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Der Landkreis Teichdorf liegt im Nordosten des heutigen Seelandes und bildet eine Klammer zwischen Ebene, Seeufer und Gebirge. Im Osten verläuft die Landesgrenze zu Zentravia, im Norden folgt die Grenze zum Nudelland dem Kamm des Zentralmassivs; nach Westen schließen die Weiden und Rücken des Landkreises Dermbach an, nach Süden die Stadt Seestadt und am Großen Teich der Landkreis Teicha. Auf rund 35 Kilometern Ost–West und etwa 40 Kilometern Nord–Süd wechseln die Räume spürbar: südlich breitet sich die nördliche Seeland-Ebene mit Feldern, Gräben und schnurgeraden Wirtschaftswegen aus, während nördlich und nordöstlich das Westliche Zentralmassiv mit steilen Tälern, Quellmulden, Forstwegen und verstreuten Gebirgsdörfern dominiert. Wasser ist das ordnende Element: Aus Kleinem Teichfluss, Teichbach und Altenbach entsteht bei der Kreisstadt der Teichfluß, der die Ebene quert und 20 Kilometer weiter südlich in den Großen Teich mündet.

Die Kreisstadt Teichdorf (11.538 Einwohner, 332m NN) liegt am Übergang vom Gebirge in die nördliche Seeland-Ebene. Aus dem Kleinen Teichfluss, dem Teichbach und dem Altenbach wird hier der Teichfluß, der südlich zum Großen Teich weiterzieht. Wer ankommt, landet oft zuerst am Bahnhof und folgt der Bahnhofstraße Richtung Markt. Dort stehen Rathaus und Kreisarchiv im ehemaligen Salzmagazin; im Hof stapeln sich im Winter Holzkisten mit Aktenrollen aus den Tälern, damit Papier und Einbände trocknen, bevor sie ins Magazin zurückwandern. Ein paar Schritte weiter liegt der Kirchplatz: St. Jakob wirkt innen klar und funktional, der gotische Westturm erinnert an ältere Bauphasen. Teichdorf hat das Seeländische Institut für Vor- und Frühgeschichte, in dem Karten, Fundstücke und Grabungsnotizen aus dem Zentralmassiv zusammenlaufen. Handwerk ist sichtbar: In Werkstätten werden Orgelteile gebaut, Saiteninstrumente gerichtet, Blasinstrumente gelötet. Am Ufer führen kurze Brückenwege zu Pegelstellen und Geländern, an denen man Leute sieht, die den Wasserstand prüfen, Netze ausbessern oder einfach den Weg nach Hause abkürzen.

Am Südrand des Kreises markiert Teichmünde (3.458 Einwohner, 103 m NN) die Stelle, an der der Teichfluß in den Großen Teich übergeht. Wer ankommt, landet schnell an der Mündungsbrücke: Leitbuhnen lenken das Wasser, im Frühjahr bleibt Treibgut hängen und die Wasserwacht steht mit Hakenstangen am Geländer. Am Hafenweg liegt die Kapelle St. Nikolaus, klein, oft mit offener Tür, während am Marktplatz St. Nikodemus den Ort nach innen ordnet. Die Uferstraße gehört den Bootsschuppen, der Fischannahme und der „Teichmünder Räucherei & Salzhaus“, wo Aal und Barsch verarbeitet werden. In der Werftgasse baut die Mündewerft Wernicke Arbeitsboote, Stegelemente und flache Teichkähne; man sieht Lehrlinge an Planken und Fugen arbeiten. Am Rand der Siedlung läuft eine Gießerei, die Gussteile für Schröder Marine Systems in Seestadt liefert.

Ostufer (458 Einwohner, 103 m NN) liegt am Rand des Großen Teiches, hinter einem niedrigen Deich, der Dorf und Anger vor Wind und Hochwasser schützt. Vor dem Deich bestimmen Bootsschuppen, Netztrockengestelle und eine breite Rampe das Bild; hier ziehen Traktoren Anhänger bis an den Strand, und am Pfahlrand werden Boote festgemacht. Im Dorfzentrum steht der Anger mit dem Laden „Uferkram“ (Anger 5), der zugleich Postausgabe, Angelkartenstelle und Treffpunkt ist. Wer ankommt, bekommt hier Tipps zu Deichweg, Stegstellen und den Zeiten, in denen der Vogelzug gut zu sehen ist. Die Kirche St. Berenike (Kirchweg 1) hat keinen Turm, nur einen Dachreiter; im Inneren hängt ein Holzschild mit den Namen der Familien, die beim Deichbau geholfen haben. Ostufer lebt vom kleinen Tourismus: Ferienzimmer füllen sich mit Ruderern, Seglern und Herbstbeobachtern. In der „Uferstube Lenk“ (Seestraße 12) gibt es Fisch und Kartoffeln; an der Wand wird jedes Frühjahr eine Karte der Flachstellen mit roter Tinte aktualisiert.

Zwischen Teichmünde und Teichdorf liegt Funsel (1.987 Einwohner, 138 m NN). Funsel zieht sich als Flussdorf an der Teichstraße entlang. Die Ufer sind von Weiden und Schilf gegliedert, und viele Wege enden am Wasser: am Platz vor St. Urban (Kirchplatz 1), an der Brücke oder am Wehr. Der Turm der Kirche dient als Orientierung für Radfahrer und Boote; rund um den Kirchplatz liegen Dorfladen, Postausgabe und Haltestelle. Am nördlichen Ortsrand steht die alte Mühle mit unterschlächtigem Rad, in der die Holzspielzeug-Werkstatt Harke (Mühlenweg 2) Teichboote, Stecktiere und Bauklötze fertigt; im Herbst werden die Modelle am Fluss getestet. Eine zweite Handwerksadresse ist die Reusenbauerei Nitsch (Am Wehr 6), die Bügel, Drahtkörbe und Pfähle herstellt; im Frühjahr liegt dort Material bereit, wenn Treibgut nach der Schneeschmelze hängen bleibt. Übernachten und Stammtisch finden meist im Gasthaus „Zum Alten Wehr“ (Teichstraße 19) statt, zugleich Vereinszimmer des Ruderclubs.

