
(Pop.: 7.139)
Der Landkreis Wum nimmt den Osten der Insel Insula ein und ist geprägt vom mächtigen Insulagebirge, das weite Teile des Kreisgebiets einnimmt. Die Grenze des Landkreises verläuft im Norden und Westen durch das baumlose hügelige Vorland des Gebirges, während er im Nordosten in die fruchtbaren Ebenen übergeht, die sanft zur Monstir-See abfallen. Diese See, eine Meeresstraße zwischen Insula und der Zentralinsel im Mare Internum, bildet die östliche Begrenzung des Kreises. Die Bundesstraße B34 und die parallel verlaufende Vennabahn durchziehen das nördliche Kreisgebiet von Westen nach Osten und verbinden die Hauptstadt Insula mit der Ostküste. Die historische I-6, die Alte Klosterstraße, windet sich von der Hauptstadt kommend durch das malerische Insulatal tief in die Bergwelt hinein, während die I-5 und I-8 die südlichen und westlichen Regionen erschließen. Mit 7.139 Einwohnern auf einer Fläche, die vom höchsten Gipfel des Landes bis zum Meeresspiegel reicht, ist Wum der bevölkerungsärmste, aber landschaftlich vielfältigste Kreis des Inselstaates.

Die Kreisstadt Wum (Pop.: 3.257 – 321m NN) liegt auf einem Plateau am Ostabhang des Insulagebirges. Von der Kreisstadt reicht der Blick über das eingeschnittene Tal des Jaspisitzes bis zur Monstir-See. Den deutlichsten Orientierungspunkt bildet der schlanke Turm der spätgotischen St. Laurentiuskirche. Rund um den dreieckigen Marktplatz stehen historische Wohn- und Geschäftshäuser sowie das ehemalige Amtshaus des Klosters Sancta Catherina. Heute vermittelt das darin eingerichtete Heimatmuseum die Geschichte von Bergbau, Keramik und klösterlicher Verwaltung. Die wirtschaftliche Entwicklung Wums beruht vor allem auf Ton und Quarzsand. Die Wumer Bergwerke gewinnen beide Rohstoffe in den umliegenden Hügeln. In den Hallen der Keramik AG Wum entstehen daraus Fliesen, Waschbecken und weitere Sanitärkeramik für den gesamten Inselstaat. Forschung und Produktion verbinden sich im Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene. Dort werden Wasserproben aus dem Jaspisitz, Mikroorganismen in Produktionsbereichen und hygienische Eigenschaften keramischer Oberflächen untersucht. Das Schulzentrum mit eigener Keramikwerkstatt greift die örtlichen Traditionen auf und vermittelt sie an jüngere Generationen. Auf dem Marktplatz verkaufen regionale Betriebe Brot, Käse, Gemüse, Wollwaren und Keramik. Kleine Geschäfte, die Gemeinschaftspraxis, das Kreisamt und das Bürgerhaus machen Wum zugleich zum Versorgungs- und Verwaltungszentrum des Landkreises. Gäste finden im Hotel und Restaurant L’Auberge Lumière zwölf Zimmer, einen Wintergarten und eine regional geprägte Küche mit französischen Einflüssen. Am Abend bietet der Nachtflüsterer Club in einem früheren Warenmagazin Konzerte, Tanzveranstaltungen, Lesungen und Improvisationstheater. Wanderwege führen hinunter zum Jaspisitz und hinauf zum Wum-Blick. Von der Anhöhe erscheinen Kirchturm, Backsteinhäuser, Werkhallen, Tal und See als geschlossenes Panorama einer Kleinstadt, deren Alltag von Handwerk, Industrie, Forschung und gemeinschaftlichem Leben geprägt wird.
Die Vennabahn und die B34 verbinden Wum mit der Hauptstadt Insula und dem Küstenort Venna und ziehen sich zunächst durch das hügelige, von Landwirtschaft geprägte nördliche Kreisgebiet.

