(Pop.: 51.029)

Der Landkreis Novafurt erstreckt sich im Südwesten des Blumenlandes über eine Fläche von etwa 49 Kilometern in West-Ost- und 44 Kilometern in Nord-Süd-Richtung. Sein Gebiet wird maßgeblich vom Lauf der Nova geprägt, die von Norden nach Südosten fließt und bei der Hauptstadt Nova in die Novabucht mündet. Die Grenzen des Kreises sind vielseitig: Im Westen liegen der zentravianische Kreis Drosen und der bierländische Landkreis Kreuzberg, im Süden der blumenländische Landkreis Komerz. Östlich schließt sich der Landkreis Muldmünde an, während im Norden die Kreise Novatal und Blue River liegen. Diese Lage macht Novafurt zu einem zentralen Übergangsraum zwischen den Nachbarprovinzen und dem Kernland des Blumenlandes.

Die Kreisstadt Novafurt (Pop.: 12.478, 52m NN) liegt zehn Kilometer nördlich von Nova, unmittelbar neben Muldmünde. Ihre zentrale Lage an der Nova und ihre Anbindung an das überregionale Schienennetz prägen den Charakter der Stadt. Der Hauptbahnhof Novafurt ist ein bedeutender Knotenpunkt; hier kreuzen sich die Mittelmeerbahn (Linien 6-1 und 6002) sowie die BZF-Linie 111 aus Zentro und die Novatalbahn (Linie 115). Das historische Zentrum gruppiert sich um den Marktplatz mit der spätgotischen Stadtkirche St. Florian, deren schlanker Turm weithin sichtbar ist. Die alten Speichergebäude am Ufer der Nova erinnern an die Zeit, als Novafurt ein Umschlagplatz für die Agrarprodukte der Blumenthal-Ebene war. Heute beherbergen sie eine Mischung aus Gastronomie, kleinen Handwerksbetrieben und Büros. Die Stadt verfügt über ein kleines, aber feines Museum zur Flussgeschichte, das die Bedeutung der Nova für die Besiedlung und Wirtschaft der Region dokumentiert. Am östlichen Stadtrand hat sich ein Industriestandort mit Betrieben der Lebensmittelverarbeitung und des Maschinenbaus angesiedelt, die von der guten Verkehrsanbindung profitieren. Die Brauerei „Zum goldenen Nova“ braut ein süffiges Landbier, das in den Biergärten entlang des Flussufers ausgeschenkt wird.

Folgt man der Nova flussaufwärts nach Norden, gelangt man zunächst nach Hettstedt (Pop.: 2.547, 58m NN). Der Ort ist von ausgedehnten Obstplantagen umgeben, die im Frühling in voller Blüte stehen. Die romanische Dorfkirche aus dem 12. Jahrhundert mit ihren wertvollen Fresken ist ein Anziehungspunkt für Kunstinteressierte. Nördlich des Ortes betreibt die „Hettstedter Agrarkooperative“ eine große Viehwirtschaft mit angeschlossener Molkerei, die für ihren kräftigen Bergkäse bekannt ist. Der örtliche Maschinenbaubetrieb stellt spezielle Erntegeräte für den Obstbau her.

Weiter nördlich erreicht man Großenhain (Pop.: 4.217, 76m NN), das sich beidseits der Nova erstreckt. Die Stadt ist durch die gut erhaltene Stadtmauer und den Renaissancebau des Alten Schlosses geprägt, das heute als Rathaus dient. Die Kirche St. Georg beherbergt eine bedeutende Orgel aus dem 18. Jahrhundert. Großenhain ist ein Zentrum des Handwerks; hier haben sich Töpfer, Korbflechter und eine traditionelle Seilerei angesiedelt. Die „Hainer Spielzeugmanufaktur“ produziert hochwertige Holzspielzeuge, die weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannt sind. Zum Stadtgebiet gehört der Flecken Windelmühle an der Scalsa (Pop.: 9, 91m NN), ein winziger Weiler, der aus einer historischen Mühle und drei Häusern besteht und ein beliebtes Fotomotiv bietet.

Das nördlichste Gemeindegebiet an der Nova bildet Waldfurt (Pop.: 4.572, 85m NN). Die Stadt liegt am Übergang vom Flachland zu den ersten Hügeln des Zentralmassivs und ist ein Ausflugsziel für Wanderer. Die Burg Waldfurt, einst Sitz eines lokalen Adelsgeschlechts, thront über dem Ort und beherbergt heute ein Heimatmuseum. Die neugotische Kirche wurde im 19. Jahrhundert erbaut. In Waldfurt hat die Firma „Nova-Elektronik“ ihren Sitz, die Unterhaltungselektronik und Komponenten für die Landwirtschaft herstellt. Der Biergarten am Marktplatz ist ein Treffpunkt für Einheimische und Besucher. Waldfurt ist Endpunkt der Blumenlandbahn-Linie 114 aus Sassnitz.

