Die Tierarztpraxis von Dr. Vito Ricci liegt in der Gjøkelvenstraße 17 in Altschik, einem Dorf mit 658 Einwohnern am Ufer des Flusses Gjøkelven im Sturmgebirgskreis. Das Gebäude, ein zweistöckiger Fachwerkbau mit einer roten Ziegelfassade, steht gegenüber der Dorfschmiede. Eine metallene Hundefigur über der Eingangstür weist auf die Praxis hin. Dr. Ricci, ein Tierarzt mit Approbation aus dem Nachbarland Buthanien, hat die Praxis 2018 von seinem Vorgänger Karl-Heinz Vogt übernommen. Vogt war 37 Jahre lang der einzige Tierarzt im östlichen Teil des Sturmgebirgskreises gewesen und hatte die Praxis in den 1980er Jahren in einer umgebauten Scheune eingerichtet. Ricci erweiterte den Behandlungsraum, installierte ein Röntgengerät und richtete einen separaten Operationssaal ein.

Die Praxis versorgt Nutztiere der umliegenden landwirtschaftlichen Betriebe sowie Haustiere aus Altschik und den Nachbardörfern Meisa, Belborn und Noreck. Jules Lefevre, der Landwirt aus Altschik, bringt seine Milchkühe zur jährlichen Untersuchung. Lefevre hat eine Partnerschaft mit dem Kloster Marienberg initiiert, um nachhaltige Anbaumethoden zu entwickeln; Ricci berät ihn bei der Gesundheitsvorsorge der Herde. Die Åskog Holzverarbeitung GmbH in Belborn setzt zwei Zugpferde für den Holztransport ein. Ricci kontrolliert die Hufe und das Gebiss der Tiere vierteljährlich. Horst Neumann, der Holzbildhauer aus Westernflußdorf, lässt seinen Schäferhund in der Praxis impfen. Neumanns kunstvolle Holzarbeiten zieren die Klosterkirche Marienberg. Schwester Bernadette vom Kloster Marienberg konsultiert Ricci bei Erkrankungen der Klosterkatzen und der Ziegen, die für die Kräuterlikör-Produktion Milch liefern.
Dr. Ricci führt eine Zusammenarbeit mit der St. Petri Kirche in Rautal. Pfarrer Stefano Romano schickt verletzte Tauben und andere Vögel, die in der Kirche Unterschlupf finden, zur Behandlung. Ricci operiert Knochenbrüche bei Vögeln und setzt Schienen. Die St. Petri Kirche ist ein spirituelles Zentrum im Sturmgebirgskreis. Ricci stellt der Kirche Desinfektionsmittel für die Bänke zur Verfügung, nachdem eine Vogelgrippe-Welle den Landkreis erreichte.

