(Pop.: 82.826)

Nova, die Hauptstadt des Blumenlands, ist eine Stadt, in der sich botanisches Erbe, bewegte Geschichte und moderne Urbanität zu einem einzigartigen Gesamtbild fügen. An der geschützten Novabucht gelegen, dort wo der Novafluss in das Mare Internum mündet, zählt sie heute 82.826 Einwohner und ist das unbestrittene wirtschaftliche, kulturelle und administrative Zentrum der gesamten Region. Die Wurzeln der Stadt reichen zurück bis ins Jahr 755, als Königin Florentia I. hier das gartenreiche Florentum gründete. Nach der Zerstörung durch Wikinger um 850 und fast zwei Jahrhunderten des Verfalls erstand der Ort im 11. Jahrhundert als unabhängiger Stadtstaat Nova neu. Später als Provinzstadt in das Königreich Storha eingegliedert, erlebte sie ihren entscheidenden Aufschwung im 19. Jahrhundert, als der Bau der Stammbahn sie zum logistischen Knotenpunkt und zur industriell geprägten Großstadt machte.

Heute ist Nova eine Stadt der Kontraste: Die schnuckelige Altstadt von Nova Mitte mit ihren Fachwerkhäusern aus der Zeit Königin Pascalias I. steht neben dem geschäftigen Hauptbahnhof, von dem aus Expresszüge in alle Teile der Inselwelt Landauri verkehren. Das vornehme Nova-Bucht bewahrt mit dem Botanischen Garten von Florica und Schloss Florica das Erbe der Königin Alveria. In Nova West pulsiert das akademische Leben rund um die Universität, während Nova Hafen mit seinen Kais, Industriebetrieben und dem angesagten Nachtleben das maritime Herz der Stadt bildet. Nova Nord schließlich, einst dreckiges Industrieviertel, ist heute ein grüner, moderner Stadtteil, der gelungenen Strukturwandel verkörpert.

Geschichte

Die Geschichte Novas beginnt im Jahr 755, als Königin Florentia I. an der Mündung des Novaflusses in die geschützte Novabucht die Stadt Florentum gründete. Als passionierte Botanikerin ließ sie die Straßen mit Gärten und Parks durchziehen, was der jungen Hauptstadt des Blumenlandes rasch den Ruf einer der schönsten Städte der Inselwelt eintrug. Unter Königin Alveria (778–812) erlebte Florentum eine erste Blüte als Hafen- und Handelsstadt, profitierte von den engen Beziehungen zum benachbarten Bierona und Butha und wurde zum Umschlagplatz für die landwirtschaftlichen Erzeugnisse des fruchtbaren Hinterlandes. Der Glanz erlosch um 850. Wikingerüberfälle, die Blumenland-Pest von 841 und der kinderlose Tod König Florentius‘ II. stürzten die Region ins Chaos. Florentum wurde 850 von Wikingern gebrandschatzt und seine Hafenanlagen zerstört. Die überlebende Bevölkerung zog sich ins Hinterland zurück, die Ruinen der Stadt wurden von Gras und Gestrüpp überwuchert. Fast zwei Jahrhunderte lang lag die Novabucht weitgehend verlassen.

Die Wiedergeburt kam im 11. Jahrhundert. Um 1050 führte Senator Carolus Renatus eine Gruppe von Siedlern aus dem 978 gegründeten Gemeinwesen Storha an die Novabucht zurück. Sie errichteten auf den Fundamenten des alten Florentum eine neue Stadt und gaben ihr den programmatischen Namen Nova – „die Neue“. Als unabhängiger Stadtstaat mit republikanisch-aristokratischer Verfassung, regiert von einem Stadtrat und einem gewählten Podestà, knüpfte Nova an die alten Handelstraditionen an. Die günstige Lage an der Novabucht zog rasch Kaufleute aus dem gesamten Mare Internum an. Die Selbstständigkeit währte nur wenige Jahrzehnte. Um 1120 annektierte König Zinzad von Storha (1104–1160) die Stadt auf friedlichem Wege. Nova behielt seine städtischen Gremien und Handelsprivilegien, wurde aber Teil des expandierenden Königreichs. In den folgenden Jahrhunderten blieb Nova ein bescheidener, aber stetig florierender Hafen- und Handelsplatz. Die unter Pascalia I. (1160–1172) ausgebaute Große Königsstraße verband die Stadt über die Haseninsel und Blumeninsel mit dem Norden des Reiches.