Am westlichen Rand des Insulagebirges liegt Nachfeld, ein Dorf mit 497 Einwohnern, das für seine lebendige Handwerkskultur bekannt ist. Die Töpferei Blauzweig fertigt traditionelle Keramiken mit blauen Rankenmustern, die weit über den Landkreis Wum hinaus geschätzt werden. Daneben werden in einer Werkstatt hochwertige Wanderstöcke und Holzgestelle hergestellt. Auf einem Hügel über dem Ort steht die Kirche St. Verena, die das Dorfbild prägt und Mittelpunkt des Gemeindelebens ist. Moderne Arbeitsplätze bietet der kleine Betrieb Helix Automation, dessen Produkte in vielen Werkstätten des Landes genutzt werden. Im ehemaligen Bahnwärterhaus dokumentiert ein liebevoll gestaltetes Museum die Geschichte der Vennabahn. Besucher treffen im Ort auf Menschen wie Lehrer Théo Lambert oder die Musikerin Zeynep Şahin, deren Konzerte regelmäßig Gäste anziehen. Sportlicher Mittelpunkt ist der Tennisplatz am Birkenrain, wo der TC Nachfeld gelegentlich gegen Mannschaften aus Steinfeld antritt. Das Gasthaus Zum Lächeln bildet den Treffpunkt für Einwohner und Reisende. Über allem schwebt die alte Sage vom verzauberten Brunnen in den Feldern oberhalb des Dorfes.

Der nächste Ort Antos liegt auf 541 Metern am Nordhang des Insulagebirges, genau am Übergang vom dichten Fichtenwald zum offenen Grasland. Das Dorf zählt 332 Einwohner und ist eng mit der Verarbeitung des langsam gewachsenen, besonders festen Antoser Fichtenholzes verbunden. Im Sägewerk entstehen Balken, Bretter und präzise zugeschnittene Werkstücke. Neue technische Impulse setzen die LaserPrecision GmbH und das Zentrum für Nanotechnologie und Materialwissenschaften, wo Holz, Beschichtungen und Verbundstoffe erforscht werden. Die romanische Dorfkirche aus dem 12. Jahrhundert bewahrt Fresken aus der frühen Klosterzeit und dient zugleich als lebendiger Veranstaltungsort. Comiczeichnerin Li Wang verarbeitet Dorfgeschichten, Bahnfahrten und Tiermotive in ihren Bildern. Am kleinen Bahnhof sorgt Bahnhofsvorsteher Severin Birkner mit nachgeahmten Tierstimmen in den Zugdurchsagen für Heiterkeit. Wanderwege führen nach Obertana, zu Rüdeckers Waldhaus und weiter in die Bergwelt. Nach einem Ausflug treffen sich Gäste und Einheimische im Gasthaus „Zum Waldsegel“, das mit regionalen Gerichten, Seefahrergeschichten und einer warmen, bodenständigen Atmosphäre den Tag abrundet. Die stündliche Vennabahn macht den Ort bequem erreichbar und eröffnet schöne Ausblicke auf Wälder, Wiesen, Dächer und die Höhen des Gebirges.

Auf 661 Metern Höhe liegt Wieso dort, wo die Wälder des Insulagebirges in offene Weiden übergehen. Das Dorf mit 259 Einwohnern ist vor allem als Ausgangspunkt für Bergtouren bekannt. Ein anspruchsvoller, elf Kilometer langer Wanderweg führt durch lichten Wald hinauf zum 1.101 Meter hohen Insulaberg, dessen Gipfel weite Ausblicke über Insula und bis zur Zentralinsel bietet. Rund um die Sankt-Wendelin-Kapelle gruppieren sich Wohnhäuser, das Gemeindehaus und der Gasthof Zum Bergschuh mit kräftigen Bergsteigermahlzeiten. Die Pension Zaubermoment bietet sieben ruhige Gästezimmer. Handwerkliches Profil erhält Wieso durch die Webwerkstatt Der Teppichtänzer, die Teppiche aus Wolle und wiederverwendeten Stoffen fertigt. Am Bahnhof versorgt der Supermarkt Bergkorb Einheimische und Wanderer, gegenüber repariert Gabriel Nowak in seinem Geschäft Gipfelzeit mechanische Uhren und fertigt Schmuck. Allgemeinmediziner Paul Schneider kümmert sich auch um verletzte Wanderer. Archäologe Ivan Petrov untersucht alte Wege und Siedlungsspuren. Dank der stündlich fahrenden Vennabahn ist Wieso mit der Hauptstadt Insula, der Kreisstadt Wum und Venna verbunden. Besonders im Herbst prägen goldene Laubbäume, dunkle Dächer und klare Bergluft das Ortsbild eindrucksvoll und unverwechselbar zugleich.

