
(Pop.: 13.171)
Der Landkreis Stegstedt, mit seinen 13.171 Einwohnern, erstreckt sich über zwei geografisch eigenständige Teile des Inselstaates Insula. Das Kerngebiet bildet die Stegstedter Halbinsel, ein schmaler, etwa 24 Kilometer langer und zwischen fünf und sieben Kilometer breiter Landzipfel, der sich westlich der Hauptstadt Insula in das Mare Internum schiebt. Die Halbinsel wird im Westen vom offenen Meer und im Osten von der geschützten Stegstedter Bucht begrenzt. Der zweite Teil des Landkreises umfasst den Süden der Nachbarinsel Gabelow/Sawitz, die nördlich der Halbinsel im Meer liegt und über zwei Brücken mit dem Festland verbunden ist. Dieser nördliche Teil des Kreises wird von der hügeligen Landschaft der Insel geprägt, deren bewaldete Mitte sich bis zu 282 Meter über das Meer erhebt, während die Küsten von baumlosen Weiden und Dünen gesäumt werden. Die Grenze zum Nachbarlandkreis Gabelow/Sawitz in Buthanien verläuft mitten durch diese Insel, wodurch der Landkreis Stegstedt eine besondere geopologische Lage an der Nahtstelle zweier Länder einnimmt.
Das administrative und historische Zentrum des Landkreises ist die Kreisstadt Stegstedt. Die Stadt liegt auf der Ostseite der Halbinsel, direkt an der nach ihr benannten Stegstedter Bucht, und ist etwa zwölf Kilometer von der Hauptstadt Insula entfernt. Mit 2.147 Einwohnern ist sie eher kleinstädtisch geprägt, was ihr einen beschaulichen Charakter verleiht. Der Ortskern wird von der spätgotischen St.-Ambrosius-Kirche dominiert, deren schlanker Turm weithin über die Bucht sichtbar ist. Sie wurde auf den Grundmauern einer älteren Kapelle errichtet, die der Überlieferung nach von Mönchen des Klosters Sancta Catherina gegründet wurde. Das historische Stadtbild wird durch einige gut erhaltene Kaufmannshäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert entlang der Hauptstraße bereichert, die von der Anlegestelle den Hügel hinaufführt. Die kleine Fischereiflotte von Stegstedt, bestehend aus etwa einem Dutzend Kuttern, legt täglich vom alten Hafenkai aus. Sie versorgt nicht nur die lokalen Gaststätten, sondern auch zwei Fischverarbeitungsbetriebe am nördlichen Ufer, die auf die Herstellung von Marinaden und Fischpasteten spezialisiert sind. Die Stadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, denn hier halten die Züge des Insula-Express, und die Bundesstraßen B31 und B34 vereinigen sich auf dem letzten Abschnitt nach Insula.
Das Leben im Landkreis verteilt sich auf mehrere charakteristische Ortschaften. Fünf Kilometer nordwestlich von Stegstedt liegt das Dorf Anbucht. Mit 748 Einwohnern ist es eines der größeren Dörfer auf der Halbinsel und dient als lokales Dienstleistungszentrum für die umliegenden Weiler. Historisch bekannt ist Anbucht für seine mittelalterliche Wehrkirche aus dem 13. Jahrhundert, die mit ihren dicken Mauern und den schmalen Schießscharten an die unsicheren Zeiten der Wikingerüberfälle erinnert. Im Erdgeschoss des Kirchturms ist ein kleines Heimatmuseum untergebracht, das Alltagsgegenstände und Werkzeuge aus der bäuerlichen und fischerlichen Vergangenheit zeigt. Ein besonderer Wirtschaftszweig in Anbucht ist die Verarbeitung von Sanddorn, der an den sonnigen Hängen des Stegstedter Rückens gedeiht. Die Genossenschaft „Sanddornwerk Anbucht“ produziert aus den Beeren Säfte, Gelees und Öle, die in einem kleinen Hofladen verkauft werden. Zudem gibt es eine traditionelle Seilerei, die ihre Hanfprodukte – von feinen Angelschnüren bis hin zu dickem Tauwerk – über die Insel hinaus vertreibt. Die kleine Fischereiflotte von Stegstedt, die in Anbucht einen zweiten Ankerplatz besitzt, liefert den Rohstoff für einen der Fischverarbeitungsbetriebe, der direkt am Ufer der Bucht liegt.