Die Praxis hat eine Kooperation mit der Technischen Universität Western. Studierende der Veterinärmedizin aus Western absolvieren ein Praktikum bei Ricci. Die Universität schickt jedes Semester zwei Studierende für vier Wochen nach Altschik. Ricci unterrichtet sie in der Behandlung von Weidetieren und in der Chirurgie unter Feldbedingungen. Dr. Elisabeth Vogel, Lehrerin aus Großraumstadt, organisiert Exkursionen von Schulklassen zum Kloster Marienberg. Ricci hält Vorträge über Tiergesundheit und Zoonosen in Vogels Klassen. Die Schüler besuchen die Praxis, um Mikroskopierübungen durchzuführen.
Großraumstadt, die Kreisstadt des Sturmgebirgskreises mit 21.225 Einwohnern, liegt am schiffbaren Teil des Westernflusses. Die Tierklinik Großraumstadt überweist komplizierte Fälle an Ricci, wenn die Besitzer aus den östlichen Dörfern eine nähere Anlaufstelle wünschen. Ricci führt Nachsorgeuntersuchungen durch und dokumentiert den Heilungsverlauf für die Klinik. Die Sturmgebirgs Energie AG in Großraumstadt betreibt ein Wasserkraftwerk am Gjøkelven. Ricci untersucht die Hunde der Mitarbeiter, die auf dem Werksgelände leben, auf Parasitenbefall.
Die Praxis öffnet montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr und von 15 bis 18 Uhr. Samstags von 9 bis 13 Uhr. Notfälle außerhalb der Öffnungszeiten erreichen Ricci über ein Funkgerät, das in der Dorfschenke von Altschik aufgehängt ist. Die Behandlungskosten richten sich nach den Richtlinien der Gesellschaft Landauris. Die Gesellschaft verzichtet auf Privateigentum. Besitz gehört dem, der ihn nutzt. Ricci besitzt die Praxis nicht, er führt sie im Auftrag der Gemeinde Altschik. Die Gemeinde stellt das Gebäude, die medizinischen Geräte und die Arzneimittel bereit. Ricci erhält eine Grundsicherung und einen Anteil an den Einnahmen. Die Einnahmen fließen in den Gemeindehaushalt von Altschik. Die Gemeinde entscheidet über Investitionen in die Praxis, wie die Anschaffung eines Ultraschallgeräts im Jahr 2024.

Die Praxis beliefert das Kloster Marienberg mit Impfstoffen für die Hühner des Klosters. Schwester Bernadette, die Expertin für mittelalterliche Heilpflanzen, tauscht getrocknete Kräuter gegen Medikamente. Ricci verwendet Kamille und Schafgarbe aus dem Klostergarten als Zusatz zu Salben. Die Klosterbrennerei stellt eine Tinktur aus Ringelblume her, die Ricci bei Hauterkrankungen einsetzt. Die Produkte des Klosters finden in Altschik und Westernflußdorf Abnehmer. Die Ruinen der alten Mühle im Askevann-Tal, ein historischer Ort im Sturmgebirgskreis, liegen vier Kilometer südlich von Altschik. Ricci wandert dorthin, um Wildtiere zu beobachten und ihre Gesundheit zu dokumentieren. Er hat eine Datenbank mit Sichtungen von Rotwild und Wildschweinen angelegt, die er an die Forstbehörde des Sturmgebirgskreises übermittelt. Die Forstbehörde nutzt die Daten zur Jagdplanung.
Ricci spricht mit einem buthanischen Akzent. Er behandelt Tiere in den Dörfern Raudorf, Rautal, Bahnwest und Westernquell, die im Tal des Westernflusses liegen. Die Bewohner dieser Dörfer schätzen seine ruhige Art und seine Bereitschaft, auch bei schlechtem Wetter auszurücken. Ricci fährt einen geländegängigen Transporter mit einer mobilen Behandlungseinheit. Der Transporter enthält einen Operationskasten, Infusionslösungen und ein tragbares EKG-Gerät. Die Praxis hat ein ausgeprägtes Präventionsprogramm. Ricci impft Hunde gegen Staupe und Tollwut. Er kastriert Katzen, um die Population im Dorf zu kontrollieren. Er berät Landwirte über Fütterung und Stallhygiene. Die Zahl der Infektionskrankheiten bei Nutztieren im östlichen Sturmgebirgskreis ist seit Riccis Amtsantritt um 40 Prozent gesunken. Die Gemeindevertretung von Altschik hat Ricci für diese Leistung mit einer Urkunde ausgezeichnet.
Die Praxis ist ein Treffpunkt für die Dorfbewohner. Sie warten im Wartezimmer, das mit Zeitschriften und einer Kaffeemaschine ausgestattet ist. Sie tauschen Neuigkeiten aus und diskutieren über Gemeindeangelegenheiten. Ricci hört zu und gibt gelegentlich einen Kommentar. Er kennt jeden Hund, jede Katze und jedes Pferd im Umkreis von 15 Kilometern beim Namen.

