(Pop.: 272.186)

Das Blumenland liegt im Zentrum der Inselwelt Landauri und erstreckt sich von den Gipfeln des Zentralmassivs im Norden bis zu den Ufern des Mare Internum im Süden. Seine natürlichen Grenzen werden durch die Flüsse und Berge ringsum bestimmt: Im Westen grenzt es an Zentravia und das Bierland, im Osten an die historische Landschaft Mesopotamia. Im Norden bildet der Kamm des Zentralmassivs die Grenze zum Tremoland. Im Süden schließlich öffnet sich das Land zur Novabucht und zum Mare Internum. Das Rückgrat des Blumenlandes bildet der Nova-Fluss. Er entspringt im Zentralmassiv, etwa neunzig Kilometer nördlich der Hauptstadt, und durchfließt das gesamte Land, ehe er an der Novabucht in das Mare Internum mündet. Zwei weitere Flüsse entspringen im selben Gebirge und fließen der Nova zu: die Nora, die bei Noramünde in die Nova mündet, und die Mulde, die bei Muldmünde in die Nova mündet. Diese drei Flüsse mit ihren fruchtbaren Tälern bilden das landschaftliche und wirtschaftliche Gerüst der Region.

Der Norden des Blumenlandes wird vom Zentralmassiv beherrscht, einer mächtigen Gebirgskette, die das Land gegen das Tremoland abschirmt. Der höchste Berg des Blumenlandes und zugleich einer der markantesten Gipfel des gesamten Zentralmassivs ist der Eisberg, der sich 1734 Meter über den Meeresspiegel erhebt. Er ist mit einer Zahnradbahn erschlossen und bietet Besuchern einen weiten Blick. Unterhalb der Gipfelregionen schließen sich bewaldete Hänge und weite Almflächen an, die im Sommer als Viehweide genutzt werden. Südlich des Gebirges weitet sich die Landschaft zum Blumenthal, dem agrarischen Herz des Landes. Diese weite, flache Ebene wird von den mäandrierenden Läufen der Nova und der Mulde durchzogen und ist von tiefgründigen Lössböden bedeckt, auf denen Weizenfelder, Obsthaine und Gärtnereien gedeihen. Einzelne kleinere Wäldchen durchbrechen die ansonsten offene Landschaft. Das Tal setzt sich bis an die Novabucht fort und prägt das sanfthügelige Land im Umkreis der Hauptstadt.

Die Hauptstadt Nova liegt an der Südküste des Blumenlandes, genau dort, wo die Nova in die geschützte Novabucht mündet. Mit 82.826 Einwohnern ist sie die mit Abstand größte Stadt der Provinz. Ihre Hafenanlagen liegen direkt am Mare Internum und machen Nova zu einem Knotenpunkt des Seehandels. Durch das fruchtbare Hinterland profitiert die Stadt zudem als Umschlagplatz für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Provinz. Zum Blumenland gehört auch die Blumeninsel, die südlich von Nova im Mare Internum liegt. Die Insel ist sechzehn Kilometer lang und acht Kilometer breit und hat etwa 10.001 Einwohner. Sie ist ein Überbleibsel der einstigen Landbrücke, die in der Frühzeit der Inselwelt das Blumenland mit den südlichen Regionen verband.

Das milde Klima des Blumenlandes wird durch die Nähe zum Mare Internum bestimmt. Die Sommer sind warm und feucht, die Winter milde. In den Hochlagen des Zentralmassivs dagegen herrscht ein raues Gebirgsklima mit viel Schnee im Winter und kühlen Sommern. Die Kombination aus fruchtbaren Böden, günstigem Klima und guter Wasserversorgung durch die drei Flüsse macht das Blumenland bis heute zu einer der ertragreichsten Agrarlandschaften der Inselwelt Landauri.

Zur Geschichte

Die Geschichte Blumenlands beginnt im Jahr 755 als eine der „sechs alten Herrschaften“ Landauris. Königin Florentia I. (755–774), eine botanikkundige Adlige aus Zentravia, gründete das Land entlang des Novaflusses und wählte das gartenreiche Florentum zur Hauptstadt. Ihre Leidenschaft für Pflanzen prägte das gesamte Gemeinwesen: Parks, Gärten und Landwirtschaft machten Blumenland rasch zum wichtigsten landwirtschaftlichen Versorger der Nachbarn. Ihre Nachfolgerin, Königin Alveria „die Botanikerin“ (778–812), führte das Land in seine höchste Blüte. Sie gründete 799 die Stadt Florica, die zum Handels- und Kulturzentrum aufstieg, und eröffnete dort im Jahr 800 den ältesten botanischen Garten der Inselwelt. Der Gelehrte Eudoxus von Blumenland verfasste an ihrem Hof das epochale Werk Flora Landaurica, eine Klassifikation der heimischen Pflanzen, die die Landwirtschaft nachhaltig beeinflusste. Diplomatisch lehnte sich Alveria eng an die Republik Bierona und das Königreich Butha an, was Stabilität und Wohlstand sicherte. Unter Königin Elenia (812–832) traten erste Risse in diesem Glanz auf. Das schwere Erdbeben von Florica im Jahr 820 zerstörte weite Teile der Stadt und erforderte einen aufwändigen Wiederaufbau. Die wahre Katastrophe folgte jedoch nach ihrem Tod. Unter ihrem Sohn, König Florentius II. (832–850), brach 841 die verheerende „Blumenland-Pest“ aus, die Tausende dahinraffte und das Land wirtschaftlich wie kulturell ausbluten ließ. Florentius erbaute 837 noch die große Bibliothek Florentiana in Florica und versuchte mit neuen Bewässerungstechniken die Agrarwirtschaft zu retten. Vergeblich: Ab 845 fielen Wikinger entlang des Novaflusses ein und verwüsteten die Dörfer. Als Florentius II. 850 ohne Erben starb, brach die politische Ordnung endgültig zusammen. Florentum und Florica verfielen, die überlebende Bevölkerung zog sich in kleine Siedlungen zurück – das Blumenland versank in eine fast 150-jährige dunkle Zeit.