Östlich der Nova, in der fruchtbaren Blumenthal-Ebene zwischen Nova und Mulde, liegen die Dörfer Neudalno (Pop.: 105, 112m NN), Dalno (Pop.: 147, 111m NN) und Elsterwitz (Pop.: 247, 72m NN). Diese Streusiedlungen sind von einem Netz aus Feldwegen und kleinen Wäldchen durchzogen. Die Bewohner leben hauptsächlich von der Landwirtschaft; die „Dalnoer Saatgutkooperative“ ist auf die Vermehrung von regionalem Getreide spezialisiert. In Elsterwitz steht eine kleine Feldsteinkirche aus dem 13. Jahrhundert, deren schlichter Bau die ländliche Architektur der Region widerspiegelt. Die Dörfer sind über die L3 und L16 angebunden.

Westlich der Nova, ebenfalls in der Blumenthal-Ebene, liegt die Stadt Scalso (Pop.: 8.742, 118m NN). Sie ist das wirtschaftliche Zentrum des westlichen Kreisgebiets. Das Landschaftsbild wird von großen, modernen Agrarbetrieben geprägt. Die Stadt besitzt ein sehenswertes Schloss, das Landschloss Scalso, das von einem weitläufigen Park umgeben ist und heute kulturellen Veranstaltungen dient. Die Pfarrkirche ist ein Barockbau mit einer reichen Innenausstattung. Scalso ist ein Standort der Lebensmittelindustrie: Hier produziert die „Scalsoer Mühlenwerke“ Mehl und Backmischungen. Die „Blumenland-Brauerei“ hat hier ihren Hauptsitz und beliefert die gesamte Region mit ihrem hellen Lagerbier. Ein besonderes Ausflugsziel ist der Wildpark „Tiergarten Scalso“ am südlichen Stadtrand, in dem Damwild und andere heimische Tiere in einem großen Gehege leben. Zum Stadtgebiet gehört der Flecken Babybach an der Scalsa (Pop.: 98, 144m NN), ein kleines Dorf an einem Bach, das für seine Forellenzucht bekannt ist.

Das Dorf Tretwitz an der Scalsa (Pop.: 3.257, 101m NN) liegt verkehrsgünstig an der A1 und der B6. Der Ort ist von einer typischen Hügellandschaft umgeben. Die Kirche ist ein spätgotischer Bau mit einem wertvollen Flügelaltar. Tretwitz ist bekannt für seine Töpfereien, die aus dem heimischen Ton Gebrauchskeramik und kunstvolle Gefäße herstellen. Die Landwirtschaftliche Kooperation betreibt eine große Biogasanlage, die einen Teil der umliegenden Höfe mit Energie versorgt. Die beiden Flecken Tretkreuz (Pop.: 14, 84m NN) und Tretufer an der Nova (Pop.: 12, 68m NN) sind nur kleine Ansammlungen von Gehöften, die malerisch an der Nova liegen und bei Anglern beliebt sind.

Das Dorf Nossen (bei Rastitz) (Pop.: 842, 231m NN) liegt am Übergang zum Drosener Rücken. Der Ort ist geprägt von der Landwirtschaft in den Hanglagen. Die kleine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert ist ein schlichter Bau. Nossen ist über die B43 und L6 angebunden.

Leisen (Pop.: 478, 85m NN) ist ein Straßendorf mit einer langen Tradition im Obstbau. Die Mosterei Leisen verarbeitet die Äpfel der umliegenden Streuobstwiesen zu Saft und Apfelwein. Die Dorfkirche ist ein schlichter Saalbau.

Mussenstein (Pop.: 451, 221m NN) liegt auf einer Anhöhe und bietet einen weiten Blick über die Blumenthal-Ebene. Die Ruine der Burg Mussenstein ist ein beliebtes Wanderziel. Die L5 verbindet den Ort mit den umliegenden Gemeinden.

Huttstedt (Pop.: 324, 58m NN) ist ein landwirtschaftlich geprägtes Dorf an der L3. Die barocke Dorfkirche besitzt einen bemerkenswerten Kanzelaltar.

Nassau (Blumenland) (Pop.: 278, 63m NN) liegt an der B43. Der Ort ist von ausgedehnten Weideflächen umgeben. Die „Nassauer Milchwerke“ produzieren Joghurt und Quark, die in der gesamten Region vertrieben werden.

Kastaniendorf (Pop.: 204, 119m NN) liegt am Rande des Frostkogs, eines 9×6 Kilometer großen Waldstücks, in dessen Mitte sich der Frostberg (299m NN) erhebt. Der Ort ist ein beliebter Ausgangspunkt für Wanderungen und Spaziergänge im Wald. Die Dorfkirche ist ein neugotischer Ziegelbau. Die L16 und L29 verbinden Kastaniendorf mit den Nachbarorten.

