(Pop.: 7.139)
Der Landkreis Wum nimmt den Osten der Insel Insula ein und ist geprägt vom mächtigen Insulagebirge, das weite Teile des Kreisgebiets einnimmt. Die Grenze des Landkreises verläuft im Norden und Westen durch das baumlose hügelige Vorland des Gebirges, während er im Nordosten in die fruchtbaren Ebenen übergeht, die sanft zur Monstir-See abfallen. Diese See, eine Meeresstraße zwischen Insula und der Zentralinsel im Mare Internum, bildet die östliche Begrenzung des Kreises. Die Bundesstraße B34 und die parallel verlaufende Vennabahn durchziehen das nördliche Kreisgebiet von Westen nach Osten und verbinden die Hauptstadt Insula mit der Ostküste. Die historische I-6, die Alte Klosterstraße, windet sich von der Hauptstadt kommend durch das malerische Insulatal tief in die Bergwelt hinein, während die I-5 und I-8 die südlichen und westlichen Regionen erschließen. Mit 7.139 Einwohnern auf einer Fläche, die vom höchsten Gipfel des Landes bis zum Meeresspiegel reicht, ist Wum der bevölkerungsärmste, aber landschaftlich vielfältigste Kreis des Inselstaates.
Die Kreisstadt Wum (Pop.: 3.257 – 321m NN) thront auf einem Plateau am Ostabhang des Insulagebirges. Von hier bietet sich ein weiter Blick über das Tal des Baches Jaspisitz hinweg bis zur Monstir-See. Das Stadtbild wird dominiert von der Backsteingotik der St. Laurentiuskirche aus dem 15. Jahrhundert, deren schlanker Turm weithin sichtbar ist. Die Wirtschaft der Kleinstadt wird von zwei bedeutenden Industriebetrieben geprägt: den „Wumer Bergwerken“, die in den umliegenden Hügeln hochwertigen Ton und Quarzsand fördern, sowie der „Keramik AG Wum“, die aus diesen Rohstoffen Fliesen und Sanitärkeramik für den gesamten Inselstaat produziert. Das historische Zentrum gruppiert sich um den dreieckigen Marktplatz, wo das ehemalige Amtshaus des Klosters Sancta Catherina heute das Heimatmuseum beherbergt. Vor den Toren der Stadt lockt der „Wum-Blick“, ein Aussichtspunkt auf einem vorgelagerten Hügel, der einen atemberaubenden Sonnenuntergang über der See bietet.
Die Vennabahn und die B34 ziehen sich von Insula kommend zunächst durch eine hügelige, von Landwirtschaft geprägte Zone.
Das erste Dorf ist Nachfeld (Pop.: 497 – 268m NN). Der Ort ist ein Zentrum des traditionellen Handwerks. Neben einer Töpferei, die für ihre mit blauen Ranken verzierten Gebrauchskeramiken bekannt ist, hat sich hier ein Hersteller von hochwertigen Wanderstöcken und Holzgestellen etabliert. Im alten Bahnwärterhaus am Ortsausgang betreibt ein passionierter Sammler ein kleines, aber feines Museum zur Geschichte der Vennabahn. Der Sage nach soll in den Feldern oberhalb von Nachfeld ein verzauberter Brunnen liegen, dem man sich aber nur bei Vollmond nähern darf.
Der nächste Ort, Antos (Pop.: 332 – 541m NN), liegt bereits an der Waldgrenze des Gebirges. Das Dorf lebt von der Holzverarbeitung; ein Sägewerk produziert das gefragte Antoser Fichtenholz, das aufgrund des rauen Klimas besonders dicht gewachsen ist. Die Dorfkirche aus dem 12. Jahrhundert ist ein schlichter romanischer Bau, dessen Apsis mit Fresken aus der Zeit der Klostergründung geschmückt ist.
Direkt hinter Antos steigt die Straße steil an nach Wieso (Insula) (Pop.: 259 – 661m NN). Dieses Hochdorf ist der ideale Ausgangspunkt für Bergtouren. Von hier startet ein 9 Kilometer langer, anspruchsvoller Wanderweg, der steil nach Süden durch einen lichten Bergwald bis zum Gipfel des Insulaberges führt. Vom Gipfelkreuz des 1.101 Meter hohen Berges hat man einen Panoramablick, der bei klarer Sicht bis zur Hauptstadt und zur Zentralinsel reicht. Wieso selbst ist ein ruhiger Ort mit einer kleinen Kapelle und einem Gasthof, der für seine deftigen Bergsteigermahlzeiten bekannt ist.
