brauer. Elstrang verbindet Legende, Landschaft und ländliche Braukultur auf eindrucksvolle Weise – ein stiller Ort mit tief verwurzelter Geschichte.
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Pechtal (Landkreis Mähnendorf – Bierland)
Pechtal ist ein ruhiges Dorf im Tal des Pechtalbaches im Landkreis Mähnendorf. Zentrum des Dorflebens ist die große Fachwerkscheune, die als Veranstaltungsort dient, besonders beim Sommermalzfest im August. Die Brauerei Talstein stellt ein rauchiges Roggenbier in Tonflaschen her, daneben experimentiert sie mit Heubier. Südlich liegt die Ruine Elstrang, historisch mit den Gerstenkriegen verbunden. Die aus Pechtal stammende Glasmalerin Edda Kloß gestaltete bedeutende Kirchenfenster in Schandau. Der nahe Odwald mit seinen Quellen ist ein beliebtes Ausflugsziel. Pechtal bewahrt alte Bräuche, handwerkliche Fertigkeit und eine enge Verbindung zu Natur und Brautradition.
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Friedhofskirche von Tolken
Die Friedhofskirche von Tolken ist ein neugotischer Backsteinbau mit einer Orgel von Mathis Escher und einer markanten Empore. Ihr Inneres spiegelt die bäuerliche Prägung der Region wider, mit geschnitzten Motiven an den Bänken und dem Grabmal des Braumeisters Hans Grübel, dem das „tiefe Brauen“ zugeschrieben wird. Zu kirchlichen Festen wird die Kirche liebevoll geschmückt, besonders beim Leinenfest. Dann erklingt das Blechbläserquartett mit dem Stück „Hopfens Morgengruß“. Besucher finden hier einen offenen Raum der Stille, gepflegt von Küsterin Dorina Fust, die aus den Fürbitten der Gemeinde ein stilles Ritual macht.
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Tolken (Landkreis Mähnendorf – Bierland)
Tolken ist mit 947 Einwohnern das größte Dorf im Landkreis Mähnendorf und liegt zwischen Niederodewitz und Bierona inmitten flacher Felder. Die neugotische Friedhofskirche beherbergt eine seltene Orgel von Mathis Escher. Die Legende um Braumeister Hans Grübel und sein „tiefes Brauen“ lebt in einem Grabstein aus Hopfenform weiter. Im Textilatelier „Nadelwerk“ werden Leinenstoffe aus lokalem Flachs gewebt. Zwei sehr unterschiedliche Lebensmittelläden, der Werkhof mit Handwerkern und das Schulgebäude prägen das Alltagsleben. Das Leinenfest, ein Feuchtgebiet namens „Wabbelei“ und der sogenannte Grübelshügel verleihen Tolken einen unverwechselbaren, ruhigen Charakter.
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Campingplatz Schandau
Der Campingplatz von Schandau liegt westlich des Dorfkerns, eingebettet zwischen dem lichten Rand des Küstenwalds und einer windgeschützten Dünensenke, keine 300 Meter vom Strand entfernt. Er trägt offiziell den Namen „Platz am Dünenschatten“, doch die meisten Einheimischen nennen ihn schlicht die Wiese, was seinem offenen, naturbelassenen Charakter sehr nahekommt. Entstanden ist der Platz in den 1960er Jahren auf einer ehemaligen Flachweide, zunächst als improvisiertes Sommerlager für Wanderer und Jugendgruppen. Seitdem wurde er schrittweise ausgebaut, ohne seinen ursprünglichen Charme zu verlieren.
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Hopfensteg bei Schandau
Der Hopfensteg bei Schandau ist ein 260 Meter langer Holzweg durch eine historische Hopfenplantage mit Sorten wie der „Schandauer Goldrebe“. Informationstafeln erklären Anbau, Pflege und Ernte. In der „Schleifenbucht“ laden Sitzbänke zum Verweilen ein. Ab Mitte August ist das Selbstpflücken erlaubt – mit Handschuhen, da Hopfen Hautreizungen verursachen kann. Zur Ernteeröffnung führt Landwirt Tjark Böhm durch die Reihen, begleitet von Musik und Malzfladen. Der Steg ist ganzjährig zugänglich und vermittelt auf besondere Weise die Verbindung von Natur, Landwirtschaft und Dorfgemeinschaft – ein Ort, der lehrt, duftet, erzählt und sich mit den Jahreszeiten wandelt.
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Kirche St. Verena in Schandau
Die Kirche St. Verena in Schandau ist ein markanter Orientierungspunkt des Küstendorfes und zugleich ein Ort stiller Konzentration, der sich wohltuend vom touristischen Treiben der Sommermonate absetzt. Der schlichte, helle Bau steht unweit der Hauptstraße „Küstenstieg“, von einer niedrigen Natursteinmauer umgeben und flankiert von alten Eschen und Wildrosensträuchern, die sich im Küstenwind neigen. Der Baukörper selbst ist rechteckig, verputzt und mit einem hoch aufragenden, schlanken Dachreiter versehen, der aus dunklem Schiefer gedeckt ist. Eine kleine Glocke aus dem Jahr 1852 schlägt täglich zur Mittagszeit drei tiefe Töne – ein Ton für das Meer, einer für die Felder und einer, so…
Reise in ein weitgehend unbekanntes Land. Fiktiv? Ja!


























