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Kohlonia nimmt den äußersten Nordwesten der Inselwelt Landauris ein und wird von drei Meeren umgeben: der Sturmsee im Süden, dem Westmeer im Westen und dem Nordmeer im Norden. Das Land präsentiert sich als ein Mosaik aus fruchtbaren Flusstälern, kargen Wüsten, zerklüfteten Gebirgen und windumtosten Küsten.
Das Herzstück Kohlonias bildet das Kohla-Tal. Der namengebende Fluss entspringt im Kohlgebirge und mündet nach etwa 50 Kilometern in die Sturmsee. An seiner Mündung liegt die Hauptstadt Kohla, die älteste Stadt Landauris. Von hier aus erstreckt sich der Flusslauf nordwärts bis zur Stadt Kohlaschleuße. Das gesamte Tal wird von einem dichten Netz aus Kanälen durchzogen, die das Land bewässern und den für Kohlonia charakteristischen Kohl-Anbau ermöglichen. Entlang des Flusses reihen sich die Dörfer Kohlfähre, Viellam, Südort und Nordort wie Perlen an einer Schnur. Westlich des Tals erstreckt sich ein sanftes Hügelland, das zur Sturmseeküste hin abfällt. Hier liegen die drei Küstenorte Goldstrand, Silberstrand und Kleinstrand. Trotz ihrer verheißungsvollen Namen wurde in dieser Gegend nie Gold oder Silber gefunden; die Bezeichnungen rühren vermutlich von der Färbung des Sandes oder alten Legenden her. Östlich des Kohla-Flusses beginnt die weite Kohlsteppe, eine Graslandschaft, die nach Norden hin zunehmend trockener wird und schließlich in die Kohlwüste übergeht. Die Wüste hat eine ovale Ausdehnung von etwa 25 mal 45 Kilometern, ist vollkommen unbewohnbar und reicht im Osten bis in das angrenzende Nudelland hinein. Nördlich dieser Einöde, an der unfruchtbaren Küste des Nordmeeres, liegt abgeschieden die Kreisstadt Fliegenstadt. Sie wurde 1924 von Aussiedlern gegründet und ist bis heute der einzige städtische Siedlungskern dieses kargen Küstenkreises.
Westlich von Kohlaschleuße erhebt sich das Kohlgebirge, das den nordwestlichen Teil des Landes prägt. Seine beiden höchsten Gipfel sind der Kolaberg mit 1304 Metern über dem Meeresspiegel und der Felberg mit 1261 Metern. im Hügelland zwischen den Tälern der Flüsse Kohla und Rauschenbach, die das Gebirge entwässern, befinden sich große Steinkohlevorkommen, die über Jahrhunderte die Wirtschaft der Region bestimmten. In der Nähe der Ortschaften Zusma, Kolaquell, Kohlaschleuße und Argeno wurde die Kohle unter Tage abgebaut. Seit etwa 1975 geht der Abbau jedoch stark zurück, nachdem bessere und nachhaltigere Energiequellen entdeckt wurden und Verwendung fanden. Heute sind von den ursprünglichen fünf Bergwerke nur noch zwei Gruben aktiv. Das Kohlgebirge selbst formt eine markante Halbinsel, die weit in das Nordmeer und das Westmeer hineinragt. An ihrer Nordostseite, im Bereich der Boxbucht, überwiegen landwirtschaftlich geprägte Siedlungen, deren Bewohner von Ackerbau und Viehzucht leben. Ganz im Norden, an der exponierten Nordküste, liegen die Kreisstadt Nordwestkap und die kleine Wissenschaftler-Siedlung Nordstation, die vor allem meteorologische und meeresbiologische Forschungen betreibt.
Der Nordwesten des Kohlgebirges schließlich ist eine Region im Wandel. Seit dem allgemeinen Rückgang der Industrialisierung und einer wachsenden Hinwendung zu Handwerk und Selbstversorgung suchen Menschen aus den Großstädten Landauris unbewohntes Land auf und gründen kleine Aussiedler-Siedlungen. Diese Bewegung begann in Kohlonia bereits 1922 und machte den Nordwesten des Gebirges zur ersten auf diese Weise besiedelten Region Landauris. Bis heute prägt dieser Pioniergeist die verstreuten Gehöfte und Weiler. So vereint Kohlonia auf engem Raum extreme landschaftliche Gegensätze und wirtschaftliche Umbrüche.
Geschichte des Landes Kohlonia
Die Geschichte Kohlonias ist untrennbar mit dem Schicksal seiner ersten Hauptstadt Kohla und den wechselvollen Ereignissen der Inselwelt Landauri verbunden. Die offizielle Geschichtsschreibung beginnt im Jahr 722, als der erfahrene Kapitän Eoban an der Mündung des gleichnamigen Flusses in die Sturmsee die Siedlung Kohla gründete. Eoban, der sich selbst den Titel „Fürst der Seefahrer“ gab, erkannte die strategischen Vorteile des Ortes und baute ihn gezielt zu einem Handelshafen aus. Kohla war damit nicht nur die erste geschichtlich belegte Stadt Landauris, sondern auch die Keimzelle des „Seelandes“, jenes mächtigen Herrschaftsgebiets, das in den kommenden Jahrhunderten zur bedeutendsten politischen und kulturellen Kraft der Inselwelt aufsteigen sollte.
Unter Eobans Nachfolgern, insbesondere unter Fürst Erinor I. (779–804), erlebte das Seeland sein „Goldenes Zeitalter“. Kohlas Hafenanlagen wurden erweitert und modernisiert, die Stadt avancierte zum kulturellen Zentrum mit Tempeln, Theatern und Bibliotheken. In dieser Epoche entstand auch das bekannte Epos „Seefahrten Eobans“, das die Taten des Gründers poetisch würdigte. Die folgenden Fürsten bauten die Verwaltung aus, reformierten das Recht – das unter Erinor II. erarbeitete Gesetzbuch von Seeland diente später anderen Reichen als Vorbild.