Die Wiedergeburt kam aus dem Süden. 978 wurde das Gemeinwesen Storha gegründet, in dem sich auch Flüchtlinge aus dem alten Blumenland sammelten. Deren Nachkommen bewahrten die Erinnerung an die verlorene Heimat. Um 1050 kehrte eine Gruppe unter Senator Carolus Renatus an die Novabucht zurück und errichtete auf den Ruinen von Florentum einen neuen, unabhängigen Stadtstaat: Nova, die „Neue“. Die Stadt gab sich eine aristokratisch-republikanische Verfassung, profitierte von ihrer günstigen Hafenlage und knüpfte bald wieder an die alten Handelstraditionen an.

Die Eigenständigkeit Novas währte jedoch nur wenige Jahrzehnte. König Zinzad von Storha (1104–1160), der das Königreich zu einem Flächenstaat formte, annektierte Nova um 1120 auf friedlichem Wege. Die Stadt behielt ihre Privilegien und Selbstverwaltungsorgane, wurde aber Teil des Königreichs Storha; das umliegende Land wurde zur Provinz Blumenland. Geschützt durch die Krone blieb die Region über Jahrhunderte ein tief landwirtschaftlich geprägtes Gebiet – Weizenfelder, Obsthaine und die berühmten Blumengärten bestimmten das Bild, während Nova als Hafenstadt einen bescheidenen Handel trieb. Nach der Eingliederung in das Königreich Storha begann für das Blumenland eine lange Periode ländlicher Stabilität, die nur selten von den großen politischen Umwälzungen der Inselwelt erschüttert wurde. Die Provinz blieb das, was sie seit den Tagen Königin Alverias gewesen war: eine fruchtbare Agrarlandschaft, deren Weizenfelder, Obsthaine und Blumengärten die Märkte des Reiches versorgten. Unter den frühen Königen Storhas festigte sich diese Rolle. Königin Pascalia I. „die Große“ (1160–1172) förderte mit ihren Infrastrukturprojekten auch die Provinz: Eine Ausbesserung der alten Straßen verband Nova besser mit dem Hinterland, und die in den Borneischen Statuten von 1167 verankerten Rechte für Bauern und Handwerker kamen den Landgemeinden Blumenlands unmittelbar zugute. Die Stadt Nova profitierte von ihrer Lage an der Großen Königsstraße, die unter Pascalia und Hertilius I. (1172–1205) ausgebaut wurde und die Hauptstadt Storha über Storhabrück mit dem Süden verband – ein Handelsweg, der über die Haseninsel und die Blumeninsel direkt nach Florica und Nova führte und der Stadt einen bescheidenen, aber stetigen Wohlstand sicherte.

Auch unter der Herrschaft des vereinigten Königreichs Storcha ab 1452 änderte sich an der landwirtschaftlichen Prägung Blumenlands wenig, wohl aber an seiner administrativen Einbindung. König Albertus I. (1452–1461) gliederte die Provinz mit seinem Albertinischen Gesetzbuch in das zentralisierte Reich ein und entsandte erstmals einen königlichen Statthalter nach Nova. Die noblen Gärten der Stadt, die an die alte Blumenland-Tradition anknüpften, wurden in dieser Zeit neu angelegt und zierten fortan die Landsitze wohlhabender Kaufleute. Die Entdeckungs- und Wissenschaftsepoche des 17. Jahrhunderts hinterließ auch in der stillen Provinz ihre Spuren. König Demiphones (1642–1677), ein leidenschaftlicher Förderer der Künste und Wissenschaften, besuchte im Jahr 1663 persönlich den botanischen Garten von Florica – der in seiner Grundsubstanz noch aus der Zeit Königin Alverias stammte – und stiftete Mittel für seine Erneuerung. Unter König Laurentius (1756–1801), der als aufgeklärter Monarch und früher Umweltschützer gilt, wurden die Gartenanlagen nochmals erweitert und ein Netz schiffbarer Kanäle zwischen Nova und dem fruchtbaren Hinterland angelegt, um den Transport von Getreide und Schnittblumen zu erleichtern.