Westlich von Funsel liegt Frunse (1.254 Einwohner, 341 m NN) auf dem Radieser Rücken, mit weitem Blick über die Ebenenfelder und zurück zu den dunkleren Waldkanten des Zentralmassivs. Unten liegen die Höfe an der Hangstraße, oben der dichte Kern um „Am Rücken“. Von den Feldkanten sieht man weit über die Ebene, nach Norden stehen dunklere Waldlinien am Zentralmassiv. Die Kirche St. Verena (Kirchgasse 3) ist ein Feldsteinbau; im Inneren bleibt der Dachstuhl offen sichtbar, und Besucher suchen die eingeritzten Zimmermannszeichen an den Balken. Arbeit prägt die Werkstraße: Das „Frunser Möbelwerk Reimann“ (Werkstraße 1) fertigt Schrankwände und Küchenblöcke, mit Zuschnitt, Pressen und Lackierkabinen. Morgens gehen Lieferungen Richtung Teichdorf, nachmittags kommen Privatkunden mit Skizzen und Maßangaben. Kultureller Treffpunkt ist die „Rückenbühne“ im alten Spritzenhaus (Am Rücken 7), wo eine Laiengruppe probt. Nach Proben und an Wochenenden sitzt man im „Rückenkrug“ (Hangstraße 11), diskutiert über Holzleim, Lieferzeiten und das Wetter am Rücken.
Der Südosten des Landkreises liegt auf dem Zento-Rücken, einem Ausläufer des Zentralmassivs nach Süden, mit welligem Gelände, Windschutzstreifen und Feldern, die bis an kleine Waldinseln reichen.

Siebach (364 Einwohner, 266 m NN) liegt auf dem Zento-Rücken am Rand des Zentralmassivs, dort, wo ein schmaler Bachgraben durchs Streuland zieht und im Sommer oft trocken fällt. Nach Süden läuft das Wasser zum Giesbach und weiter Richtung Großer Teich, weshalb in Siebach viel über Pegel, Wege und Liefertermine gesprochen wird. Das Dorf zählt 364 Einwohner und wirkt als Streusiedlung: Höfe und Häuser stehen verteilt, verbunden durch den Siebacher Weg und den Haltepunkt der ZMB22 mit stündlichen Verbindungen nach Weishaus sowie über Teichmünde nach Seestadt. Ein gemeinsamer Ort ist die Kapelle St. Kilian (Siebacher Weg 4), schlicht gebaut; an Feiertagen schmücken die Bewohner sie mit Leinentüchern. Wirtschaftlich hält der „Sägeplatz Siebach“ (Am Sägeplatz 1) das Handwerk am Laufen: Brennholz und Balken für Reparaturen an Stallungen und Bootsschuppen am Großen Teich werden zugeschnitten, gebündelt und für größere Sendungen per Bahn nach Teichmünde weitergegeben. Für den Alltag gibt es kleine Hofverkäufe und Mitfahrzettel, für alles Größere fährt man über die SEE14 Richtung Funsel oder Giesen.

Giesen (998 Einwohner, 325 m NN) liegt dort, wo das Zentralmassiv in den Zento-Rücken ausläuft, und zieht sich als kompaktes Dorf entlang der Dorfstraße. Ein Marktstreifen bündelt Bäckerei, kleine Läden, Haltestellen und die Wege zur Schule, die auch Kinder aus Sandig aufnimmt. Verkehrlich ist Giesen an die B512 und die SEE14 angebunden; der nächste Bahnanschluss liegt im benachbarten Siebach. Im Ort fällt weniger ein einzelnes Monument auf als eine Werkstatt, die den Ton vorgibt: die „Giesener Werkstatt für Musikinstrumente“ (Dorfstraße 28). Dort werden Zithern und einfache Gitarren gebaut; das Holz kommt aus dem Zentralmassiv, die Saiten werden aus Xylopolis im Nudelland importiert und in der Werkstatt nach Stärke sortiert. An Nachmittagen hört man aus offenen Türen Testtöne und kurze Tonleitern, wenn Instrumente abgenommen werden. Giesen wirkt dadurch wie ein Dorf, das Einkauf, Schulbetrieb und Handwerk auf engem Raum zusammenführt – und bei dem Musik nicht nur im Kulturraum, sondern im Alltag entsteht.

Sandig (657 Einwohner, 297 m NN) liegt auf dem Zento-Rücken, wo die Felder leichte Kuppen bekommen und der Boden stellenweise hell und sandig wirkt. Das Dorf zählt 657 Einwohner und lebt sichtbar von einem Betrieb: der „Sandiger Glashütte“ (Am Sandbruch 3). Werktags steht der Rauchzug des Schmelzofens als dünner Strich über den Flächen; auf dem Hof werden dickwandige Flaschen, Lampengläser und Fensterscheiben auf Paletten und Gestellen verladen. Der Ort selbst ordnet sich entlang der Durchfahrt; Dorfladen und Postausgabe bündeln Einkäufe, Paketabholung und Aushänge, daneben liegen Gemeindehaus und Feuerwehr. Im Alltag begegnet man Lehrlingen mit Fahrrädern Richtung Hütte, Lieferwagen mit Scheibengestellen und Pendlern, die auf den Bus warten. Verkehrlich hängt Sandig an der B36: nach Westen führt sie über Feldzig weiter in den Kreis, nach Osten sind es nur wenige Kilometer bis Horchau (Zentravia). Für Gäste gibt es einfache Zimmer über einer Gaststube; viele kommen wegen einer Führung in der Glashütte oder als Zwischenstopp auf dem Rücken.

Feldzig (2.478 Einwohner, 250 m NN) ist das größte Dorf des Landkreises. Der Ort liegt am Übergang von der flachen Seeland-Ebene zum Zento-Rücken und wirkt als Knotenpunkt im Osten des Landkreises. Der Ortskern an der Marktstraße bündelt Rathaus, Sportplatz und das Kulturhaus „Zentosaal“ (Marktstraße 6), wo Ernteversammlung, Tanzabende und Instrumentenkurse stattfinden. Rundherum stehen die Läden, die man an einem Durchfahrtsort erwartet und hier tatsächlich nutzt: Bäckerei, Fahrradschrauber, Landmaschinenhändler, dazu Haltestellen, an denen Busse nach Teicha, Teichmünde, Sandig und Weishaus abgehen. Am Ortsrand liegt die „Feldziger Kornwaage“; in der Erntesaison stehen dort bis in den Abend Laster, Waagezettel werden ausgedruckt, und kurze Gespräche drehen sich um Feuchtewerte und Regenfenster. Wer bleibt, findet einfache Gaststuben und Zimmer über dem Gasthof, vor allem für Fahrer und Saisonkräfte. Feldzig zeigt sich am deutlichsten zwischen Alltag und Saison: vormittags Behördenweg und Einkauf, nachmittags Werkstatt und Sportplatz, abends Zentosaal oder Waagehof.
Mehr als die Hälfte des Kreises liegt im Westlichen Zentralmassiv, und dort verändert sich der Rhythmus: Straßen werden schmaler, Dörfer kleben an Hangkanten, und an den Einmündungen stehen Wegweiser zu Quellfassungen und Forsthütten.
Im Tal des Kleinen Teichflusses