Doch das Glück währte nicht ewig. Seit dem frühen 9. Jahrhundert verstärkten Wikinger ihre Raubzüge entlang der Küsten. Trotz des Ausbaus der Verteidigungsanlagen gelang ihnen 837 ein erster schwerer Angriff auf Kohla. Die entscheidende Katastrophe folgte 847, als die Stadt erneut geplündert und schwer zerstört wurde. Fürst Aldomar II. (837–850) musste sich in eine Festung im Westmassiv, dem späteren Sturmgebirge, zurückziehen, wo er drei Jahre später starb. Die überlebende Bevölkerung floh in großer Zahl in die südlichen Gebiete; Kohla selbst blieb auf Jahrhunderte hinaus ein Ruinenfeld. Die siegreichen Wikinger errichteten ihre eigene Machtbasis und bauten die Stadt Western am Sturmmeer zu ihrem neuen Hauptort aus. Sie prägten die Region mit ihren Thing-Plätzen und Festungen wie der Burgruine Drachenfels auf der Sturminsel, während das Gebiet um Kohla herrenlos blieb und nur von kleinen Fischergemeinschaften bewohnt wurde.
Erst vier Jahrhunderte später wendete sich das Blatt. 1432 besiegte ein vereintes Heer der Königreiche Storha und Storcha unter Königin Pascalia III. „der Visionärin“ und Despot Albertus III. die Bergwikinger in einer entscheidenden Schlacht. Die Neuordnung des Nordens teilte das ehemalige Wikingergebiet in zwei Provinzen des nun vereinten Königreichs Storcha: die Küstengebiete wurden zur Provinz Sturmland, die östlich gelegenen Gebiete zur Provinz Seeland. Da Kohla weiterhin zerstört und strategisch zu exponiert lag, wählte man eine geschützte Siedlung zwischen dem Großen und dem Kleinen Teich als neuen Verwaltungssitz – das spätere Seestadt. Kohla gehörte zunächst zur neuen Provinz Seeland, doch seine Bedeutung war so stark gesunken, dass es nur noch ein stiller Zeuge vergangener Größe war.
Der Wendepunkt kam im 17. Jahrhundert. 1632 fasste König Hanns Adam (1612–1642) nach der ersten vollständigen Umsegelung der Landmasse Landauris, der nach ihm benannten Hanns-Adamsche Expedition, den Beschluss, Kohla wieder aufzubauen. Zur Ausführung gelangte der Plan jedoch erst unter seinem Nachfolger, König Demiphones (1642–1677). Demiphones entschied zudem, Kohla nicht dem Seeland einzugliedern, sondern als eigenständige Provinz mit dem Namen Kohlonia zu konstituieren. Diese Entscheidung war Ausdruck eines neuen politischen Konzepts: Die neu zu besiedelnde Region sollte nicht nur wiederbelebt, sondern auch administrativ klar vom traditionellen Seeland getrennt werden.
In den Folgejahren wurde das Tal des Kohlaflusses systematisch besiedelt. Um die fruchtbaren Böden der Region zu erweitern, legte man östlich des Flusstals ein Netz von Kanälen an, die der Kohlwüste durch Bewässerung Land abgewannen. Entlang dieser neuen Wasseradern entstanden Dörfer wie Herbstplatz, Südort und Nordort, das sich später zu einem Markt- und Verwaltungsort entwickelte. Auch die Küste der Sturmsee wurde dauerhaft besiedelt – Fischerei und Handel mit dem benachbarten Sturmland, insbesondere mit dem Hafen Western, bildeten das wirtschaftliche Rückgrat. Hier entstand als Verwaltungszentrum die Stadt Goldstrand. Einen weiteren Schub erhielt Kohlonia im späten 18. Jahrhundert. Zur Zeit König Laurentius‘ (1756–1801) entdeckte man im Kohlgebirge oberhalb der heutigen Stadt Kohlaschleuße mächtige Steinkohleflöze. Diese Entdeckung verwandelte die Region binnen weniger Jahrzehnte: Bergwerke und Arbeitersiedlungen schossen aus dem Boden, das Gebirge wurde durch Straßen und später durch eine Eisenbahnlinie erschlossen. Die Kohleförderung befeuerte nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern trug erheblich zur beginnenden Industrialisierung Landauris bei.
Das ausgehende 19. Jahrhundert brachte eine neue politische Strömung: das Streben nach Dezentralisierung. Auch in Kohlonia regte sich der Wunsch nach mehr Selbstbestimmung. Lokale Honoratioren wie der Kaufmann und Reformer Corvin von Haseneck argumentierten, dass eine eigene Regierung die besonderen Interessen der Bergbau- und Bewässerungsregion besser vertreten könne. 1897 gründete sich der Kohlonische Verein für Selbstverwaltung, und auf Gemeindeebene wurden eigene Räte gewählt, die schrittweise Verwaltungsaufgaben vom fernen Seestadt oder der Krone übernahmen. Der endgültige Schritt erfolgte 1923: Eine Volksversammlung in Kohla erklärte die Unabhängigkeit Kohlonias. Zwar war dieser Akt zunächst nicht von allen anerkannt, doch drei Jahre später, auf dem Föderalen Kongress von Nortismo 1926, bestätigte der Miguel Hernandez nach seinem Sieg über die Zentralregierung in Storcha die Souveränität Kohlonias im Rahmen der neuen föderalen Ordnung Landauris. Seitdem ist Kohlonia ein eigenständiges Mitglied der Inselwelt, das seine Identität aus der bewegten Geschichte zwischen den alten Fürsten, den Wikingerstürmen und dem neuzeitlichen Aufbruch zieht – und das die Erinnerung an das vergangene, aber nie vergessene alte Seeland wachhält.
Hauptstadt Kohla
Kohla (Pop. 16.353 – 22m NN)