Im Westen, am Fuß des Gebirges, westlich der waldigen Zonen, liegt Farbo (Pop.: 184 – 321m NN). Das Dorf ist umgeben von sanften Hügeln, die mit Obstbäumen bestanden sind, und ist bekannt für seine Mostobstbrennereien. Jeder Hof brennt seinen eigenen „Farboser Geist“, einen klaren Edelbrand, der weit über die Grenzen des Kreises geschätzt wird. Von Farbo aus führt ein 16 Kilometer langer Wanderweg in Serpentinen direkt nach Osten hinauf zum Kloster Sancta Catherina, ein Aufstieg, der mit zunehmender Höhe spektakuläre Ausblicke über die westliche Ebene bietet.
Das Herzstück des Landkreises ist das Insulatal, erschlossen durch die historische I-6, die Alte Klosterstraße.
Das erste Dorf am Fluss nach der Hauptstadt ist Tanhäuser (Pop.: 45 – 125m NN). Die kleine Siedlung, die zur Gemeinde Nachfeld gehört, besteht aus kaum mehr als einer Handvoll Häuser, einer Schutzhütte und einer überdachten Brücke über den Insulafluss. Sie ist ein beliebter Rastplatz für Wanderer und Radfahrer, die dem Flussaufwärts folgen. Der Ort ist nach einem legendären Mönch benannt, der hier im 10. Jahrhundert eine Einsiedelei bewohnt haben soll.
Weiter flussaufwärts erreicht man Untertane (Pop.: 290 – 189m NN). Hier, im geschützten Tal, gedeiht die Gerste, die die Grundlage für die örtliche Brauerei „Zum Tannenzapfen“ bildet. Das dort gebraute „Untertaner Dunkel“ ist ein malziges, kräftiges Bier, das in den Wirtshäusern der Umgebung vom Fass ausgeschenkt wird. Am nördlichen Ortsausgang zweigt ein Feldweg zur Forsthütte ab, der später in einen Wanderweg übergeht.
Der nächste Ort ist Obertana (Pop.: 460 – 257m NN), das wirtschaftliche Zentrum des Tals. Die Ortschaft beherbergt einen großen Holzverarbeitungsbetrieb, der Spezialitäten wie Leisten für die Schuhproduktion und Teile für Musikinstrumente herstellt. Zudem hat sich hier eine Porzellanmanufaktur niedergelassen, die unter dem Namen „Obertanaer Blüte“ dünnwandiges, handbemaltes Porzellan produziert. Von Obertana aus windet sich die Straße in zahlreichen Kehren weiter hinauf. Die hochgelegenen Weiler Rüdeckers Waldhaus (Pop.: 11 – 501m NN) und die Forsthütte (zu Obertana) (Pop.: 5 – 689m NN) sind heute Rasthäuser und Wanderstützpunkte. Von Rüdeckers Waldhaus aus bietet sich die einzigartige Möglichkeit, auf der alten, heute nicht mehr befahrbaren Klosterstraße zum Kloster Sancta Catherina zu wandern. Ein 24 Kilometer lange Rundweg führt vorbei an steilen Felswänden und durch urwüchsige Wälder, vorbei an der Forsthütte, zum Gipfel des Insulaberges und zurück. Die Strecke ist teilweise sehr steil und nur für geübte Wanderer geeignet, die eine Übernachtung mit Biwakzelt in den Bergen einplanen. Eine weitere Alternative ist der 9 Kilometer lange Abstecher von der Forsthütte über den Nordhang des Berges nach Vasa, eine kleine Siedlung, die bereits auf der gegenüberliegenden Talseite liegt.