Altenroda (458 Einwohner, 492 m NN) liegt im Tal des Kleinen Teichflusses im Zentralmassiv, 492 Meter hoch und von Waldhängen eingerahmt. Die SEE19 folgt dem Bach acht Kilometer hinab nach Teichdorf; nach Norden führt dieselbe Talstraße nach Teichquell, nach Westen verbindet die SEE4 durchs Altbachtal mit Althaus. Im Dorf fallen weniger Fassaden auf als Spuren: Die Kirche St. Rochus (Kirchberg 1) steht erhöht auf einer Terrasse, und Kerben im Stein neben dem Portal gelten als Markierungen früherer Hochwasserstände. Wer zu Fuß unterwegs ist, landet oft im „Haus Rodablick“ (Flussweg 9), einem einfachen Gasthaus mit Trockenraum für nasse Kleidung.
Von Altenroda steigt eine Bergstraße hinauf zu den zugehörigen Gebirgsdörfern Tons und Spee. Tons (838 m) hat eine wettergegerbte Kapelle und einen alten Signalstein, der bei Nebel Orientierung gab; Spee (787 m) besteht aus wenigen Höfen und einem Gemeinschaftsschuppen für Brennholz und bietet einen klaren Blick hinunter auf Teichdorf. Altenroda wirkt dadurch wie Ausgangspunkt für Talwege und Rückenanstiege – mit Wasser, Holz und Wetter als ständigen Bezugspunkten.

Teichquell (647 Einwohner, 713 m NN) liegt im engen Waldtal des Kleinen Teichflusses, 3,5 Kilometer unterhalb der Quelle. Urlaub beginnt hier oft praktisch: morgens Karten auf dem Quellplatz, Stiefel im Trockenraum, im Winter Ski am Wachstisch. Die runde Kirche St. Brigida (Kirchweg 2) ist Anlaufpunkt für Orgelproben und kurze Andachten; man hört den Klang bis auf den Weg, wenn die Tür offensteht. Über dem Ort liegt das Sanatorium Teichquell (Höhenstraße 14) mit Liegehallen und Atemtherapie, dessen Küche regelmäßig Käse aus Donau für das Fondue bekommt. Übernachten kann man im Hotel Quellenhof (Quellplatz 6), im Hotel Loipenblick (Loipenring 1), im Hotel Talsteg (Talstraße 4) oder in der Pension Waldkante (Forstweg 3) und der Pension Fichtenhang (Höhenstraße 7). Abends verteilen sich Gäste auf Brigida-Stube, Triftstube am Wehr oder Zum Liegehallenhof; später auf Nebelschluck-Bar oder Höhenbar Vierzehn. Wege führen nach Hanischwald zur Quelle, hinauf nach Waldfels und weiter Richtung Donau.

Zur Gemarkung gehören drei Gebirgsdörfer: Donau (89 Einwohner, 836 m NN) liegt oberhalb von Tons auf dem Bergrücken zwischen den Tälern des Kleinen Teichflusses und des Teichbachs. Der Ort besteht aus wenigen Höfen und einer prägenden Adresse: der Waldkäserei. Hier werden Laibe hergestellt, datiert und gereift; ein großer Teil geht als Lieferung ins Sanatorium Teichquell, wo er für das bekannte Käsefondue genutzt wird. Donau ist außerdem ein Winter- und Wanderknoten: Loipen und Rückenwege verbinden den Ort mit Waldfels, Hanischwald und Tons. Versorgung läuft klein über Lieferwagen und Absprachen; Gäste kommen meist als Tagesbesucher oder über private Zimmer.

Hanischwald (62 Einwohner, 744 m NN) liegt direkt an der Quelle des Kleinen Teichflusses. Das Dorf besteht aus wenigen Häusern entlang der Talstraße und ist Startpunkt für Wander- und Winterrouten. Zwei kleine Hotels nehmen vor allem Gäste auf, die früh auf die Spur oder zur Quelle wollen. Abends trifft man sich in der Waldbar, wo Handschuhe am Ofen trocknen und der Spurbericht an der Wand hängt. Besonderheit ist die Schnitzschule, die alle 14 Tage Kurse für Holzlöffel und einfache Figuren anbietet; in den Werkbänken stecken Späne, und viele nehmen ihr Stück im Rucksack mit ins Tal.

Waldfels (36 Einwohner, 758 m NN) liegt oberhalb von Teichquell am Hang und bietet einen freien Blick ins Tal. Das Dorf ist Startpunkt vieler Langlaufloipen: Verbindungen führen nach Donau und Tons sowie nach Hanischwald. Außerdem beginnt hier eine Abfahrtsstrecke hinunter nach Teichwald. Einen Lift gibt es nicht; stattdessen pendelt ein elektrisch betriebener Shuttlebus, der Ski und Gäste nach oben bringt und den Tagesrhythmus bestimmt. Am Shuttleplatz hängen Spurberichte und Hinweise, daneben gibt es eine Wachshütte und einen kleinen Kiosk für Tee und Suppe. Übernachten kann man in kleinen Gästehäusern am Felsweg.

Im Tal des Altbachs, der bei Altenroda aus dem Westen in den Kleinen Teichfluss mündet, liegt die Stadt Althaus (6.478 Einwohner, 512 m NN). Althaus ist die Stadt, in der Holz zu Ware wird. Rund um Forstverwaltung, Materiallager und Werkstätten konzentriert sich Arbeit, die man draußen sieht: Markierungen auf Stammenden, Ketten in Kisten, Regenkleidung zum Trocknen. Der Stadtkern liegt am Rathausplatz, klein genug für einen Markt, groß genug für regelmäßigen Austausch zwischen Handwerk, Forst und Transport. Die „Althäuser Holzverwertung & Möbelhallen“ am Triftweg 5 prägt die Randzone: Stämme aus dem Zentralmassiv werden sortiert, getrocknet und zu Bauholz oder Platten verarbeitet; die Laderampe wirkt wie eine Wand aus Bohlen. Am Wehr ergänzt das Triftarchiv die Gegenwart mit Technikgeschichte – Rechen, Wehrmodelle, Karten der alten Triftstrecken. St. Odilia am Kirchplatz steht als massiver Steinbau mit breitem Turm über dem Ort; im Turmraum erinnert eine Tafel an Unglücke beim Forstwegbau. Wer bleibt, schläft im Gasthof Altbach oder im Arbeiterhotel „Sägeplatz“ und hört abends, wie Strecken und Schichten für den nächsten Tag geplant werden.
Im Tal des Teichbaches