Die Hauptstadt Kohla wurde im Jahr 722 von Kapitän Eoban gegründet, der den geschützten Naturhafen an der Mündung des Kohla-Flusses als idealen Standort erkannte und eine planmäßige Siedlung mit Hafen, Fürstensitz und Tempel errichtete. Im 8. und 9. Jahrhundert erblühte es unter den Fürsten zu einem goldenen Zeitalter mit Badehäusern, Bibliothek, Theater und einem Gesetzbuch, das anderen Reichen als Vorbild diente. Nach der verheerenden Zerstörung durch Wikinger im Jahr 847 verfiel es für vier Jahrhunderte, bis es im 17. Jahrhundert unter König Demiphones als barocke Planstadt wiederaufgebaut wurde. Die barocke Altstadt mit dem zentralen Eobansplatz, der St.-Aldomars-Kathedrale, dem Museum der Seelandgeschichte und den ehemaligen Ruinen des Theaters im Stadtwald spiegelt die wechselvolle Geschichte wider. Später wurde es Hauptstadt der Provinz Kohlonia und schließlich des unabhängigen Landes. Heute ist es das politische, kulturelle und touristische Zentrum mit sechs Stadtbezirken, die von der Altstadt über den Neuen Hafen bis zu Wohn- und Technologievierteln reichen.
Landkreise