Im Westen, am Fuß des Gebirges, westlich der waldigen Zonen, liegt Farbo (Pop.: 184 – 321m NN). Obstwiesen, sanfte Hügel und bewaldete Berghänge prägen die Umgebung des Dorfes mit 184 Einwohnern. Bekannt ist Farbo vor allem für seinen klaren Edelbrand „Farboser Geist“. Zahlreiche Höfe brennen eigene Varianten aus Äpfeln, Birnen und Pflaumen. Das Dorfzentrum bilden die Bruchsteinkirche Sankt Marcellus, das Feuerwehrhaus und der Supermarkt „Korb & Kelle“, dessen Küche mittags einfache Gerichte und abends Bier anbietet. Gegenüber dem Bahnhof arbeitet Arcturus Robotiksysteme in einer umgebauten Obstlagerhalle an Greifarmen und Transporttechnik für Keltereien, Brennereien und Handwerksbetriebe. Ergänzt wird das Wirtschaftsleben durch den Farbenfrohsinn Malerbetrieb und die Werkstatt der Schreinerin Giulia Bianchi, die bevorzugt heimisches Obstbaumholz verarbeitet. Kameramann Noah Murphy zeigt im Feuerwehrhaus regelmäßig Dokumentarfilme. Wanderer starten hinter der Kirche auf den 17 Kilometer langen Klosterweg. Der serpentinenreiche Aufstieg führt durch Obstgärten und Wälder zum Kloster Sancta Catherina und eröffnet weite Ausblicke über die westliche Ebene.
Das Herzstück des Landkreises ist das Insulatal, erschlossen durch die historische I-6, die Alte Klosterstraße.

Das erste Dorf am Fluss nach der Hauptstadt ist Tanhäuser. Der Weiler zählt 45 Einwohner und gehört zur Gemeinde Nachfeld. Wanderer und Radfahrer erreichen ihn über die Alte Klosterstraße, die dem Insulafluss flussaufwärts folgt. Besonders fällt die überdachte Brücke auf, deren Schindeldach auf alten Steinpfeilern ruht. In ihrer Mitte lädt eine Bank zum Beobachten von Wasseramseln und Stromschnellen ein. Wenige Schritte entfernt treibt der Fluss das Rad der Tannradmühle an. Müller Rafael Mendonça verarbeitet dort Getreide aus der Umgebung und verkauft Brot, Mehl, Grütze und Leinöl. Tischlerin Carmen Ruiz arbeitet gegenüber in der Werkstatt Flussfuge. Ihre eingeschnitzten Flusswellen und Farnblätter schmücken Schränke, Wegkästen und Ortsschilder. Der Name Tanhäuser geht auf einen sagenhaften Einsiedler des 10. Jahrhunderts zurück. An den Resten seiner Hütte legen Reisende bis heute Haselnüsse nieder. Rastplatz, Trinkbrunnen und Schutzhütte machen den Ort zu einer Etappe auf dem Weg nach Untertane, Obertana und zum Kloster Sancta Catherina. Im Herbst verbinden sich hier Handwerk, Flusslandschaft und klösterliche Überlieferung zu einem stillen, einprägsamen Reiseerlebnis.

Weiter flussaufwärts erreicht man Untertane (Pop.: 290 – 189m NN). Entlang der Alten Klosterstraße reihen sich Bruchsteinhäuser, Gärten und Werkstätten; eine Holzbrücke führt über den Fluss zu den Gerstenfeldern. Deren Ernte bildet die Grundlage für das Untertaner Dunkel, ein malziges, kräftiges Bier aus der Brauerei Zum Tannenzapfen. Braumeisterin Ronja Eberle empfängt dort Besucher zu Führungen durch Sudhaus, Gärkeller und Mälzboden. Mittelpunkt des kirchlichen Lebens ist Sankt Gertrud, eine Feldsteinkirche mit hölzernem Dachreiter. Im benachbarten Gemeinschaftshaus finden Dorfversammlungen, Tauschaktionen und kulturelle Veranstaltungen statt. Handwerk und Versorgung liegen nah beieinander: Nela Maurer führt den Betrieb Meisterhaftes Mauerwerk Maurer, Jannis Hoch betreut Wasserleitungen, Heizungen und Brunnenrinnen, und die Familie Sadik backt in der Flusskruste Gerstenbrot, Apfelschnecken und Tannenzapfenbrötchen. Beim Gerstenfest kommen Einheimische und Gäste auf dem Brauereihof zusammen. Untertane zeigt, wie Landwirtschaft, Gewerbe, Kirche und gemeinschaftliche Entscheidungen ein lebendiges Dorfgefüge bilden. Wanderwege nach Farbo und zur Forsthütte sowie die Nähe zu Tanhäuser und Obertana machen den Ort zu einer angenehmen Station für Reisende im Insulatal und zu jeder Jahreszeit sehr sehenswert.