Staracasa (723 Einwohner, 466 m NN) sitzt im engen Teichbachtal, 6 Kilometer oberhalb von Teichdorf, und zieht sich mit der Bachgasse dicht am Wasser entlang. Der Ort beginnt ohne breiten Rand: Geländer, Brücken, Hauswände – alles liegt nah beieinander, und Lieferwagen rollen im Schritttempo durch. Am kleinen Platz vor dem Gemeindehaus hängen die Termine für Proben und Feste; hier trifft sich die Musikgruppe, die bei Veranstaltungen in Teichdorf und Feldzig auftritt. Oberhalb, am Kirchring, steht St. Cäcilia (Kirchring 1), eine Kirche, deren Empore regelmäßig für Chor und Bläser genutzt wird. Das Handwerk dazu sitzt im Ort: „Staracasaer Pfeifen & Holzbläser“ (Bachgasse 17) fertigt Blockflöten, einfache Klarinetten und übernimmt Reparaturen an Blechinstrumenten; auf der Fensterbank liegen Ventile und Polsterteile zum Trocknen. Staracasa hat einen kleinen Dorfladen mit Paketannahme, zwei Gaststuben und einfache Quartiere für Wanderer, die auf der SEE21 Richtung Oldquo weiterziehen.

Oldquo (325 Ew., 546 m) sitzt im mittleren Teichbachtal, an der Mündung des Duckelbachs in den Teichbach. Wer über die SEE21 kommt, erkennt das Dorf an den hellen Bruchstellen im Hang: Aus Quarz und Kies entwickelte sich die „Oldquoer Glasmacherei“ (Am Bruch 4). Dort entstehen dicke Scheiben für Werkstätten, Laternenzylinder und Laborgefäße; Abholer sichern die Kisten besonders, weil die Talstraße eng und kurvig ist. Zur Kirche St. Magnus (Kirchsteig 2) führt ein kurzer Steig; im Chor hängt ein Fenster aus eigener Fertigung, mit feinen Schlieren im Glas, die das Licht in Streifen auf die Bänke legen.

Butterstein liegt zwei Kilometer oberhalb von Oldquo im Teichbachtal auf 625 Metern und zählt 48 Einwohner. Der Ort hängt am Hang, mit wenigen Häusern und kurzen Wegen. Das ehemalige Schulhaus ist heute Betrieb und Treffpunkt zugleich: In der „Schulhauskäserei Butterstein“ (Schulweg 1) verarbeitet Edda Kirschner Milch von Kühen aus Waldweide zu Käse und Butter; im Keller reifen Laibe, im Arbeitsraum steht ein Holzfass zum Stampfen. An der Straße gibt es eine kleine Post- und Paketablage, „Bergkram Henn“ (Teichbachweg 4), wo auch Schlüssel und Aushänge liegen. Wer zu Fuß unterwegs ist, findet einfache Zimmer über der Käserei, praktisch für Etappen zwischen Staracasa, Oldquo und dem Gebirgsweg nach Tons. Eine kleine Kapelle am Kapellensteig gehört zu Feiertagen und stillen Besuchen. Im Gespräch geht es oft um Pegel, Brückenbretter, Zäune und die Frage, welcher Weg nach Regen noch hält.

Berchfried liegt auf 866 Metern, nur etwa einen Kilometer unterhalb der Teichbachquelle. Der Ort hat 78 Einwohner. Zentrum ist das Stein-Quellhaus (Quellweg 1), wo mehrere Rinnen gesammelt werden; daneben liegt eine freie Quellwiese, auf der Schnee lange bleibt. Die Kapelle St. Barbara (Kapellenpfad 2) ist schlicht, aber praktisch: Im Vorraum hängt das schwarze Brett für Sammelfahrten, Ersatzteile und Winterdienste. Gäste kommen selten, doch die Berchfriedhütte (Berchpfad 4) steht als Unterstand bereit; wer dort übernachtet, trägt sich ein und legt Geld in eine Kasse des Vertrauens. Viele Bewohner arbeiten in Forst und Holztransporten, manche fahren bei Bedarf nach Oldquo. Berchfried wird weniger „besichtigt“ als respektiert: Wetter, Nebel und Wegzustand entscheiden täglich über alles Weitere.

Duckel liegt östlich von Oldquo im Tal des Duckelbachs auf 732 Metern und hat 88 Einwohner. Der Ort zieht sich als Reihe von Höfen und Lagerplätzen am Wasser entlang; Holz ist hier Tagesgeschäft. Am „Duckeler Holzplatz“ (Polterweg 1) werden Stämme vermessen, mit Kreide markiert und nach Ziel sortiert: Bauholz, Möbel, Saiten- und Klangholz. In der „Duckeler Trocknung & Sortierung Reuter“ (Sägeweg 3) trocknen lattenweise Stapel besonders langsam, bevor sie an Werkstätten in Staracasa, Giesen oder Teichdorf gehen. Mittags bündelt die „Polterkantine“ (Polterweg 2) Fahrer, Forstleute und Postzusteller; dort werden Wegzustände und Abholtermine verhandelt. Der Laden „Duckeler Kram & Draht“ (Talstraße 9) verkauft Werkzeug und Grundbedarf und übernimmt Pakete. Wer beruflich hier ist, übernachtet im Gasthaus „Haus Duckelbach“ (Talstraße 12). Ein Bergweg führt weiter nach Süden Richtung Burgtredwitz; im Gelände sieht man noch Spuren alter Holzrutschen.
Im Altenbachtal

Dorfburg (354 Einwohner, 401 m NN) liegt im engen Altenbachtal, dort wo die SEE6 dem Wasser folgt und die Hänge nah an die Straße rücken. Man geht zuerst die Burgstraße entlang, vorbei an St. Michael (Burgstraße 1) und dem Friedhof, dessen Eisenkreuze aus der Werkstatt am Altenbach stammen. Wer Zeit hat, nimmt den steilen Pfad hinauf zum Turmstumpf: ein quadratischer Rest einer Wegwacht, mit Balkenauflager-Löchern, Kerben und Blick über das Tal Richtung Felsenkeller und zurück nach Teichdorf. Im Alltag trifft man sich vor „Talbedarf“ (Burgstraße 8): Brotlieferung, Schrauben, Batterien, Postpakete, kurze Absprachen über Regen, Holz und Brücke. Abends wird es in der Burgschänke (Burgstraße 6) voll; im Hinterzimmer stehen Stühle für Vorführabende des Kulturvereins, wenn Archivaufnahmen vom Straßenbau oder von Triftanlagen laufen. Zu Dorfburg gehören Hammer und Burgtredwitz.