Der südlichste Kreis Kohlonias, der Kreis Teichfurt (Pop.: 2.799) Teichfurt, umgibt die Hauptstadt Kohla an drei Seiten. Die rund 600 km² große, leicht hügelige Seeland-Ebene ist durch intensive Landwirtschaft geprägt – Getreide, Kohl, Reis und Obst gedeihen auf schweren Lehmböden. Drei Wälder setzen Akzente: der sagenumwobene Bruchwald Trollskog nordwestlich von Kohla, der windzerzauste Küstenwald an der Bucht von Kohla und der grenzüberschreitende Hochwald bei Bunsa. Die Kreisstadt Teichfurt (1.254 EW) lockt mit dem Eobansplatz, der barocken St.-Aldomars-Kirche und einer Brauerei. Flussaufwärts liegt Altbrück, dessen romanische Wehrkirche St. Matthias und eine alte Käserei sehenswert sind. An der Mündung des Kohla-Flusses erstreckt sich Kohlamünde (735 EW) mit Fischereihafen, Leuchtturm, Räucherei und Zollhausmuseum, während das abgeschiedene Nordorf im Küstenwald eine Köhlerei und ein neolithisches Hünengrab birgt. Im Binnenland ist Radebeul das Zentrum des Reisanbaus mit genossenschaftlicher Reismühle und Gutshof. Bunsa am Hochwald beeindruckt mit der Burgruine Bunsa aus dem 12. Jahrhundert und einer Holländerwindmühle von 1817. Welso schließlich vervollständigt den Kreis mit einer Landschlachterei und Drechslerei. Der Teichfluss und sein Zubringer Quorzo sowie der im Trollskog entspringende Teichbach entwässern das Gebiet und bieten fruchtbare Täler.

Der Landkreis Goldküste (Pop.: 1.375) liegt im Westen Kohlonias zwischen dem Kohla-Tal und der Sturmsee. Mit nur rund 1.375 Einwohnern ist er ähnlich dünn besiedelt wie andere Regionen des Landes. Seinen Namen verdankt der Kreis nicht etwa Goldfunden, sondern feinen Glimmerpartikeln im Sand, die an sonnigen Tagen einen goldenen Schimmer erzeugen. Die Landschaft ist geprägt von einem schmalen, windzerzausten Küstenwald aus Kiefern und Birken, der sich als bis zu zwei Kilometer breiter Schutzstreifen entlang der Küste zieht. Östlich davon steigt das Hinterland sanft auf etwa 50 Meter an und wird von Weidewirtschaft dominiert, ergänzt durch kleine, mit Brunnen bewässerte Gärten für den Anbau von Kohl und Wurzelgemüse. Das administrative, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum ist die Kreisstadt Goldstrand mit 725 Einwohnern. Der Ort gruppiert sich um einen rechteckigen Marktplatz, der vom 1744 errichteten Kreishaus, der St.-Eobans-Kirche von 1683 und dem Schulhaus von 1827 gesäumt wird. Der historische Hafen mit Fischauktionshalle und der traditionsreichen Räucherei Bartels prägt das Viertel. Entlang der Küstenstraße nach Süden folgen die Orte Silberstrand (121 Einwohner) und Kleinstrand (254 Einwohner). In Silberstrand wird in einer Genossenschaft von 1936 Muschelzucht betrieben und Sturmseehering in Dosen mit handgemalten Etiketten produziert. Kleinstrand verfügt über einen windgeschützten Naturhafen, der das Zentrum der örtlichen Fischerei bildet.