Den entscheidenden Modernisierungsschub brachte das 19. Jahrhundert mit dem Bau der Stammbahn, der ersten großen Eisenbahnstrecke Landauris. Initiiert von König Adelbert I. (1801–1825) und nach seinem Tod 1832 fertiggestellt, verband die Bahn Nova direkt mit der Hauptstadt Storcha. Landwirtschaftliche Erzeugnisse aus der gesamten Provinz – Weizen, Obst, Gärtnereiprodukte – konnten nun in ungekannter Geschwindigkeit transportiert werden. Nova entwickelte sich zum logistischen Knotenpunkt, exportierte Waren bis nach Ackero und Weinberg. Die Stadt wuchs über ihre mittelalterlichen Mauern hinaus, Industrieviertel und moderne Hafenanlagen entstanden. Binnen weniger Jahrzehnte überschritt die Einwohnerzahl die 80.000er-Marke. Prachtbauten wie das neoklassizistische Stadttheater und die Gründerzeithäuser der Bahnhofsvorstadt zeugen noch heute von diesem Aufschwung. Das ländliche Blumenland selbst blieb von der Industrialisierung weitgehend unberührt – die Sozialkonflikte, die schließlich 1827 zum Sturz Adelberts II. und zum Ende der alten Monarchie führten, brachen sich in der stillen Agrarprovinz nur als fernes Echo.

In der Gegenwart präsentiert sich Blumenland als eine Provinz mit zwei Gesichtern: Das ländliche Umland ist eine stille, fruchtbare Agrarlandschaft geblieben, während Nova als quirlige Großstadt mit Hafen, Industrie und einem renommierten Blumenmuseum im Alten Palast das kulturelle Zentrum bildet. Das jährliche Blumenfest und der Botanische Garten von Florica – heute eine sorgsam gepflegte historische Anlage – erinnern an die glanzvolle Epoche der Königinnen und an ein Land, das seinen Namen zu Recht trägt.

Hauptstadt Nova

Nova (Pop.: 82.826)

Nova, die Hauptstadt des Blumenlandes an der Novabucht, ist eine Stadt der Kontraste mit 82.826 Einwohnern. Ihre Geschichte reicht von der Gartengründung Florentums 755 durch Königin Florentia I., über die Zerstörung durch Wikinger um 850, bis zur Neugründung als Stadtstaat Nova um 1050. Der entscheidende Aufschwung kam im 19. Jahrhundert mit dem Bau der Stammbahn, der Nova zum logistischen Knotenpunkt und zur Industriestadt machte. Heute gliedert sich die Stadt in fünf Bezirke: Nova Mitte mit seiner Altstadt, der St.-Florentia-Kathedrale und dem Hauptbahnhof; das vornehme Nova-Bucht (Florica) mit Schloss Florica und dem ältesten botanischen Garten; das akademische Nova West mit der Universität; das maritime Nova Hafen mit Industrie und Nachtleben; sowie Nova Nord, das sich vom einstigen Arbeiterviertel zu einem grünen, modernen Stadtteil gewandelt hat. Der Beitrag beschreibt zudem die Verkehrsanbindung sowie ein vielfältiges Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten, Restaurants und Einkaufsstraßen, die die botanische Tradition der Stadt widerspiegeln.

Landkreise

Komerz (Pop.: 25.146)

Fährstedt (Pop.: 35.234)

Blumeninsel (Pop.: 10.001)

Novafurt (Pop.: 51.029)

Muldmünde (Pop.: 14.998)

Novatal (Pop.: 15.539)

Blue River (Pop.: 23.004)

Brooklin (Pop.: 14.409)

  • Blumenland

    (Pop.: 272.186) Das Blumenland liegt im Zentrum der Inselwelt Landauri und erstreckt sich von den Gipfeln des Zentralmassivs im Norden bis zu den Ufern des Mare Internum im Süden. Seine natürlichen Grenzen werden durch die Flüsse und Berge ringsum bestimmt: Im Westen grenzt es an Zentravia und das Bierland, im Osten an die historische Landschaft Weiter …

  • Nova (Hauptstadt des Blumenlandes)

    Nova (Hauptstadt des Blumenlandes)

    Nova, Hauptstadt des Blumenlandes mit 82.826 Einwohnern, liegt an der Mündung des Novaflusses in das Mare Internum. 755 von Königin Florentia I. als Florentum gegründet, wurde die Stadt um 850 von Wikingern zerstört und im 11. Jahrhundert als Stadtstaat Nova wiedererrichtet. Der Bau der Stammbahn 1832 machte sie zum industriellen Knotenpunkt. Heute gliedert sich Nova in fünf Stadtteile: das historische Nova Mitte, das vornehme… Weiter …