Den entscheidenden Entwicklungssprung brachte das 19. Jahrhundert. Unter König Adelbert I. (1801–1825) begann der Bau der Stammbahn, die nach seiner Regierungszeit 1832 fertiggestellt wurde und Nova direkt mit der Hauptstadt Storcha verband. Die Eisenbahn machte die Stadt zum logistischen Knotenpunkt der Region. In rascher Folge entstanden Industrieviertel entlang der Gleise, moderne Hafenanlagen ersetzten die alten Kais, und die Einwohnerzahl überschritt die Achzigtausend-Marke. Repräsentative Bauten wie das neoklassizistische Stadttheater und die Gründerzeithäuser der Bahnhofsvorstadt prägen seitdem das Stadtbild. Heute zählt Nova 82.826 Einwohner und gliedert sich in die Bezirke Nova Nord, Nova West, Nova Hafen und Nova-Bucht. Die Stadt vereint ihre mittelalterlichen Ursprünge mit der industriellen Moderne: Der Alte Palast am Hafen beherbergt das Blumenmuseum, das an die Zeit der alten Herrschaft erinnert, während das jährliche Blumenfest Besucher aus der gesamten Inselwelt anzieht. Nova ist das urbane Herz einer ansonsten ländlich geprägten Provinz – und die Hüterin einer Geschichte, die von Blüte, Untergang und Wiedergeburt erzählt.

Stadtbezirke

Nova Mitte

(Pop.: 12.578 – 22m NN)

Nova Mitte ist der älteste Stadtteil der Hauptstadt des Blumenlandes. Er erstreckt sich ostseitig des Nova-Flusses, etwa drei Kilometer nördlich der Mündung in die Novabucht. Genau hier lag einst das antike Florentum, das Königin Florentia I. im Jahr 755 gründete und mit blühenden Gärten und Parks durchziehen ließ. Dieses gartenreiche Erbe der ersten Herrscherin ist in Nova Mitte bis heute lebendig. Wo einst die botanischen Prachtanlagen der Königin blühten, durchziehen noch immer kleine Grünflächen und sorgfältig bepflanzte Plätze das Viertel und verleihen ihm seinen besonderen Charakter. Zwei Kirchen prägen das geistliche Leben von Nova Mitte. Die St.-Florentia-Kathedrale wurde im späten 12. Jahrhundert unter Königin Pascalia I. „der Großen“ (1160–1172) errichtet, die mit ihren Infrastrukturprojekten die ganze Provinz förderte und deren in den Borneischen Statuten von 1167 verankerten Rechte den Landgemeinden des Blumenlandes unmittelbar zugutekamen. Die dreischiffige Basilika ist der Stadtgründerin geweiht und vereint romanische Strenge mit gotischen Spitzbögen. Jüngeren Datums ist die St.-Carolus-Kirche, eine barocke Hallenkirche aus der Zeit König Laurentius‘ (1756–1801). Sie wurde zu Ehren von Senator Carolus Renatus errichtet, der um 1050 die Wiederbesiedlung der Novabucht anführte.

Am zentralen Alverienplatz erinnert eine archäologische Schaufläche an die alten Grundmauern des Palastes der Blüten, der Residenz der frühen Königinnen. Das Blumenmuseum im Alten Palast bewahrt das botanische Erbe der Region. Die Altstadt von Nova gehört zu den reizvollsten Altstädten Landauris. Enge, kopfsteingepflasterte Gassen schlängeln sich zwischen liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern hindurch. Viele Gebäude stammen aus der Regierungszeit Königin Pascalias I., als die Große Königsstraße Nova über die Haseninsel und Blumeninsel mit dem Norden des Reiches verband und der Stadt einen bescheidenen, aber stetigen Wohlstand sicherte. Patrizierhäuser mit verzierten Erkern und blumengeschmückten Innenhöfen zeugen vom Selbstbewusstsein der damaligen Kaufmannschaft. Kleine Handwerksbetriebe, Blumenläden und gemütliche Cafés beleben noch heute die verwinkelten Gassen.