Auf der anderen Seite der Halbinsel am MAre Internum und drei Kilometer nördlich von Westfähre liegt das zu Anbucht gehörende winzige Fischerdorf Fischerhütten. Mit nur elf Einwohnern ist es die kleinste Siedlung des Landkreises und ein Ort von meditativer Abgeschiedenheit. Die wenigen Häuser, einige davon über hundert Jahre alte, geduckte Steinhäuser mit Reetdächern, gruppieren sich um einen kleinen, ungeschützten Hafen, an dem ein paar kleine Boote dümpeln. Es gibt keine Geschäfte und keine Gaststätte – dafür einen unverbaubaren Blick auf den endlosen Horizont des Meeres. Fischerhütten ist vor allem ein Ziel für Wanderer, die den Küstenweg entlanggehen oder von hier aus zu einer Besteigung des nahe gelegenen Stegstedter Rückens aufbrechen, der gleich hinter dem Dorf steil ansteigt. Die Bewohner leben fast ausschließlich von der Küstenfischerei und versorgen die Gastronomie der umliegenden Orte mit den frischesten Fängen des Tages.
An der exponierten Westküste der Halbinsel, direkt am offenen Mare Internum, liegt die Stadt Westfähre. Mit 3.415 Menschen ist sie die bevölkerungsreichste Gemeinde der Halbinsel. Ihr Name ist Programm: Von hier aus verkehrt mehrmals täglich eine Autofähre nach Spitzkap im benachbarten Ackerland. Die Überfahrt dauert etwa 15 Minuten und ist nicht nur für Reisende, sondern auch für den Warenaustausch von Bedeutung. Der Insula-Express betreibt eine Fährbuslinie, die den Bahnhof in Stegstedt mit dem Fährterminal in Westfähre verbindet und so die Verkehrslücke schließt. Das Leben in Westfähre ist vom Strandtourismus geprägt. Die Stadt verfügt über eine mehr als zwei Kilometer lange, feinsandige Strandpromenade, die in den Sommermonaten von Gästen aus der Hauptstadt belebt wird. Die historische Wurzel der Stadt ist jedoch die Fischerei. Noch heute liegt ein Teil der kreisweiten Fischereiflotte hier im Schatten des alten Leuchtturms. Ein großer Teil des Fangs wird direkt an die Fischverarbeitungsindustrie geliefert, die in Westfähre mit zwei modernen Fabriken vertreten ist. Diese haben sich auf Tiefkühlfischfilets und Räucherwaren spezialisiert. Darüber hinaus hat sich in Westfähre eine lebendige Handwerkerszene etabliert, die sich auf Sanddorn und regionale Textilpflanzen konzentriert. Eine Werkstatt stellt aus Hanffasern umweltfreundliche Taschen und Kleidung her, während eine andere aus den Kernen des Sanddorns kaltgepresstes Speiseöl gewinnt.
An der nördlichen Nordspitze der Stegstedter Halbinsel liegt das Dorf Aschwitz, in dem 987 Menschen leben. Der Ort ist das Tor zum nördlichen Teil des Landkreises, denn über zwei Brücken – die Straßenbrücke der B31 und die imposante Stahlfachwerkbrücke des Insula-Express – gelangt man von hier auf die Insel Gabelow/Sawitz. Aschwitz selbst ist ein ruhiger Ort, der geprägt ist vom Blick auf die nahe Stadt Ritzin. Eine kleine, schlichte Kapelle aus dem 18. Jahrhundert dient den Gläubigen als Gotteshaus. Wirtschaftlich spielt der Anbau von Hanf eine Rolle, der auf den kargen Böden an der Nordspitze der Halbinsel gedeiht. Eine lokale Manufaktur verarbeitet die Fasern zu Polstermaterial für Möbel und Autositze, ein Nischenprodukt, das sogar exportiert wird.