Der nächste Ort ist Obertana (Pop.: 460 – 257m NN), das wirtschaftliche Zentrum des Tals. Prägend sind das Holzformwerk Insulatal, das Leisten für die Schuhproduktion und Bauteile für Musikinstrumente fertigt, sowie die Porzellanmanufaktur „Obertanaer Blüte“ mit ihrem dünnwandigen, handbemalten Geschirr. An der Kirche St. Martha pflegen Pfarrerin Johanna Varga, Gärtner Samuel Okeke und zahlreiche Dorfbewohner einen gemeinschaftlichen Gemüsegarten. Im Institut für Nachhaltige Energie werden Kleinwasserkraft, keramische Wärmespeicher und die Nutzung von Holzresten erforscht. Reporterin Lucía Martínez berichtet über Betriebe, Gemeinderat und Dorfleben. Künstler Mehmet Yılmaz verarbeitet Holz, Porzellanscherben und Metall zu seinen „Talgeschichten“. Mittelpunkt des öffentlichen Lebens sind der Dorfladen „Tante Mira“, das Gemeindehaus, der Gasthof „Zur Spindel“ und der Catherinensteg. Obertana verbindet auf engem Raum Handwerk, Forschung, Kunst, kirchliches Leben und die Berglandschaft Insulas.

Wer von Obertana der alten Straße ins Insulagebirge folgt, erreicht nach sechs Kilometern Rüdeckers Waldhaus. Zwischen Buchen, Tannen und dem tief eingeschnittenen Tal des Insulaflusses entwickelte sich der Waldflecken aus einer historischen Raststation für Reisende nach Sancta Catherina. Bis heute beginnt hier der reizvollste Abschnitt der alten Klosterstraße. Kutschen blieben früher zurück, während Menschen und Gepäck mit Eseln weiterzogen. Daran knüpft Dario Bellini mit „Rent an Ass“ an: Seine Insula-Esel begleiten Gäste auf Wanderungen durch die Bergwälder. Nach der Rückkehr trifft man sich in „Rüdeckers Einkehr“, wo Maren Rüdecker Gerichte wie Gerstenknödel, Bergzwiebeln und Brot mit Ziegenkäse serviert. Nur wenige Schritte entfernt arbeitet Luca Romano in ihrer Töpferwerkstatt „Ton am Berg“. Ihre dunkelgrünen Becher, Wanderschalen und kleinen Eselfiguren sind beliebte Erinnerungsstücke. Besonders am späten Nachmittag zeigt Rüdeckers Waldhaus seinen Charakter: Wanderer kommen vom Berg zurück, Esel werden versorgt, vor dem Rasthaus wird gegessen, und zwischen den herbstlichen Baumkronen fällt das letzte Licht ins Insulatal.

Wo die Insulatalstraße ihren höchsten Punkt erreicht und schließlich endet, liegt Forsthütte mitten im Bergwald. Der kleine Ort zählt lediglich fünf Bewohner und ist eng mit der Arbeit im Wald und der Versorgung des Klosters Sancta Catherina verbunden. Oberförster Dmitri Volkov lebt mit seiner Familie im Forsthaus Insulatal und betreut von hier aus das umliegende Revier. Wenige Schritte entfernt beginnt die Güter-Standseilbahn, deren Wagen seit den 1960er-Jahren Vorräte und Material den Berghang hinauf zum Kloster transportieren. Elias Neruda kümmert sich um die technische Anlage. So kann es zwischen Holzplatz, Verladerampe und Forsthaus zeitweise erstaunlich geschäftig werden. Für Wanderer markiert Forsthütte zugleich den Übergang von der Straße in die Bergwelt: Ein Weg steigt rund drei Kilometer zum Kamm des Insulagebirges hinauf, wo sich Routen nach Wieso, Vasus und zum Insulaberg verzweigen. Feuchte Bergwälder, klare Bäche, steile Wege und häufig tiefhängende Wolken prägen die Umgebung. Forsthütte wirkt dadurch wie ein vorgeschobener Arbeitsplatz mitten im Gebirge.