Der ebenso dünn besiedelte Landkreis Kohlatal (Pop.: 1.259) im Zentrum Kohlonias erstreckt sich über rund 48 mal 20 Kilometer entlang des Kohla-Flusses zwischen der Hauptstadt Kohla im Süden und der alten Bergbaustadt Kohlaschleuße im Norden. Die Landschaft ist von starken Gegensätzen geprägt: Westlich des Flusses liegen trockene, steinige Hügel, die nur begrenzt landwirtschaftlich nutzbar sind, während östlich die weite, baumlose Kohla-Steppe beginnt, die nach Norden in die lebensfeindliche Kohlwüste übergeht. Trotz der rauen Bedingungen ist das Tal historisch bedeutsam und bis heute durch Verkehrsadern wie die B301 und die Kohlatalbahn erschlossen, die die verstreuten Ortschaften miteinander verbinden. Verwaltungszentrum des Kreises ist die Stadt Nordort, die mit 425 Einwohnern Verwaltungssitz, Bildungsstandort und kultureller Mittelpunkt ist. Historische Gebäude wie das Kreishaus von 1892, die St.-Liobans-Kirche von 1712 und die Schule von 1927 prägen das Stadtbild. Nordort ist zudem Ausgangspunkt in Richtung der Kohlwüste, wo sich die Ruine des mittelalterlichen Wüstenturms befindet. Das Kohla-Tal selbst zeigt vielfältige Naturräume: Im Süden liegt ein alter Auenwald mit seltenen Pflanzen und bedeutenden Vogelbrutplätzen. Der Kohlwüsten-Randkanal, ein 31 Kilometer langer Wasserbau aus dem 19. Jahrhundert, bildet das technische Rückgrat der östlichen Talregion und versorgt Gärtnereien und Felder mit Wasser. Die Dörfer des Kreises spiegeln die Geschichte des Kohltransports, der Landwirtschaft und des Eisenbahnbaus wider: Südort mit seiner Kapelle St. Koloman, Viellam mit Kirche, Mühle und Burgruine Stollenfels, Kohlfähre als wirtschaftliches Zentrum des Südens, sowie die Steppe-Orte Herbstplatz und Winterburg, die mit der Northern Desert Railway entstanden. Ergänzt wird der Kreis durch Naturgebiete wie den Trollskog, einen sumpfigen, sagenumwobenen Wald. Der Landkreis Kohlatal präsentiert sich als raues, geschichtsträchtiges Gebiet zwischen Fluss, Steppe und Wüste – ein abgelegener, aber kultur- und naturreicher Teil Kohlonias.

Der Kreis Kohlaschleuße (Pop.: 6.467) liegt im Südosten des Kohlgebirges in Kohlonia. Mit 6.467 Einwohnern auf rund 30 mal 40 Kilometern ist er dünn besiedelt und ein Land der Übergänge: Von den bewaldeten Berghängen über das Hügelland der Kohlevorkommen bis zur trockenen Kohlsteppe und -wüste im Nordosten. Der Fluss Kohla durchquert den Kreis und wird in der Kreisstadt Kohlaschleuße durch die Einmündung des Fel schiffbar. Wichtige Verkehrsachsen sind die Bundesstraßen B301 und B302 sowie die Kohlatalbahn. Die Kreisstadt Kohlaschleuße (3.457 Einwohner) spiegelt den Niedergang des Kohlebergbaus wider: In den 1960er Jahren lebten hier über 20.000 Menschen, heute prägen leerstehende Arbeiterviertel und Lost-Places-Tourismus das Bild. Dennoch gibt es einen intakten Kern mit Marktplatz, St.-Barbara-Kirche und der aktiven Grube Kohlaschleuße. Ein musealer Erlebniszug fährt auf dem einstigen Grubenbahnnetz. Weiter westlich im oberen Kohla-Tal liegen Kolaquell (81 Einw.) mit einem Besucherbergwerk und die noch fördernde Zeche Zusma I mit Brikettfabrik. Das Tal ist gespickt mit Bergbaurelikten und bietet Einblicke in die Industriegeschichte. Im Süden fällt das Gelände steil zur Sturmseeküste ab. Dort reihen sich Fischerdörfer wie Remberg (79 Einw.) mit seiner Olafskapelle und das für seinen fossilen Muschelbänke bekannte Sosufer (197 Einw.). Strandstedt, die größte Siedlung an der Küste, überrascht mit Hafenflair, einem Zentrum für Ozeanografie, einem Bergleute-Sanatorium und dem Nachtclub »Sternenstaub«. Die stillgelegte Grube Argeno (112 Einw.) wird als nationale Reserve konserviert. Der Norden des Kreises wird vom nordkohlianischen Gurkenland geprägt. Ein ausgeklügeltes Kanalsystem um den Fluss Fel und den Gurkenkanal bewässert die Felder, auf denen Kohlsorten und vor allem Gurken gedeihen. Dörfer wie Feltal mit der Klang-Orgel, das hochgelegene Felquell mit Käserei, oder Nassau als letzter Außenposten vor der Wüste zeigen die landwirtschaftliche Prägung. Der Gurkenkanal markiert die Grenze zur Steppe. Der Landkreis Kohlaschleuße bietet eine einzigartige Mischung aus postindustriellem Verfall, technischen Denkmälern und einer von Kanälen durchzogenen Agrarlandschaft – ein Mikrokosmos der Kontraste Kohlonias.