Am südlichen Rand von Nova Mitte liegt der Nova Hauptbahnhof, das verkehrstechnische Herz der Stadt. Das Empfangsgebäude, ein Gründerzeitbau aus den 1830er Jahren, wurde zeitgleich mit der Eröffnung des ersten Teilstücks der Stammbahn zwischen Ackero und Weinheim im Jahr 1832 fertiggestellt. Von hier aus verkehren Expresszüge über die Stammbahn alle zwei Stunden ostwärts über Storcha und Kopfa bis nach Nortost sowie westwärts über Bierona und Butha bis nach Ackero. Seit dem Bau der Mittelmeerbahn (Linie 6) kamen zusätzliche Verbindungen hinzu: Expresszüge fahren alle zwei Stunden entlang der Küste des Mare Internum nordwärts über Tremo nach Nortismo sowie in Gegenrichtung über Storha nach Kamo, der Hauptstadt von Nordren. So verbindet Nova Mitte auf einzigartige Weise die Spuren seiner königlichen Vergangenheit mit der Rolle als pulsierender Verkehrsknotenpunkt der Gegenwart.

Nova – Bucht (Florica)

(Pop.: 7.482 – 5m NN)

Nova-Bucht ist mit 7.482 Einwohnern und einer Lage von nur fünf Metern über dem Meeresspiegel einer der geschichtsträchtigsten Stadtteile der Blumenland-Hauptstadt. Hier, unmittelbar am Ufer der Novabucht, gründete Königin Alveria „die Botanikerin“ im Jahr 799 die Stadt Florica – jenes kulturelle und wissenschaftliche Zentrum, das unter ihrer Herrschaft zur eigentlichen Perle des alten Blumenlandes aufstieg. Heute ist Nova-Bucht ein ruhiges, vornehmes Viertel, in dem sich Geschichte und Gegenwart auf einzigartige Weise durchdringen. Anders als das benachbarte Florentum, das beim Wikingersturm von 850 vollständig niederbrannte, überstanden in Florica einzelne Gebäude die Katastrophen der dunklen Jahrhunderte. Zwar suchten auch hier das schwere Erdbeben von 820, die Blumenland-Pest von 841 und die Wikingerüberfälle ab 845 die Stadt heim, doch blieben einige steinerne Bauten als Ruinen erhalten. Als die Siedler aus Storha um 1050 unter Senator Carolus Renatus die Novabucht wiederbesiedelten, fanden sie in Florica noch aufrechte Mauern vor. Diese Kontinuität ist im Straßenbild bis heute spürbar. Einzelne Gärten, die in ihrer Grundstruktur noch auf die Zeit Königin Alverias zurückgehen, schmiegen sich an alte Gemäuer. Der berühmteste unter ihnen ist der Botanische Garten von Florica, den Alveria im Jahr 800 stiftete und der als der älteste botanische Garten der gesamten Inselwelt Landauri gilt. Was im 9. Jahrhundert verwilderte, wurde nach der Wiederbesiedlung schrittweise rekultiviert und unter König Laurentius (1756–1801) großzügig erweitert. Heute beherbergt der Garten eine Sammlung seltener Pflanzen, die in ihrer Vielfalt an die Flora Landaurica des großen Gelehrten Eudoxus von Blumenland erinnert.

Das geistliche Zentrum von Nova-Bucht ist die St.-Alveria-Kirche, eine romanische Basilika aus dem frühen 12. Jahrhundert, die auf den Grundmauern eines antiken Tempels errichtet wurde. Der Legende nach soll genau an dieser Stelle das Geburtshaus der Königin Alveria gestanden haben. Die Kirche ist ihr geweiht und birgt in ihrer Krypta einen Sarkophag, der als Grabmal der Königin verehrt wird.

Das Schloss Florica, ein eleganter Barockbau mit klassizistischen Flügeln, thront auf einer leichten Anhöhe über der Bucht. Ursprünglich im 13. Jahrhundert als befestigter Wachturm errichtet, wurde es unter König Laurentius zu einer Sommerresidenz der Herrscher von Storcha ausgebaut. Die Bauarbeiten begannen 1762 und zogen sich über vier Jahrzehnte hin. Heute dient das Schloss als Sitz des Provinzstatthalters und beherbergt in seinen prunkvollen Sälen regelmäßig Empfänge des Landtages von Blumenland.