Der Weg zum Kloster Sancta Catherina (Pop.: 36 – 836m NN) beginnt bei Rüdeckers Waldhaus, wo Fahrzeuge zurückbleiben und Esel das schwerere Gepäck übernehmen. Sechs Kilometer führt die Alte Klosterstraße durch feuchten Bergwald, vorbei an Felsen, Buchen und Tannen, bis die Wehrmauern und roten Dächer des Klosters auftauchen. Hinter der Pforte öffnet sich eine kleine klösterliche Welt. In der gotischen Kirche versammeln sich sechs Brüder und sechs Schwestern mehrmals täglich zum Stundengebet. Im Skriptorium entstehen kalligrafierte Texte und farbige Initialen, während die Bibliothek kostbare Handschriften aus der Frühzeit Insulas bewahrt. Lucienne Mercier hält Werkstatt, Gebäude und Güterbahn instand. Die vier Kilometer lange, wasserbetriebene Standseilbahn bringt Vorräte vom Forsthaus im Tal herauf. Wanderer stärken sich mit Klosterbrot, Gerstensuppe, Catherinenbier und Kräuterlikör. Vor dem Tor versorgt der Imbiss „Zur Eseltränke“ Gäste mit Käserollen, Apfelsaft und heißem Kräutertee. Eine holzgetäfelte Sauna mit Steinofen und Kaltwasserbecken ergänzt die Anlage. Seit 1927 zählt das um 890 gegründete Kloster zum nationalen Kulturerbe Insulas und bleibt ein lebendiger Ort des Gebets, Wissens und Handwerks.

Vasus (Pop.: 167 – 369m NN) liegt südlich von Wum im bewaldeten Tal der Kystå. Das Dorf mit 167 Einwohnern lebt von Forstwirtschaft und überliefertem Handwerk. In der Werkstattgemeinschaft Kyståbogen fertigen Besenbinder und Drechslerinnen robuste Alltagsgegenstände aus heimischem Holz und Birkenreisig. Mittelpunkt des Ortes ist die Feldsteinkirche Sankt Ansgar. Gleich daneben lädt der Biergarten „Unter den drei Eschen“ zu Untertaner Dunkel, Roggenbrot und warmer Mühlensuppe ein. Bildhauer Max Müller verarbeitet Sturmholz zu ausdrucksstarken Figuren, die Waldarbeiter, Tiere und Gestalten der Inselgeschichte darstellen. Am südlichen Dorfrand treibt die Kystå weiterhin das große Wasserrad der historischen Getreidemühle an. Im angeschlossenen Laden werden Mehl, Brot, Honig und örtliche Holzarbeiten verkauft. Rund um Vasus schützt das Naturschutzgebiet Oberes Kyståtal Quellmulden, Bergwälder und den unverbauten Flusslauf. Kurze Rundwege begleiten das Wasser, während der längere Kyståsteig hinauf zur Forsthütte führt. Gäste erleben ein arbeitsames, gemeinschaftlich geprägtes Dorf, dessen Traditionen im täglichen Gebrauch lebendig bleiben. Zwischen feuchten Wiesen, Holzschuppen und herbstlichen Hängen liegen Gästezimmer, Dorfladen und kleine Werkstätten dicht beieinander. Von hier führen Wege außerdem zur Küste bei Amselstrand und nach Samo.