Der Kreis Westmünde (Pop.: 1.496) umfasst auf 14 mal 36 Kilometern die südliche Westflanke des Kohlgebirges – vom über 1200 Meter hohen, urwaldbedeckten Kamm bis zur Küste von Sturmsee, Suhler Meerenge und Westmeer. Die Entwässerungsbäche (Zwieselbach, Saulbach, Westfluss) haben tiefe Schluchten in den Fels geschnitten. Das Klima ist rauh, die Menschen haben sich nur an der Küste angesiedelt. Die Bevölkerung von 1.496 lebt in vier Orten: Alno mit Wollverarbeitung, Fährstedt mit Fähre zur Sturminsel und einer Küstenbrauerei, Saulwitz als ruhiger Fischerort sowie die Kreisstadt Westmünde mit 675 Einwohnern. Die gesamte Region lebt von zwei Säulen: den saisonalen Kabeljau-Schwärmen, die zu Stock- und Klippfisch verarbeitet werden, und der Schafhaltung auf den baumlosen, feuchten Wiesen im Hinterland. Die Kohlbahn-Linie 12 wurde einst für den Fischtransport nach Kohla gebaut und erschließt heute alle Orte. Die kulinarische Spezialität heißt „Stock und Schaf“ – ein stundenlang gekochter Eintopf aus gewässertem Stockfisch, Lammfleisch, Gerstengraupen, Wurzelgemüse und Wacholderbeeren. Dazu serviert man den überall gebrannten Wacholderschnaps. Jeder Ort besitzt eine eigene Destillerie und ein Wirtshaus mit Stammtisch. Sehenswert sind die Käserei und Brauerei in Fährstedt, die Wollmanufaktur in Alno sowie die Bockwurstfabrik in Westmünde, die den Eintopf in Dosen abfüllt. Abenteurer können anspruchsvolle, ungesicherte Klettersteige von Saulwitz und Fährstedt aus in die wilde Schluchtenlandschaft des Gebirgswaldes wagen – ohne touristische Infrastruktur, allein mit den Tieren und vielleicht den sagenhaften Wesen der Wikinger.
Kreis Boxbucht (Pop.: 1.605)
Kreis Nordwestkap (Pop.: 1.000)
Freie Stadt Fliegenstadt (Pop.: 578)
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Strandstedt (Kreis Kohlaschleuße – Kohlonia)

Strandstedt, ein kohloniaischer Küstenort mit 1.825 Einwohnern, liegt malerisch an der Mündung des Rauschenbachs in die Sturmsee. Einst bedeutender Kohlehafen, prägen heute historische Backstein-Speicher, die St.-Nikolaus-Kirche von 1704 und ein modernes Zentrum für Ozeanografie das Stadtbild. Besucher schätzen das kuriose Bergwerks-Sanatorium, den lebendigen „Sternenstaub“-Club und den Sandstrand für Strandsegler. Die innovative OceanWave Power GmbH erforscht hier Wellenkraft. Umgeben von den sanften Eichenhainen des Kohlgebirges… Weiter …
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Südort (Kreis Kohlatal – Kohlonia)