Nova-Bucht ist heute das administrative Zentrum des Blumenlandes. Entlang der Alveria-Allee, einer von Platanen gesäumten Prachtstraße, reihen sich die wichtigsten Regierungsgebäude des Blumenlandes aneinander: das Provinzialministerium für Landwirtschaft und Botanik, dessen Vorgängerinstitution bis auf die Reformen Königin Pascalias I. zurückgeht, das Landauer Finanzamt Nova-Bucht und der Provinzialrat, ein neoklassizistischer Bau aus der Zeit nach der Vereinigung Storchas. Die Gebäude fügen sich harmonisch in das historische Ensemble ein und unterstreichen die besondere Rolle, die Nova-Bucht seit den Tagen Königin Alverias spielt: als das administrative und kulturelle Gedächtnis einer ganzen Region.

Nova West

(Pop.: 12.203 – 22m NN)

Nova West erstreckt sich westlich des Nova-Flusses, gegenüber der historischen Altstadt von Nova Mitte. Anders als das ostseitig gelegene alte Florentum wurde dieses Gebiet erst bei der Neugründung der Stadt um 1050 durch Senator Carolus Renatus systematisch in das städtische Gefüge einbezogen. Wo zuvor nur vereinzelte Gehöfte und Weiden lagen, entstand im Laufe der Jahrhunderte ein eigenständiges, von Bildung und Verwaltung geprägtes Viertel.

Das Herzstück von Nova West ist die Universität Nova, die aus der 1655 von König Demiphones gegründeten Landauri-Universität Storcha hervorging und 1824 einen eigenen Standort im Blumenland erhielt. Der Campus erstreckt sich über ein weitläufiges Areal am nördlichen Rand des Stadtteils und vereint Baustile aus drei Jahrhunderten. Das Hauptgebäude, ein klassizistischer Bau mit ionischen Säulen und einer breiten Freitreppe, wurde 1827 fertiggestellt und beherbergt das Rektorat sowie den großen Festsaal, in dem alljährlich die Absolventen verabschiedet werden. Um den zentralen Campusplatz, eine von Kastanien beschattete Grünfläche mit Springbrunnen und Leseterrassen, gruppieren sich die wichtigsten Institute. Das Institut für Botanik und Agrarwissenschaften setzt die alte Tradition des Blumenlandes fort und forscht unmittelbar angewandt an neuen Pflanzensorten. Sein Gewächshauskomplex mit sechs Klimazonen ist weithin sichtbar. Das Eudoxus-Institut für Pflanzensystematik, benannt nach dem großen Gelehrten der Königin Alveria, beherbergt ein Herbarium mit über 200.000 Belegen und gibt die renommierten Novaer Botanischen Hefte heraus. Ergänzt wird das naturwissenschaftliche Profil durch das Institut für Maritime Ökologie, das die Lebensräume des Mare Internum erforscht und ein eigenes Forschungsschiff betreibt. Auch die Geisteswissenschaften sind mit eigenen Gebäuden vertreten. Das Institut für Geschichte der Inselwelt Landauri widmet sich der Erforschung der sechs alten Herrschaften und gibt die historisch-kritische Edition der Annales Florentiani heraus. Die Fakultät für Agrarökonomie schließlich verbindet wirtschaftswissenschaftliche Forschung mit den praktischen Bedürfnissen der landwirtschaftlich geprägten Provinz.

Das geistliche Zentrum von Nova West ist die St.-Sophia-Kirche, eine dreischiffige Backsteinhallenkirche aus dem 14. Jahrhundert. Sie wurde unter König Karkia (1305–1351) errichtet, der die Allianz mit dem Despotat Storcha intensivierte und dessen Regentschaft eine Zeit wachsenden Wohlstands für das Blumenland brachte. Die Kirche ist der heiligen Sophia geweiht und birgt einen kostbaren Schnitzaltar aus der Zeit um 1420. Nova West beherbergt zudem mehrere wichtige Einrichtungen der Provinzialverwaltung. Das Provinzialministerium für Bildung und Wissenschaft liegt in einem gründerzeitlichen Backsteinbau an der Universitätsstraße und koordiniert das Schul- und Hochschulwesen des gesamten Blumenlandes. Das Provinzialamt für Statistik und Meldewesen in einem benachbarten Gebäude führt die Bevölkerungsregister der Provinz und veröffentlicht regelmäßig die Blumenländer Landesstatistik. Die Provinziallandesbibliothek, ein modernistischer Bau aus den 1960er Jahren mit einer markanten Glasfassade, beherbergt über 800.000 Bände und besitzt mit der Sammlung Flora Landaurica einen wertvollen Bestand botanischer Literatur.