Hammer (14 Einwohner, 374 m NN) Hammer liegt im Altenbachtal an der SEE6 und besteht im Kern aus einem Hof, einer offenen Überdachung und der Werkstatt, die man am Klang erkennt. Ralf Tamm schweißt und fertigt Halterungen, Schutzbügel und Reparaturstücke für Holzrückefahrzeuge, oft so kurzfristig, dass Anrufer gar nicht erst nach Öffnungszeiten fragen. Vor der Halle stehen Ketten, nach Länge sortiert; Tamm liest an ihnen, ob sie im steilen Gelände liefen oder nur auf Rückewegen. Wer etwas braucht, hupt kurz, steigt aus, erklärt in zwei Sätzen, und bekommt entweder Hilfe oder eine klare Zeitangabe. Hinter dem Gebäude liegt ein schmaler, meist trockener Graben und ein Fundamentstreifen – Spuren eines früheren Wasserhammerwerks am Altenbach. Radfahrer halten wegen des Wasserhahns, und an Wochenenden stellt Tamms Schwester manchmal Kaffee und Gebäck unter das Vordach: Bezahlung in die Dose, Gespräch im Stehen.

Burgtredwitz (24 Einwohner, 527 m NN) liegt 3,5 Kilometer nördlich von Dorfburg oben im Tredbachtal. Die Straße wird schmal, Schattenstellen bleiben lange feucht, und im Winter ist hier zuerst Glätte. Der Ort zählt zwei Höfe, Holzstapel, ein paar Nebengebäude – und die Brunnenstube, ein kleines Steinhaus am Weg. Innen läuft Wasser in ein Becken, so kalt, dass es im Sommer als Kühlschrank funktioniert. Milch, Butter und Getränke stehen dort, und damit das klappt, führt Hella Groth ein Notizbuch in einer Dose neben dem Becken: Wer etwas hineinstellt, schreibt es auf, wer abholt, hakt ab. Nach dem Dorffest in Dorfburg lebt eine alte Mutprobe auf: „in die Stube“ – ein kurzer Sprung ins Wasser, einmal untertauchen, wieder raus, ohne großes Gerede. Am nächsten Morgen ist alles wieder Ordnung: Bank trocken, Türhaken gefettet, Buch an seinem Platz. Gäste kommen selten zufällig, aber wer oben übernachtet, findet bei Groth im Sommer eine kleine Kammer mit Blick zur Brunnenstube.

Felsenkeller (787 Einwohner, 425 m NN) liegt an der SEE6 im Altenbachtal, wo Weidewiesen die Hänge öffnen und der Altenbach nah an der Straße bleibt. Der Ort hat keine breite Mitte, sondern eine Reihe nützlicher Punkte: Laden, Bäckerei, Haltestelle mit Wartehäuschen und die „Kellerbrauerei Altenbach“ (Kellerweg 6). Hinter dem Sudhaus führen Türen in den Hang; dort liegen die Lagerräume, kühl und nummeriert, und genau dafür kommen Besucher. Bei Führungen geht es durch Gänge, an Fässern vorbei, und am Ende sitzt man im Schalander bei Probiergläsern und einer einfachen Brotzeit. Wer länger bleibt, nimmt ein Zimmer im Gasthaus oder bei einer der Familien am Wiesenrand und startet von hier zu Spaziergängen bachaufwärts Richtung Altenquell. Vier Kilometer östlich zweigt das Tal des Westlichen Queckbaches ab; dort endet die öffentliche Straße an der abgesperrten Queck-Research-Area nahe der Grenze zum Blumenland.

Altenquell (147 Einwohner, 598 m NN) liegt am Oberlauf des Altenbachs. Im offenen Tal stehen Zäune und Weidewiesen, darüber schließt Wald; einzelne Häuser ziehen sich talaufwärts bis knapp 800 Meter. Der Ort sammelt sich an der gefassten Quelle in der Quellgasse, direkt neben der Kapelle St. Barbara (Quellgasse 3). Die Kapelle ist schlicht, und an der Wand hängt eine Tafel mit Namen der Dorfbewohner, die an der Quellfassung gearbeitet haben. Im Herbst kommen Pilzsammler und Forstleute zur Quelle, legen ihre Funde auf Zeitungspapier und diskutieren über Hänge, Stürme und Wege. Für Gäste gibt es eine kleine Herberge (Quellgasse 10) mit Trockenraum und einfachen Zimmern; sie ist besonders gefragt, wenn in den Tälern Nebel steht und man oben länger Sicht hat.

Weishaus (9.875 Einwohner, 388 m NN) liegt im Süden des Zentralmassivs auf einem Bergrücken zwischen dem Altenbachtal und dem Zento-Rücken. In Weishaus ist der Bahnhof ein täglicher Treffpunkt. Pendler steigen aus Regionalzügen, umsteigen ist Routine, und im Umfeld liegen gleich die Wege weiter: zur B51 Richtung Teichdorf, zur A4, oder über Nebenstraßen in die Täler. Die Stadt selbst liegt auf einem Rücken, deshalb sind die Quartiere gestaffelt. Unten, an den flacheren Rändern, stehen Werkhöfe und Sportanlagen; weiter oben verdichtet sich das Zentrum mit Rathaus und Kirchplatz. St. Hedwig prägt den Ort nicht durch Zierrat, sondern durch Masse: breiter Turm, klarer Innenraum, häufig genutzt für Musik. Kultur spielt sich im „Haus am Rücken“ ab – Proben, Lesungen, kleine Ausstellungen, Vereinsabende. Industrie und Handwerk sind nah: In der Möbelmontage werden Serienmöbel fertiggestellt, und in kleineren Betrieben entstehen Metallbeschläge, Glasleuchten oder Reparaturen an Blasinstrumenten. Wer Weishaus besucht, erlebt kurze Wege, klare Achsen und eine Stadt, die tagsüber arbeitet und abends auf Kirchplatz oder Kulturhaus zusammenkommt.
Am südlichen Rand des Landkreises, dort wo der Große Teich den Übergang zu anderen Kreisen markiert, lohnt der Blick über die Grenze: Im benachbarten Landkreis Teicha liegen Hafen, Markt und die Kirche St. Nautilus in der Kreisstadt Teicha, außerdem technische Anlagen am Flutkanal und Orte, die sich stark über Wasserwirtschaft und Uferleben definieren. Für Reisende ergibt sich daraus ein praktisches Muster: Der Landkreis Teichdorf ist weniger eine Linie von Sehenswürdigkeiten als eine Abfolge von Räumen – Mündung und Uferorte am Großen Teich, Flussdörfer in der Ebene, Rückenorte mit Handwerk und kleinen Betrieben, und die Täler des Zentralmassivs mit Quellen, Werkplätzen, Herbergen und dem Sanatorium in Teichquell. Wer diese Räume nacheinander nimmt, versteht schnell, warum in Teichdorf selbst an einem gewöhnlichen Werktag so viele Wege zusammenlaufen.
Orte und Gemeinden
Städte
Dörfer
- Altenquell
- Altenroda (Seeland)
- Dorfburg (Seeland)
- Feldzig
- Felsenkeller (Seeland)
- Frunse
- Funsel
- Giesen
- Oldquo
- Ostufer
- Sandig
- Siebach
- Staracasa
- Teichquell
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Altenquell (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Altenquell (147 Einwohner, 598 m) liegt am Oberlauf des Altenbachs, wo sich die Weidewiesen des gerodeten Tals bis zur Ortsmitte ziehen und darüber wieder Wald beginnt. Mittelpunkt ist die gefasste Quelle an der Quellgasse neben der Kapelle St. Barbara (Quellgasse 3). Im Herbst treffen sich hier Pilzsammler und Forstleute, vergleichen Funde und Wege. Eine kleine Herberge (Quellgasse 10) bietet Zimmer und Trockenraum und wird… Weiter …
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Altenroda (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Altenroda (458 Ew., 492 m) liegt im Zentralmassiv im engen Tal des Kleinen Teichflusses, acht Kilometer oberhalb von Teichdorf, ringsum Wald. Das Wasser läuft hier in Kurven zwischen Steinen; nach Regen zeigt sich, wie schnell der Bach anschwellen kann. Die Kirche St. Rochus (Kirchberg 1) steht auf einer Terrasse, neben dem Portal markieren Kerben alte Hochwasserstände. Wanderer übernachten im Gasthaus „Haus Rodablick“ (Flussweg 9)… Weiter …
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Althaus (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Althaus (6.478 Ew., 512 m) liegt im Altbachtal am Westhang des Zentralmassivs. Die Altbachstraße folgt dem Flusslauf und trägt Werkstätten, Läden und zwei Gasthäuser. Am Rathausplatz stehen an Markttagen Stände mit Wolle, Käse und Holzgeräten. Am Stadtrand arbeitet die „Althäuser Holzverwertung & Möbelhallen“ (Triftweg 5): Stämme werden sortiert, getrocknet und zu Bauholz oder Platten verarbeitet. Am Wehr sitzt das „Triftarchiv“ (Am Wehr 2) mit… Weiter …
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Berchfried (Gemeinde Oldquo – Landkreis Teichdorf – Seeland)