Südort ist mit 58 Einwohnern die kleinste Ortschaft des Landkreises Kohlatal. Der Weiler aus neun Höfen liegt auf 72 Metern Höhe am östlichen Ufer der Kohla, direkt an der B301. Herzstück des Ortes ist die Kreuzung, an der das Gasthaus „Zum Auenwald“ von 1802 steht – ein weiß getünchtes Fachwerkhaus, in dem Wirtin Almut Lohberg ein eigenes Schwarzbier nach Familienrezept ausschenkt. Die nahe Kapelle… Weiter …
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Teichfurt (Kreisstadt – Kohlonia)

Teichfurt, mit 1.254 Einwohnern nicht die kleinste Kreisstadt Kohlonia, liegt nur zwei Kilometer südlich der Hauptstadt Kohla am Teichfluss. Der Ortsname erinnert an eine Furt, die hier jahrhundertelang den Flussübergang ermöglichte. Herz des Ortes ist der Eobansplatz mit dem Rathaus von 1742, der barocken St.-Aldomars-Kirche und der Brauerei, die seit 1831 ein malziges Landbier braut. Die Seestädter Chaussee ist gesäumt von Fachwerkhäusern mit geschnitzten… Weiter …
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Viellam (Kreis Kohlatal – Kohlonia)

Viellam, ein 121-Seelen-Dorf im Kohlatal, liegt idyllisch beiderseits der Kohla und ist geprägt von seiner Geschichte als Rastplatz der Kohltransporteure. Die barocke St.-Barbara-Kirche von 1756 mit ihrem geschnitzten Altar dominiert das Ortsbild. Gegenüber lädt die ehemalige Kornmühle als Heimatmuseum zur Besichtigung ein. Nördlich thront die Burgruine Stollenfels, während die traditionsreiche Seilerei Falkenhagen noch heute produziert. Ein landschaftliches Kuriosum ist der hier beginnende Nudelbach-Kohla-Kanal. Der… Weiter …
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Welso (Kreis Teichfurt – Kohlonia)

Welso, ein Haufendorf mit 72 Einwohnern im Kreis Teichfurt, gruppiert sich malerisch um einen zentralen Teich in der offenen Seeland-Ebene. Das Dorf ist Standort der renommierten Landschlachterei Petersen, die nach alter Tradition geräucherte Mettwürste und luftgetrockneten Schinken herstellt und eine Herde Kohlonisches Angus hält. Eine kleine Drechslerei fertigt kunstvolle Holzwaren. Die schlichte Dorfkirche besticht durch ihren reichhaltigen Büchertisch. Im Sommer locken die geselligen „Welser… Weiter …
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Winterburg (Kreis Kohlatal – Kohlonia)

Winterburg ist ein kleines Haufendorf mit 125 Einwohnern in der kohlonischen Steppe, entstanden mit dem Bau der Northern Desert Railway. Der Name stammt von der nahen Burgruine, einem kuriosen Wohnturm von 1688, der nur im Winter zur Jagd auf Steppenhühner bewohnt war. Die schlichte St.-Hedwigs-Kapelle erbauten Eisenbahnarbeiter aus Nudelland, während die Schäferei Kolbenheyer seit 1887 hochwertige Merinowolle produziert. Ein historischer Kilometerstein an der Grenze… Weiter …
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Zusma (Kreis Kohlaschleuße – Kohlonia)

Zusma, ein 106-Seelen-Dorf im kohlonischen Kohlgebirge, lebt von der Kohle. Auf 374 Metern Höhe schmiegt es sich an bewaldete Hänge, überragt vom Schornstein der Brikettfabrik von 1958. Täglich fahren in der nahen Grube Zusma I zwei Schichten ein – die letzte aktive Zeche des Landkreises neben Kohlaschleuße. Im Wirtshaus „Zum Steiger“ treffen sich Kumpel bei Kohlsuppe und Bier, während Schuster Fritz Hallermeyer das Schuhwerk… Weiter …