Von Vasus aus windet sich die I-10 hinab nach Amselstrand (Pop.: 614 – 4m NN). Der Ort lebt seit Generationen vom Fischfang. An der Strandpromenade reihen sich Räuchereien, Verkaufsstände und Fischbratküchen aneinander; besonders geschätzt werden die frisch gekochten Amselstrander Krabben. Zwischen Hafen und Flussstraße stehen niedrige Fischerhäuser, Bootsschuppen und die aus grauem Küstenstein errichtete Seemannskirche Sankt Brendan. Die Malerin Elvira Sandström, Schöpferin des Altarbildes der Kyståkirche in Vasus, arbeitet in einem früheren Netzspeicher. Fotografin Elena Navarro dokumentiert Hafenarbeit und Natur im Kyståried. Moderne Akzente setzen GeoThermal Ventures mit geothermischer Wärmeversorgung und der Handwerksbetrieb Flotte Fugen. Für Geselligkeit sorgen der Segelclub Kyståwind, die Karaoke-Bar Singt die Amsel und der Hafenspeicher Klangkaj, in dem Tomasz Kamiński das Küstenorchester leitet. Der Bahnhof bindet Amselstrand über die Vierstrandbahn stündlich an Venna, Aglitz, die Hauptstadt Insula und Vierstrand an. Wanderwege führen durch das Schilf der Flussmündung.

Wer von Wum über die B34 zur Küste hinabfährt, erreicht Venna (Pop.: 982 – 11m NN) zwischen niedrigen Wiesen und der Monstir-See. Mittelpunkt ist der Hafen, an dem Fischkutter, Autofähren und Lieferfahrzeuge für Bewegung sorgen. Die Überfahrt nach Monstir dauert eineinhalb Stunden und eröffnet weite Ausblicke über das Wasser. Auch auf der Schiene ist Venna gut angebunden: Die Vennabahn endet am Bahnhof, die Vierstrandbahn setzt ihren Weg entlang der Küste fort. Reisende finden in der Lotsenstraße Geschäfte, eine Bäckerei und Gaststätten. Bekannt ist der Venna-Pott aus Fisch, Kartoffeln und Gemüse. Das Schifffahrtsmuseum im alten Lotsenhaus vermittelt die maritime Geschichte des Ortes. Bei Stahlbogen Armaturen entstehen Ventile und Rohrverbindungen für Schiffe. Alejandro Torres arbeitet als Mediator, Julia Lewandowska betreibt die Tierarztpraxis Ankerpfote. Am Abend wird die Tanzende Lichter Bar mit Konzerten und Tanz zum Treffpunkt. Östlich des Hafens führt ein kurzer Weg zu einem schmalen Sandstrand. Dort reicht der Blick über einfahrende Boote bis zur Zentralinsel. Morgens kommen Fischer zurück, mittags wechseln Fährgäste zwischen Kai und Bahnhof, abends leuchten Hafenlampen über dem Wasser im goldenen Abendlicht.
Städte und Gemeinden
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Amselstrand (Kreis Wum – Insula)

Amselstrand liegt an der Mündung der Kystå in die Monstir-See und verbindet Fischerei, Handwerk und lebendige Küstenkultur. An der Strandpromenade verkaufen Räuchereien und Fischküchen fangfrische Amselstrander Krabben, Makrelen und Fischfrikadellen. Sehenswert sind die Seemannskirche Sankt Brendan, das Atelier der Malerin Elvira Sandström und die Lichtkammer der Fotografin Elena Navarro. GeoThermal Ventures versorgt Teile des Ortes mit Erdwärme, während Flotte Fugen mit regionaler Keramik arbeitet.… Weiter …
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Antos (Kreis Wum – Insula)

Antos liegt auf 541 Metern am Nordhang des Insulagebirges, wo Fichtenwald und offenes Grasland zusammentreffen. Das Dorf mit 332 Einwohnern ist für dicht gewachsenes Fichtenholz bekannt, das im örtlichen Sägewerk verarbeitet wird. LaserPrecision und das Zentrum für Nanotechnologie verbinden traditionelles Material mit moderner Forschung. Sehenswert ist die romanische Dorfkirche mit mittelalterlichen Fresken, die auch für Konzerte und Tanzabende genutzt wird. Comiczeichnerin Li Wang hält… Weiter …
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Farbo (Kreis Wum – Insula)

Farbo liegt am westlichen Fuß des Insulagebirges zwischen Obstwiesen, sanften Hügeln und ersten Waldhängen. Das Dorf mit 184 Einwohnern ist für den klaren Edelbrand „Farboser Geist“ bekannt, den zahlreiche Höfe aus Äpfeln, Birnen und Pflaumen herstellen. Mittelpunkt sind die Kirche Sankt Marcellus, das Feuerwehrhaus und der Dorfladen „Korb & Kelle“ mit Küche und Bierausschank. Gegenüber dem Bahnhof entwickelt Arcturus Robotiksysteme Technik für kleine Betriebe.… Weiter …
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Forsthütte (Gemeinde Obertana – Kreis Wum – Insula)