Freidorf (Pop.: 178, 74m NN) ist ein typisches Angerdorf. Die alte Schule dient heute als Dorfgemeinschaftshaus. Die Landwirtschaftliche Kooperation Freidorf ist auf den Anbau von Futterpflanzen spezialisiert.

Kurzhausen (Pop.: 147, 74m NN) liegt abseits der Hauptstraßen an der L9. Die wenigen Höfe sind von Feldern und kleinen Wäldern umgeben.

Waldfels (Blumenland) (Pop.: 120, 81m NN) ist ein kleines Dorf, das sich über die L5 erschließt. Die Dorfkirche ist ein schlichter Bau aus dem 19. Jahrhundert.

Pölbitz (Pop.: 28, 261m NN) ist der kleinste Ort im Landkreis. Der Weiler liegt auf dem Drosener Rücken und ist über die L16 erreichbar. Er besteht aus wenigen Gehöften, die von Wald und Weiden umgeben sind.

Im Westen des Landkreises erheben sich die östlichen Ausläufer des Drosener Rückens. Hier liegt von Nord nach Süd zunächst das Dorf Reichenau (Blumenland) (Pop.: 478, 273m NN). Der Ort ist von Mischwäldern umgeben und wird von der L16 durchquert. Die kleine Dorfkirche stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Die Stadt Findlingshain (Pop.: 3.215, 251m NN) liegt auf einer Anhöhe des Rückens. Sie ist von Findlingen geprägt, die in der Umgebung zu finden sind und für den Hausbau verwendet wurden. Das Landschloss Findlingshain, ein barockes Herrenhaus, ist heute ein Landerholungsheim, das seinen Gästen aktive Beschäftigung in der Landwirtschaft anbietet – vom Pflügen über das Streuen bis hin zum Mist schaufeln. Die Stadt ist ein Zentrum des Steinmetzhandwerks. Die B64 verbindet Findlingshain mit Waldfurt und Rastitz. Zum Stadtgebiet gehört der bereits erwähnte Flecken Pölbitz.

Rastitz (Pop.: 7.841, 280m NN) ist die größte Stadt im Westen des Kreises. Sie liegt an der B6 und der A1 und ist ein wichtiger Verkehrsknoten. Die Stadt wird von der imposanten Pfarrkirche St. Ägidius beherrscht, einem gotischen Hallenbau. Das Alte Rathaus am Marktplatz ist ein Renaissancebau mit einem schönen Erker. Rastitz ist ein Standort der Unterhaltungselektronik; die Firma „Rastitz Audio“ produziert Lautsprecher und Verstärker. Der Biergarten am Stadtpark ist ein beliebter Treffpunkt. Das Landschloss Rastitz, ein klassizistischer Bau, beherbergt heute die Stadtbibliothek und ein Archiv.

Südlich von Rastitz liegt das bereits erwähnte Nossen (bei Rastitz) (Pop.: 842, 231m NN), das über die B43 und L6 zu erreichen ist.

Der Landkreis Novafurt präsentiert sich als eine vielseitige Region, die von der fruchtbaren Ebene im Osten über die bewaldeten Höhenzüge im Westen bis hin zu den geschäftigen Städten an der Nova reicht. Die gute Verkehrsanbindung durch Autobahnen, Bundesstraßen und ein dichtes Schienennetz machen ihn zu einem leicht zu bereisenden Teil des Blumenlandes, der sowohl landwirtschaftliche Tradition als auch moderne Industrie und ein reiches kulturelles Erbe vereint.


Städte und Gemeinden

Städte

  • Kreisstadt Novafurt
  • Findlingshain
  • Großenhain
    • Windelmühle
  • Hettstedt
  • Rastitz
  • Scalso
    • Babybach
  • Waldfurt

Dörfer

  • Dalno
  • Elsterwitz
  • Freidorf
  • Huttstedt
  • Kastaniendorf
  • Kurzhausen
  • Leisen
  • Musenstein
  • Nassau (Blumenland)
  • Neudalno
  • Nossen (bei Rastitz)
  • Pölbitz
  • Reichenau (Blumenland)
  • Tretwitz
    • Tretkreuz
    • Tretufer
  • Waldfels (Blumenland)
  • Landkreis Novafurt (Blumenland)

    Landkreis Novafurt (Blumenland)

    Der Landkreis Novafurt im Südwesten des Blumenlandes erstreckt sich von der Blumenthal-Ebene bis zu den Ausläufern des Drosener Rückens. Die Kreisstadt Novafurt ist ein Verkehrsknotenpunkt an der Nova. Entlang des Flusses liegen Hettstedt, Großenhain und Waldfurt mit ihrer Burg. Westlich der Nova prägen Scalso mit seinem Wildpark und Rastitz mit seiner gotischen Kirche die Region. Östliche Dörfer wie Elsterwitz stehen für intensive Landwirtschaft. Industrie-… Weiter …