Berchfried (78 Ew., 866 m) liegt knapp unter der Quelle des Teichbachs, wer herauf will, folgt der Teichbachtalstraße. Ein Stein-Quellhaus (Quellweg 1) sammelt die Rinnen, daneben liegt die Quellwiese. Die Kapelle St. Barbara (Kapellenpfad 2) dient auch als Aushangstelle für Sammelfahrten und Materiallisten. Für Notfälle gibt es die einfache Berchfriedhütte (Berchpfad 4) mit Buch und Vertrauenskasse. Rettungspunkte und Markierungen sind hier Teil des Alltags,… Weiter …
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Burgtredwitz (Gemeinde Dorfburg – Landkreis Teichdorf – Seeland)

Burgtredwitz liegt oberhalb von Dorfburg im Tredbachtal, an einer schmalen Straße, die im Winter zuerst glatt wird. Der Ort besteht aus zwei Höfen, Nebengebäuden und einer steinernen Brunnenstube am Wegrand. Das Wasser läuft dort so kalt, dass es im Sommer als Kühlschrank dient; Milchflaschen und Getränke werden ins Becken gestellt. Hella Groth hält die Brunnenstube sauber und führt ein Notizbuch, wer was hineingelegt hat.… Weiter …
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Butterstein (Gemeinde Oldquo – Landkreis Teichdorf – Seeland)

Butterstein (48 Ew., 625 m) liegt 2 km oberhalb von Oldquo im Teichbachtal. Mittelpunkt ist die „Schulhauskäserei Butterstein“ (Schulweg 1), wo Edda Kirschner Käse reifen lässt und Butter im Holzfass stampft. Die Milch kommt von Kühen in Waldweide; Pfade, Gatter und Lecksteine prägen die Umgebung. Ein kleiner Treff- und Paketpunkt ist „Bergkram Henn“ (Teichbachweg 4). Es gibt einfache Gästezimmer im Dachgeschoss der Käserei, genutzt… Weiter …
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Donau (Gemeinde Teichquell – Landkreis Teichdorf – Seeland)

Donau (89 Ew., 836 m) liegt auf dem Bergrücken oberhalb von Tons zwischen den Tälern des Kleinen Teichflusses und des Teichbachs. Der Ort besteht aus wenigen Höfen und einer prägenden Adresse: der Waldkäserei. Hier werden Laibe hergestellt, datiert und gereift; ein großer Teil geht als Lieferung ins Sanatorium Teichquell, wo er für das bekannte Käsefondue genutzt wird. Donau ist außerdem ein Winter- und Wanderknoten:… Weiter …
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Dorfburg (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Dorfburg liegt im Altenbachtal an der SEE6, neun Kilometer östlich von Teichdorf. Über dem Dorf steht im Wald ein quadratischer Turmstumpf; der Pfad beginnt hinter der Burgstraße und endet oben zwischen Balkenlöchern im Mauerwerk. Unten prägen St. Michael (Burgstraße 1) und der kleine Friedhof mit Eisenkreuzen aus der Schmiede am Altenbach das Ortsbild. Vor dem Laden „Talbedarf“ (Burgstraße 8) sitzt man auf der Bank,… Weiter …
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Duckel (Gemeinde Oldquo – Landkreis Teichdorf – Seeland)

Duckel (88 Ew., 732 m) liegt im Seitental des Duckelbachs östlich von Oldquo. Entlang des Bachs reihen sich Höfe, Werkhöfe und Polterplätze. Am „Duckeler Holzplatz“ (Polterweg 1) werden Stämme markiert, sortiert und für Möbel- und Instrumentenbau vorbereitet; in der „Duckeler Trocknung & Sortierung Reuter“ (Sägeweg 3) lagert Klangholz in gestapelten Lagen. Mittags trifft man sich in der „Polterkantine“ (Polterweg 2). „Duckeler Kram & Draht“… Weiter …
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Feldzig (Landkreis Teicha – Seeland)