Eine grüne Brücke zwischen Nova West und dem östlich gelegenen Stadtteil Nova-Bucht bildet der Forstbotanische Garten von Nova. Er wurde 1845 angelegt und umfasst auf einer Fläche von zwölf Hektar heimische und exotische Baumarten. Anders als der historische Botanische Garten von Florica, der auf Königin Alveria zurückgeht und gärtnerischen Repräsentationszwecken dient, widmet sich der Forstbotanische Garten der wissenschaftlichen Erforschung von Gehölzen. Ein Arboretum mit über 300 Arten, mehrere Teichanlagen und ein Palmenhaus laden Studierende wie Besucher gleichermaßen zum Studium und zur Erholung ein.

Nova Hafen

(Pop.: 14.782 – 12m NN)

Nova Hafen erstreckt sich südlich der historischen Altstadt von Nova Mitte entlang der Novabucht und verdankt seinen Namen dem großen Hafenbecken, das seit dem 17. Jahrhundert das wirtschaftliche Herz der Stadt bildet. Als Nova um 1050 auf den Ruinen des antiken Florentum neugegründet wurde, lagen die Hafenanlagen noch unmittelbar am Fuße der Altstadt, dort wo einst die Schiffe der Königin Alveria anlegten. Mit dem wirtschaftlichen Aufschwung unter dem vereinigten Königreich Storcha ab 1452 genügten diese alten Kais jedoch nicht mehr. Unter König Demiphones (1642–1677), der Blumenland 1663 persönlich besuchte und Mittel für die Erneuerung des Botanischen Gartens von Florica stiftete, wurde südlich der Altstadt ein neues, größeres Hafenbecken ausgehoben. Es bot Platz für die wachsende Handelsflotte und wurde zum Umschlagplatz für Getreide, Obst und Schnittblumen aus dem fruchtbaren Blumenthal. Heute ist der Novaer Hafen ein gemischtes Areal aus modernen Containerterminals, Lagerhäusern und einigen noch erhaltenen Speicherbauten aus dem 18. Jahrhundert, die an die Kanalbauten König Laurentius‘ erinnern. Eine breite Hafenpromenade mit Cafés und Fischrestaurants lädt Besucher zum Flanieren ein.

Zwischen Nova Mitte und dem Hafenviertel erstreckt sich eine grüne Lunge, die auf den ersten Blick wie ein alter, gewachsener Wald wirkt. Tatsächlich birgt der Florentum-Wald ein Geheimnis: Unter seinem Blätterdach liegen die letzten unausgegrabenen Ruinen des antiken Florentum. Nach der Zerstörung der Stadt durch die Wikinger um 850 überwucherte die Natur die Trümmer, und als Senator Carolus Renatus die Neusiedler um 1050 an die Novabucht führte, errichtete er das neue Nova bewusst etwas weiter nördlich. Das alte Stadtgebiet blieb sich selbst überlassen und verwandelte sich über die Jahrhunderte in einen dichten Auenwald. Heute ist der Florentum-Wald ein beliebtes Naherholungsgebiet. Ein weitläufiger Kletterpark mit Parcours in verschiedenen Schwierigkeitsgraden schlängelt sich zwischen alten Eichen und Buchen hindurch. Zahlreiche Spielplätze säumen die Wege, und versteckt zwischen Bärlauchteppichen und Bachläufen liegt das Florentum-Freibad, ein naturbelassenes Nudistenbad, das von einer Quelle gespeist wird. Dazwischen erinnern einzelne verwilderte Gärten mit alten Rosenstöcken und verwunschenen Steinbänken an die blühende Pracht, die einst die Hauptstadt König Florentias I. durchzog.