Forsthütte liegt auf 689 Metern Höhe am Ende der Insulatalstraße, 2,5 Kilometer oberhalb von Rüdeckers Waldhaus. Nur fünf Menschen leben zwischen Bergwald, Forsthaus und der Talstation der Güter-Standseilbahn. Oberförster Dmitri Volkov und seine Familie betreuen das umliegende Forstrevier, während Elias Neruda für die technische Anlage der Bahn zuständig ist. Seit den 1960er-Jahren gelangen von hier Lebensmittel, Brennstoff und andere Güter zum Kloster Sancta Catherina.… Weiter …
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Kloster Sancta Catherina (Gemeinde Obertana – Kreis Wum – Insula)

Das Kloster Sancta Catherina liegt auf 836 Metern Höhe am bewaldeten Westhang des Insulaberges. Die um 890 gegründete Anlage bewahrte wertvolle Handschriften vor den Wikingerüberfällen und gilt seit 1927 als nationales Kulturerbe. Zwölf Ordensleute leben heute in der Klausur, pflegen das Stundengebet, mittelalterliche Buchmalerei und klösterliches Handwerk. Sehenswert sind die gotische Kirche, die Bibliothek, das historische Skriptorium und die Klostersauna. Besucher erreichen das Kloster… Weiter …
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Landkreis Wum (Insula)

Der Landkreis Wum liegt im Osten der Insel Insula und ist mit 7.139 Einwohnern der bevölkerungsärmste, aber landschaftlich vielfältigste Kreis des Inselstaates. Das Gebiet reicht vom 1.101 Meter hohen Insulaberg bis zur Monstir-See und umfasst das mächtige Insulagebirge. Die Kreisstadt Wum ist das wirtschaftliche Zentrum, geprägt von Keramikindustrie, Ton- und Quarzsandbergbau sowie dem Institut für Medizinische Mikrobiologie. Die Region zeichnet sich durch eine hohe… Weiter …
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Nachfeld (Kreis Wum – Insula)

Nachfeld liegt am Westabhang des Insulagebirges östlich der Hauptstadt Insula und zählt 497 Einwohner. Das Dorf ist für sein traditionelles Handwerk bekannt. In der Töpferei Blauzweig entstehen Keramiken mit blauen Rankenmustern, während ein weiterer Betrieb hochwertige Wanderstöcke und Holzgestelle fertigt. Die Kirche St. Verena prägt das Ortsbild ebenso wie das Bahnwärterhaus mit dem kleinen Vennabahn-Museum. Helix Automation bringt moderne Arbeitsplätze ins Dorf. Zum gesellschaftlichen… Weiter …
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Obertana (Kreis Wum – Insula)

Obertana liegt im Tal des Insulaflusses und ist das wirtschaftliche Zentrum der umliegenden Bergdörfer. Das Holzformwerk Insulatal fertigt Leisten für Schuhe und Bauteile für Musikinstrumente, während die Manufaktur „Obertanaer Blüte“ dünnwandiges, handbemaltes Porzellan produziert. Hinter der Kirche St. Martha bewirtschaftet die Gemeinde einen großen Gemüsegarten. Das Institut für Nachhaltige Energie erforscht Kleinwasserkraft, Wärmespeicher und die Verwertung von Holzresten. Reporterin Lucía Martínez begleitet das Dorfleben,… Weiter …
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Rüdeckers Waldhaus (Gemeinde Obertana – Kreis Wum – Insula)

Rüdeckers Waldhaus liegt sechs Kilometer oberhalb von Obertana im bewaldeten Insulatal und ist Ausgangspunkt für Wanderungen ins Insulagebirge. Einst mussten Reisende hier Kutschen und Pferde zurücklassen und ihren Weg zum Kloster Sancta Catherina mit Eseln fortsetzen. Diese Tradition lebt in der Ausleihstation „Rent an Ass“ fort, wo Dario Bellini Esel für Bergtouren bereitstellt. Mittelpunkt des Waldfleckens ist das Rasthaus „Rüdeckers Einkehr“ von Maren Rüdecker… Weiter …
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Tanhäuser (Gemeinde Nachfeld – Kreis Wum – Insula)