Jenseits der Brücken auf der Insel Gabelow/Sawitz liegt die Stadt Ritzin. Mit 5.781 Einwohnern ist sie die größte Stadt des Landkreises und ein wichtiges lokales Zentrum. Das historische Herz von Ritzin bildet der Marktplatz mit seiner dreischiffigen Backsteinhallenkirche aus dem 15. Jahrhundert. Unter der Stadt befindet sich ein weit verzweigtes System von Lagerkellern aus dem Mittelalter, die heute für Führungen zugänglich sind. Ritzin ist vor allem für seine Brauerei „Gabelow Bräu“ bekannt. Die Familie Wagner betreibt die traditionsreiche Braustätte bereits in der fünften Generation und braut nach alten Rezepten handfeste Biersorten, darunter das süffige „Gabelower Landbier“ und das kräftigere „Sawitzer Export“. Der Duft von Malz und Hopfen zieht oft über die Dächer der Stadt.
Ein weiterer Besuchermagnet ist der kleine, aber feine Strand im Ortsteil Bungalowsiedlung, einer Streusiedlung mit 25 Einwohnern im Osten der Insel. Die „Bungalowsiedlung“ ist, wie der Name schon andeutet, ein lockerer Zusammenschluss von Ferienhäusern, die direkt hinter einer Dünenlandschaft liegen. Der flache Sandstrand ist ideal für Familien mit Kindern. Im Gegensatz dazu liegt der Weiler Grenzpunkt im Westen der Insel. Der Ort verdankt seinen Namen seiner unmittelbaren Nähe zur Kreisgrenze zu Buthanien. Eine einfache Schrankenanlage auf der Landstraße markiert den Übergang. Grenzpunkt ist das Ziel von stillen Naturfreunden, die die baumlosen Weideflächen und die Einsamkeit der Dünen schätzen. Ein einziger Handwerksbetrieb vor Ort hat sich auf die Herstellung von Sanddornseifen spezialisiert, die in einem kleinen Verkaufsraum angeboten werden. Die beiden Orte auf der Insel – Ritzin mit seiner Brau- und Badekultur und die ruhigen Weiler im Westen und Osten – bieten eine komplett eigene Welt, die sich von der stark landwirtschaftlich geprägten Stegstedter Halbinsel unterscheidet. So vereint der Landkreis Stegstedt auf kleinstem Raum die gegensätzlichen Landschaften einer langgestreckten Ackerflur, eines bewaldeten Höhenrückens, steiler Meeresküsten und einer sanft hügeligen Nachbarinsel zu einem vielseitigen Reiseziel.
Städte und Gemeinden
- Stegstedt
- Ritzin
- Grenzpunkt
- Bungalowsiedlung
- Westfähre (Insula)
- Aschwitz
- Anbucht
- Fischerhütten
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Landkreis Stegstedt (Insula)

Der Landkreis Stegstedt umfasst die Stegstedter Halbinsel und den Süden der Insel Gabelow/Sawitz. Die Kreisstadt Stegstedt besitzt eine kleine Fischereiflotte und Fischverarbeitung. Westfähre ist Zentrum des Strandtourismus mit Fährverbindung nach Spitzkap. Das Dorf Anbucht produziert Sanddorn- und Hanfprodukte. Fischerhütten ist eine winzige Siedlung. Aschwitz verbindet per Brücke mit Ritzin, der größten Stadt des Nordteils. Ritzin beherbergt die Brauerei „Gabelow Bräu“. Die Ortsteile Grenzpunkt und… Weiter …