Um den Hafen herum siedelte sich ab dem 19. Jahrhundert Industrie an, die das Gesicht des Viertels bis heute prägt. Die älteste unter ihnen ist die Novaer Mälzerei und Brauerei, 1842 gegründet und seitdem im Besitz der Familie Bräuhuber. Sie verarbeitet die Gerste des Blumenthals zu Malz und braut das überregional bekannte „Novaer Hafenbräu“, ein untergäriges Bier, das in der gesamten Inselwelt geschätzt wird. Der Duft von Hopfen und Malz durchzieht an Sudtagen das ganze Viertel. Am östlichen Hafenkai erheben sich die Hallen der Mare-Internum-Werft, die 1867 als Reparaturwerft für die Fischereiflotte gegründet wurde und heute vor allem Binnenschiffe und kleinere Frachter für den Seehandel zwischen den Küstenstädten des Mare Internum baut. Zwei große Helgen prägen die Silhouette des Hafens. Das jüngste der großen Unternehmen ist das Düngemittelwerk Nova Hafen, 1921 errichtet. Es verarbeitet Phosphate, die über den Seeweg importiert wurden, zu Kunstdünger und beliefert die Landwirtschaft der gesamten Provinz – eine späte industrielle Fortsetzung jener uralten Symbiose zwischen Stadt und Blumenthal, die seit den Tagen Königin Alverias das wirtschaftliche Fundament des Blumenlandes bildet.

Nova Nord

(Pop.: 35.781 – 38m NN)

Nova Nord ist der mit Abstand größte Stadtteil der Blumenland-Hauptstadt. Er erstreckt sich nördlich von Nova West und Nova Mitte und ist ein Kind der Industrialisierung. Vor 1850 erstreckten sich hier lediglich Weiden und einzelne Gehöfte des Blumenthals. Der Bau der Stammbahn, die 1832 ihren Betrieb aufnahm und Nova direkt mit Storha und den Industriezentren des Binnenlandes verband, veränderte alles. Nach der Fertigstellung der Stammbahn zog es Tausende von Arbeitsuchenden aus dem ländlichen Blumenland und den Nachbarprovinzen nach Nova. Der Hafen boomte, und nördlich der alten Stadtkerne schossen ab 1850 Fabriken aus dem Boden. Nova Nord wurde zum industriellen Motor der Stadt. Die Novaer Textilwerke, 1852 gegründet, verarbeiteten Baumwolle aus Übersee und beschäftigten zeitweise über 2.000 Arbeiter. Die Maschinenfabrik Brünner & Söhne (1861) produzierte landwirtschaftliche Geräte für das Blumenthal und ganz Landauri. Die Novaer Seifenfabrik (1874) verarbeitete tierische Fette aus der Provinz zu Haushaltsseife, und die Großbäckerei Hafenkrone (1888) belieferte ganz Nova mit Brot und Backwaren. Mit den Fabriken kamen die Menschen – und mit den Menschen die Not. Enge Mietskasernen, notdürftig hochgezogene Arbeitersiedlungen und elende Slums prägten das Gesicht des Viertels bis weit ins 20. Jahrhundert hinein. Ruß und Rauch der Fabrikschlote lagerten sich auf den Fassaden ab, und der Lärm der Maschinen erfüllte Tag und Nacht die Straßen. Nova Nord galt als das „dreckige Herz“ von Nova.

Die große Wende kam in den 1970er Jahren. Im Rahmen eines ambitionierten Stadtsanierungsprogramms wurden die alten Slums abgerissen, die Fabrikschlote nach und nach stillgelegt und weite Flächen entsiegelt. An die Stelle der Mietskasernen traten moderne Wohnviertel mit großzügigen Grünflächen. Die Gartenstadt Nova Nord mit ihren bunten Fassaden und gemeinschaftlich genutzten Innenhöfen entstand ebenso wie das Parkviertel, das sich um einen künstlich angelegten See gruppiert. Die Umwandlung vom dreckigen Industriegebiet zu einem lebenswerten Wohn- und Arbeitsviertel zählt zu den größten städtebaulichen Erfolgen des Blumenlandes. Heute prägen zwei markante Kirchen das geistliche Leben von Nova Nord. Die Erlöserkirche, ein moderner Bau aus Sichtbeton und Glas, wurde 1979 eingeweiht und ist für ihre spektakuläre Fensterrose bekannt. Die St.-Barbara-Kirche, 1985 erbaut, dient als ökumenisches Zentrum und beherbergt neben dem Gottesdienstraum eine Suppenküche und ein Familienberatungszentrum.

