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Der Landkreis Aglitz umfasst den gesamten Norden der Insel Insula und grenzt im Süden an den Landkreis Wum. Die Nordküste des Kreises wird vom offenen Mare Internum bespült, während die Westküste an der geschützten Stegstedter Bucht liegt und die Ostküste an der Monstir-See, dem Gewässer zwischen Insula und der Zentralinsel. Das Kreisgebiet erstreckt sich von den sandigen Stränden und den dahinter liegenden Dünen- und Heideflächen im Norden über das hügelige, offene und baumlose Landesinnere mit seinen weiten Acker- und Weideflächen bis hin zu den sanft ansteigenden Hochflächen im Süden des Kreises. Die bewaldeten Hänge und das eigentliche Insulagebirge beginnen erst jenseits der Kreisgrenze im Süden, im Nachbarkreis Wum. Diese landschaftliche Vielfalt prägt die achtzehn Ortschaften des Kreises, die durch ein dichtes Netz an Bundes- und Landesstraßen miteinander verbunden sind. Die wichtigsten Verkehrsadern sind die B37, die von Buchtkap im Westen quer durch den Landkreis nach Osten bis Hama verläuft, sowie die B315, die von der Kreisstadt Aglitz direkt in die Hauptstadt Insula führt. Ergänzt wird das Straßennetz durch mehrere Landesstraßen, welche die abgelegenen Küsten- und Binnendörfer an das überregionale Wegenetz anbinden. Die Vierstrandbahn, eine Regionalbahnlinie, verbindet die Küstenorte im Nordosten des Kreises mit dem Bahnhof in der Kreisstadt und schafft so eine wichtige Verbindung zum Schienennetz der Insel.
Die Kreisstadt Aglitz (4.587 Einwohner) thront 74 Meter über dem Meeresspiegel auf einem Plateau, neun Kilometer nördlich des Hafens der Hauptstadt Insula. Das Stadtbild wird von der Backsteingotik der Sankt-Martins-Kirche aus dem 14. Jahrhundert dominiert, deren 48 Meter hoher Turm weithin sichtbar ist. Der historische Marktplatz, umgeben von gut erhaltenen Bürgerhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, ist das pulsierende Zentrum der Stadt. Hier befindet sich auch das Heimatmuseum, das in einem ehemaligen Speicher die Geschichte der nördlichen Inselregion dokumentiert. Aglitz ist nicht nur Verwaltungssitz, sondern auch ein wichtiger Wirtschaftsstandort des Nordens. Die traditionsreiche Brauerei „Zum goldenen Anker“ produziert seit 1823 das dunkle „Aglitzer Plateau-Bier“. Neben der Brauerei haben sich zwei Industriebetriebe angesiedelt: die „Nordlicht-Werke“, die in einer ehemalten Mühle Treibholz zu Möbeln und Kunstgegenständen verarbeiten, sowie die „Sandform GmbH“, die aus dem feinen Sand der umliegenden Strände dekorative Sanduhren und Formsand für Gießereien herstellt. Die Stadt ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge, denn von hier führen die I-3 zur Nordküste und die I-2 hinunter zur Stegstedter Bucht. Reisende, die mit dem Zug anreisen, nutzen den kleinen, aber feinen Bahnhof Aglitz an der Vierstrandbahn.
Im Westen des Landkreises, an der geschützten Stegstedter Bucht, liegen die beiden Nachbarorte Buchtkap und Waldbad. Das kleinere Waldbad (138 Einwohner) liegt direkt am Fuße eines Steilhangs und ist von dichtem Mischwald umgeben. Der Ort lebt fast ausschließlich vom Badebetrieb an seinem feinsandigen Strand. Eine kleine Schiffswerft repariert die Kutter der Fischer, die hier vor Anker liegen. Eine Spezialität des Ortes ist der „Waldbad-Lachs“, ein in Salzlake gepökelter und über Buchenholz geräucherter Fisch.
Das etwas größere Buchtkap (226 Einwohner) liegt einen Kilometer südlich auf einer felsigen Landzunge, die der Bucht ihren Namen gibt. Die Ruine des „Kap-Turms“, eines mittelalterlichen Wachturms der storhischen Flotte, ist ein beliebtes Ausflugsziel. In einer alten Scheune am Hafen hat die „Treibholz-Manufaktur Buchtkap“ ihren Sitz, aus deren Werkstatt kunstvolle Skulpturen und Möbel aus angeschwemmtem Holz stammen. Die Gaststätte „Zum alten Fischer“ serviert die „Buchtkaper Krabbensuppe“, eine cremige Suppe mit den kleinen, süßen Garnelen aus der Bucht.