Tanhäuser liegt im Insulatal an der historischen Alten Klosterstraße. Der Weiler mit 45 Einwohnern gruppiert sich um eine überdachte Holzbrücke, die Schutzhütte und den Insulafluss. Seinen Namen verdankt der Ort dem sagenhaften Mönch Tanhäus, der hier im 10. Jahrhundert als Einsiedler gelebt haben soll. In der Tannradmühle mahlt Rafael Mendonça Getreide und verkauft Flussfladen, Mehl und Grütze. Tischlerin Carmen Ruiz fertigt in der Werkstatt… Weiter …
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Untertane (Kreis Wum – Insula)

Untertane liegt mit 290 Einwohnern im geschützten Insulatal zwischen Tanhäuser und Obertana. Gerstenfelder, die Insula und bewaldete Hänge prägen das Dorf. Bekannt ist die Brauerei Zum Tannenzapfen, deren malziges Untertaner Dunkel in den Wirtshäusern der Umgebung ausgeschenkt wird. Zum Ortsleben gehören die Feldsteinkirche Sankt Gertrud, das Gemeinschaftshaus und das jährliche Gerstenfest. Die Bäckerei Flusskruste verkauft Gerstenbrot und Apfelschnecken, während Meisterhaftes Mauerwerk Maurer historische Mauern… Weiter …
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Vasus (Kreis Wum – Insula)

Vasus liegt im abgeschiedenen Kyståtal südlich von Wum und zählt zu den ursprünglichsten Dörfern des Landkreises. Forstwirtschaft, Besenbinderei und Drechslerei prägen Arbeit und Alltag. Mittelpunkt ist die Feldsteinkirche Sankt Ansgar mit dem benachbarten Biergarten „Unter den drei Eschen“. In der Werkstattgemeinschaft Kyståbogen entstehen Besen, Schalen und hölzerne Gebrauchsgegenstände. Bildhauer Max Müller verarbeitet Sturmholz zu Figuren aus dem Dorfleben. Am Ortsrand mahlt die historische Kyståmühle… Weiter …
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Venna (Kreis Wum – Insula)

Venna liegt an der Monstir-See und verbindet dörflichen Alltag mit geschäftigem Hafenleben. Autofähren fahren mehrmals täglich nach Monstir auf der Zentralinsel, während Fischkutter ihren Fang anlanden. Vennabahn und Vierstrandbahn machen den Ort zu einem regionalen Verkehrsknoten. Zwischen Lagerhäusern, Fischverarbeitung und Hafenkneipen wird der herzhafte Venna-Pott serviert. Das Schifffahrtsmuseum im alten Lotsenhaus erinnert an Handel und Seefahrt. Stahlbogen Armaturen fertigt Bauteile für Schiffe, Mediator Alejandro… Weiter …
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Wieso (Kreis Wum – Insula)

Wieso liegt auf 661 Metern am Nordhang des Insulagebirges, wo Bergwald und offene Weiden ineinander übergehen. Das Dorf mit 259 Einwohnern ist Ausgangspunkt eines anspruchsvollen, elf Kilometer langen Wanderwegs zum 1.101 Meter hohen Insulaberg. Im Ortskern stehen die kleine Sankt-Wendelin-Kapelle und der Gasthof Zum Bergschuh. Gäste übernachten in der Pension Zaubermoment. Zum Dorfleben gehören die Webwerkstatt Der Teppichtänzer, der Supermarkt Bergkorb am Bahnhof und… Weiter …
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Wum (Kreisstadt – Insula)

Wum liegt auf einem Plateau am Ostabhang des Insulagebirges und blickt über das Jaspisitztal bis zur Monstir-See. Die Kreisstadt wird von der spätgotischen St. Laurentiuskirche, dem dreieckigen Marktplatz und dem Heimatmuseum im ehemaligen Klosteramtshaus geprägt. Ton und Quarzsand aus den Wumer Bergwerken bilden die Grundlage für die Produktion der Keramik AG Wum. Das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene ergänzt den Industriestandort durch Forschung.… Weiter …