Mit der Deindustrialisierung wandelte sich auch die wirtschaftliche Struktur. Wo einst Maschinen dröhnten, sind heute Dienstleistungsbetriebe angesiedelt, die dem Gemeinwohl dienen. Die Blumenländer Sozialstation Nova Nord koordiniert ambulante Pflege und Seniorenbetreuung. Das Zentrum für berufliche Bildung und Umschulung bereitet Arbeitsuchende aus der ganzen Provinz auf neue Tätigkeiten vor. Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft Nova hat ihren Sitz in einem ehemaligen Fabrikgebäude und verwaltet über 12.000 Mieteinheiten. Das Therapie- und Rehazentrum Blumenthal schließlich bietet physiotherapeutische und psychologische Behandlungen an. Nova Nord präsentiert sich heute als das, was gelungener Strukturwandel bewirken kann: ein grüner, moderner Stadtteil, in dem Wohnen, Arbeit und Lebensqualität eine neue Einheit bilden.

Übernachten, Essen & Trinken, Shoppen

Die Hauptstadt des Blumenlandes bietet Besuchern eine breite Palette an Übernachtungs- und Freizeitmöglichkeiten, die sich über alle fünf Stadtteile verteilen. Das traditionsreichste Haus am Platz ist das Hotel „Zur Blumeninsel“ (Alveria-Allee 12, Nova-Bucht). Der 1887 eröffnete Gründerzeitbau mit seinen stuckverzierten Decken und dem alten Fahrstuhl bietet 64 Zimmer mit Blick über die Novabucht. Etwas gehobener residiert man im „Parkhotel Nova West“ (Universitätsstraße 3), dessen 1924 erbaute Jugendstilfassade schon von weitem leuchtet und das bei Gastprofessoren der nahen Universität besonders beliebt ist. Für Geschäftsreisende unweit des Hauptbahnhofs empfiehlt sich das 2018 eröffnete „Gleis 1 – Das Bahnhofshotel“ (Bahnhofsplatz 5, Nova Mitte) mit 82 modernen Zimmern und einem Fitnessbereich im ehemaligen Wartesaal. Reisende mit kleinerem Budget finden entlang der Hafenpromenade die Pension „Ankerplatz“ (Hafenkai 17, Nova Hafen), deren acht Zimmer von der Familie Bräsig seit 1954 mit persönlicher Note geführt werden und deren Frühstücksterrasse direkt auf das Hafenbecken blickt. Ähnlich gefragt ist die Pension „Am Florentum-Wald“ (Waldweg 23, Nova Mitte), deren fünf Gästezimmer nach Blumenarten benannt sind und die sich besonders bei Familien großer Beliebtheit erfreut.

Die kulinarische Szene Novas ist tief in der Landwirtschaft der Region verwurzelt. Im historischen Kern von Nova Mitte lockt das „Gasthaus zum Blumenthal“ (Marktplatz 8) seit 1903 mit deftiger Landauri-Küche; berühmt ist sein „Blumenländer Lammtopf“ mit Kräutern aus den Gärten von Florica. Etwas vornehmer speist man im Restaurant „Florentia“ (Schlossstraße 1, Nova-Bucht), das regionale Produkte zu gehobener Küche verarbeitet und dessen Terrasse unter alten Platanen einen direkten Blick auf das Schloss Florica bietet. Gern besucht ist auch das „Café Rosengarten“ (Alverienplatz 4, Nova Mitte), das 1927 eröffnet wurde und für seine hausgemachten Blütentorten weithin bekannt ist. Entlang der Hafenpromenade im Viertel Nova Hafen reihen sich mehrere Fischrestaurants aneinander. Das bekannteste ist „Kapitän Buhls Kajüte“ (Hafenkai 31), eine urige Holzkneipe, in der täglich der Fang der heimischen Fischer frisch auf den Tisch kommt.

Das Nachtleben Novas konzentriert sich auf wenige, aber bei Einheimischen und Besuchern gleichermaßen beliebte Adressen. In einem ehemaligen Kühlhaus am Hafenkai hat sich der Techno-Club „Palast der Sinne“ (Hafenkai 45, Nova Hafen) etabliert, der freitags und samstags mit überregional bekannten DJs bis in die Morgenstunden öffnet. Ähnlich gefragt ist der Club „Die Bucht“ (Am alten Kai 7, Nova Hafen), der in einer umgebauten Lagerhalle residiert und Livemusik von Blues über Jazz bis Indie-Rock bietet. Wer es ruhiger mag, findet in der Altstadt von Nova Mitte die „Weinstube am Alverienplatz“ (Alverienplatz 2), die Weine aus dem Blumenland und den angrenzenden Provinzen ausschenkt. Die „Bar Nova“  am Bahnhofsplatz 2 unweit des Hauptbahnhofs ist Treffpunkt der jungen Universitätsszene und mixt Cocktails, deren Namen an die botanische Geschichte der Stadt erinnern – der Signature-Drink heißt „Florentia‘s Erbe“ und wird mit Holunderblüte und Kräutern aus dem Botanischen Garten serviert.