Die Nordküste des Landkreises zum offenen Mare Internum hin wird von einer Kette kleiner Fischer- und Badeorte gesäumt. Sterndorf (413 Einwohner) ist der westlichste und größte dieser Küstenorte. Von der I-3 aus Aglitz kommend erreicht man zuerst den Ort, der sich um einen alten Dorfanger gruppiert. Das Dorf ist für seine Schäferei bekannt, die auf den saftigen Weiden oberhalb der Klippen seltene, wollreiche Rassen hält. Aus der Milch dieser Tiere stellt die Käserei „Sternenkäse“ den kräftigen „Sterndorfer Bergkäse“ her.
Etwas weiter östlich liegt Sternstrand (128 Einwohner), der kleinste und beschaulichste der Küstenorte. Der breite, weiße Sandstrand ist der Hauptanziehungspunkt. Direkt am Strand befindet sich die „Strandhalle Sternstrand“, ein Gebäude aus den 1920er Jahren mit einem großen Saal für Tanzveranstaltungen. Das Dorf lebt vom Sanddorn, der in den Dünen hinter dem Strand wild wächst. Die Genossenschaft „Sanddorn-Studio“ produziert aus den Beeren Säfte, Liköre und eine berühmte, leicht herbe Marmelade.
Das nachfolgende Apos (187 Einwohner) liegt etwas zurückgesetzt hinter einer Dünenkette. Von hier führt die I-7 nach Süden ins Landesinnere. Apos ist das Zentrum der Treibholzverarbeitung an dieser Küste. In mehreren kleinen Werkstätten werden aus den vom Meer angespülten Hölzern Lampen, Schmuck und Kinderspielzeug gefertigt. Sehenswert ist die kleine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert, deren Dachstuhl aus einem einzigen, über 20 Meter langen Eichenstamm gefertigt wurde.
Medra (303 Einwohner) und die zugehörige Siedlung Strand (11 Einwohner) bilden das Zentrum der Fischerei an der Nordküste. Der kleine Hafen von Medra beherbergt eine Flotte von etwa einem Dutzend Kuttern. In der „Räucherei Kramer“ vor Ort werden der „Medra-Makrele“ und der „Klippenfisch“ (ein Dorsch) über Buchenholz kalt geräuchert. Die Siedlung Strand besteht nur aus einem Dutzend einfacher Hütten direkt am Wasser, die vor allem von Fischern als Lager genutzt werden.
Im Ort Andra (245 Einwohner) erhebt sich auf einem steilen Felsvorsprung der 25 Meter hohe Leuchtturm von Andra (2 Einwohner). Der weiße, runde Turm aus dem Jahr 1885 ist das Wahrzeichen der Nordostküste und kann bestiegen werden; die Aussicht reicht bei klarem Wetter bis zur Zentralinsel. Das kleine Haus des Leuchtturmwärters und sein Gehilfe sind die einzige Bebauung auf dem Kap. Das Dorf Andra selbst liegt etwas landeinwärts und ist von den dichten Wäldern umgeben, die hier bis fast ans Meer reichen.
Die Binnenlanddörfer des Kreises sind überwiegend landwirtschaftlich geprägt und liegen auf offenen, von Feldern und Weiden dominierten Hochebenen.
Sonnenblick (96 Einwohner) liegt hoch oben auf 124 Metern und ist der kleinste Ort im Kreis. Die wenigen Höfe bewirtschaften karge, aber sonnenverwöhnte Böden. Spezialisiert hat man sich auf den Anbau von Kräutern, die in der „Sonnenblicker Destillerie“ zu Ölen und Essigen verarbeitet werden.
Das benachbarte Helios (217 Einwohner) auf 154 Metern Höhe ist das Zentrum des Obstanbaus im Norden. Die Hänge um den Ort sind von Apfel- und Birnenplantagen bedeckt. In der „Helioser Mostkelterei“ wird aus den Früchten der süße „Helioser Sonnentropfen“ gepresst, ein naturtrüber Apfelwein.