Das Kloster Sancta Catherina (Pop.: 36 – 836m NN) selbst ist ein Ort von herausragender historischer Bedeutung. Die um 890 gegründete Anlage thront auf einem bewaldeten Bergrücken an der Westseite des Insulaberges. Die versteckte Lage bewahrte das Kloster vor Wikingerüberfällen, sodass die Mönche ihre wertvollen Handschriften unversehrt bewahren konnten. Die heutigen Gebäude stammen größtenteils aus dem 15. und 16. Jahrhundert, darunter die dreischiffige gotische Klosterkirche mit ihren prachtvollen Glasmalereien und die noch teilweise erhaltenen Wehrmauern. In der klostereigenen Schreibstube werden bis heute mittelalterliche Buchmalerei und Kalligrafie gepflegt, und die Besucher können das Skriptorium besichtigen. Die kleine Klostergaststätte serviert Kräuterliköre und Brot aus eigenem Anbau. Das Kloster ist ein nationales Kulturerbe und seit 1927 als solches anerkannt. Von der Anlage führen mehrere Pfade auf den Gipfel des Insulaberges, darunter auch die 9 Kilometer lange Variante von Wieso, die hier auf die alten Klostermauern trifft.
Das südlich von Wum gelegene und über die B37 erreichbare Vasus (Pop.: 167 – 369m NN) liegt in einem abgeschiedenen Seitental des Kystå-Flusses. Das Dorf ist eines der ursprünglichsten im Kreis. Die Bewohner leben von der Forstwirtschaft und dem traditionellen Handwerk, allen voran der Besenbinder und Drechsler. In einer alten Wassermühle am Dorfrand wird noch Getreide für die umliegenden Bauern gemahlen.
Von Vasus aus windet sich die I-10 hinab nach Amselstrand (Pop.: 614 – 4m NN). Dieser malerische Küstenort an der Monstir-See ist das Tor zum Wasser für den gesamten Landkreis. Amselstrand lebt vom Fischfang, was man an den zahlreichen Räuchereien und Fischbratküchen an der Strandpromenade schmeckt. Die Amselstrander Krabben sind eine lokale Delikatesse. Von hier aus kann man der Küstenlinie folgen oder die kleine Personenfähre nach Venna nehmen.
Von der Kreisstadt Wum aus führt die B34 hinunter nach Venna (Pop.: 982 – 11m NN) an die Küste der Monstir-See. Venna ist der größte Ort im Kreis nach der Kreisstadt und ein wichtiges regionales Zentrum. Der Ort besitzt einen geschäftigen Fähr- und Fischereihafen, von dem aus mehrmals täglich Autofähren der Linie Fährverbindung nach Monstir auf der Zentralinsel ablegen. Die Überfahrt dauert eineinhalb Stunden und bietet einen herrlichen Blick auf die See. Die Vennabahn hat in Venna ihren östlichen Endpunkt, es besteht Anschluss an die Vierstrandbahn weiterzufahren. Der Hafen ist gesäumt von Lagerhäusern, Fischverarbeitungsbetrieben und mehreren gemütlichen Hafenkneipen. Die lokale Spezialität ist der „Venna-Pott“, ein herzhafter Eintopf aus frischem Fisch, Kartoffeln und Gemüse, der direkt in den Kähnen der Fischer zubereitet wird. Das Schifffahrtsmuseum im alten Lotsenhaus erzählt die Geschichte der Seefahrt und der Handelsbeziehungen zur Zentralinsel. Am östlichen Ortsrand lädt ein schmaler Sandstrand zum Baden ein.
Städte und Gemeinden
- Kreisstadt Wum
- Amselstrand
- Antos
- Farbo
- Nachfeld
- Tanhäuser
- Obertana
- Rüdeckers Waldhaus
- Forsthütte (zu Obertana)
- Kloster Sancta Catherina
- Untertane
- Vasus
- Venna
- Wieso (Insula)
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Landkreis Wum (Insula)

Der Landkreis Wum im Osten Insulas umfasst das Insulagebirge mit dem 1.101 Meter hohen Insulaberg und dem historischen Kloster Sancta Catherina. Die Kreisstadt Wum ist Standort von Keramikindustrie und Bergwerken. Die B34 und die Vennabahn durchziehen die nördliche Region mit den Orten Nachfeld, Antos und Wieso, letzteres Ausgangspunkt für Bergwanderungen. Das Insulatal mit der alten Klosterstraße beherbergt die Brauerei in Untertane und die Porzellanmanufaktur… Weiter …