Die Haupteinkaufsstraße Novas ist die Alveria-Allee in Nova-Bucht, die sich vom Schloss Florica bis zur Uferpromenade zieht. Hier finden sich Boutiquen wie „Blumenland Couture“ (Alveria-Allee 34), das regionale Designer führt, und das traditionsreiche „Kaufhaus Butha“ (Alveria-Allee 18), ein 1911 eröffneter Warenhausbau mit einer original erhaltenen Jugendstil-Lichthalle. In der Altstadt von Nova Mitte locken kleine Lädchen mit handgefertigten Waren, darunter „Töpferei Florica“ (Gartengasse 3) mit Keramik aus der Region und „Kräuter & Co.“ (Backsteingasse 7), ein Gewürz- und Teeladen, der auch seltene Züchtungen aus dem Botanischen Garten vertreibt. Für den täglichen Bedarf und größere Besorgungen haben sich nördlich des Hauptbahnhofs im Viertel Nova Nord mehrere moderne Einkaufszentren angesiedelt, darunter das „Blumenland-Center“ (Nordring 14) mit über 60 Geschäften. Am Hafenkai findet jeden Samstagvormittag der Bauernmarkt Nova statt, auf dem Landwirte aus dem Blumenthal frische Erzeugnisse direkt vermarkten – ein Stück lebendiger Provinztradition mitten in der Hauptstadt.


Verkehrsverbindungen

Bahn

Expresszüge:
Stammbahn alle 2 Stunden 1:45-19:45 über Storcha, Kopfa nach Nortost, 21:45 nach Kopfa, 23:45 nach Storcha; 0:08-22:08 nach Ackero
Mittelmeerbahn alle 2 Stunden 1:04-23:04 nach Kamo, 1:08-21:08 über Tremo nach Nortismo, 23:08 nach Tremo

Eilzüge:
Stammbahn: SB1-1: 8:46, 12:46, 16:46, 20:46 nach Storcha, 8:41, 12:41, 16:41, 20:41 nach Ackero;
Mittelmeerbahn: MMB6-1: 7:25, 11:25, 15:25, 19:25 nach Nortismo, MMB6-2: 7:15, 11:15, 15:15, 19:15 nach Kamo

Regionalbahnen:
Stammbahn: Linie 1003 stündlich 6:05-20:05 über Wisnitz nach Bierona, 21:05 nach Wisnitz; Linie 1004 stündlich 6:01-21:01 nach Storcha
Mittelmeerbahn: Linie 6002 stündlich 6:37-18:37 über Novafurt, Zentralbahn, Olbernhau nach Tremo, 19:37 nach Olbernhau, 20:37 nach Zentralbahn, 21:37 nach Novafurt; Linie 6003 stündlich 5:21-19:21 über Tellsick, Bad Bensheim nach Storcha, 20:21 nach Bad Bensheim, 21:21 nach Tellsick
Bierona-Zentravia-Ferrovia: BZF113 stündlich 6:35-19:35 über Bad Novamünde, Mule nach Bierona, 20:35 nach Bad Novamünde, 21:35 nach Mule
Blumenlandbahn: BLB116 stündlich 6:07-21:07 nach Brooklin, aller 2 Stunden 6:07-20:07 weiter nach Mühlengrund; BLB118 stündlich 6:01-21:01 nach Stille Bucht; BLB119 stündlich 6:41-20:41 über Vordorf nach Nordbad, 21:41 nach Nordbad

Straße
Autobahn A1 (W: Zentro, O: Bosheim); B4 (W: Zooheim 14km, O: Bahnstation 7km); B5 (N: Muldmünde 10km, S: Hansa 3km); B43 (W: Huttstedt 9km); Landstraßen L7 (W: Eierbach 5km); L13 (N: Novafurt 10km, S: Schweineeck 7km); L25 (O: Manteleck 10km)

Land: Blumenland
Stadt: Nova
Postleitzahlen: B-1000 NOVA, B-1011 Nova Mitte, B-1012 Nova West, B-1020 Nova Nord, B-1030 Nova Hafen, B-1040 Nova – Bucht