Ishkar (702 Einwohner) ist das größte Binnendorf des Landkreises. Die I-7 aus Apos und die I-9 aus Medra treffen hier auf die B37. Der Ort hat eine ländliche Handwerkstradition. Neben einer Töpferei, die den sandigen Ton der Umgebung verarbeitet, gibt es eine Korbflechterei, die Weiden aus dem Feuchtgebiet südlich des Dorfes nutzt. Die Dorfkirche von Ishkar ist ein schlichter, aber beeindruckender Bau des Klassizismus mit einer bemerkenswerten Orgel aus dem Jahr 1820.
Hama (214 Einwohner) liegt an der B37, kurz bevor sie nach Süden abknickt. Der Ort ist für seine Schafzucht bekannt; die weitläufigen, grasbewachsenen Hügel ringsum bieten ideale Weidebedingungen. Die „Hamaer Wollweberei“ verarbeitet die Wolle der örtlichen Schafherden zu Decken, Schals und dicken Wandteppichen, die in der gesamten Insel verkauft werden. Kulinarisch ist Hama für seinen „Hamaer Schafskäse“ bekannt, einen in Salzlake gereiften, festen Weißkäse.
Weiter im Süden, schon auf einer Höhe von über 200 Metern, liegen die drei Dörfer Steinfeld, Felsenfeld und Dona.
Das auf 250 Metern gelegene Steinfeld (370 Einwohner) verdankt seinen Namen dem steinigen, von Lesesteinen durchsetzten Untergrund, der den Ackerbau mühsam macht. Stattdessen hat sich hier die Ziegenzucht etabliert. Die Tiere weiden auf den kargen Hängen, was ihrer Milch ein würziges Aroma verleiht. Aus dieser Milch wird der „Steinfelder Felsenschimmel“ hergestellt, ein mit Edelschimmel veredelter, halbfester Käse mit einer dünnen Rinde. Die I-4 aus Insula-Hafen, die I-5 von der Küste und die I-2 aus Aglitz laufen hier zusammen, was Steinfeld zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt macht.
Das etwas höher gelegene Felsenfeld (475 Einwohner) ist das größte Bergdorf im Süden des Kreises. Die I-7 aus Ishkar endet hier. Die kargen, aber tiefgründigen Böden werden für den Anbau von Dinkel und Buchweizen genutzt. Die „Felsenfelder Mühle“, eine traditionelle Windmühle aus dem 18. Jahrhundert, vermahlt das Getreide zu feinem Mehl, das in der Region sehr begehrt ist. Die Mühle ist voll funktionsfähig und kann besichtigt werden.
Dona (499 Einwohner) liegt auf 205 Metern Höhe an der Kreuzung der I-4 und der I-9. Das Dorf ist ein Zentrum der Viehzucht mit einem großen Milchviehbetrieb, der die saftigen, wenn auch baumlosen Weiden der Umgebung nutzt. Die Molkerei „Donaer Milchhof“ produziert verschiedene Käsesorten, darunter den milden „Donaer Weidekäse“ und den butterweichen „Donaer Schmelzkäse“. Der Ortskern wird von der imposanten, neuromanischen Sankt-Elisabeth-Kirche aus dem Jahr 1895 mit ihrem 40 Meter hohen Turm überragt.
Städte und Gemeinden
- Aglitz (Insula)
- Andra
- Leuchtturm
- Apos
- Buchtkap
- Waldbad
- Dona
- Felsenfeld
- Hama
- Helios
- Ishkar
- Medra
- Strand
- Sonnenblick (Insula)
- Steinfeld (Insula)
- Sterndorf
- Sternstrand
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Landkreis Aglitz (Insula)

Der Landkreis Aglitz umfasst den baumlosen Norden der Insel Insula mit Küstenorten am Mare Internum, der Stegstedter Bucht und der Monstir-See. Die Kreisstadt Aglitz bietet die Brauerei „Zum goldenen Anker“, die Nordlicht-Werke (Treibholz) und die Sandform GmbH. Die Küstenorte leben vom Strandtourismus, der Fischerei und der Verarbeitung von Treibholz und Sanddorn. Die Binnendörfer sind landwirtschaftlich geprägt mit Schaf-, Ziegen- und Milchviehzucht, Obstanbau, Korbflechterei, Töpferei… Weiter …