Feldzig (2.478 Ew., 250 m) liegt dort, wo die Seeland-Ebene in den Zento-Rücken übergeht, und gilt als größtes Dorf im Landkreis. Es hat einen echten Ortskern mit Rathaus, Sportplatz und dem Kulturhaus „Zentosaal“ (Marktstraße 6), in dem Ernteversammlung, Tanzabend und Instrumentenkurse laufen. Als Verkehrsknoten fahren Busse nach Teicha, Teichmünde, Sandig und Weishaus; entlang der Marktstraße stehen Bäckerei, Fahrradschrauber und Landmaschinenhändler. Am Ortsrand liegt die… Weiter …
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Felsenkeller (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Felsenkeller liegt im Altenbachtal an der SEE6, zwischen Dorfburg und Altenquell. Weidewiesen prägen das Tal, das im 17. Jahrhundert gerodet wurde; Trockenmauern und alte Obstbäume stehen noch als Ränder zwischen den Koppeln. Im Ort konzentriert sich das Leben an Läden, Bushaltestelle und der „Kellerbrauerei Altenbach“ (Kellerweg 6), deren Bier in in den Hang getriebenen Lagerräumen reift. Führungen enden oft im Schalander bei Brotzeit und… Weiter …
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Frunse (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Frunse (1.254 Ew., 341 m) liegt auf dem Radieser Rücken westlich von Funsel. Unten ziehen sich Höfe an der Hangstraße entlang, oben bündelt der Platz „Am Rücken“ Laden, Busstopp und Dorfleben. St. Verena (Kirchgasse 3) ist ein Feldsteinbau; innen bleibt der Dachstuhl sichtbar, mit eingeritzten Zimmermannszeichen. Am früheren Flößer-Lagerplatz arbeitet heute das „Frunser Möbelwerk Reimann“ (Werkstraße 1) mit Zuschnitt, Pressen und Lackierkabinen; morgens fahren… Weiter …
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Funsel (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Funsel (1.987 Ew., 138 m) liegt am Teichfluß zwischen Teichdorf und Teichmünde, wo die Ebene offen ist und Weiden- und Schilfgürtel die Ufer gliedern. Die lange Teichstraße folgt dem Fluss; vor St. Urban (Kirchplatz 1) liegt ein kleiner Platz, an dem Bus, Radfahrer und Dorffeste zusammenkommen. Am nördlichen Rand steht die alte Mühle mit unterschlächtigem Rad, heute Sitz der Holzspielzeug-Werkstatt Harke (Mühlenweg 2), bekannt… Weiter …
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Giesen (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Giesen (998 Ew., 325 m) liegt am Übergang vom Zentralmassiv zum Zento-Rücken und ordnet sich entlang der Dorfstraße. Dort verläuft ein Marktstreifen mit kleinen Läden und Haltestellen; die Schule nimmt auch Kinder aus Sandig auf. Wer keinen eigenen Wagen nutzt, orientiert sich am nächsten Bahnhof in Siebach (ZMB22) und an den Straßen B512 und SEE14. Prägend ist die „Giesener Werkstatt für Musikinstrumente“ (Dorfstraße 28):… Weiter …
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Hammer (Gemeinde Dorfburg – Landkreis Teichdorf – Seeland)

Hammer ist ein winziger Flecken im Altenbachtal direkt an der SEE6 zwischen Teichdorf und Dorfburg. Das Schild „Hammer – 14“ führt zu einem Hof mit Werkstatt, in der Ralf Tamm Metallteile für Holzrückefahrzeuge fertigt und repariert: Bügel, Halterungen, Kettenführungen, Teile „für heute“. Neben dem Tor liegt ein sortierter Stapel alter Ketten, den Tamm wie ein Arbeitsarchiv nutzt. Hinter der Werkstatt erinnern Fundamentreste und ein… Weiter …
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Hanischwald (Gemeinde Teichquell – Landkreis Teichdorf – Seeland)

Hanischwald (62 Ew., 744 m) liegt direkt an der Quelle des Kleinen Teichflusses oberhalb von Teichquell. Das Dorf besteht aus wenigen Häusern entlang der Talstraße und ist Startpunkt für Wander- und Winterrouten. Zwei kleine Hotels nehmen vor allem Gäste auf, die früh auf die Spur oder zur Quelle wollen. Abends trifft man sich in der Waldbar, wo Handschuhe am Ofen trocknen und der Spurbericht… Weiter …
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Landkreis Teichdorf (Seeland)

Der Landkreis Teichdorf liegt im Nordosten des Seelandes zwischen Großer-Teich-Ufer, nördlicher Ebene und dem Westlichen Zentralmassiv. Bei Teichdorf vereinigen sich Kleiner Teichfluss, Teichbach und Altenbach zum Teichfluß, der 20 Kilometer südlich in den Großen Teich mündet. Am See prägen Teichmünde und Ostufer Hafenbetrieb, Fischerei und Bootsbau, während Funsel und Frunse Flusswirtschaft und Holzhandwerk verbinden. Auf dem Zento-Rücken liegen Siebach, Giesen, Sandig und Feldzig mit… Weiter …
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Oldquo (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Oldquo liegt im Teichbachtal auf 546 Metern, dort wo der Duckelbach in den Teichbach mündet. Der Ort ist klein (325 Einwohner), aber im Kreis bekannt, weil hier Quarz und Kies gewonnen wurden und daraus die „Oldquoer Glasmacherei“ (Am Bruch 4) entstand. Sie fertigt dicke Scheiben, Laternenzylinder und Laborgefäße, die über Teichdorf weitergehen. Die Kirche St. Magnus (Kirchsteig 2) zeigt im Chor ein leicht blasiges… Weiter …
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Ostufer (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Ostufer (458 Ew., 103 m) liegt am Ostufer des Großen Teiches im Landkreis Teichdorf, sieben Kilometer südöstlich von Teichmünde. Die Häuser stehen hinter einem niedrigen Deich; davor liegen Bootsschuppen, Netztrockengestelle und eine Rampe, über die Traktoren Anhänger bis an den Strand ziehen. Mittelpunkt ist der Anger mit dem Dorfladen „Uferkram“ (Anger 5), zugleich Postausgabe und Angelkartenstelle. St. Berenike (Kirchweg 1) hat einen Dachreiter; innen… Weiter …
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Sandig (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Sandig (657 Ew., 297 m) liegt auf dem Zento-Rücken im Südosten des Landkreises Teichdorf. Der Ort sitzt zwischen Feldern und sandigen Kuppen, die dem Dorf den Namen gaben. Wichtigste Adresse ist die „Sandiger Glashütte“ (Am Sandbruch 3): Hier entstehen dickwandige Flaschen, Lampengläser und Fensterscheiben; an Werktagen ist der Rauchzug des Schmelzofens über den Feldern sichtbar. Der Dorfkern ist klein, mit Dorfladen und Postausgabe, Gemeindehaus,… Weiter …
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Siebach (Landkreis Teichdorf – Seeland)

iebach (364 Ew., 266 m) liegt am Rand des Zentralmassivs auf dem Zento-Rücken im Tal des gleichnamigen Baches. Der Bachgraben ist schmal und fällt im Sommer oft trocken, läuft aber nach Süden zum Giesbach und weiter Richtung Großer Teich. Siebach ist ein Streudorf ohne dichten Kern; verbindend wirken der Haltepunkt der ZMB22 und die Kapelle St. Kilian (Siebacher Weg 4), die an Feiertagen mit… Weiter …
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Spee (Gemeinde Altenroda – Landkreis Teichdorf – Seeland)

pee (48 Ew., 787 m) liegt auf dem Bergrücken oberhalb von Altenroda und bietet einen klaren Blick hinunter nach Teichdorf, wenn das Wetter mitspielt. Der Ort besteht aus wenigen Höfen und einem Gemeinschaftsschuppen für Brennholz, der über Listen und Absprachen organisiert wird. Mittelpunkt für Einwohner und Wanderer ist der kleine „Gasthof Speer Blick“ (Schuppenrain 4) mit einfacher Stube, kurzen Gerichten und Zimmern für Übernachtungen.… Weiter …
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St. Rochus in Altenroda

Die Kirche St. Rochus in Altenroda (Kirchberg 1) steht bewusst erhöht über dem Kleinen Teichfluss. Der Bau wirkt durch klare Proportionen, helles Seitenlicht und einen robusten Westturm; am Portal dokumentieren Kerben und Jahreszahlen alte Hochwasserstände. Inhaltlich verbindet die Gemeinde Glauben mit Talalltag: Pfarrerin Svea Martensen hält kompakte Gottesdienste und Andachten, Kantorin Nele Fichtner arbeitet mit kleiner Orgel und Gästen aus dem Ort, Küster Henrik… Weiter …
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Staracasa (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Staracasa liegt im engen Tal des Teichbachs, 6 km oberhalb von Teichdorf, mit dicht stehenden Häusern entlang der Bachgasse. Am kleinen Platz beim Gemeindehaus proben die Musiker, die bei Festen in Teichdorf und Feldzig auftreten. Über dem Ort steht die Kirche St. Cäcilia (Kirchring 1), deren Empore oft als Chor- und Bläserplatz genutzt wird. Handwerk und Musik greifen ineinander: In „Staracasaer Pfeifen & Holzbläser“… Weiter …
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Teichdorf (Kreisstadt – Seeland)

Teichdorf (11.538 Ew.) liegt am Südrand des Westlichen Zentralmassivs, dort wo Kleiner Teichfluss, Teichbach und Altenbach zum Teichfluß zusammengehen. Vom Bahnhof sind es wenige Minuten zum Markt: Rathaus, das Kreisarchiv im ehemaligen Salzmagazin und ein Innenhof, in dem im Winter Aktenrollen aus den Berggemeinden in Kisten trocknen. Am Kirchplatz steht St. Jakob, ein schlichter Saalbau mit gotischem Westturm. Neben Behörden und Schulen prägen Werkstätten… Weiter …
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Teichmünde (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Teichmünde liegt in der Seeland-Ebene an der Mündung des Teichflußes in den Großen Teich, nur einen Kilometer östlich der Stadtgrenze von Seestadt. Die Stadt ist klar gegliedert: am Fluss die Kaimauer mit Pollern und Kranbock, am See die Uferstraße mit Bootsschuppen und Fischannahme, dahinter Siedlung, Schule und Feuerwehr. An der Mündungsbrücke stehen im Frühjahr Wasserwacht und Angler, wenn Treibgut an den Leitbuhnen hängen bleibt.… Weiter …
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Teichquell (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Teichquell (647 Ew., 713 m) liegt im Tal des Kleinen Teichflusses, wenige Kilometer unterhalb der Quelle, umgeben von Wald. Der Ort ist Urlaubsziel für Wanderer und Wintersportler: im Winter starten Loipen, im Sommer führen Wege nach Hanischwald, Waldfels und Donau. Prägend sind die runde Kirche St. Brigida (Kirchweg 2) mit Orgelproben und das Sanatorium Teichquell (Höhenstraße 14) für Erholung und Atemtherapie. Unterkünfte reichen vom… Weiter …
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Tons (Gemeinde Altenroda – Landkreis Teichdorf – Seeland)

Tons (52 Ew., 838 m) liegt hoch am Hang über Altenroda und wirkt wie eine Streusiedlung, die sich nach Wind und Nebel richtet. Die Bergstraße führt in Kehren hinauf; oben stehen wenige Höfe, dazwischen Wiesenstücke und Holzlegen. Mittelpunkt ist die kleine, wettergegerbte Kapelle, die an bestimmten Tagen vorbereitet wird und als Treffpunkt dient. Daneben liegt der Signalstein, früher Orientierung bei Nebel, heute Messpunkt für… Weiter …
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Waldfels (Gemeinde Teichquell – Landkreis Teichdorf – Seeland)

Waldfels (36 Ew., 758 m) liegt oberhalb von Teichquell am Hang und bietet einen freien Blick ins Tal. Das Dorf ist Startpunkt vieler Langlaufloipen: Verbindungen führen nach Donau und Tons sowie nach Hanischwald. Außerdem beginnt hier eine Abfahrtsstrecke hinunter nach Teichwald. Einen Lift gibt es nicht; stattdessen pendelt ein elektrisch betriebener Shuttlebus, der Ski und Gäste nach oben bringt und den Tagesrhythmus bestimmt. Am… Weiter …
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Weishaus (Landkreis Teichdorf – Seeland)

Weishaus (9.875 Ew., 388 m) liegt auf einem Bergrücken im Süden des Zentralmassivs zwischen Altenbachtal und Zento-Rücken. Die Stadt öffnet sich nach Süden zur Ebene, nach Norden führen Straßen in die Täler. Bebauung und Alltag folgen der Rückenstraße: unten Werkhöfe, Sportplätze und Industrie, oben Rathaus und die Stadtkirche St. Hedwig (Kirchplatz 1) mit breitem Turm und Konzertnutzung. Kultur bündelt das „Haus am Rücken“ (Rückenstraße… Weiter …
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Weishäuser Möbelmontage

Die Weishäuser Möbelmontage ist ein regional verankerter Handwerksbetrieb im Ort Weishaus im Landkreis Teichdorf-Seeland. Seit den 1970er-Jahren fertigt das Unternehmen Möbelteile, montiert Serien- und Maßanfertigungen und arbeitet eng mit Betrieben der Region zusammen. Rund 45 Beschäftigte sind in Werkstatt, Logistik und Büro tätig. Gefertigt werden unter anderem Einbauschränke, Büroausstattungen und Spezialanfertigungen. Die Firma pflegt enge Verbindungen zu lokalen Partnern, Schulen und sozialen Projekten. Viele… Weiter …
